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    Wie der Konflikt in der Türkei eine deutsche Kleinstadt spaltet

    Bestens integriert:

    Ein Imam, der Landsleute bespitzelt. Ein Bürgermeister, der an der Integration verzweifelt. Die Wahlen in der Türkei entzweien auch Gemeinden fernab von Ankara.
    Hauptdarstellerin dieses Artikels ist Azize Göz, die in Bergneustadt lebt.

    Als sie am nächsten Morgen aus dem Fenster ihres Elternhauses blickt, hängt in der Auslage der türkischen Bäckerei gegenüber ein Schild: „Gülen-Anhänger hier nicht willkommen.“
    Die Sparkasse von Bergneustadt wird okkupiert. Es wurde eine riesige Türkei-Fahne aufgehängt.

    Auch Bürgermeister Wilfried Holberg dämmert es spätestens am Samstagmorgen, dass die Unruhen in der Türkei das Zusammenleben in seiner Stadt erschüttern werden.
    Nach dem Anruf eines Ratsvertreters – eine Menschenmenge habe sich auf dem zentralen Graf-Eberhard-Platz versammelt –, steigt Holberg in seinen dunkelgrauen Audi und fährt die wenigen Kilometer von seinem Wohnort dorthin. Als Holberg eintrifft, flattert an der Sparkasse eine etwa zehn Quadratmeter große Türkei-Flagge.
    Holberg, ein kompakter Mittsechziger, zaudert nicht lang. Er lässt die Fahne entfernen. Er läuft von der Sparkasse die Kölner Straße entlang bis zu der türkischen Bäckerei mit dem Nicht-willkommen-Schild. Inzwischen hängt auch beim türkischen Metzger ein solches im Schaufenster.
    Holberg sucht die Bäckerei als Ordnungsbehörde auf und lässt das Schild von den Inhabern entfernen. „Das sind Relikte einer Zeit, die wir in Deutschland nicht mehr erleben wollen“, sagt er zu ihnen. Die Schilder verschwinden aus den Auslagen. In den Köpfen aber bleiben sie bis heute.
    In Bergneustadt zeigt sich, warum sich türkische Innenpolitik so unmittelbar auf Deutschland auswirkt, warum sich türkischstämmige Menschen, die hier in mittlerweile dritter Generation zusammenleben, plötzlich anfeinden, weit weg von den Konflikten in der Türkei. Knapp 20 Prozent der 19.000 Einwohner Bergneustadts haben türkische Wurzeln. Im Bundesschnitt sind es zum Vergleich nicht mal drei Prozent.


    Die Kleinstadt schmiegt sich in die sanfte Hügellandschaft des Oberbergischen Landes. Das historische Zentrum mit dem denkmalgeschützten Fachwerk gibt den Blick frei auf gepflegte Gärten und Kühe, die träge auf den Weiden grasen. Problemviertel wie Duisburg-Marxloh und Berlin-Neukölln sind hier ganz weit weg. Die meisten Türken in Bergneustadt haben Arbeit, viele beim örtlichen Automobilzulieferer Metalsa, andere haben eigene Geschäfte oder Handwerksbetriebe. Besser als in Bergneustadt, so scheint es, kann Integration kaum gelingen.
    Doch die Gewalt an dem Putschwochenende und die von Präsident Erdogan angeordnete „Säuberung“ von Behörden, Hochschulen, Militär und Polizei von Umstürzlern haben nicht nur in der Türkei die Spannungen zwischen Kurden, Gülenisten, Erdogan-Anhängern, Aleviten, Kemalisten und Nationalisten verschärft. Auch in Bergneustadt brodelt es.
    Bewohner berichten, wie sich türkische Nachbarn plötzlich aus dem Weg gehen. Erdogan-Fans nicht in den Geschäften der politischen Gegner einkaufen – und umgekehrt. Sich sogar Eheleute im Streit entzweien. Familien, Nachbarschaften – durch eine ganze Stadt fressen sich Risse. Verstärkt zeigen die Animositäten sich, wenn in der Türkei ein politisches Großereignis bevorsteht wie die Wahlen am Sonntag.
    Und sie machen noch etwas anderes sichtbar: den Irrglauben, Integration gelinge von allein. Die Hoffnung, dass große Zuwanderergruppen, über Dekaden weitgehend sich selbst überlassen, schon irgendwann mit den Einheimischen zusammenwachsen.
    Und so leben Göz, Karatay und ihre Landsleute zwar mitten in Bergneustadt, Tür an Tür, und doch irgendwie in ihrer eigenen Welt. Getrieben vom Misstrauen den anderen gegenüber. Göz hat gute Gründe für ihre Vorsicht. Der Imam der örtlichen Moschee soll Göz und andere Mitbürger bespitzelt und seine Erkenntnisse nach Ankara geschickt haben. Die Bundesanwaltschaft ermittelte, der Imam setzte sich in die Türkei ab.
    Die Gülen-nahe „Aktive Lernhilfe“ in Bergneustadt, eine Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche, galt dem Imam dabei als „ein Hort des Bösen“. An der Eingangstür hängt ein Schild: „Achtung, Videoüberwachung“. Im Foyer hängen bunte Fotos von Freizeitveranstaltungen, einer Reise nach Istanbul, einem Sardellenfest.
    „Landesverräter“, „Terroristen“, das seien noch die harmlosesten Beschimpfungen, die sie oder ihre Hizmet-Mitstreiter nach dem 15. Juli 2016 auf Facebook zu lesen bekommen hätten, sagt Göz. Vor dem Putsch unterrichtete die Aktive Lernhilfe etwa 80 türkische Kinder in Mathe, Englisch, Deutsch. Danach meldeten Eltern ihre Kinder reihenweise ab, es blieben nur 20 übrig.
    Wegen der geringen Schülerzahl und aus Sicherheitsgründen für die Familien, erzählt sie, habe der Verein die Nachhilfe komplett eingestellt, die Räumlichkeiten würden für kleinere Programme und für Flüchtlings-Integrationskurse der Bundesregierung genutzt.
    Azize Göz erzählt in ruhigen Worten, wie ihrer und der Name einer Kollegin auf einer Liste auftauchten, die der Imam in Bergneustadt erstellt hatte: „Meinem Cousin, der in der Türkei ohne Grund für eineinhalb Jahre inhaftiert war, legte man die Liste beim Verhör vor und fragte ihn über uns aus.“
    Vor dem Verfassungsreferendum 2017, in dem die Türken darüber abstimmten, ob der Präsident mehr Macht bekommen soll, sei die Stimmung in Bergneustadt wieder „ähnlich aufgeheizt“ gewesen wie nach dem Putsch. Einige Bekannte hätten sich distanziert. In der Moschee, die ein neutraler Ort für alle Muslime sein sollte, sei es plötzlich zu Hasspredigten gegen Gülen-Leute gekommen.
    Der Imam, der das Land Ende 2016 verließ, hatte einem Familienmitglied gar „dringlichst empfohlen“, Abstand von der Hizmet-Bewegung zu nehmen. Dies wäre sicherlich besser für die Kinder. Mit entsprechender Sorge blickt sie auf Sonntag. „Ich habe den Eindruck, dass je nach Ausgang der Wahlen die Stimmung wieder kippen könnte“, sagt Göz.
    Keine Gewalttaten, aber an der Oberfläche brodelt es
    Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie angespannt die Lage tatsächlich ist, ob sie sich gar in Gewalt entladen könnte. Gabriela Graf ist bei der Polizei im benachbarten Gummersbach die Kontaktbeamtin für muslimische Institutionen. Sie kennt die türkischen Bewohner in Bergneustadt und Umgebung seit Jahren. Sie will das Vertrauensverhältnis zu ihnen nicht gefährden, daher möchte sie nicht zu konkret werden.
    Graf, kurzes Haar, tiefe Stimme, neigt schon von Berufs wegen nicht zu Alarmismus. „Es gab keine Gewalttaten, aber unter der Oberfläche brodelt es“, sagt sie. Aus Grafs Sicht überträgt sich die Situation aus der Türkei „eins zu eins nach Deutschland“. Die Skepsis untereinander habe insgesamt zugenommen, man traue den eigenen Nachbarn nicht mehr, was sie an düstere Zeiten in Deutschland erinnere. „Ich mache mir schon Sorgen“, sagt sie, „dass das Mitmenschliche verloren geht.“
    Tja, der Bürgermeister macht den Deppen:

    Bürgermeister Holberg gehen die Reibereien in seiner Stadt nahe, auch, weil er die Hintergründe nicht so richtig durchdringt. Die türkischen Vereine in seiner Stadt, die Community insgesamt, das alles sei für ihn undurchsichtig „wie eine Blackbox“.
    Damit die Spannungen zwischen den türkischen Gruppen nicht eskalierten, hat er einige der geplanten politischen Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt. „Es verwundert mich, aber Gott sei Dank gab es bis heute keine gewaltsamen Auseinandersetzungen in Bergneustadt“, sagt er.
    Dass es im Vergleich zum Referendum 2017 dort in diesem Wahlkampf vergleichsweise ruhig blieb, liege sicher auch daran, dass Wahlkampfveranstaltungen türkischer Politiker diesmal verboten waren. Holberg sagt, er wolle im Gespräch bleiben und einen Weg finden, „dass der Deckel auf dem Aggressionstopf“ geschlossen bleibe.
    „Es erschreckt mich zutiefst, wenn ich höre, dass Menschen sich nicht mehr trauen, ihre Meinung zu sagen. Ich werde nicht zulassen, dass die Konflikte über die Entwicklung in der Türkei in Bergneustadt ausgetragen werden und dadurch unser Zusammenleben massiv beeinträchtigen.“
    Und wendet sich hilfesuchend an die Moscheegemeinde, was man eben so macht, wenn man keine Macht hat:

    Nach dem Putsch wandte sich Holberg an den Moscheeverein, der ihm versichert habe, nicht politisch, sondern ausschließlich religiös zu sein. Holberg nehme die Beteuerungen zwar wahr, aber nach der Flucht des „Spitzel-Imams“ glaube er daran nicht mehr.
    und wird belogen, dass sich die Balken biegen. 50 Jahre weitergedacht - oder wahrscheinlich nur noch eine kürzere Zeit - und niemand muss mehr lügen müssen. Dann herrscht die Wahrheit.

    Was die Türken denken und fühlen. Nicht sie sind schuld, sondern die Deutschen. Die diskriminieren sie:

    Die zentrale Kölner Straße führt vorbei an Bäckereien, Restaurants, Supermärkten, einem Finanzdienstleister, einem Friseursalon, einem Taxiunternehmen, einer Schreinerei – alles fest in türkischer Hand. Ein junger türkischstämmiger Gastronom sagt beim Tee: „Ich habe fast mein ganzes Leben in Deutschland verbracht. Trotzdem fühle ich mich hier fremd.


    Kaum lassen sich Türken wie die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan neben Erdogan fotografieren, hagelt es Kritik von den Deutschen. Es ist gut, dass Erdogan Deutschland die Stirn bietet.“ Dass der öffentliche Aufschrei über das Foto daher rühren könnte, dass sich die Nationalspieler neben einem Autokraten haben ablichten lassen, lässt er nicht gelten.


    „Daran liegt es nicht. Die Deutschen behandeln uns nicht wie ihresgleichen, aber haben ein Problem, wenn wir unsere Identität als Türken behalten wollen und das auch zeigen.“


    Der Migrationsforscher Ulusoy, der mit neun Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen ist, kennt Diskriminierung aus eigener Erfahrung. Doch auch wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Türkischstämmige auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt benachteiligt werden.


    Das gelte auch im Vergleich zu anderen Einwanderergruppen wie den Griechen oder den Italienern: „Die werden in Deutschland viel positiver angenommen als die Türken, obgleich ihre identifikatorische Integration, ihre Verbundenheit mit Deutschland, nicht besser ist.“ Im Vergleich zu diesen Gruppen war das Bild des Türken in Europa immer negativ belastet, auch aus historischen Gründen wie der Belagerung Wiens durch die Türken.


    Dazu käme eine kulturelle Distanz zur Mehrheitsgesellschaft, die bei der Einwanderung von Türkischstämmigen ausgeprägter gewesen sei, gerade auch, weil die meisten Türken keine Christen, sondern Moslems sind. „Der Islam hat aktuell einen schweren Stand“, sagt Ulusoy.
    Und schuld ist auch die deutsche Presse, sagt ein Türke, in dem Absatz des Artikels, der die Bäckerei, die das Verbot-Schild aufstellte, positiv schildert:

    In der Bäckerei, in der Göz das Anti-Gülen-Schild gesehen hat, duftet es nach Baklava. Es ist Ramadan, die Inhaber sagen, sie hätten keine Zeit, mit der Presse zu sprechen. Am frühen Abend werden die Fastenden reihenweise dort einlaufen, denn dann dürfen sie essen.


    Bis dahin müssen die Fladen gebacken sein. Ein Kunde blickt auf einen Fernseher, der türkische Nachrichten zeigt. Erdogan spricht gerade vor einer Menschenmenge, aus der rote Fahnen ragen.


    Der Kunde, ein Werkzeugmechaniker und Vater von drei Kindern, wendet sich vom Bildschirm ab. „Ein Urproblem, warum Türken in Deutschland bis heute nicht angekommen sind, ist die deutsche Presse“, echauffiert er sich. Dabei gerät er richtig in Rage.
    Und merke: Alle Türken wurden diskriminiert.

    Er springt auf und erdolcht mit seinem Autoschlüssel die warme Luft, die ein Ventilator träge im Raum verteilt. „Nie schreibt sie etwas Positives über die Türkei.“ Auch er berichtet von Diskriminierung, dem Lehrer, der ihn „nie drangenommen hat“. Und „dass Erdogan hinter uns steht“. Seit er regiere, gehe es der Türkei viel besser.
    Die längere Fortsetzung:

    Was hat Erdogan, was Angela Merkel nicht hat? Wieso fühlen sich in Bergneustadt selbst Türken mit deutschem Pass, die hier geboren wurden, von ihm so angezogen? Und weshalb nehmen sie Kritik an Erdogan persönlich, werten sie gar als „Beschmutzung ihres Landes“, beleidigen seine Gegner?
    Mehr als 63 Prozent der türkischen Wahlberechtigten in Deutschland stimmten beim Verfassungsreferendum im April 2017 für Erdogans Machtzuwachs, in der Türkei waren es nur 51 Prozent.


    In der Tat hofiere Erdogan laut dem ZfTI-Papier Türkischstämmige anders als deutsche Medien und Politiker „mit einer symbolträchtigen und emotionalen Sprache“. Er gewinne den emotionalen Einbindungswettbewerb, „weil eine solche Rhetorik hierzulande nicht gängig ist“.


    Zudem habe die Auslandsorganisation der AKP in jeder deutschen Großstadt Vereine, insbesondere im Ruhrgebiet. Moscheen binden konservativ-religiöse Teile der türkischen Bevölkerung an sich. Säkularer geprägte Türken, ein Beispiel ist der belesene Finanzdienstleister, sind dagegen nicht in eine einheitliche Organisationsstruktur eingebettet. Sie bleiben verstreute Einzelkämpfer.
    Entscheidend für die Bindung der Deutschtürken an Erdogan ist aber, wie stark sich laut Ulusoy in der Diaspora Werte auch über Generationen konservierten. So identifizierten sich viele weiter mit dem ebenfalls aus einfachen Verhältnissen stammenden Politiker.


    „Er verkörpert den starken, männlichen Führer, der dem Westen, in dem sich viele Türken wie Außenseiter fühlen, jetzt die Leviten liest.“ Ein Mann, so Ulusoy, der selbstbewusst auftrete, eine einfache Sprache spreche, das „Wir-Gefühl“ stärke.
    Abdulhamit Karatay trägt ein weißes T-Shirt, das seine Muskeln noch betont. Gemeinsam mit einem Vorstandskollegen sitzt er an einem sonnigen Juni-Nachmittag im Islamischen Kulturverein. Eine türkische Flagge ist an die Wand gemalt, daneben drei schwarze Sichelmonde, das Symbol der Grauen Wölfe – eine türkische Bewegung, die deutsche Behörden als rechtsnational bis rechtsextrem einstufen.


    An der Wand hängen die Bilder ihrer Gründer, dazu eine Überwachungskamera. An der Glasfront des Raums prangt das Wahlplakat des Kandidaten der „Nationalistischen Bewegung“ (MHP). Die Nationalisten haben Erdogan ursprünglich bekämpft, seit März formen sie jedoch eine Allianz mit der AKP, die ihnen den Einzug ins Parlament sichern soll.


    „Angst? Das ist nur Laberei.“



    Es geht um die Mitbürger aus der Hizmet-Bewegung, denen Karatay tiefes Misstrauen entgegenbringt. Karatay glaubt nicht, dass die Leute von der „Aktiven Lernhilfe“ sich ernsthaft sorgen. „Wenn einer hier in Bergneustadt irgendjemanden finden will, egal wo, findet er den. Es ist keine große Stadt. Also kann mir keiner erzählen, er hätte Angst. Das ist nur Laberei“, erregt er sich. Umgekehrt hätten er und seine Kollegen viel mehr Gründe, wachsam zu sein.


    Abends säßen sie vor ihrem Verein, um zu verhindern, dass etwas passiere. Vor allem einen kurdischen Kulturverein in Gummersbach haben sie im Verdacht, für die PKK zu agitieren. Die Diskussion rankt sich um verbotene Symbole am Fenster des Vereins wie ein Öcalan-Plakat, das in Deutschland verboten ist.
    Der Furor richtet sich nicht nur gegen die PKK, sondern auch gegen die Gülen-Bewegung, es fallen Beschimpfungen. Oder gegen die deutschen Medien.
    Bei der Polizei in Gummersbach heißt es, bei Drohungen würde die Polizei nach einer Anzeige auch ermitteln. Öcalan-Plakate würden sofort konfisziert, wenn diese in der Öffentlichkeit sichtbar seien, ob bei Demonstrationen oder anderswo. Ob der kurdische Kulturverein PKK-nah sei, darüber könne man keine Auskunft geben. Bei einem Besuch vor Ort hängt dort jedenfalls kein Öcalan-Bild.


    Aus Karatay strömt der Frust jetzt nur so. Er beschreibt, dass er bei der Arbeit gefragt werde, ob er einem Diktator wie Erdogan anhänge. „Dieses Mobbing“, das auch andere Türken an ihren Arbeitsstellen erführen, müsse aufhören.
    Der parteilose Bürgermeister Holberg, den sie in der Stadt auch „Holli“ nennen, hält beide Hände an die Wangen, als er hört, wie viel Zorn sich unweit seines Rathauses angestaut hat. Inzwischen, sagt der 63-Jährige, sei er „desillusioniert, was die Tiefe der Integrationsfähigkeit angeht“.


    Holberg ist dafür nicht verantwortlich. Doch in Bergneustadt erlebt er die Folgen verschlafener Integration. Und dass die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, sondern nur verdeckt. Dass sogenannte „Parallelgesellschaften“ entstehen, wenn man ganzen Einwandergruppen homogene Wohnräume zuweist und sich dann nicht weiter um sie kümmert. Was in Bergneustadt passiert ist, kann sich jederzeit wiederholen. Gerade jetzt, wo Menschen in hoher Anzahl nach Deutschland flüchten. Holberg seufzt. Er bezeichnet sich nach wie vor als Freund von Menschen anderer Herkunft. An eines glaubt er dennoch nicht mehr: dass Türken und Deutsche in seiner Stadt jemals enger zusammenwachsen werden.
    https://www.msn.com/de-de/nachrichte...tet/ar-AAyYCCK

    Irgendwie gewinnt man in diesem Artikel den Eindruck, dass es besser für die Deutschen als auch für die Türken wäre, die Türken würden zu ihrem großen Führer in die Türkei ziehen und am Fortschritt ihres Vaterlandes mitwirken.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Wie der Konflikt in der Türkei eine deutsche Kleinstadt spaltet

    Das sich etwas verändert hat, bemerke ich selbst im Umgang mit einem guten Freund, der seit 40 Jahren in Berlin lebt und ein Erdogan-Fan ist. Er hat sich regelrecht radikalisiert, plappert die Propaganda nach und ist Argumenten nicht zugänglich. Er glaubt wirklich, dass hinter der Schwäche der Lira das böse Ausland steht, dass die Türkei von Feinden umzingelt ist und nur Erdogan der Garant gegen den Untergang ist. Natürlich sind die Europäer neidisch auf die Türken und so weiter und so weiter............Ehrlich sind diese Türken aber nicht. Denn warum leben sie in Deutschland und nicht im Paradies Türkei?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Wie der Konflikt in der Türkei eine deutsche Kleinstadt spaltet

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Das sich etwas verändert hat, bemerke ich selbst im Umgang mit einem guten Freund, der seit 40 Jahren in Berlin lebt und ein Erdogan-Fan ist. Er hat sich regelrecht radikalisiert, plappert die Propaganda nach und ist Argumenten nicht zugänglich. Er glaubt wirklich, dass hinter der Schwäche der Lira das böse Ausland steht, dass die Türkei von Feinden umzingelt ist und nur Erdogan der Garant gegen den Untergang ist. Natürlich sind die Europäer neidisch auf die Türken und so weiter und so weiter............Ehrlich sind diese Türken aber nicht. Denn warum leben sie in Deutschland und nicht im Paradies Türkei?
    Ehrlichkeit und Islam haben nichts miteinander gemein.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  4. #4
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    AW: Wie der Konflikt in der Türkei eine deutsche Kleinstadt spaltet

    Viele Türken sind schlichtweg paranoid ! Das liegt wahrscheinlich auch am mageren Genpool der Orientalen allgemein !
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  5. #5
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    AW: Wie der Konflikt in der Türkei eine deutsche Kleinstadt spaltet

    Zitat Zitat von ryder Beitrag anzeigen
    Viele Türken sind schlichtweg paranoid ! Das liegt wahrscheinlich auch am mageren Genpool der Orientalen allgemein !
    Die Türken lügen sich ihre Geschichte zurecht. Sie leben in einem von anderen Völkern gestohlenen Land, sind egal in welchem Bereich rückständig aber haben eine riesen Fresse. Ich kenne diese Leute sehr gut und mein bitteres Fazit lautet, dass lediglich 10% der Türken etwas drauf haben. Leider war Kohl damals nicht konsequent genug. Ansonsten wären wir die Bande los.
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