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    Focus: Knapp 240.000 SPD-Mitglieder haben diesem Land Stabilitt zurckgegeben

    Man traut seinen Augen kaum, wenn man solche berschriften liest:

    Knapp 240.000 SPD-Mitglieder haben diesem Land Stabilitt zurckgegeben
    Am Ende gab es eindeutiges Ja der SPD-Basis. Doch der Weg zu einer Neuauflage der Groen Koalition war lang und ungewiss. Zuletzt kmpfte die SPD mit sich selbst und fand nun doch zusammen. Ist das der Weg zurck zu alter Gre? So kommentiert die deutsche Presse die Entscheidung.
    SPD muss wieder zur Denkfabrik der Nation werden

    Leipziger Volkszeitung: Diejenigen in der Parteispitze, die in den vergangenen Wochen gegenber den No-GroKo-Jusos behauptet haben, Regieren und die Partei erneuern sei gleichzeitig mglich, mssen jetzt liefern. Zurcklehnen geht nicht. Ein Weiter so darf es nicht geben.
    Die SPD muss wieder zur Denkfabrik der Nation werden. Sie muss abseits des GroKo-Tagesgeschfts die Kraft entwickeln, gesellschaftliche Megatrends vorauszuahnen und kluge Antworten zu geben. Die Sozialdemokraten brauchen auch eine andere Fhrungskultur weniger Basta, weniger Hinterzimmer. Die Art und Weise, wie die Genossen whrend des Mitgliederentscheids miteinander diskutiert haben, macht Hoffnung auf Besserung.


    Eine noch mit beiden Beinen im Leben stehende Basis hat fr Klarheit gesorgt

    Pforzheimer Zeitung: Eigentlich hat sich die SPD gut aus der Affre gezogen. Sie hat eine sachliche, ja sogar beispielhafte Diskussion ber eine Grundsatzfrage gefhrt: Wo beginnt und endet Verantwortung fr das Ganze? Gut gemacht? Nun ja, Martin Schulz, der gewesene Vorsitzende nicht, der in der Schlussphase das Flattern gekriegt und persnliche Interessen mit denen seiner Partei vermischt hat.

    Und richtig gut war wohl auch die Funktionrsschicht nicht, die noch vor sechs Wochen beim Parteitag in Bonn beinahe sogar die Fortsetzung von bloen Verhandlungen mit der Union torpediert htte. Sie muss sich fragen lassen, warum sie in diesem Ausma Erdung verloren hat. Vor allem die Sprecher der Parteilinken. Erst eine offenbar noch mit beiden Beinen im Leben stehende Basis hat wieder fr Klarheit gesorgt, und zwar eindeutig: Natrlich wre ein Nein der Anfang vom Ende der SPD gewesen.
    Freut am Ende nur eine Partei: die AfD

    Huffington Post (Mnchen): Die Sozialdemokraten strzen sich nicht mit Leidenschaft, sondern mit viel Leid in die GroKo. Das zeigte sich an der Totenstille im Willy Brandt Haus, als das Ergebnis des Mitgliederentscheids verkndigt wurde. Und an Olaf Scholz, der von einem Erfolg sprach, dabei aber selbst fr sein norddeutsches Temperament regungslos dreinblickte.
    Selbst nach der desastrs verlorenen Bundestagswahl erlebte die SPD nicht ein solches Trauerspiel. Wo diese entgeisterte Truppe Mut und Elan fr die lngst berfllige Erneuerung hernehmen soll, bleibt ihr Geheimnis. Das freut am Ende nur eine Partei: die AfD.
    CSU-Lautsprecher sollten sich klarmachen, dass sie Macht der SPD-Basis verdanken

    Klner Stadt-Anzeiger: Insbesondere die CSU war noch nie gro in Sachen Empfindsamkeit. Die Lautsprecher Seehofer, Scheuer und Co. sollten sich klarmachen, dass sie Macht und Ministersessel in Berlin am Ende allein der SPD-Basis verdanken, die sich in einer Mischung aus Pragmatismus und Prinzip fr klare Verhltnisse entschieden hat. Vielleicht gelingt es den Grokoalitionren ja im dritten Anlauf, so etwas wie Gemeinsinn in der Verantwortung zu entwickeln.


    Votum hat an der existenziellen Krise der SPD nichts gendert

    Neue Osnabrcker Zeitung: Bei der Wahl zwischen Kopf und Bauch hat sich die SPD mehrheitlich fr den Kopf entschieden. Das Ja zur Groko war eine Entscheidung der Vernunft, getrieben genauso von Angst und Selbsterhaltungstrieb wie von Rationalitt. Das Votum hat aber an der existenziellen Krise der SPD nichts gendert. Von Aufbruch ist nichts zu spren. Weil noch niemand eine Ahnung hat, wohin er gehen soll.
    Die SPD hat jetzt keine andere Chance, als es zur Abwechslung mal wieder mit Politik zu versuchen. Die Erleichterung darber, dass sich die Partei nicht selbst atomisiert hat, wird bald weichen. Was dann bleibt, sind sechs teils hochkartige Ministerposten, die ein hohes Ma an Gestaltungsspielraum versprechen. Sowie eine Basis, die offenbar berzeugt ist, dass dieses Land die Sozialdemokraten noch braucht.
    Wir sollten uns eine begrenzte Regierungszeit dieser GroKo wnschen

    Mittelbayerische Zeitung (Regensburg): Die Neuauflage der Koalition ist der Beginn einer bergangsregierung. Sie sollte nicht vier Jahre weiterbestehen und auf gar keinen Fall dann noch einmal fortgesetzt werden. Denn sobald die Brger berzeugt sind, dass sie whlen knnen, was sie wollen, am Ende bekommen sie die zwei Altparteien serviert, knnten sie noch mehr alles Mgliche whlen aber blo nicht Union oder gar SPD. Die Tr wrde sich weiter ffnen fr radikale Egomanen, wie es in einigen Nachbarlndern lngst passiert ist. Deshalb sollten wir uns eine begrenzte Regierungszeit dieser GroKo wnschen.
    Zwei erschpfte Parteien finden noch einmal zusammen

    Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung: Zwei erschpfte Parteien finden noch einmal zusammen. Die GroKo kommt, weil es keine andere Mehrheit im Bundestag gibt und die Angst vor Neuwahlen unbersehbar ist. Die SPD hat sich schwer getan, das Unvermeidliche zu akzeptieren. Das Mitgliedervotum aber schafft die notwendige Akzeptanz. 161 Tage Stillstand waren genug. Es wird jetzt Zeit, dass Deutschland wieder eine stabile und handlungsfhige Regierung hat. Denn zu tun gibt es mehr als genug.
    Es gilt das Mnteferingsche Prinzip: Opposition ist Mist

    Mnchner Merkur: Die Schwarmintelligenz der SPD-Basis hat gesiegt und mit Zweidrittelmehrheit jene Antwort auf die Frage GroKo: ja oder nein gegeben, die fr Nicht-Sozialdemokraten ohnehin selbstverstndlich war: Eine Partei, die einen in der Wolle rotgefrbten Koalitionsvertrag samt Spitzenposten im Kabinett aushandelt und dann zum eigenen Erfolg nein sagen wrde, htte jede Zukunft verspielt. Selbstzweifel und Weltschmerz mgen zwar irgendwie auch zum Gen-Code der Sozialdemokratie gehren, aber das reale Leben verlangt reale Lsungen. Und dabei gilt das Mnteferingsche Prinzip: Opposition ist Mist.
    Und da ist sie, die berschrift:

    Knapp 240.000 SPD-Mitglieder haben diesem Land Stabilitt (zurck-)gegeben

    Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg): Die Freude ber die vierte Groe Koalition hlt sich innerhalb der Sozialdemokratie jedenfalls in Grenzen. Es drften wohl eher die Konservativen im Land gewesen sein, die fr die 66,02 Prozent Zustimmung dankbar waren und das auch zeigten. Denn am Ende haben knapp 240.000 SPD-Mitglieder diesem Land Stabilitt (zurck-) gegeben. Sie ermglichen ein Regierungsbndnis, das in derselben Konstellation die letzten vier Jahre erstaunlich gut regierte. Die meisten wirtschaftlichen Kennzahlen sind positiv. Deutschland boomt.
    https://www.focus.de/politik/deutsch...d_8558873.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Focus: Knapp 240.000 SPD-Mitglieder haben diesem Land Stabilitt zurckgegeben

    Da ist sie wieder, die Einheitspresse!
    "Die IS sind nur die Wrmer die aus dem Koran gekrochen sind."

  3. #3
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    AW: Focus: Knapp 240.000 SPD-Mitglieder haben diesem Land Stabilitt zurckgegeben

    Zitat Zitat von Clark Beitrag anzeigen
    Da ist sie wieder, die Einheitspresse!
    Unsinn bleibt Unsinn, auch wenn er von einer scheinbaren Mehrheit wiederholt wird.
    Einigkeit und Recht und Freiheit fr das deutsche Vaterland

  4. #4
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    AW: Focus: Knapp 240.000 SPD-Mitglieder haben diesem Land Stabilitt zurckgegeben

    „SPD muss wieder zur Denkfabrik der Nation werden“
    Die Formulierung...."muss wieder..." weist darauf hin, dass die SPD frher einmal diese Funktion inne gehabt haben muss. Das drfte aber in der Jugendzeit meiner Groeltern gewesen sein, als der Kaiser noch huldvoll winkte.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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