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    Gibt es zu Wolfratshausen keine Alternative? oder: Wie kann Abdullah seine vierzehnköpfige Familie in Wolfratshausen ernähren?

    Gibt es zu Wolfratshausen keine Alternative?

    Heute ist eine Regelung in Kraft getreten, über die bei den Koalitionsverhandlungen lange „gerungen“ wurde. Flüchtlinge mit „eingeschränktem Schutzstatus“ können ihre Familien nachholen. Allerdings dürfen es alles in allem nur 1.000 „Personen“ monatlich sein. Natürlich ist diese Regelung so willkürlich und so idiotisch wie fast alles, was sich die deutsche Bürokratie einfallen lässt, um ein „humanitäres“ Problem zu lösen.


    Das fing mit den „Selfies“ der Kanzlerin an, die den Eindruck erweckten, als würde sie sich um jeden einzelnen Flüchtlng persönlich kümmern, was durchaus dem Erwartungshorizont der Geflüchteten entsprach, die aus autoritär regierten Ländern kommen, und es hört noch lange nicht damit auf, dass diejeneigen, die es geschafft haben, auf dem Weg von Afghanistan oder Somalia nach Hildesheim oder Oldenburg nicht ermordet zu werden oder zu ertrinken, mit einem Etagenbett in einer Flüchlingsunterkunft belohnt werden. Darwinisten nennen so etwas „Survival of the Fittest.“


    Und nun dürfen einige ihre Familien nachholen, obwohl sie als „Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus“ das Land verlassen müssten, sobald sich die Lage in ihrer Heimat stabilisiert hat. Dass dies nicht passieren wird, ist jetzt schon absehbar, denn das würde bedeuten, die Familien noch einmal zu entwurzeln.
    Einen besonders dramatischen Fall von „Famiienzusammenführung“ hat „heute“ in seiner gestrigen Ausgabe gefunden, die Familie al Abdulla, Vater, Mutter und zwölf Kinder aus Aleppo. „Die Bomben kamen, die Familie floh und wurde vor drei Jahren auf der langen Flucht getrennt. Einige Kinder landeten im bayerischen Wolfratshausen, die restlichen Geschwister und ihre Eltern in einem Flüchtlingscamp in der Türkei.“ Den Bildern nach zu urteilen, leben die Eltern mit sieben Kindern in der Türkei, fünf Kinder in Wolfratshausen, wo sie von einer ehrenamtlichen Helferin betreut werden, die auch dafür gesorgt hat, dass die Kinder eine Wohnung bekommen. Einige der „Kinder“ sehen schon recht erwachsen aus. Eine der Töchter hält ein Kleinkind in den Armen.
    Kann man die Familie nicht in der Türkei zusammenführen?

    Die rechtliche Lage, erklärt die ehrenamtliche Helferin, sei absurd, die Eltern dürften nachkommen, aber nicht die Geschwister. Und die wolle die Mutter nicht in der Türkei zurücklassen. Was man nachvollziehen kann, die Kinder sind noch minderjährig.


    Was in dem heute-Bericht nicht einmal „angedacht“ wird, ist die Frage, ob es nicht eine andere Möglichkeit der Familienzusammenführung geben könnte. Muss es Wolfratshausen in Bayern sein? Kann man die Familie nicht in der Türkei zusammenführen? Wäre das nicht eine kulturell viel bessere Option? Und ließe sich eine Rückkehr nach Aleppo, sollte sie eines Tages möglich sein, von der Türkei aus nicht viel besser bewerkstelligen? Falls das alles eine Kostenfrage wäre, könnte ja die Bundesrepublik eine Patenschaft für die Famile al Abdulla übernehmen und sie finanziell unterstützen.


    Aber darüber kein Wort. Auch kein Wort darüber, was Vater al Abdullah in Aleppo gemacht hat und wie er eine vierzehnköpfige Familie in Wolfratshausen ernähren möchte. Vom Vater ist in dem Bericht nur einmal die Rede, danach sehnen sich die Kinder in Wolfratshausen nur noch nach ihrer Mutter und den Geschwistern. Aber sonst war es ein wirklich schöner und rührender Bericht aus der Abteilung Postfaktisches vom Lerchenberg.

    https://www.achgut.com/artikel/gibt_...ne_alternative
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Gibt es zu Wolfratshausen keine Alternative? oder: Wie kann Abdullah seine vierzehnköpfige Familie in Wolfratshausen ernähren?

    > Auch kein Wort darüber, was Vater al Abdullah in Aleppo gemacht hat und wie er eine vierzehnköpfige Familie in Wolfratshausen ernähren möchte.

    WoW das ist eine Menge Kindergeld daß er von uns ausbezahlt bekommt...

    Ich frag mich nur immer, wie die sich das in ihrem Heimatland leisten können - gibts da auch Kindergeld ?

    Hier haben ja schon Familien mit nur einem Kind ein Problem eine Wohnung zu finden - kenne da genug Fälle im Bekanntenkreis wo 1 Kind schon ein Problem ist, bei 2 Kindern wirds noch schwieriger...

  3. #3
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    AW: Gibt es zu Wolfratshausen keine Alternative? oder: Wie kann Abdullah seine vierzehnköpfige Familie in Wolfratshausen ernähren?

    Zitat Zitat von Narima Beitrag anzeigen
    > Auch kein Wort darüber, was Vater al Abdullah in Aleppo gemacht hat und wie er eine vierzehnköpfige Familie in Wolfratshausen ernähren möchte.

    WoW das ist eine Menge Kindergeld daß er von uns ausbezahlt bekommt...

    Ich frag mich nur immer, wie die sich das in ihrem Heimatland leisten können - gibts da auch Kindergeld ?

    Hier haben ja schon Familien mit nur einem Kind ein Problem eine Wohnung zu finden - kenne da genug Fälle im Bekanntenkreis wo 1 Kind schon ein Problem ist, bei 2 Kindern wirds noch schwieriger...
    Sie kommen ja eben hierher, weil sie es sich hier viel besser leisten können und sogar ohne Arbeit. Und der Lohn ist der eines großen Fürsten in ihrer Heimat: Ein Haus mit ausreichend Zimmern, gut isoliert, mit elektrisch Strom, mit fließend warmen und kaltem Wasser aus dem Wasserhahn, einer Badewanne, einer Toilette mit Wasserspülung, gekachelten Sanitärräumen, Balkon, einer Waschmaschine, einem elektrischen Herd, einem Mixer, einem Trockner (den die meisten Flüchtlingsfamilien haben und sinnigerweise sogar oft unter der Patenschaft von Grünen), mit Smartphone, Tablet, Computer, Playstation, Flachbildfernseher, einer Spülmaschine, einer Einbauküche, Möbeln in ausreichender Menge (im Heimatland oft nicht vorhanden), der Möglichkeit der Mobilität (über Zug, Bus und Bahn und Flugzeug, im Heimatland oft nicht vorhanden oder nicht zugänglich oder nicht erstrebenswert) über den öffentlichen Nahverkehr oder sogar mit eigenem Pkw. Mit der Möglichkeit, in einem großen Markt alles kaufen zu können, was das Herz begeht, wenn man selber doch aus Ländern kommt, in denen schon das Brot so teuer ist und vieles nicht vorhanden oder nur reichen Leuten vorbehalten ist. Man überquert also die Grenze und wird schwuppdiwupp so reich, wie man im eigenen Land nie geworden wäre. Vom Schuhputzer zum Vermögenden, der ohne Einsatz von Muskel- und Arbeitskraft zu Wohlstand gekommen ist und keinen Finger mehr rühren muss, um seinen Lebensunterhalt unter zuvor nicht gekannten wohlständigen Lebensbedingungen in irgendeiner Weise zu finanzieren oder zu erhalten. Da kann man dann schon mitunter ein wenig größenwahnsinnig werden, denn es liegt nach den eigenen Maßstäben nicht mehr so fern, wenn einem doch alles gegeben wird samt ein paar deutscher dienstbarer Geister, auch noch gleich das Hauspersonal zu fordern und zu beklagen, dass es andere in diesem Land doch noch viel besser haben und vor allem eventuell ein besseres gesellschaftliches Renommee. Will man eben auch!
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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