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    Kauder fordert Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle an Schulen

    Möchte Herr Kauder eine weitere Grundlage für den Kampf gegen Rechts haben und die Vorfälle Deutschen in die Schuhe schieben? Warum möchte Herr Kauder nicht eine Erhebung über religiös bedingte Schikane der Moslems an Nichtmoslems machen? Immerhin gaben die Eltern des Mädchens an, das Kind sei nicht wegen seines Judentums gemobbt worden, sondern weil es sichtbar nichtmoslemisch war. Es sei auch nicht religiös erzogen worden und erst am Ende aller Schikanen sei bekannt geworden, dass es im weitesten Sinne jüdisch sei.

    Offenbar hat Herr Kauder vor, das Thema in eine andere Richtung zu lenken und zu kaschieren, dass es bereits in Schulen im ganzen Land Übergriffe und Mobbing von Moslems an Nichtmoslems gibt. Zu brisant oder passt dies nicht in das politische Konzept?

    Na, ja, aber man kann das Thema mit der Fokussierung "Judentum" klein halten, denn es gibt immerhin relativ wenig Juden in Deutschland.

    Kauder fordert Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle an Schulen

    Wie verbreitet ist Antisemitismus an deutschen Schulen? Verlässliche Zahlen gibt es nicht. Dies will Unionsfraktionschef Kauder ändern. "Null Toleranz", forderte er.



    nionsfraktionschef Volker Kauder will an deutschen Schulen eine Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle einführen. "In jedem Bundesland sollten die Schulen verpflichtet werden, solche Vorfälle konsequent der Schulverwaltung zu melden", forderte der CDU-Politiker in einem Interview mit der Welt am Sonntag. "Gerade bei diesem Thema muss es heißen: null Toleranz!", jeder Einzelfall müsse an den Schulen konsequent geahndet werden. Damit diese das aber überhaupt können, müsse es "belastbare Angaben über das Ausmaß und die Ursachen" geben.



    Der Anlass für die Debatte ist der Fall eines jüdischen Mädchens, das an einer Berliner Grundschule bedroht worden sein soll. Ein Mitschüler soll gedroht haben, die Zweitklässlerin umzubringen, weil sie nicht an Allah glaube, berichtete der Vater des Mädchens der Berliner Zeitung. Zuvor habe ein Schüler auf die Angabe des Mädchens, sie sei Jüdin, das Wort "Jude" mehrfach in bedrohlichem Tonfall wiederholt. Das Mädchen sei außerdem schon einmal mit dem Tode bedroht worden.


    So wie zuvor schon Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble warnte nun auch dessen CDU-Kollege Kauder davor, das Thema Intoleranz auf die Bekämpfung von Antisemitismus zu reduzieren: "Mich haben die Aussagen des Vaters des jüdischen Mädchens in Berlin, deren Fall die Diskussion ausgelöst hat, sehr nachdenklich gemacht", sagte Kauder. "Er sprach davon, dass einige Jungs aus muslimischen Elternhäusern auch anderen Mitschülern übel mitspielten, egal ob sie Juden, Christen oder selbst Muslime sind, wenn diese zum Beispiel in die falsche Moschee gingen."

    Gängige Beschimpfung im Pausenhof

    Nach Angaben des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nehmen derartige Vorfälle vor allem im großstädtischen Milieu zu. Auch wenn keine Zahlen zu antisemitischem Mobbing bekannt sind, registriere der Zentralrat eine bedrohliche Lage. Schuster berichtet von Lehrererfahrungen, wonach das Wort "Jude" zur gängigen Pausenhofbeschimpfung geworden ist – nicht nur gegen Juden. Die Berliner Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis warnte, Antisemitismus sei an Berliner Schulen ein Problem: 2017 wurden zwölf antisemitische Vorfälle gemeldet.

    Die neue Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatte ihren Amtskolleginnen und -kollegen aus den Ländern in dieser Woche bereits vorgeschlagen, gemeinsam gegen Antisemitismus und Mobbing aus religiösen Gründen an Schulen vorzugehen. Die "zunehmenden religiös motivierten Diskriminierungen und Gewalttaten an Schulen" belegten, dass mehr getan werden müsse, schrieb die CDU-Ministerin in einem Brief an den Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter (Linke) in Thüringen. Karliczek will das Thema bei der nächsten Sitzung der Kultusministerkonferenz Mitte Juni in Erfurt vertiefen.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/schu...s-jude-schulen
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Kauder fordert Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle an Schulen

    Erst wenn etwas nicht mehr wegzuleugnen ist, kommen die Kauders dieses Landes und machen mit sorgenzerfurchter Stirn Vorschläge, die an Ignoranz kaum noch zu überbieten ist. Unsere Politiker stehen mit der ignoranten "dann sollen sie doch Kuchen essen" Marie-Antoinette in einer Reihe.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Kauder fordert Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle an Schulen

    Wie wärs mal mit Meldepflicht für Gewalt von noch nicht so lange hier Lebenden gegen die autochtone Bevölkerung ?

  4. #4
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    AW: Kauder fordert Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle an Schulen

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Erst wenn etwas nicht mehr wegzuleugnen ist, kommen die Kauders dieses Landes und machen mit sorgenzerfurchter Stirn Vorschläge, die an Ignoranz kaum noch zu überbieten ist. Unsere Politiker stehen mit der ignoranten "dann sollen sie doch Kuchen essen" Marie-Antoinette in einer Reihe.
    So kann man die Taten der einen den anderen untejubeln. Jeder hat schließlich schon einmal gehört, dass es noch Neonazis geben soll. Und um diesen Mythos der strammen Rechten hat sich sogleich eine Interessengemeinschaft derer entwickelt, die den Begriff Neonazis so gerne auf alle ausdehen möchten, die nicht ihre ultralinke Politik (die zugegebenermaßen inzwischen in die Mitte der Gesellschaft bzw. der politischen Landschaft gerückt ist, seitdem die CDU mit Merkel gen Links rutschte) mittragen möchten. Mit im Boot sind natürlich auch die Interessenvertretungen derer, die die Gesellschaft ein wenig undeutscher und ein wenig islamischer gestalten möchten. Denen sind nämlich die Kritiker ihrer Ziele ein Dorn im Auge. Und so könnte es sich zutragen, dass die judenfeindlichen Vorfälle irgendwelchen "Rechten" zugeordnet werden und dem "Kampf gegen Rechts", der ja inzwischen wohlorganisiertes und bestfinanziertes Staatsanliegen ist, neue Milliarden bescheren.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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