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    Schüler sehen Flucht mit anderen Augen

    Schüler sehen Flucht mit anderen Augen

    Pfalzgrafenweiler. Einen Einblick in Arbeitsgebiete einer weltweit tätigen Hilfsorganisation erhielten die sechsten Klassen der Realschule Pfalzgrafenweiler. Leah Hanraths und Winfried Böhm von der Hilfsorganisation Care leiteten einen dreistündigen Workshop zum Thema "Flucht und Integration". Hintergrund war die Teilnahme der beiden Klassen am Tigerentenclub in Göppingen. Das dabei erspielte Geld soll dem Projekt "Flucht und Integration" zugute kommen.









    Zu Beginn des Workshops stellten sich die Schüler mit unterschiedlichen Begrüßungsritualen vor. Anschließend wurde darüber gesprochen, wie die einzelnen Begrüßungen bei den Mitschülern ankamen. Schnell wurde klar: Abgesehen von der Hürde der fehlenden Sprachkenntnisse ergibt sich ohne Akzeptanz kein Dialog zwischen Menschen verschiedener Kulturen.


    Nun erkundeten die Schüler, wie stark der Unterschied zwischen Armut und Reichtum die Tätigkeit von Care an den Einsatzorten weltweit prägt. Sie erhielten einen bildhaften Eindruck von der Verteilung der Weltbevölkerung auf fünf Kontinenten im Verhältnis zur Verteilung des Reichtums. Dazu versetzen sie sich gedanklich in die Lage, als Klasse die gesamte Weltbevölkerung darzustellen. Die Schüler wogen ab, wie sie sich zahlenmäßig auf die Kontinente aufteilen können, um der Verteilung von Menschen auf jedem Kontinent zu entsprechen.


    Ungleiche Verhältnisse








    Im nächsten Schritt wurden Stühle auf die "Kontinente" verteilt, die die gesamte Menge des Welteinkommens repräsentierten. Dadurch wurde das ungleiche Verhältnis zwischen Bevölkerungsverteilung und Verteilung des Reichtums weltweit bildhaft verdeutlicht. Einige Stühle in Europa blieben leer, andere in Asien waren von mehreren Schülern besetzt. Die Kinder erkannten das Problem, dass dieses Arm-Reich-Gefälle und kriegerische Konflikte mögliche Ursachen für Fluchtbewegungen sind.






    Im weiteren Verlauf richteten die Schüler den Blick auf die formale Seite der Flucht. Gemeinsam füllten sie einen beispielhaften Antrag auf Asyl aus, der aber in unterschiedlichen Sprachen verfasst war und daher nicht gelesen werden konnte. Die Schüler wurden dafür sensibilisiert, wie groß Sprachbarrieren für geflüchtete Menschen in einem fremden Land sind. Abschließend hielten sie auf Plakaten fest, was sie in einen Koffer packen würden, falls sie ihre Heimat verlassen müssten.


    Das von den Schülern geförderte Care-Projekt "Flucht und Integration" richtet sich an Schulen und unterstützt diese bei der Integration von Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund. Die Kinder zeigten sich beeindruckt von der Einsatzbereitschaft der Care-Mitarbeiter und von deren Mut, bedürftige Menschen weltweit vor Ort zu unterstützen.






    Die Schüler der sechsten Jahrgangsstufe mit Leah Hanraths (links) und Winfried Böhm (hintere Reihe, Mitte) von Care. Foto: Schule Foto: Schwarzwälder Bote
    https://www.schwarzwaelder-bote.de/i...0c02c2260.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Schüler sehen Flucht mit anderen Augen

    Leider wird "vergessen" den Schülern zu verdeutlichen, dass in gewissen Gegenden dieser Welt die Arbeitsmoral eher niedrig ist. Nicht umsonst sind das dann auch die ärmeren Regionen. Den Schülern wird nach linker Manier ein schlechtes Gewissen eingeredet und nicht wenige von ihnen werden in ihrem Selbsthass gestärkt zu besonders guten Menschen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Schüler sehen Flucht mit anderen Augen

    Da Kinder in zunehmendem Maße klüger zur Welt kommen, müssen sie alles, was ältere Generationen bisher zuwege gebracht und gedacht haben, in Frage stellen.
    Dazu sind „andere Augen" ein probates Mittel - will man nicht die bisher übliche rosarote Brille nutzen.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  4. #4
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    AW: Schüler sehen Flucht mit anderen Augen

    nicht wenige von ihnen werden in ihrem Selbsthass gestärkt zu besonders guten Menschen
    Die sich dann bei ihren Vergewaltigern entschuldigen. Oder tatenlos zusehen, wenn die Ehefrau vergewaltigt wird.

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