Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Registriert seit
    25.04.2011
    Beitrge
    20.994


    Did you find this post helpful? Yes | No

    Die Entscheidung der Essener Tafel muss korrigiert werden

    Die Entscheidung der Essener Tafel muss korrigiert werden
    Die Entscheidung der Essener Tafel, nur noch Deutsche als Neukunden aufzunehmen, wird weiter kontrovers diskutiert. Wohlfahrtsverbnde sehen eine objektiv ethnische Diskriminierung. Und stellen einen Forderungskatalog auf.
    Die hitzige Debatte um den Zustand der Tafeln wird nun auf einer anderen Ebene weitergefhrt: Ein Bndnis von mehr als 30 Sozialverbnden und Organisationen fordert mehr Leistungen fr Bedrftige. Lebensmittelspenden sind gut, doch darf in unserem Sozialstaat niemand darauf angewiesen sein, sagte der Hauptgeschftsfhrer des Parittischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, in Berlin.
    Dass Menschen, egal welcher Herkunft, berhaupt die Leistungen der Tafeln in Anspruch nehmen mssen, ist Ausdruck eines politischen Versagens in diesem reichen Land, hie es in einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Erklrung. Arme Menschen drfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sagte Schneider.
    Und hier


    Die Entscheidung der Essener Tafel, vorerst keine Auslnder mehr aufzunehmen, ist ganz objektiv eine ethnische Diskriminierung und muss korrigiert werden, fgte er hinzu.
    bleibt mir gar nichts anderes mglich, als diese Aussage zu kommentieren, denn abgesehen davon, wer diese Entscheidung korrigieren soll...ja wohl eine Instanz von oben, frei nach dem Motto: "Und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt!"

    fhle ich mich als Brger dieses Landes, der tatschlich fr die Entscheidungen und Fehlentscheidungen dieses Landes brgen muss und nicht einfach mal so verduften kann, hochgradig ethisch diskriminiert oder wenn ich denn tatschlich verduften kann, dann doch nur in ein Land, das einen, falls es einen berhaupt aufnimmt - brigens ist das ja auch schon eine ethische Diskriminierung- eklatant ethisch diskriminiert, da mir dieses Land keine Sozialleistungen gewhren wrde und ich schon bei dem Versuch hochkantig rausflge und ich auerdem relativ jung und gut ausgebildet sein muss, einen Mangelberuf ausben mte, fr den sich im Einwanderungsland nachweislich kein Inlnder finden lt, ich gesund sein mu und ber dem Durchschnitt zu verdienen habe und mir sonstige Punkte, die ber meinen Verbleib entscheiden, ber absolutes Wohlverhalten bis hinunter zum Strafzettel fr Falschparken und soziales Engagement, noch zustzlich verdienen muss. Und dann: Blo nicht krank werden, blo nicht arbeitslos werden und vor allem keine Sozialleistungen des Staates, der von mir sogar noch finanzielle Sicherheiten verlangt fr den Fall der Flle, damit auch die berbrckung zwischen Krankheit und beginnender Arbeitslosigkeit bis zu meinem Rausschmiss auch finanziell gedeckt ist, ja, und natrlich auch sonstige Vergehen oder durch mich verursachte Schden.

    Die Essener Tafel hatte die Entscheidung damit begrndet, dass durch Flchtlinge und Zuwanderer ltere Tafel-Nutzerinnen und Alleinerziehende einem Verdrngungsprozess zum Opfer gefallen seien. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Entscheidung der Tafel zunchst kritisiert, um anschlieend aber auch das groe Engagement und die Autonomie der Tafeln hervorzuheben.



    Schneider sagte, er sei froh, dass die Essener Tafel mit einem Runden Tisch nach einer Alternativlsung suche. Denkbar seien als vorbergehende Lsungen etwa Losverfahren oder das Bevorzugen besonders Bedrftiger. Das Grundproblem sei aber die berlastung der Tafeln dies msse der Sozialstaat durch mehr Einsatz gegen Armut lsen. Die Sicherung des Existenzminimums ist Aufgabe des Staats, sie kann nicht auf die Zivilgesellschaft abgewlzt werden, sagte Schneider.
    Das Bndnis fordert unter anderem die Erhhung des Hartz-IV-Regelsatzes um mindestens 30 Prozent sowie einen Runden Tisch in Deutschland fr die knftige Untersttzung von Armut bedrohter Kinder. Wichtig sei es jetzt, die Mindestrente anzuheben sowie die Dauerarbeitslosigkeit mit ffentlich gefrderter Arbeit zu bekmpfen. Untersttzer sollen den Aufruf an die Bundesregierung im Netz unterzeichnen.
    Die Organisationen erklrten weiter: Die Regelstze in Deutschland sind zu gering bemessen, um grundlegende Bedrfnisse abzudecken. Tglich 4,77 Euro fr Essen und antialkoholische Getrnke reichten bei Weitem nicht. Fr Kinder zwischen sechs und 14 Jahren seien tglich nur 3,93 Euro fr Ernhrung und Getrnke vorgesehen.
    Auch die Leistungen fr Flchtlinge seien nicht existenzsichernd. Nicht die Flchtlingspolitik besorgt die Probleme, sondern die verfehlte Sozialpolitik, sagte Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz.
    Der Geschftsfhrer von Pro Asyl, Gnter Burkhardt, warnte: Flchtlinge drfen nicht zu Sndenbcken gemacht werden. Es zhle ausschlielich die Bedrftigkeit, sagte Schneider. Vielerorts seien die Tafeln berlastet. Ursache sei die gewachsene Armut in diesem reichen Land. Vor allem die Hartz-IV-Leistungen seien viel zu niedrig.
    Die Flchtlinge htten die bestehenden sozialen Probleme fr viele noch einmal neu deutlich gemacht, sagte Schneider. Nun komme es darauf an, dass die Sicherung des Existenzminimums nicht auf zivilgesellschaftliches Engagement angewiesen sei.
    Der Vorsitzende der Essener Tafel, Jrg Sartor, kritisierte vor wenigen Tagen ein politisches Hin und Her in der Debatte um die Tafeln. Bis vor Kurzem sei in Essen die SPD an der Macht gewesen. Jetzt soll der neue Oberbrgermeister schuld an der Misere sein?, fragte er in der Bild. Sozialdemokratische Politiker hatten zuvor den Essener Oberbrgermeister Thomas Kufen (CDU) kritisiert, weil der sich nicht um die Tafeln gekmmert habe. Sartor: Solche Aussagen fhren zu Politikverdrossenheit.
    Der Vorsitzende der Tafeln in Nordrhein-Westfalen und Sozialforscher machten fr die Konkurrenz um die Essensausgabe die wachsende Armut in Deutschland verantwortlich. Wir erleben einen Konkurrenzkampf der Bedrftigen, sagte der Bochumer Sozialwissenschaftler Klaus Peter Strohmeier der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.
    Merkels Kritik nicht angebracht

    Der Vorsitzende der Tafeln in NRW, Wolfgang Weilerswist, wies Merkels Kritik an den Verantwortlichen in Essen zurck. Diese sei nicht angebracht, sagte Weilerswist. Er nannte es richtig, dass sich die Tafeln vor allem auf Rentner, Familien mit Kinder und Sozialhilfe-Empfnger konzentrierten.

    Ein entscheidender Einschnitt sei 2005 die Einfhrung von Hartz IV gewesen, sagte die Vorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth, der Sddeutschen Zeitung. Damals ist meiner Meinung nach der Solidargedanke den Bach runtergegangen. Auch kmen seither auffllig mehr Leute zu den Tafeln. Davon unabhngig gebe es immer weniger berschssige Lebensmittel. Dies fhre dazu, dass insbesondere kleinere Tafeln einander in die Quere kmen.
    https://www.welt.de/politik/deutschl...verbaende.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
    Registriert seit
    12.03.2010
    Beitrge
    10.284
    Blog-Eintrge
    1


    Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Die Entscheidung der Essener Tafel muss korrigiert werden

    Zitat Zitat von Turmfalke Beitrag anzeigen
    Und hier




    bleibt mir gar nichts anderes mglich, als diese Aussage zu kommentieren, denn abgesehen davon, wer diese Entscheidung korrigieren soll...ja wohl eine Instanz von oben, frei nach dem Motto: "Und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt!"

    fhle ich mich als Brger dieses Landes, der tatschlich fr die Entscheidungen und Fehlentscheidungen dieses Landes brgen muss und nicht einfach mal so verduften kann, hochgradig ethisch diskriminiert oder wenn ich denn tatschlich verduften kann, dann doch nur in ein Land, das einen, falls es einen berhaupt aufnimmt - brigens ist das ja auch schon eine ethische Diskriminierung- eklatant ethisch diskriminiert, da mir dieses Land keine Sozialleistungen gewhren wrde und ich schon bei dem Versuch hochkantig rausflge und ich auerdem relativ jung und gut ausgebildet sein muss, einen Mangelberuf ausben mte, fr den sich im Einwanderungsland nachweislich kein Inlnder finden lt, ich gesund sein mu und ber dem Durchschnitt zu verdienen habe und mir sonstige Punkte, die ber meinen Verbleib entscheiden, ber absolutes Wohlverhalten bis hinunter zum Strafzettel fr Falschparken und soziales Engagement, noch zustzlich verdienen muss. Und dann: Blo nicht krank werden, blo nicht arbeitslos werden und vor allem keine Sozialleistungen des Staates, der von mir sogar noch finanzielle Sicherheiten verlangt fr den Fall der Flle, damit auch die berbrckung zwischen Krankheit und beginnender Arbeitslosigkeit bis zu meinem Rausschmiss auch finanziell gedeckt ist, ja, und natrlich auch sonstige Vergehen oder durch mich verursachte Schden.
    Die Annahme, das Verhltnis von Staat und Brger sei das einer gegenseitigen Wechselwirkung, beruht wohl auf einem Irrtum. Der Staat tut, was ihm beliebt, und der Brger hat sich dem anzupassen.
    Einigkeit und Recht und Freiheit fr das deutsche Vaterland

  3. #3
    Registriert seit
    13.07.2010
    Beitrge
    33.809


    1 out of 1 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Die Entscheidung der Essener Tafel muss korrigiert werden

    Wenn die Essener nun einknicken, knnen sie einpacken und aufhren.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gste: 1)

hnliche Themen

  1. Tatort: Politisch korrekt korrigiert
    Von Cherusker im Forum Pegida, Legida, Hogesa
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 29.10.2017, 17:06
  2. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 31.05.2016, 18:52
  3. Essener Gymnasien werden von Asylanten berrannt
    Von dietmar im Forum Deutschland
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 24.09.2015, 15:29
  4. IS muss entzaubert werden - svz.de
    Von open-speech im Forum Presseschau
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 22.04.2015, 21:30

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhnge hochladen: Nein
  • Beitrge bearbeiten: Nein
  •