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    Integration mit Seele: Zahl der islamischen Bestattungen in Mainz steigt an

    Passenderweise sieht man auf dem Titelbild nur moslemsiche Männer in üblicher Tracht, mit Bart, oft mit Mütze und dem legeren, aufgeknüpften und etwas knittrigem Hemd und der ausgebeulten Hose:

    Integration mit Seele: Zahl der islamischen Bestattungen in Mainz steigt an

    Mehr ein Lobgesang als ein neutral-kritischer Bericht:

    MAINZ - Trauer. Vielleicht Leere. Oder Frieden. Aber Glück? Glück ist keine Assoziation, die man gemeinhin mit Friedhöfen in Verbindung bringt. Und doch ist es das Gefühl, das Yilmaz Atalay empfindet, wenn er auf dem islamischen Gräberfeld auf dem Mombacher Friedhof steht. Es gebe ihm eine innere Ruhe, sagt Atalay. „Ich fühle mich als Muslim anerkannt.“ Das Engagement der städtischen Seite habe ihn berührt. Überall werde über Integration gesprochen, „aber wirkliche Integration muss aus der Seele kommen. Mit Vorschriften ist sie nicht zu schaffen.“
    An seinem süd-westlichen Ende verändert sich das Bild des Mombacher Waldfriedhofs recht deutlich. Hinter einer Kurve tauchen Grabsteine mit geschwungener Form auf, teilweise mit noch geschwungeneren arabischen Schriftzeichen geschmückt. Dazwischen kleine einfache Holztafeln. Alles ist in eine Richtung ausgerichtet, nach Mekka. Auf einem kleinen Plateau erreicht man schließlich die Gazilhane. Ein kleines Gebäude mit einem Wasserspender, um den herum Sitzsteine drapiert sind, an denen man sich vor dem Gebet reinigen kann, und zwei Räumen. In dem einen können die Leichname auf einem Edelstahltisch entsprechend den Regeln des Islam gewaschen werden. Der andere dient als Aufenthaltsraum und Ort des Gebets. Auf dem überdachten Vorplatz kann der Leichnam auf dem Trauerstein aufgebahrt werden, bevor er im Sarg zur Grabstätte gebracht wird.
    Fast gewinnt man das Gefühl, dass hier kein Journalist, sondern eine Werbeagentur schreibt:

    Die Verhältnisse ändern sich
    Dass es hier heute so aussieht, daran hat Yilmaz Atalay großen Anteil. Im Auftrag der muslimischen Gemeinden hat er mit dem Wirtschaftsbetrieb daran gearbeitet, dass 2011 die Gazilhane kam und seit 2014 die Möglichkeit einer Bestattung im Leichentuch in die Friedhofssatzung aufgenommen wurde. Seitdem können Menschen hier auch sarglos bestattet werden. In ein Leichentuch gewickelt wird der Leichnam dann auf einem Brett liegend in das Grab hinabgelassen. Anschließend entfernen die Angehörigen das Brett und eine Holzabdeckung wird über ihn gelegt. So wünscht es sich auch Atalay an diesem Ort für sich selbst. Womit der 85-Jährige in seiner Generation noch eher die Ausnahme ist. Einrichtungen wie dem islamischen Grabfeld zum Trotz. Doch langsam ändern sich die Verhältnisse

    „In meiner Generation wollen die meisten Leute in der Heimat begraben werden“, erzählt Atalay. „Teilweise sind die Ehepartner dort begraben oder die Menschen wollen bei ihren Eltern liegen, haben noch viele Verwandte in der Türkei.“ Bei den Jüngeren werde die Sache wahrscheinlich schon anders aussehen. „Die zweite und dritte Generation hat schon viel stärker hier ihren familiären Mittelpunkt aufgebaut.“
    Immer mehr islamische Bestattungen in Deutschland
    Jemand, der diese Veränderung direkt mitbekommt, ist Mustafa Akilli. Der 41-jährige betreibt in Frankfurt ein islamisches Bestattungsunternehmen. Bundesweit sei er mit seinen sechs Mitarbeitern tätig, erzählt er, organisiere internationale Überführungen in die Heimatländer genauso wie Bestattungen vor Ort in Deutschland. „In Mainz bin ich drei bis vier Mal pro Monat“, sagt Akilli. Seit er 1995 sein Unternehmen eröffnete, hat sich viel getan. „Anfangs gab es nur in Mainz und Aachen islamische Grabfelder.“ Mittlerweile seien sie deutlich weiter verbreitet, zögen auch kleinere Städte nach. Denn die Entscheidungen änderten sich: „Es werden jedes Jahr mehr Beerdigungen, die wir hier in Deutschland durchführen. Früher haben wir 80 Prozent der Menschen in ihre Heimatländer überführt, heute sind es nur noch 60 Prozent“, schätzt er. Dabei gebe es große Unterschiede zwischen den Nationalitäten: Menschen mit türkischen Wurzeln wollten immer noch deutlich häufiger dort beerdigt werden als Afghanen und Iraner, die auch aus politischen Gründen oftmals nicht in die Heimat zurückkehren könnten.
    Der Eindruck bestätigt sich, wenn man mit Vertretern von Ditib in Mainz, der bosniakischen Gemeinde oder des Arab-Nil-Vereins spricht. Während bei Ditib und in der bosniakischen Gemeinde kaum Beispiele von Menschen bekannt sind, die sich in Mombach haben bestatten lassen, sind es bei Arab Nil umso mehr. Die Bindung an die Heimat sei bei den Mitgliedern, die aus den unterschiedlichsten Ländern von Marokko bis Somalia stammen, wahrscheinlich nicht mehr so eng, vermutet der Vereinsvorsitzende Samy El-Hagrasy. Was in Mombach geschaffen wurde, mache ihn „stolz auf unser Mainz“.
    Etwa 400 belegte Gräber
    Etwa 40 Bestattungen gebe es jedes Jahr auf dem islamischen Grabfeld, erklärt Sebastian Trüb, der Abteilungsleiter für das Friedhofs- und Bestattungswesen beim Wirtschaftsbetrieb. Etwa 400 Gräber seien belegt, 120 könnten kurzfristig genutzt werden. Darüber hinaus sei das Grabfeld in alle Richtungen erweiterbar. Denn auch beim Wirtschaftsbetrieb geht man davon aus, dass der Bedarf in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird.
    Ganz unreflektiert steht die Aussage bezüglich der Grabpflege im Raum, auch wenn sie nach türkischer und generell islamischer Sitte unüblich ist.

    Am Tag vor dem Ende des Ramadan treffen sich die muslimischen Gemeinden seit einigen Jahren gemeinsam auf dem Grabfeld. Es wird für die Toten gebetet und für die Lebenden. Und man bedanke sich damit einfach dafür, was hier geschaffen wurde, erklären Teilnehmer. Unter diesen befinden sich auch die Brüder Furkan und Burak Atalay. „Ich gehe davon aus, dass ich hier weiter leben werde – und dann denke ich auch, dass sich meine Eltern hier bestatten lassen werden“, sagt der 22-jährige Burak Atalay. Schließlich könnten die Familien so auch das Grab besuchen und pflegen. Das Grab des Uropas in der Türkei hingegen könne man nur schwer besuchen, erzählt der Student. Ein paar Mal im Jahr komme er auf den Friedhof. „Damit man die Toten nicht vergisst.“
    http://www.allgemeine-zeitung.de/lok...n_18903012.htm

    Hat der Schreiber in diesem langen Artikel irgendeinen privaten und emotionalen Aspekt und irgendein Positivargument vergessen oder sind alle genannt, beschrieben und ausreichend gewürdigt?
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Integration mit Seele: Zahl der islamischen Bestattungen in Mainz steigt an

    „Ich fühle mich als Muslim anerkannt.“ Das Engagement der städtischen Seite habe ihn berührt. Überall werde über Integration gesprochen, „aber wirkliche Integration muss aus der Seele kommen.
    Integration ist also, wenn sich die Deutschen um die Muslime bemühen. Der Kerl weiß doch nicht einmal was Integration bedeutet.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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