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    Bilder einer Flucht - Dokumentarfilm im Mhlencaf

    Von Syrien nach Deutschland : Bilder einer Flucht - Dokumentarfilm im Mhlencaf
    Ahmad Alzoubi zeigte im Mhlencaf einen Film ber seinen Weg von Syrien nach Deutschland. Das Video hat er mit dem Handy gemacht.
    Elmshorn | Wir hatten alles, wir wollten nicht weg, sagte Ahmad Alzoubi. Warum er, sein Bruder und seine Eltern trotzdem aus ihrer Heimat bei Damaskus geflohen sind und im November 2015 nach Deutschland kamen, das zeigte der 21-Jhrige am Mittwochabend mit einem Film. Schieende Panzer hat er mit seinem Handy gefilmt, brennende Huser, den Blick aus einem Zimmer durch ein Loch im Dach auf blauen Himmel: Der syrische Brgerkrieg vertrieb die Familie.
    Wie andere Jugendliche, geben wir unsere Hoffnung auf eine gute Zukunft nicht auf, heit es im Film zu Bildern, die junge Mnner bei der Arbeit auf dem Landgut der Familie zeigen. Alzoubi studierte Ingenieurswissenschaften. Aber die Normalitt geriet immer mehr ins Wanken: Whrend einer Mathestunde wurde die Gegend von Panzern angegriffen, Kampfhubschrauber lieen Bomben fallen. Schweren Herzens entschloss sich die Familie, ihre Heimat zu verlassen.
    Legal geht das nur mit einem Visum, das so gut wie nicht zu bekommen ist. Aber: In Syrien gibt es Bros fr Schmuggler, berichtet Alzoubi am Rande der Veranstaltung. Man bezahle Geld und bekomme einen Termin fr den Transfer in die Trkei. 2 200 Dollar pro Person haben die Alzoubis ausgegeben, ihr Auto verkauft und Geld gesammelt, um innerhalb von sechs Wochen aus Damaskus nach Deutschland zu kommen. Man kann diesen Leuten nicht vertrauen, aber man muss, urteilt Alzoubi ber die Schlepper.
    14 Tage in einem Gefngnis des IS
    Noch in Syrien landete die Familie fr 14 Tage in einem Gefngnis des IS. An der trkischen Grenze wurden Alzoubis Eltern fr zwei Tage festgenommen, das Schlauchboot zur griechischen Insel Samos war mit 40 Personen heillos berladen und erlitt einen Motorschaden. Mit Zug, Bus und zu Fu schlugen sich die Flchtlinge nach Deutschland durch.
    Die Bilder von Menschen auf offenen Lkw-Ladeflchen, in Kolonne irgendwo in Europa zu Fu unterwegs und vom kaputten Schlauchboot sind immer wieder durchsetzt von Selfies Alzoubis.
    Filmen und Fotografieren sind seine Hobbys, er wollte auf der Flucht Bilder als Souvenirs sammeln. Die Idee, die Bilder zusammenzuschneiden, nachzuvertonen und mit Untertiteln zu versehen, kam erst nach einem Jahr in Deutschland.
    Der Applaus setzt nach dem Film nur zgerlich ein. Die Bilder von toten Kindern und dichten Qualmwolken ber Wohnhusern behindern den Beifall. Alzoubi beantwortet noch Fragen der rund 90 Besucher im Mhlencaf. Wie er sich eine Lsung in Syrien vorstelle, wie die Deutschen den Flchtlingen helfen knnten. Das eigentliche Problem ist die Sprache, dabei knnen uns die Deutschen leider nicht helfen, antwortet Alzoubi. Es ist wichtig, dass die Deutschen unsere Geschichte kennen und sie weiter erzhlen, sagt Alzoubi; dafr ist der Bremer mit seinem Film in ganz Norddeutschland unterwegs.
    In absehbarer Zeit sieht Alzoubi keine Perspektive, nach Syrien zurckzukehren: Ich wrde auf jeden Fall verhaftet. Was im Gefngnis passiere, wisse niemand, aber dort seien viele Menschen umgekommen. Mit dieser Perspektive lebten 95 Prozent der geflohenen Syrer in Deutschland, erklrt Alzoubi. Aber er sagt auch: Unser Traum zurckzukehren, wird mit Gottes Hilfe wahr werden.
    Alzoubi zeigt seinen Film schon zum zweiten Mal in Elmshorn. Nach der ersten Vorfhrung bei der interkulturellen Woche im September liefen bei Volker Laedtke vom Willkommensteam so viele Anfragen ein, dass er den jungen Syrer nochmals herholte. Der Erfolg passt in die Plne beim Willkommensteam, das Caf intensiver zu nutzen: Wir wollen abends noch mehr machen, kndigte Laedtke an.

    https://www.shz.de/lokales/elmshorne...d19033016.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Bilder einer Flucht - Dokumentarfilm im Mhlencaf

    Und warum sind sie nicht in der Region geblieben? Es wre erheblich einfacher gewesen, in der Trkei die Entwicklung in Syrien abzuwarten um dann im Falle des Kriegsende zeitnah zurckzukehren. Aber in der Trkei muss man arbeiten, bekommt weder Huser noch Mercedes oder die versprochene blonde Frau. Geld ist fr Muslime alles, dafr verraten sie ihre besten Freunde.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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