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    Erschreckende Zustände in Flüchtlingsheimen - warum gegen Sozialwohnungsbau protestiert wird

    Dieser Artikel vom Ende des Jahres 2017 würde so wohl nicht mehr erscheinen. Auf ihn bin ich gestoßen, weil ein aktueller Artikel im SpOn Proteste gegen den Sozialwohnungsbau in vielen Gemeinden und Städten Deutschlands beklagt, ein Sozialwohnungsbau, der als Wohnungsbau für Alleinerziehende, Geringverdiener, Studenten und Flüchtlinge deklariert wird, wobei die Flüchtlinge stets zum Schluß genannt werden. Beklagt wird auch - und hier horcht man natürlich das erste Mal auf - dass die Proteste der Anwohner zugenommen hätten. Sie werden sogar genannt, nämlich

    sie hätten Angst vor Fremden. Das ist schon einmal ein mehr als eindeutiger Hinweis, gegen was die Anwohner eigentlich protestieren, nämlich gegen staatlich geföderte Flüchtlingsunterbringung in ihrer nächsten Nähe, die mit Lärm, Schmutz, Abfall und anderen unseligen Begleiterscheinungen - oft - verbunden ist. Zumindest in den Gemeinden, in denen protestiert wird, ist die Erfahrung mit Flüchtlingen bislang nicht gut (was der nachfolgende Artikel zeigt, denn ich habe genau die Gemeinden, die im Artikel genannt sind, gesucht und hinsichtlich der bisherigen Probleme mit den Flüchtlingen, die nun in die neuen Wohnungen ziehen sollen, gefunden).


    Viele Menschen wollten keine Sozialwohnungen in ihrem Viertel, hätten mitunter Angst vor Armen und Fremden, weiß Dengler.
    Die Armen sind das Feigenblatt für die Fremden....

    Oder die Fremden sind für Herrn Dengler gleichzeitig die Armen, wer weiß....

    In dem Artikel, der die Proteste beklagt, ist auch zu lesen

    Doch nicht nur seine Firma hat Probleme. In Ramersdorf musste die städtische GWG ein geplantes Quartier wegen Anwohner-Protesten um 38 Wohnungen verkleinern
    Ramersdorf ist nun nicht gerade eine Nobelgegend in München, in der Reiche gegen Sozialwohnungen klagen würden, im Gegenteil, Ramersdorf grenzt an Perlach bzw. Neuperlach und es gibt in Ramersdorf wie in Perlach bereits Sozialwohnungen. In Neuperlach die mit vor allem migrantischer Problembesetzung.

    Und weiter, der Anlaß, warum ich bezüglich der genannten Gemeinden einmal recherchierte, was denn da so vorfiel, dass man gegen den Sozialwohnungsbau, der ja wohl in Wirklichkeit ein Flüchtlingssozialwohnungsbau ist, so scharf protestiert.

    Anderswo gibt es ähnliche Probleme, etwa in Münsing am Starnberger See und Erlangen. Dem Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) zufolge sind Proteste von Anwohnern gegen die Errichtung von Sozialwohnungen zwar kein neues Phänomen. "Aber deren Häufigkeit und Dimension hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen", sagt VdW-Direktor Hans Maier.
    Deren Häufigkeit und Dimension hat wohl in den vergangenen Jahren seit 2015 vor allem deswegen zugenommen, weil man weiß, wer hinterher in den Sozialwohnungen wohnt und weil man weiß, wie die, die hinterher in den Sozialwohnungen wohnen, bislang gewohnt und gelebt haben.

    Auch außerhalb Bayerns sehen sich Bürgermeister und Bauherrn zunehmend mit dem Problem konfrontiert: Wannweil in Baden-Württemberg, Bad Vilbel und Hofheim in Hessen, Velpke in Niedersachsen, Verl in Nordrhein-Westfalen oder auch Kronshagen in Schleswig-Holstein - in zahlreichen Orten gab es in den vergangenen zwei Jahren teils massive Proteste gegen den Bau von Sozialwohnungen. In Dresden etwa warnten Anwohner Ende Juli, 132 geplante Sozialwohnungen würden die Lebensqualität in ihrem Viertel "erheblich beeinträchtigen".
    Hätte man den Neubauten als Flüchtlingsunterbringung deklariert, würde sich der Protest der Anwohner wohl von Anfang an erschließen.

    Hier wird der Artikel ein wenig deutlicher:

    "Manche haben Angst vor Wertverlust. Und viele haben Angst, dass die Wohnungen von Flüchtlingen bezogen werden.
    wobei der größte Wertverlust natürlich durch die Nähe von Flüchtlingsunterbringungen geschieht, denn dort will und kann niemand mehr leben, denn der Tagesablauf der Flüchtlinge und deren Vorstellungen von Leben und Wohnen ist ein gänzlich anderer. Das hat nicht nur etwas mit den Müllproblemen zu tun.

    Und vielleicht etwas mit der aufgebrachten Frage eines protestierenden Bürgers an Herrn Dengler, am Anfang dieses Artikels:

    Die Stimmung sei "aufgeheizt und aggressiv" gewesen, berichtet er. Er sei gefragt worden, wie er die Nachbarschaft vor "seinen Mietern schützen will" - mit Polizei, Security oder einem Zaun? Dengler wirkt immer noch aufgebracht, als er davon erzählt. "Was ist das für ein Menschenbild?", fragt er.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1222616.html

    Nun aber zum Verständnis zum Protest der Anwohner. Ich recherchierte exemplarisch zu einem der in diesem Artikel genannten Orte, in denen es massiven Protest gegen den Sozialwohnungsbau, der "auch" für Flüchtlinge deklariert ist, gegeben hat, Bad Vilbel-. Dieser Artikel stammt vom November 2017 und ist damit ein 3/4 Jahr alt, es handelt sich somit um die Personen, die als zukünftige Mieter der Sozialwohnungen in Bad Vilbel gedacht sind, sofern sie bislang keinen anderen Wohnraum gefunden haben.

    Flüchtlingsheime

    Erschreckende Zustände in Flüchtlingsheimen

    Müll, Vandalismus, Hygienemängel und illegale Besucher – die Zustände in den Bad Vilbeler Flüchtlingsunterkünften sind erschreckend. Jetzt spricht Koordinatorin Susanne Förster.



    Im August hatte die SPD-Fraktion beantragt, »die Situation von Flüchtlingen in Bad Vilbel im Sozialausschuss vorzustellen«. Eigentlich sollten dabei die Vertreter des Vereins »Flüchtlingshilfe – Willkommen in Bad Vilbel« von ihren Erfahrungen berichten. Doch die CDU/FDP-Mehrheit sagte nein, nur die städtische Flüchtlingskoordinatorin sollte einen Bericht vorlegen.
    Dass es sich bei den Problemen mit den Flüchtlingen, die zukünftige Mieter der neu gebauten Sozialwohnungen werden sollen, nicht nur um Einzelfälle handelt, zeigt, dass sämtliche 19 Flüchtlingsunterkünfte der Stadt als Problemunterkünfte genannt werden. Wobei natürlich nicht die Unterkünfte das Problem sind, wie man auch dem Artikelbild entnehmen kann, das eine ordentliche, neu gebaute Unterkunft zeigt, sondern die Bewohner dieser Unterkünfte.

    Respektlosigkeiten, Ignoranz, Unverständnis und Missachtungen stellen ein Problem dar:

    Man erlebe Hoffnungen, Erwartungen und Dankbarkeit, aber auch Respektlosigkeit, Ignoranz, Unverständnis und Missachtungen.
    Selbstverständlich in dem Bericht und in dieser Presseveröffentlichung noch zurückhaltend formuliert.

    Täglich sei man mit diversen Problemen befasst: Mit jeder Menge Müll, mit Vandalismus, »auch, aber nicht immer durch Unwissenheit«.
    Nicht gerade eine Empfehlung für die Flüchtlinge als zukünftige Nachbarn, zumal Vandalismus niemals aus Unwissenheit geschieht, sondern aus tumber Zerstörungswut.

    Dazu das große Umfeld Hygiene:

    Ebenso mit Hygienemängeln, die Menschen kämen aus fremden Kulturen und hätten ein anderes Verständnis von Hygiene, oft sei es auch nur Unwissenheit.
    Vor Augen sollte man sich auch halten, dass gezüchtete Ratten und Mäuse und Kakerlaken der Nachbarschaft, eingedrungen in die eigenen Häuser und Wohnungen, von den Besitzern der Häuser selbst beseitigt werden müssen. Der einbestellte Kammerjäger muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden und zudem ist er Pflicht. Die Städte und Gemeinden oder durch Mieterauswahl verursachenden Vermieter übernehmen hier keine Haftung.

    Es gebe zudem Schimmelprobleme durch mangelhaftes Lüften, aber auch durch Kleidung, die über die Heizkörper gelegt werde. Dies sei ein Problem, mit denen Menschen aus Afrika überhaupt keine Erfahrung haben könnten.
    Solche Zustände hat man nicht gerne in seiner Nachbarschaft, weder Einsätze von Polizei und Feuerwehr, noch eine plötzlich einziehende größere Gästeschaft, die ihrerseits auch nicht gerade leise sein wird.

    Nicht selten würden die Notrufe missbraucht, was Einsätze der Feuerwehr zur Folge hätte, die Hausordnung werde missachtet, es gebe illegale Besucher oder »plötzliche Zuzüge von Familienangehörigen«.
    So etwas ist nicht gerade dienlich für den Nachbarschaftsfrieden.

    Dritten Hausmeister eingestellt

    Auch Schädlinge seien ein Problem. »Einmal mussten wir eine Unterkunft vollständig räumen lassen und das Gesundheitsamt hinzuziehen.
    Die Schädlinge wandern dann natürlich auch in die Nachbarhäuser, durch geöffnete Türen, durch Terassentüren, durch angekippte Fenster, durch Kellerfenster.

    Viele Hausmeister sind nötig, um ein Mindestmaß an Sauberkeit, Hygiene und Ordnung herzustellen und den Dreck wegzuräumen und trotzdem bleiben die Zustände untragbar. Das möchte natürlich niemand in seiner Nachbarschaft.

    Zurzeit gebe es zwei Hausmeister, eine dritte Hausmeisterstelle werde demnächst besetzt, leitete sie dazu über, wie viele Menschen mit den insgesamt 436 Geflüchteten befasst seien, die in den Vilbeler Unterkünften leben. Zudem seien fünf Sozialpädagogen des Regionale Dienstleistungen Wetterau (RDW) im Einsatz, ebenso eine Sozialarbeiterin des Flüchtlingshilfevereins, finanziert durch die Stadt aus den freiwilligen Leistungen des Kreises. Förster dankte ausdrücklich den ehrenamtlichen Helfern des Flüchtlingshilfevereins. Der stelle alleine 40 Hauspaten, darüber hinaus Deutschlehrer, Dolmetscher, Organisatoren für Freizeitangebote und Integrationsmaßnahmen sowie Rechtsberatung.
    Und wie es dann so kommt, wird man als zukünftiger Nachbar alleine wegen der Massivität der Störungen und der mangelnden Beweislage keine Handhabe gegen die negativen Veränderungen in seinem Wohnumfeld haben, sondern auch, weil die Flüchtlinge eben eine funktionierende Rechtsberatung haben, die sich gegen die dort lebenden Einheimischen durchzusetzen weiß.

    Alleine die aufgezeigten Personalkosten pro Flüchtling und Tag, die sich nur auf die von der Stadt bezahlten Hilfskräfte beziehen, zeigt die prekäre Lage, denn es ist nicht anzunehmen, dass diese Gelder auch bei auswärtiger Unterbringung weiter zur Verfügung stehen werden, d.h. der Betreuungsaufwand nimmt ab und die Probleme werden dann eben noch nicht einmal ansatzweise vor Ort gelöst werden können:

    »Die tatsächlichen Ausgaben interessierten dabei wenig bis gar nicht.« Der Kreis zahle der Stadt eine Pauschale von 8,10 Euro pro Tag und Flüchtling plus 45 Euro freiwillige Leistung pro Flüchtling und Monat. Das mache umgerechnet 9,60 Euro pro Flüchtling und Tag, tatsächlich entstünden der Stadt aber »ohne Personalkosten« 13 Euro pro Flüchtling pro Tag.
    Ein Infokästchen ist dem Artikel noch nachgeschaltet, Stand November 2017:

    Info

    Keine Wohnungen für Migranten

    Anerkannte Flüchtlinge finden keine Wohnungen. Darauf hat jetzt Koordinatorin Susanne Förster aufmerksam gemacht. So hätten 170 der 436 Personen in den Unterkünften einen Bleibestatus. Sie müssten aber dort weiter leben, weil die Bereitschaft aus der Bevölkerung, an anerkannte Geflüchtete zu vermieten, »nicht besonders groß ist«. Zudem liege die Mietobergrenze bei einer vierköpfigen Familie bei 520 Euro kalt, für Einzelpersonen bei 360 Euro.

    https://www.wetterauer-zeitung.de/re...;art469,340719

    Das sind dann auch die Personen, die bislang keine Wohnung gefunden haben und in die Sozialwohnungen ziehen sollen, vermutlich mit einem Standard gebaut, wie er auch in Rottweil und anderswo verwirklicht wurde, große Wohnungen mit Fußbodenheizung, Bad und Toilette getrennt, Parkett und Laminat, Tiefgaragenplätzen und Aufzug und natürlich Hausmeisterservice, angeboten von der Stadt zu einem Dumpingpreis, der weit unterhalb der Miete liegt, die genehmigungsfähig wäre. Dass diese Wohnungen hinsichtlich des Standards, der durchaus gehoben ist, liegen, läßt die Bürgermeister meist unbeeindruckt. Für Sozialhilfe- bzw. Hartz-IV-Bezieher gilt nämlich neben einer Obergrenze in Miete und Quadratmeterzahl auch das Gebot, dass die Wohnung in einfacher Wohnlage bei einfacher Wohnausstattung liegen müsse. In Rottweil stand zu lesen, dass die Wohnungen ja schließlich heutzutage in diesem Standard gebaut werden müßten und später vielleicht einmal allgemein vermietet werden würden...

    Hier der Artikel über die Neubauten in Rottweil exklusiv für Flüchtlinge mit Bild:

    https://open-speech.com/threads/7686...ubau-einziehen
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Erschreckende Zustände in Flüchtlingsheimen - warum gegen Sozialwohnungsbau protestiert wird

    Wer diese Leute noch nicht live erlebt hat, kann sich gar nicht vorstellen, zu welchem Lärm sie fähig sind. Und das Müllproblem ist nun wirklich ein Phänomen. Bei Türken sehr beliebt ist den Abfallbehälter (Müllsäcke), in den Hausflur zu stellen um ihn beim nächsten gang nach unten in die Mülltonnen zu entleeren. So steht der Müll dann oft die Nacht über im Treppenhaus. Stinkt vor sich hin und zieht geradezu magnetisch Ratten und Mäuse an.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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