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    Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    Ich habe mir lange überlegt, ob ich diesen Artikel ins Deutschland-Forum stelle, denn jeder, der das Haus verlässt, erlebt, dass Deutschland jeden Tag ein Stück schwarzafrikanischer wird, oder doch ins Welt-Forum.

    Nun steht es im Welt-Forum, aber natürlich kommt der Aberglaube mit den Afrikanern dorthin, wo die Afrikaner hingehen.

    Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    Der Hexenglaube ist in den Traditionen und der Mentalität vieler Afrikaner tief verwurzelt. Hexenglaube, Zauberei und die Angst, etwas falsch zu machen, die in ganz Afrika verbreitet sind, führen zu Entwicklungsblockaden, weil sie den Ehrgeiz hemmen. Die Vernachlässigung der Gesundheits- und Bildungssysteme bremst Aufklärung und rationales Denken, und somit bleibt es weiterhin bei Unwissenheit und Aberglaube.


    Hexerei-Vorwürfe hängen mit Aberglauben, Magie und dem Glauben an Übernatürliches zusammen. Afrikaner tendieren dazu, unsichtbare Kräfte für persönliches Pech und Krankheiten verantwortlich zu machen. Wenn etwas Negatives geschieht, also eine rätselhafte Krankheit, Unfall oder andere Probleme wie eine vertrocknete Ernte, wird eine Ursache gesucht und meist auch gefunden. Es braucht einen Schuldigen (meiste eine Schuldige) – und was liegt da näher als Hexerei? Besonders Außenseiter, Krüppel, sogar Kinder oder erfolgreiche Menschen sind gefährdet. Letztere, wenn sie ihre Pflicht zu teilen vernachlässigen. Wer spart, investiert, längerfristig anlegt, aufsteigen will, macht sich bei den Zukurzgekommenen verdächtig.


    Oft sind es erfolgreiche Frauen, die von Verwandten oder Geschäftskonkurrenten denunziert werden. Andere werden als Hexen gebrandmarkt, damit Verwandte an ihr Erbe kommen. Diese Frauen haben keine andere Wahl, als ihre Kinder und ihren Besitz zurückzulassen und zu fliehen. Manchmal müssen die Frauen sogar in abgelegene Hexendörfer ziehen, die es zum Beispiel in Ghana und Sambia gibt. In Ghana schneidet ein Fetisch-Priester einem Huhn den Hals an. Dann wirft er es im hohen Bogen von sich. Verendet das Tier auf dem Bauch, ist dies das endgültige Schuldurteil. Landet das Tier auf dem Rücken, ist die Frau unschuldig. Aber auch Frauen, die freigesprochen werden, gehen selten in ihr Dorf zurück. Denn der Verdacht verfolgt sie ein Leben lang.


    Viele wenig gebildete Menschen in Afrika sind angesichts ihres tiefen Aberglaubens jedenfalls fest davon überzeugt, dass Ebola, genau wie etwa auch Aids, nicht durch ein Virus, sondern durch einen Fluch oder Hexerei übertragen und deshalb auch nur durch einen traditionellen Heiler besiegt werden kann. Dies ist der Hauptgrund, weshalb die Ebola-Seuche in Westafrika lange nicht eingedämmt werden konnte. Der Onkologe Freddy Gnangnon im westafrikanischen Benin sagt, dass besonders in ländlichen Gebieten Krebspatienten von Nachbarn stigmatisiert werden, weil die Krankheit auf „dem Fluch des zornigen Geistes“ beruhe. Die Menschen in Westafrika assoziieren Krankheit und Tod mit dem mangelnden Respekt vor den Geistern des Voodoo. Viele Menschen würden sich deshalb lieber an den Hexer als an den Krebsspezialisten wenden.

    Magische Gegenstände, Fetische, Glücksbringer

    Viele Afrikaner tragen am Hals, den Armen, den Haaren und/oder in den Taschen Gris-gris. Gris-gris sind Amulette, kleine magische Gegenstände, Fetische, Glücksbringer. Sie gehören ebenso wie einige animistische Rituale für viele zum täglichen Leben. Auch Marabouts erteilen Lebensregeln, interpretieren den Koran, unterhalten Koranschulen, beten für die Gläubigen und weihen Amulette und Glücksbringer.


    Der tansanische Schriftsteller Aniceti Kitereza schreibt in seiner Familiensaga „Die Kinder der Regenmacher“ : Kibuguma hatte den Sud deswegen in den Hauptraum tragen lassen, weil er sehen wollte, ob eine Fliege hineinfiel. Wäre dies geschehen, hätte der Mensch, der ihn gekocht hatte, bestimmt in wenigen Tagen sterben müssen.“



    Heimtückische Hexer, Dämonen – so glaubt man in Westafrika – stehlen die Zeugungskraft, lassen Hoden verschwinden und Penisse schrumpfen. Der zerstörerische Alltag des Schreckens macht viele Afrikaner hoffnungslos. Oft sind die Anschuldigungen willkürlich. „Es geht meist um Neid und Missgunst, die gesellschaftlichen Aufstieg verhindern und die Tüchtigen bestrafen“, schreibt der Schweizer Ethnologe David Signer in seinem faszinierenden Buch „Die Ökonomie der Hexerei oder Warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt“ . Wer von den traditionellen Hexerjägern verurteilt wurde, wird aus der Gemeinschaft verbannt.

    Vor nicht allzu langer Zeit hätten Frauen, die in einer Mine arbeiten, als Hexen gegolten, so Thérèse Lukenge, Ministre du Genre, des Arts et de la Culture de la Province du Katanga, Demokratische Republik Kongo (Katalog Angèle Essamba, „Invisible“). Dotée de pouvoir maléfiques, elle ferait disparaitre les minerais…: „Ausgestattet mit unheilbringender Macht, könnte sie die Erze verschwinden lassen.“ Sie selbst, Lukenge, sei zu der Zeit Ministerin für die Minen gewesen – und der Zutritt sei ihr verboten gewesen. Heute sind Frauen ähnlich berechtigt in der Minenarbeit wie Männer. Sie haben sich der noch aus dem 18. Jahrhundert stammenden Legende widersetzt.


    In Teilen Madagaskars gelten Zwillinge als verhext. David Signer schreibt in der NZZ-Online: „In vielen afrikanischen Glaubenssystemen besteht der Mensch nicht nur aus Körper und Seele.... Menschen in der Côte d’Ivoire glauben, dass der Schatten zwischen Körper und Seele angesiedelt ist.... Manchmal stellt man sich den Schatten auch als Spiegelbild vor. In vielen afrikanischen Kulturen sind Zwillinge entweder Glücks- oder Unglücksbringer. Das geht oft mit der Vorstellung einher, dass sie keinen Schatten haben, da der eine Zwilling gewissermaßen schon Schatten oder Spiegelbild des anderen ist.“

    Albinos leben gefährlich

    Der südafrikanische Fernseh- und Radiomoderator Trevor Noah schreibt in seinem Bestseller „Farbenblind“:


    „Vor ein paar Jahren gab es während eines Fußballspiels der Orlando Pirates einen berühmten Zwischenfall. Irgendwie geriet eine Katze ins Stadion, rannte durch die Zuschauer und mitten im Spiel hinaus aufs Feld. Ein Sicherheitsmann sah die Katze und tat das, was jeder vernünftige Schwarze tun würde. Er sagte sich: ‚Die Katze ist eine Hexe.' Also fing er die Katze – live im Fernsehen – und trampelte auf ihr herum und schlug sie mit seiner sjambok tot, einer harten Lederpeitsche, auch bekannt als Nilpferdpeitsche. Der Vorfall machte im ganzen Land Schlagzeilen. Die Weißen waren völlig aus dem Häuschen. Das war wirklich der absolute Irrsinn. Der Sicherheitsmann wurde verhaftet und vor Gericht gestellt und wegen Tierquälerei verurteilt.... Die Schwarzen waren einfach nur verwirrt. Was der Sicherheitsmann getan hatte, fanden sie überhaupt nicht schlimm. Sie dachten: ‚Die Katze war eindeutig eine Hexe. Woher sollte eine Katze sonst wissen, wie man auf ein Fußballfeld kommt? Sie wurde geschickt, um eine der beiden Mannschaften zu verhexen. Der Mann musste die Katze totschlagen, er hat die Spieler beschützt.' In Südafrika haben Schwarze Hunde.“



    In letzter Zeit wurden in afrikanischen Medien Ritualmorde aus Nigeria, Gabun, Burundi und Tansania gemeldet. (Bei Menschen mit Albinismus ist die Bildung des Pigments Melanin gestört, ihre Haut besonders hell.) Manche Väter verlassen die Familien, weil sie glauben, dass ihre Frauen sie mit einem weißen Mann betrogen haben. Den Knochen der Albinos wird magische Wirkung zugetraut. Sie sollen zu Glück, Macht und Reichtum verhelfen. Deswegen leben Albinos gefährlich. Zwischen 1998 und 2015 hat die Menschenrechtsorganisation „Under the same sun“ (UTSS) 140 Tötungen, 219 Verstümmelungen und andere Angriffe auf Albinos in 25 afrikanischen Ländern gezählt.


    Für die Yoruba, die in Nigeria und Benin leben, stehen Albinos unter dem Schutz des Gottes Obtala. Auch in Kamerun gibt es offiziell keine Diskriminierung. Albinos können es dort in höchste Ämter schaffen. Isaac Mwaura wurde in Kenia trotz seiner Pigmentstörung ins Parlament gewählt. (Wer Macht hat, ist durch die Macht legitimiert und vorübergehend geschützt.) Mwaura hat die Albinism Society of Kenya gegründet, die Albinos praktische Hilfe mit Sonnenschutzmitteln, Brillen und Kopfbedeckungen leistet. In Malawi kämpft der Verband „Association of People with albinism in Malawi“ (APAM) für die Rechte der 10.000 Albinos in Malawi.


    Der kongolesische Schriftsteller Emmanuel Dongola zitiert in seinem Roman „Gruppenfoto am Ufer des Flusses“, Hammer Verlag 2011, eine örtliche Radiomeldung:„Albinos in Tansania bangen um ihr Leben. In Tansania sind in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 40 Albinos ermordet worden. Die Leute töten Albinos und benutzen Körperteile der Opfer – Haare, Arme, Beine, Genitalien und Blut – für Zauberrituale, die ihren Kunden Reichtum bringen und ewige Jugend verleihen sollen. Die Goldsucher behaupten, man brauche nur eine Mine mit Albinoblut zu begießen, um Goldklumpen zu finden. Fischer meinen, man müsse nur den abgehackten Arm oder das abgeschnittene Bein eines Albinos im Wasser auslegen, um große Fische mit dem Bauch voller Gold zu fangen. Der tansanische Präsident hat rigorose Maßnahmen gegenüber allen an diesen Morden Beteiligten befohlen.” (S.11)
    Modewelt feiert Albinos

    Während die Menschen mit Albinismus unter Diskriminierung und gesundheitlichen Problemen leiden, werden einige in der Modewelt gefeiert. Dort wird das „andere Aussehen“ („atypiques“) inszeniert. In Südafrika, Frankreich und den USA haben zahlreiche Albinos außerordentliche Karrieren in der Haute Couture gemacht. Das erfolgreichste südafrikanische Mannequin, die ehemalige Staatsanwältin Thando Hopa, war nicht nur auf dem Titelbild von Marie Claire South Africa im August 2017, sondern auch im letzten Pirelli Kalender zu sehen. Für die französische Kosmetikfirma Vichy ist sie „das Gesicht“ für Sonnenschutz-Produkte. Auch die Afroamerikanerin Diandra Forrest ist ein Star und die erste Frau mit Albinismus, die von einer großen Modelagentur unter Vertrag genommen wurde.


    Noch einmal der oben zitierte Dongola mit zwei Beispielen aus „Gruppenfoto am Ufer des Flusses“:


    „Ein Pastor der Erweckungskirche und zwei Dutzend seiner Anhänger haben in den Straßen Kinshasas Kinder gejagt, als ‚Hexenkinder‘ angeprangert und grausam misshandelt. Solche Jungen im Alter von fünf bis vierzehn Jahren werden oft beschuldigt, für die Krankheit und die Armut ihrer Eltern verantwortlich zu sein. Verfolgt, geprügelt, ja sogar gequält, flüchten sie von zu Hause und suchen in den Straßen Zuflucht, wo man sie oft verjagt. Beim Verhör gab der Pastor zu Protokoll, seine Aktion gehe auf eine Offenbarung des Heiligen Geistes zurück, der ihm gesagt hätte, sein sechsjähriger Neffe sei für den plötzlichen Tod seines Bruders verantwortlich, für die Unfruchtbarkeit seiner Frau und die lange Ehelosigkeit seiner Schwester. Der Junge bekam drei Tage nichts zu essen, wurde geschlagen, und man drohte, ihn wie Jesus Christus mit weiß glühenden Nägeln zu kreuzigen. Schließlich gestand er, tatsächlich ein Hexer zu sein, er benutze einen Halm und eine Hahnenfeder als Flugzeug, um nachts zu reisen, er habe nicht nur seinen Onkel, sondern bereits drei andere Menschen ‚gefressen‘, und zwei seiner Komplizen würden auf der Straße leben, darum die vom Pastor ausgelöste Hatz.“


    „Sie war Mutter von sechs Kindern; ihr Drama begann, als ihre drei jüngsten Kinder innerhalb von vier Jahren starben, zwei an Malaria und eins an Sichelzellenanämie. Die Familie ihres Mannes machte sie für den Tod der Kinder verantwortlich, beschuldigte sie, sie sei eine Hexe, und jagte sie aus dem Haus. Das Schlimmste für sie war dabei, dass ihre Kinder sie nun mieden aus Angst, sie würde auch sie ‚fressen‘. Sie hatte Tränen in den Augen, als sie dir diese Geschichte erzählte. Und wie immer in einem Dorf, wenn jemand der Hexerei beschuldigt wird: Eine Bande Jugendlicher, die von einem ihrer Söhne angeführt wurde, steckte nachts ihr Haus in Brand mit der Absicht, sie bei lebendigem Leib zu verbrennen. Zum Glück hatte sie es bis zum Waldrand geschafft, als die Brandstifter merkten, dass sie durch das kleine Fenster an der Rückwand geflohen war, während alle vor dem Haus warteten, um sie allenfalls zu steinigen, sollte sie den Flammen entkommen. Sie verfolgten sie wie eine Hundemeute ein Wild, doch sie kannte den Wald besser als ihre jungen Söhne.“



    Die ugandische Rechtsanwältin Winnie Adukule zitiert in ihrem Buch „Flucht“ Charity Ahumuza, die sich mit der Verletzung von Menschenrechten beschäftigt:


    „Wir haben Berichte über entsetzliche Massenvergewaltigungen im Kongo, in Burundi, im Südsudan und in Ruanda. Was bei diesem Thema oft nicht bekannt ist: Wer etwa in der Demokratischen Republik Kongo eine Vergewaltigung überlebt, gilt als Paria. Tradition und Religion machen das Opfer für das Verbrechen verantwortlich und verächtlich. Die Mädchen und Frauen gelten als ‚besudelt‘, die soziale Stellung des Vaters und des Ehemannes, dem sie ‚gehören‘, ist nach der Vergewaltigung ‚beschädigt‘. Um seine Ehre wieder herzustellen, muss der Mann die Frau oder der Vater die Tochter verstoßen... Wissen Sie, wie viele Vergewaltiger im Kongo bestraft wurden? ... Vielleicht hat man ein paar Männer festgenommen, einige sogar verfolgt, aber die Verurteilten lassen sich an einer Hand abzählen, und nur wenige bleiben tatsächlich im Gefängnis. Etwas Schmiergeld, und der Fall ist vergessen.“

    „Hexe“ als Touristenattraktion

    In vier Regionen in Malawi kam es seit September 2017 zu gewaltsamen Übergriffen gegen Ortsfremde, ausgelöst durch einen tief verwurzelten Aberglauben. Neun Menschen wurden bislang als „Vampire“ (Blutsauger) verdächtigt und gelyncht.


    In Mosambik gab es gezielte tödliche Angriffe auf glatzköpfige Männer, da Glatzköpfe für reich gehalten werden. Die Organe wurden nach Medienberichten an traditionelle Heiler in Malawi und Tansania verkauft. Sie sollen laut Angaben des Polizeisprechers der Provinz Zambezia, Miguel Caetana, bei Ritualen verwendet werden, die Reichtum versprechen.


    Die Sambierin Rungano Nyoni hat sich des Themas angenommen und 2017 mit Unterstützung aus Großbritannien und Frankreich den Spielfilm „I am not a witch“ gedreht. Nach einem kleineren Zwischenfall in ihrem Dorf wird das achtjährige Waisenkind Shula der Hexerei bezichtigt und für schuldig befunden. Sie wird in ein Hexen-Lager in der Wüste verbannt. Mit einem Band wird Shula an einen großen Baum gebunden und ihr wird gesagt, dass sie sich in eine Ziege verwandeln wird, sollte sie ihre Fesseln durchtrennen. Der Film handelt von Zauberei, Aberglauben und Männerherrschaft, denn Männer entscheiden, welche Frau eine „Hexe“ ist, und ein schändlicher Beamter führt die „Hexe“ Shula als Touristenattraktion vor.


    Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“. Das Buch ist beim Verlag vergriffen. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe wird am 21. September 2018 bei dtv erscheinen. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.

    https://www.achgut.com/artikel/afrik...ler_aberglaube
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    >In Ghana schneidet ein Fetisch-Priester einem Huhn den Hals an. Dann wirft er es im hohen Bogen von sich. Verendet das Tier auf dem Bauch, ist dies das endgültige Schuldurteil

    Ich habe selbst schon seeehr viele Hühner gehalten und somit auch geschlachtet - Hausschlachtung ist in Bayern noch erlaubt...

    Fakt ist: selbst wenn das Huhn KEINEN Kopf mehr hat , dann flattert das noch 2-3 Minuten lang rum. (Das Huhn ist definitiv tot ohne Kopf- aber das Nervensystem ist da irgendwie anders und bringt noch erstaunliches zustande)

    Wenn dann nur der Hals angeritzt ist - also das Tier LAAANGSAM an Blutverlust stirbt dann wird das Tier immer mit dem Bauch unten liegen.
    Ebenso wie wenn der Tod schlagartig durch Köpfen eingetreten ist.

    Die Chance daß das Tier also auf dem Rücken verendet und derjenige nach Aberglauben unschuldig ist, tendiert gegen Null. Kann passieren - aber aufgrund meiner gemachten Schlachterfahrung, wird das so gut wie nie vorkommen. Die Schuld des Täters steht also von vornherein schon fast fest...

    Ist genauso irrsinnig wie im Mittelalter und Gottesurteil: bist Du ertrunken - warst Du eine unschuldige Seele und wirst "freigesprochen" - bist aber halt tot... Schaffst Du es nicht zu ertrinken, dann bist Du eindeutig eine Hexe und kommst anschließend auf den Scheiterhaufen...
    So oder so: Du verrecktst eh- entweder unschuldig ersoffen oder schuldig auf dem Scheiterhaufen.

    Gottseidank haben WIR das abergläubische Mittelalter überwunden - andere stecken noch fest im Aberglauben...

  3. #3
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    AW: Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    Während der BW Zeit hatte ich einen Politiklehrer, der hat mir über Zustände in Südafrika so einiges erzählt. Es ist einfach zu erklären, die Schwarzen verhalten sich zumeist wie Kinder !!!
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  4. #4
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    AW: Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    Zitat Zitat von ryder Beitrag anzeigen
    Während der BW Zeit hatte ich einen Politiklehrer, der hat mir über Zustände in Südafrika so einiges erzählt. Es ist einfach zu erklären, die Schwarzen verhalten sich zumeist wie Kinder !!!
    Was aber nicht an irgendeiner Kolonisierung liegt, sondern an ihnen selber, denn dieses Verhalten ist in allen Ländern Afrikas gleichermaßen zu beobachten und natürlich auch bei Exilafrikanern, von denen es mittlerweile eine ganze Menge gibt. Vielleicht ist das Problem auch nicht das, dass kleine Kinder nicht zu einer Arbeitsmoral und zu langen, anstrengenden und entbehrungsreichen Ausbildungen und Bildungen streben undauf nur kleine Bemühungen sofortige Erfolge sehen möchten, sondern dass kleine Kinder sehr zornig werden können und wenig empathisch sind und zur Zerstörungswut neigen. Kleine Kinder können sehr grausam ihren Mitgeschöpfen gegenüber sein. Kleine Kinder haben aber wenig Kraft und gehen noch sehr unbeholfen mit Gegenständen und können diese handwerklich und zielgerichtet noch nicht mit dem Zweck einsetzen, einer Katze wehzutun oder den Schädel einzuschlagen, noch auszuprobieren, wie es ist, wenn man mit dem Hammer auf die Nase eines Menschen einschlägt oder einen Besenstiel in den Rachen schiebt. Große Kinder mit der unbändigen Kraft gestählter Muskeln können dies aber sehr wohl und wir lesen in der Zeitung über genau solche Wutattacken, nach denen hinterher kein Stein mehr auf dem anderen steht und eine unglaubliche Zerstörungswut Landschaften und Häuser verwüstet und Menschen zu Tode kommen läßt.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  5. #5
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    AW: Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    Afrika ist ein eigener Planet. Da können Billionen versenkt werden und es ändert sich nichts.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  6. #6
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    AW: Afrikas verhängnisvoller Aberglaube

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Afrika ist ein eigener Planet. Da können Billionen versenkt werden und es ändert sich nichts.
    Doch! Der Häuptling wird dicker!
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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