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    Syrer sprechen mit Schlern ber ihr Schicksal

    Syrer sprechen mit Schlern ber ihr Schicksal

    Politische Weltkunde lebendig gemacht: Der Leistungskurs hatte keine Mhe, die beiden Syrer Ziad Alkhahaf und Alan Suliman zu interviewen. Lehrer Rdiger Becker stellte die beiden Gste zu Beginn des ungewhnlichen Unterrichts vor. Die Hohen Neuendorfer Gymnasiasten erfuhren viel ber die persnliche Geschichte der Syrer.
    Hohen Neuendorf (MOZ) Der Syrien-Konflikt ist einer ihrer Prfungsschwerpunkte. ber die Situation dort haben die Zwlft.klssler am Marie-Curie-Gymnasium vieles gelernt. Im persnlichen Gesprch mit zwei Geflchteten lieen sich Eindrcke vertiefen und greifbarer machen.
    Ziad Alkhahaf entschuldigt sich zuerst bei den Jugendlichen fr sein Deutsch. Dabei spreche er die Sprache durchaus gut, wird ihm sofort versichert. Der 31-jhrige Syrer Ziad Alkhahaf hat frher selbst vor Schulklassen gestanden, denn er war Englischlehrer von Beruf. Er erzhlt leise, aber nach kurzer Zeit immer sicherer von sich.
    An den beiden Tischen, die Politik-Fachlehrer Rdiger Becker mit Namensschildchen und Getrnken vorbereitet hat, dauert es kaum eine Minute, bis eine angeregte Unterhaltung in Gang kommt. Die Jugendlichen des Politik-Leistungskurses haben viele Fragen an die beiden Mnner, die sich scheinbar mhelos ausdrcken knnen. Einige haben sie vorbereitet, andere ergeben sich ganz von selbst. Alle reden sich mit dem Vornamen an.
    Er fhle sich gut aufgenommen, sagt Ziad, der seit zwei Jahren in Deutschland ist. Religion spiele fr ihn keine groe Rolle, er halte in Deutschland auch kein Ramadan. Auch ohne Religion kann man ein guter Mensch sein, meint er. Ziad stammt aus einer Stadt im Nordosten von Syrien. Dort hat sich die Situation fr seine Familie Ziad ist einer von acht Geschwistern nach der Zeit seines Weggangs noch verschrft. Meine Stadt ist halb zerstrt, sagt er. Die Schulen seien seit einigen Jahren schon geschlossen. Viele Syrer, auch Kinder, arbeiteten im Libanon oder in der Trkei. Auch er selber habe frher in den Nachbarlndern gearbeitet. Lehrer sei eine schlecht bezahlte Arbeit in seinem Heimatland.
    ber die Trkei, Mazedonien, Griechenland hat Ziad die Flucht vor dem Krieg zu Fu, mit dem Boot und mit dem Zug in einem Monat geschafft. ber Whatsapp hlt er Kontakt zu seiner Familie, die allerdings jedes Mal etwa 150 Kilometer weit fahren muss, um Internet-Anschluss zu haben. Mit seinem 18-jhrigen Bruder, der ihm inzwischen gefolgt ist, wohnt er in einer Wohnung in Hohen Neuendorf. Geld schicken kann er nicht, er verdient noch nicht. Als Lehrer kann er nicht arbeiten, dazu fehle ihm ein zweites Fach. Aber demnchst habe er eine Prfung, und dann knne er vielleicht als Helfer fr andere Geflchtete arbeiten. Deutschland sei auch sein Ziel gewesen, sagt Ziad auf eine weitere Nachfrage. Ich hatte gehrt, dass die Leute dort nett sein sollen. Und so ist es auch, sagt er und lchelt freundlich in die Runde. Einige deutsche Freunde habe er gefunden. Und auch Alan Suliman, der am Nebentisch mit anderen Jugendlichen ber Religion und Weltpolitik diskutiert, hat der Araber hier getroffen, und sie haben sich angefreundet.
    Alan stammt aus derselben Gegend wie Ziad. Er ist 23 Jahre alt und Kurde. Er wohnt in der Gemeinschaftsunterkunft in Birkenwerder. Alan strahlt viel Optimismus aus. Sein Deutsch ist ausgezeichnet, gerade hat er seine C 1-Prfung geschafft. Er habe sich schon um eine Ausbildung als Kinderkrankenpfleger in Oranienburg und in Berlin an der Charit und anderen Kliniken beworben, erzhlt er. Whrend Ziad eher pessimistisch ist, dass sein Heimatland bald zur Ruhe kommt, ist Alan davon berzeugt. Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt er. Aus der Geschichte lernen wir, dass sich immer etwas ndert. Der Krieg wird auf jeden Fall zu Ende gehen.
    Der Kontakt zu den syrischen Geflchteten sei ber den Vater eines Schlers zustande gekommen, sagt Becker, der vor einigen Jahren schon einmal solchen lebensnahen Unterricht angeboten hat. Ich halte es fr sehr wichtig, ein Kennenlernen zu frdern und Dinge nicht ausschlielich aus den Medien wahrzunehmen, sagt er. An diesem Nachmittag hat es funktioniert. Laura, Maja, Sophie, Nils und die anderen Jugendlichen sind beeindruckt. Der Eindruck, den sie bereits durch den Unterricht gewonnen htten, habe sich noch verstrkt, sagt Nils. Es wird noch realer, wenn jemand live erzhlt, ergnzt Laura. Auch Ziad und Alan hat der Nachmittag gefallen. Wir mchten gerne, dass die Menschen viel erfahren, sagt Alan. Deshalb kommen wir gerne wieder.
    https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1644018/
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Syrer sprechen mit Schlern ber ihr Schicksal

    Auch er selber habe frher in den Nachbarlndern gearbeitet. Lehrer sei eine schlecht bezahlte Arbeit in seinem Heimatland.
    Das ist also sein "Fluchtgrund"?


    ber die Trkei, Mazedonien, Griechenland hat Ziad die Flucht vor dem Krieg zu Fu, mit dem Boot und mit dem Zug in einem Monat geschafft
    Und obwohl er in der Trkei in Sicherheit war, hat er sich auf den Weg nach Deutschland gemacht.


    Aber demnchst habe er eine Prfung, und dann knne er vielleicht als Helfer fr andere Geflchtete arbeiten. Deutschland sei auch sein Ziel gewesen, sagt Ziad auf eine weitere Nachfrage. „Ich hatte gehrt, dass die Leute dort nett sein sollen.

    Die "Flchtlinge" landen berwiegend in der Asylindustrie.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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