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    Migranten laut BA gut integriert: Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben einen Job

    Migranten laut BA gut integriert
    Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben einen Job


    Immer mehr Menschen aus den wichtigsten Asyl-Herkunftsländern finden Arbeit. Das geht aus den neuesten Arbeitsmarkt-Zahlen hervor. Vor allem junge Migranten, die gut Deutsch sprechen, haben aussichtsreiche Chancen, ein Jobangebot zu bekommen.
    Weitere Angaben und Bezugsgrößen fehlen jedoch. Da aus dem weiteren Artikel hervorgeht, dass hier nicht nur die Flüchtlinge eines Jahres gezählt werden, sondern die einer unbekannt langen Vergangenheit, also mehrerer Jahre, kann die Bezugsgröße damit nicht unter 2 Millionen liegen, wenn bereits 2015 mehr als eine Million Flüchtlinge ankamen, die mehrheitlich jetzt erst dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und bislang nicht vermittelt wurden oder nicht in Arbeit vermittelbar waren, und pro Jahr offiziell mehr als 200.000 Flüchtlinge nach Deutschland gelangen, Familiennachzug hier nicht dazugerechnet.


    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gezogen. Die Erwartungen der BA seien knapp übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele.
    Alleine, es zählt, dass man eine erfolgreiche Zwischenbilanz vorweisen kann.
    Jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge fanden mehr als 300.000 Menschen aus den acht wichtigsten Asyl-Herkunftsländern einen Job - und damit 88.000 mehr als im Jahr davor. "Das läuft alles ganz gut", sagte Scheele. Die Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt gebe keine Veranlassung, schwarz zu malen.
    Hauptherkunftsländer sind aus der Sicht der Bundesagentur derzeit Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.
    Um welche Art von Stellen es sich handelt, wird ebenfalls nicht weiter ausgeführt und man kann fast vermuten, aus gutem Grund, wenn ansonsten doch alles minutiös aufgezählt wird, was sich auf der Seite einer erfolgreichen Bilanz vermarkten ließe.

    Aber manchmal muss man nur einem Text mit ein wenig Hintergrundwissen folgen. 238.000 Flüchtlinge haben also eine "feste Arbeitsstelle". Als feste Arbeitsstelle zählt hier jede Stelle, die sozialversicherungspflichtig entlohnt wird, also über dem Satz der Geringfügigkeit liegt. Und das ist nun einmal fast jede Stelle, ob Ausbildungsstellen, auf die seit der 3+2-Regelung der Regierung (Flüchtling, der eine Ausbildung macht, wird nicht abgeschoben und erhält am Ende ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland) oder Vorqualifikationen oder Quotenjobs bei öffentlichen Arbeitgebern (Hilfs- und Anlernjobs, Dolmetscherstellen, Stellen im Bereich "Flüchtlinge helfen Flüchtlingen", Hilfsjobs bei der Diakonie, befristete Arbeitsstellen, Teilzeitarbeitsstellen, Stellen zur Erprobung, Qualifizierungsmaßnahmen der BA selbst, Minijobs, etc. pp.).

    Arbeitgeber, die solche Stellen anbieten, finden sich durch das Subventionsmodell der Bundesregierung, das durch die BA Arbeitgebern, die Flüchtlinge einstellen, mit der Hälfte des ausgezahlten Lohnes (plus zusätzlicher Hilfen plus besonderer Berücksichtigung durch die kulturelle Öffnung der Betriebe bei Ausschreibungen) subventionieren aus - natürlich - Mitteln der Arbeitsplatzförderung, die aus der Kasse der Arbeitslosengeldversicherung bezahlt wird.
    238.000 der Geflüchteten mit fester Arbeitsstelle - und damit der Großteil - seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
    Womit die anderen "Geflüchteten" beschäftigt sind, wird ebenfalls nicht erwähnt. Da sage man noch, die Redaktionen und die BA trauen den Lesern keine Phantasie zu!

    "Das sind Zahlen, die sind gut. Dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind und nicht, um hier einen Job zu finden", sagte Scheele.
    Warum diese Relativierung? Heißt sie im Umkehrschluss, dass die Flüchtlinge, die aus humanitären Gründen kamen, niemals oder nicht vorrangig eine Arbeit in Deutschland ausüben wollten?

    482.000 Flüchtlinge seien im Juli bei der BA arbeitssuchend gemeldet gewesen. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren.
    Und die anderen? Soweit ich weiß, sind Menschen, die BA-Qualifikationskurse besuchen und in Maßnahmen stecken, wozu auch der Qualifikationskurs Deutsch gehören würde, aus der Statistik herausgenommen. Womöglich hat sich hier bei der Redaktion ein klitzekleiner Fehler eingeschlichen, denn ansonsten würde sich ja die Frage stellen, ob 1 Million Flüchtlinge oder sogar mehr einfach mal so verschwunden sind. (482.000 + 300.000 = 782.000 Flüchtlinge, also weniger, als alleine im Jahr 2015 in Deutschland ankamen....)


    Gut 187.000 Flüchtlinge waren im Juli arbeitslos gemeldet. Die Zahl ist seit Monaten relativ konstant. Auch die Ausbildungszahlen zeichnen laut dem BA-Chef ein positives Bild. Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben laut BA inzwischen eine Lehre angefangen, seit Anfang Oktober 2017 haben sich rund 35.000 als Bewerber für einen Ausbildungsplatz bei der BA gemeldet. "Wir haben immer gesagt, dass die, die als Kinder und Jugendliche eingereist sind, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben", sagte Scheele.
    Vielleicht rechnet die BA aber noch 187.000 Flüchtlinge, die arbeitslos gemeldet sind, dazu (wobei auch Arbeitssuchende arbeitslos gemeldet sein können). Aber auch dann wären viele Flüchtlinge einfach verschwunden, denn ich ergänze die Rechnung einfach mal (482.000 + 300.000 = 782.000 Flüchtlinge + 187.000 Flüchtlinge = insgesamt 961.000 Flüchtlinge und damit immer noch weniger, als alleine 2015 nach Deutschland einreisten und blieben. Wo ist der Rest und wo bleibt der Rest der darauffolgenden bzw. vorfolgenden Jahre, mindestens mal ab 2014 bzw. 2013? Die der Jahre 2016 und 2017 und des angefangenen Jahres 2018? Wo bleibt der Familiennachzug?)

    Bei der Flüchtlingsintegration auf dem Arbeitsmarkt bleibe der Spracherwerb der erfolgskritische Faktor, betonte er. Es sei unrealistisch, zu glauben, man könne in knapp einem Jahr so gut Deutsch lernen, dass es immerhin für die Berufsschule reiche. Mit den Förderprogrammen sei man derzeit trotzdem ganz zufrieden, sagte Scheele. Doch es könne immer noch mehr gemacht werden.
    https://www.n-tv.de/politik/Mehr-als...e20582707.html



    Wenn man noch mehr machen möchte, noch mehr Qualifikationsprogramme, noch mehr Subventionen für die Arbeitgeber, noch mehr Sonderregelungen, wird es noch mehr Steuergelder kosten und noch mehr Gelder der Arbeitslosengeldversicherung. So ist es dann logisch, dass weder die Höhe des Arbeitslosengeldes, noch der Führerscheinerwerb für arbeitslosen schon länger hier Lebende aus beruflichen Gründen, noch die Modalitäten für den Bezug von Arbeitslosengeld für z.B. ältere Erwerbstätige bzw. die Neuauflage der Arbeitslosenhilfe finanziert werden kann, noch die Renten erhöht oder wenigstens auf bereits vorhandenem bescheidenem Niveau stabilisiert werden können (selbst Frau Merkel sprach sich gegen die Stabilisierung des Rentenniveaus aus, das können wir uns nämlich nicht leisten),
    noch eine Abkehr von der Besteuerung der Renten, noch Steuererleicherungen für Niedrigverdiener oder Alleinerziehende oder Familien. Das wäre nämlich zu teuer.

    Im Moment brauchen wir nämlich das viele Geld, um viele Wohnungen zu bauen.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Migranten laut BA gut integriert: Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben einen Job

    Diese "Jobs" kennt man ja. Hauptsache raus aus der Statistik.



    Hauptherkunftsländer sind aus der Sicht der Bundesagentur derzeit Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.
    Lediglich die Syrer haben einen Fluchtgrund. Alle anderen sind Asylbetrüger.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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