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    Der Attentäter war ein deutscher Jens – was sagt ihr jetzt, ihr rechten Hetzer?

    Der Attentäter war ein deutscher Jens – was sagt ihr jetzt, ihr rechten Hetzer?

    Es hat mal wieder müde gemacht, die Reaktionen auf den Anschlag von Münster zu verfolgen. Trotzdem ist es unsere verdammte Pflicht, immer und immer wieder Stellung zu beziehen gegen den unsäglichen Rechtspopulismus dieser Tage.
    "Bei dem Attentäter soll es sich um keinen Islamisten handeln", schreibt die "Bild"-Zeitung, "sondern um einen psychisch kranken Deutschen." In diesem kurzen Satz steckt so viel drin. Durch die ausdrückliche Betonung, dass es sich nicht um einen Islamisten handelt, wird suggeriert, dass normalerweise aber eigentlich schon davon auszugehen ist. Die Formulierung soll relativiert das Ganze zusätzlich und versetzt die Angelegenheit in den Angeblich-Zustand, nach dem Motto: Vielleicht ergibt sich ja doch noch ein Zusammenhang. Tatsächlich soll es sich beim Täter, oh Schreck, um einen richtig deutschen Jens handeln. Auch diese Botschaft lässt sich aber natürlich nicht ohne entscheidende Einschränkung überbringen: psychisch krank soll er gewesen sein. Ein Attest, dass seltsamerweise vor allem deutschen Übeltätern gerne hastig ausgestellt wird.


    Nach dem Anschlag in Münster, bei dem der 48-jährige Jens R. am Samstagnachmittag mit einem Kleintransporter in die voll besetzte Außenterrasse eines Altstadt-Lokals gerast ist, ist dasselbe passiert wie nach München, wie nach Berlin: es wird viel gemutmaßt, vorverurteilt, gepöbelt, Angst gestreut. Dabei macht der Ton die Musik, in der Berichterstattung wie in den sozialen Medien – und die oben genannten Feinheiten in der Formulierung können große Auswirkungen auf unsere Einordnung der Ereignisse haben.
    Wir dürfen uns nicht beeinflussen lassen

    Wir dürfen unser Unterbewusstsein davon aber nicht beeinflussen lassen. Nicht von komischen Ausdrücken in den Boulevardmedien, und erst recht nicht von den peinlichen Tiraden der immer wieder wunderlichen Beatrix von Storch. Es macht jedes Mal aufs Neue fassungslos, wie reflexartig die Wutmenschen von Überfremdung faseln und seltsame Zusammenhänge zur Zuwanderung und zum Islamismus konstruieren.
    Noch fassungsloser macht nur ihre Reaktion auf die Nachricht, dass es sich jetzt in Münster offenbar um einen deutschen Einzeltäter handelt, der womöglich Kontakte zur rechtsextremen Szene hatte. Man möchte rufen: Was sagt ihr jetzt? Aber natürlich haben sie schon längst was gesagt, und das liest sich zum Beispiel so:


    Beatrix von Storch @Beatrix_vStorch



    Das muss kein islamischer Anschlag gewesen sein. Klar nicht. Und wenn sich ein deutscher Kranker als Täter herausstellt, dann konstatiere ich: auch von deutschen Mördern und Verrückten haben wir beileibe mehr als genug. Wir brauchen keinen einzigen dazu. #Münster



    Es kann sehr müde machen, sich mit solchen Menschen zu befassen. Aber es ist unsere verdammte Pflicht, immer und immer wieder Stellung zu beziehen gegen den unsäglichen Rechtspopulismus dieser Tage. Wir dürfen uns nicht zermürben lassen von der Ausdauer der Hetzer, sondern müssen uns wehren gegen ihre Widerlichkeit – auf der Straße, in Kommentarspalten, überall. Wir müssen ihre Argumente widerlegen und sie dort treffen, wo sie am verwundbarsten sind: in ihrem Intellekt.
    Rechte Hetze: "Wo sind wir dann 2028?"

    Jan Gorkow, Sänger der Band Feine Sahne Fischfilet, sagt in einem heute erschienenen Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Wenn im Jahr 2018 sechs Millionen Leute kein Problem damit haben, eine Partei mit Leuten wie Höcke oder Gauland zu wählen, dann haben wir ein Problem." 2008 hätte man sich das nicht vorstellen können: "Und wenn das heute alles Normalität ist, wo sind wir dann 2028?"
    Es liegt an uns, wo wir 2028 sind. Sollen sie reden, wie sie eben reden, die Hetzer, wie sie es nach Ereignissen wie in Münster immer wieder tun werden. Wir müssen sie reden lassen. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir sie akzeptieren müssen.
    https://www.stern.de/neon/wilde-welt...ors_picks=true

    Geschrieben von:


    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Der Attentäter war ein deutscher Jens – was sagt ihr jetzt, ihr rechten Hetzer?

    Was waren sie froh, dass es kein Muslim war. Die Journaille atmete hörbar auf. Bei so einem Hintergrund ist so ein Artikel dann verständlich.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Der Attentäter war ein deutscher Jens – was sagt ihr jetzt, ihr rechten Hetzer?

    wieder mal ein Mann der wieder mal psychisch problematisch bekannt war - warum zum Geier laufen die alle frei rum anstatt wie früher in einer Klapse zum Eigenschutz und zum Schutz von Unbeteiligten sicher verwahrt zu werden ?

  4. #4
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    AW: Der Attentäter war ein deutscher Jens – was sagt ihr jetzt, ihr rechten Hetzer?

    Die Klapsen sind voll, genauso, wie die Knäste. Also werden nur noch schwerste Fälle eingewiesen, bzw. inhaftiert, oder was glaubst Du, wo die unzähligen Bewährungsstrafen (auch) herkommen? Es gibt schlichtweg keine Kapazitäten mehr. Und weitere "Lager" (denn die bräuchte man schon!) will "man" ja nicht bauen, weil sie an unschöne Zeiten erinnern könnten.
    "Die IS sind nur die Würmer die aus dem Koran gekrochen sind."

  5. #5
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    AW: Der Attentäter war ein deutscher Jens – was sagt ihr jetzt, ihr rechten Hetzer?

    Was ich halt interessant finde: ich dachte immer: wenn jmd einen Dachschaden anerkannt hat - wegen Schizophrenie zwangseingewiesen - dann wird das irgendwo vermerkt.

    Aber anscheinend wird sowas nicht vermerkt - oder es gibt "Verjährung" ?

    Ich kenne eine inzwischen eingedeutschte Person die vor 13 Jahren in die Klapse zwangseingewiesen wurde - Diagnose Schizophrenie. Die Person nimmt keine Medikamente - ich weiß die Diagnose dank Auskunft daß Person laut eigenen Angaben dies hatte und zwangseingewiesen wurde.

    Aber: die Person hat jetzt eine WBK und kann damit scharfe Waffen erwerben dank Jagsdschein.

    Wenn jmd vor 13 Jahren schon "balla balla" war und ZWANGSEINGEWIESEN wurde- dann muß ja das Problem so gewaltig geweesen sien, daß jmd eine Zwangseinweisung getätigt hat.

    Wenn jmd nur bissl psychisch "Banane" ist wird derjenige ja nicht eingewiesen - da muß also schon das Problem massiv offenkundig sein, sonst landet doch nicht jmd zwangseingewiesen in der Klapse.

    Wie kann es sein, daß so jmd dann scharfe Waffen in die Hand bekommt ?

    Ja, Straftaten die mehr als 10 Jahre her sind, schließen auch nicht automatisch legalen Waffenerwerb aus - aber Gaga im Hirn und dann scharfe Waffen haben dürfen ? Ist für mich kompletter Irrsinn. Wie kann man jmd Waffen erwerben lassen der zwangseingewiesen wurde auch wenn das "Balla Balla" 13 Jahre her ist ?
    Wenn das Hirn nicht ok ist, kann doch jederzeit wieder "Balla Balla " vorkommen - und wenn derjenige sich dann wieder einbildet, von jedem verfgolgt, bedroht zu sein, dann müssen dringend alls "nicht balla Balla " Jäger/Sportschützen zittern und bangen daß es nicht weitere Einschränkungen gibt, nur weil im Vorfeld nichtmal überprüft wurde, ob jmd nicht schon im Vorfeld in der Klapse war....

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