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    Wissenschaft beschftigt sich mit Rollenbildern der Flchtlinge

    Reden ber Rollenbilder

    Braucht Deutschland eine neue Sexualpdagogik fr Zuwanderer? Experten mahnen Differenzierung an - und stellen Modellprojekte vor.
    Leben, lieben und lernen. Pilotprojekte zeigen, dass etwa junge Afghanen fr eine moderne Sexualaufklrung in Deutschland offen...
    Was macht die Zuwanderung mit der offenen Gesellschaft? Welche Werte und Geschlechterbilder bringen die Flchtlinge mit? Fragen, mit denen sich nun die Wissenschaft beschftigen muss. Vor allem die Sexualpdagogik steht vor neuen, groen Aufgaben. Schlielich soll sie die konkreten methodischen Anstze fr eine erfolgreiche Integrationsarbeit liefern. Kann das gelingen?
    Uwe Sielert, Helga Marburger und Christiane Griese haben sich inmitten der aufgeheizten gesellschaftlichen Debatte an das heikle Thema herangewagt und den renommierten De Gruyter Verlag ebenfalls ins Boot holen knnen. Die drei Wissenschaftler, die in Kiel und Berlin im Bereich Sexualpdagogik und interkulturelle Erziehung forschen, lassen in ihrem soeben erschienenen Sammelband Sexualitt und Gender im Einwanderungsland viele Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen. Entstanden ist eine ber 300-seitige Bestandsaufnahme: Wo stehen wir in Sachen Gender, Sexualitt, Geschlechterverstndnis und was hat das alles mit Migration zu tun? Jetzt wurde das Buch an der Technischen Universitt Berlin vorgestellt.
    Letzter Satz des folgenden Abschnitts ist besonders wichtig:

    Eine These: Migranten werden "sexualisiert" wahrgenommen

    Erste und wichtigste These aus dem Kreis der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Der Migrationsdiskurs sei derzeit hochgradig sexualisiert. Das heit, Migrantinnen und Migranten werden vor allem in Bezug auf Gender- und Sexualittsthemen wahrgenommen. Was ins Bild passt, wird sofort Teil des groen Narrativs von den frauenverachtenden, respektlosen jungen Muslimen. Statistiken oder Fakten, die dem widersprechen, werden ausgeblendet. Dabei konnten die Experten in den vergangenen Jahren vermehrt verbale Ab- und Ausgrenzungen beobachten.
    Emanzipation, Aufklrung, Gleichberechtigung, Modernitt das wird Deutschland zugeschrieben. Alles andere wird ausgelagert, erklrt Elisabeth Tuider von der Universitt Kassel. Vor allem Menschen muslimischen Glaubens wrden oft ber einen Kamm geschert. Gngiges Argument: Aufgrund ihrer Religion htten sie generell ein rckstndigeres Rollenverstndnis.
    Das argumentative Muster dahinter wir die Guten, die die Bsen ist nicht neu. Pauschalisierungen und Projektionen ziehen sich wie ein roter Faden durch die deutsche Geschichte. Schon vor rund zweihundert Jahren emprten sich die Deutschen ausgiebig ber ihre Nachbarn, die Franzosen. Denen eilte der Ruf voraus, ausschweifend zu leben. Im Nationalsozialismus wurde der jdische Mann zur sexuellen Gefahr fr die deutsche Frau stilisiert. Vorhandene Vorurteile konnten auf dieser Weise politisch perfekt instrumentalisiert werden. Dass sich solche rassistischen Stereotypisierungen wieder einschleichen, davor warnen die Sexualforscher. Denn das kann Zndstoff und Brandbeschleuniger sein fr reale Gewalt, sagt Bernd Christmann von der Universitt Mnster.

    Frauenverachtendes Verhalten hat eher soziale als religise Grnde

    Doch wie gegensteuern, wie die Debatte versachlichen? Die Antwort, die die Wissenschaftler bei der Veranstaltung in der TU geben, lautet: genauer hinschauen, akribischer analysieren, gezielter ansetzen. Denn so homogen wie oft unterstellt sind die Einstellungen der Flchtlinge bei nherem Hinsehen keineswegs. Mitnichten kann man einer Kultur, einer Religion oder einem geografischen Raum pauschal etwas berstlpen, sagt Christmann. Das besttigt auch eine Studie, die das Bundesamt fr Migration und Flchtlinge 2012 beauftragt hat. Eines der zentrale Ergebnisse: Es gibt keinen pauschalen Zusammenhang zwischen dem islamischen Glauben und der Geschlechterrolleneinstellung, fasst Yasemin El-Menouar von der Bertelsmann-Stiftung zusammen. Viel wichtiger fr das jeweilige Weltbild seien sozio-konomische Faktoren, Alter, Bildung, Herkunftsland und Herkunftsmilieu. Frauenverachtendes oder homophobes Verhalten hat demnach andere als religise Ursachen. Die sozialen Umstnde wurden aber bisher bei empirischen Untersuchungen oft nicht bercksichtigt. Das msse sich ndern, fordern die Forschenden an der TU Berlin.
    Denn mit grobem Schubladendenken lassen sich die Konflikte der Zuwanderungsgesellschaft nicht lsen. Ebenso wenig wie mit der pauschalen Aufforderung an die Migranten, sich dem hiesigen Lebensstil anzupassen. Zumal auch Deutschland beim Thema Gender und Sexualitt kein Land in trauter Einigkeit ist. Zwar hat sich der Blick auf die Geschlechterverhltnisse seit den 1960er Jahren in den westlichen Lndern massiv gewandelt. Die sexuelle Vielfalt ist mittlerweile in vielen Teilen der Gesellschaft akzeptiert. Trotzdem gibt es neben der fortschreitenden Liberalisierung durchaus auch traditionelle Milieus und Roll-back-Tendenzen, wie Autoren des Sammelbands feststellen.
    Beispiele sexualpdagogischer Arbeit mit Geflchteten

    Fr die pdagogische Arbeit in Kindergrten und Schulen brauche es deshalb eine interkulturell kompetente Grundhaltung. Anders gesagt: Am offenen, unvoreingenommenen Dialog von Mensch zu Mensch fhrt kein Weg vorbei. Im dritten Teil des Sammelbands zeigen die Autoren anhand etlicher Beispiele, wie eine solche sexualpdagogische Arbeit im Alltag aussehen kann. Denn es gibt sie bereits, die vielversprechenden Pilotprojekte:

    Workshops und Seminare an Schulen, Bildungsangebote in Kindergrten, Beratungs- und Begegnungszentren.
    So berichtet Andreas Mller von einem pro familia-Projekt aus Bonn fr unbegleitete, minderjhrige Jungen aus Afghanistan. Behutsam tasteten sich die Pdagogen ber viele Seminarsitzungen mit den Teilnehmern an Themen wie Krper, Liebe, Beziehungen, Sex heran. Offenbar mit Erfolg. Nach unserer Wahrnehmung waren sie sehr dankbar, offen und lernwillig, schreibt Mller. Die Jungen bekamen eine Vorstellung von Freiheit und Rechten und eine Ahnung davon, dass sie auf den eigenen Lebens- und Liebesalltag bereichernd wirken knnen.
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/s.../21041264.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Wissenschaft beschftigt sich mit Rollenbildern der Flchtlinge

    >Vor allem die Sexualpdagogik steht vor neuen, groen Aufgaben.

    das glaub ich gerne...

    Mein Vater (Arzt) hatte schon Trnen in den Augen als er berichtete, was er fr schrecklich untenrum verstmmelte Frauen ansehen mute...

    Vielen mu erstmal beigebracht werden da Schamlippen, Klitoris nix schmutziges sind und da man auch nix zunhen mu...

    Und das hat auch nix mit Islam zu tun mit der Schnibbelei: das ist ein Kulturproblem: die koptischen Christen oder andere "Christen" verstmmeln genauso ihre Mdchen wie die Moslems. Das ganze kam anscheinend ursprnglich aus gypten (pharaonische Beschneidung) und hat sich dann halt im Gebiet breitgemacht - unabhngig von den Religionen. Im Koran wird das mit beschneidung ja erwhnt - aber das Problem war schon vorher vorhanden.

    Im Judentum ist ja mnnliche Genitalverstmmelung schon erwhnt - aber ich denke, auch da wurde dieser Brauch auch nur bernommen - der Mist mit den Verstmmelungen der Geschlechtsorgane kommt ja aus der gleichen gepgraphischen Ecke...

    Wer seine Frauen genitalverstmmelt der kann lange was von Sexualmoral predigen - das geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus ...

  3. #3
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    AW: Wissenschaft beschftigt sich mit Rollenbildern der Flchtlinge

    Seit 50 Jahren machen die Linken nichts anderes als ber ihre Sexfantasien zu reden.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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