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    Falsche Identität: Warum ein Pakistani abgeschoben wurde, obwohl seine Kinder in Hessen leben

    Falsche Identität: Warum ein Pakistani abgeschoben wurde, obwohl seine Kinder in Hessen leben
    WIESBADEN - Während das Innenministerium unter Druck gerät, weil immer weniger illegale eingereiste Migranten abgeschoben werden, prangert der Hessische Flüchtlingsrat Abschiebungen an, die nicht zu rechtfertigen seien. Jüngster Fall ist der eines Pakistani aus Groß-Gerau. Er sei am Montag gegen 22 Uhr überraschend in sein Heimatland abgeschoben worden. Dabei habe der „unbescholtene“ Mann schon zehn Jahre in Deutschland gelebt und mit seiner deutschen Partnerin zwei Töchter – die eine fast ein Jahr alt, die andere zwei Jahre. „Hier wurde eine Familie auseinandergerissen, obwohl der Mann als Vater zweier Kinder eigentlich in Deutschland bleiben darf“. Timo Scherenberg, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates, sieht in diesem Fall das grundgesetzlich geschützte Recht auf Ehe und Familie „völlig ignoriert“. Er unterstellt den Behörden: „Abschieben um jeden Preis“.
    Vor zehn Jahren illegal nach Deutschland eingereist

    Doch der Fall des Pakistani ist vertrackt. Die Mutter seiner Kinder macht gar keinen Hehl daraus, dass er illegal nach Deutschland gekommen war. „Er war mithilfe eines Schleppers eingereist“, so Salma N., die in Darmstadt Germanistik und Philosophie studiert. Gegenüber den Behörden bekannte er sich zu Ahmadiyya, eine Religionsgemeinschaft, die in Pakistan diskriminiert wird. Sein Asylantrag war gleichwohl abgelehnt worden, er erhielt nur eine vorläufige Duldung.
    Abgeschoben wurde er jetzt, weil er in Deutschland mit einer falschen Identität lebte. Er hieß nicht Taraq M.. Und er war auch nicht 1993 geboren, wie er im Asylverfahren angab. Diese Lüge hatte aus ihm – zum Zeitpunkt der Einreise – einen 15-Jährigen gemacht. Damit galt er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, hatte Anspruch auf Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Schulbildung.
    Nur: Sein richtiger Name ist Tariq M.. Vor allem aber war er zwölf Jahre älter als angegeben. Schließlich dürfte es schwierig sein, im Fall von Salma und Tariq den Schutz der Ehe einzuklagen, wie das der Flüchtlingsrat getan hat. Denn Salma selbst räumt ein, man habe nach islamischem Recht geheiratet. Denn: „Er hatte keine Papiere“. Die habe ihm der Schlepper vor zehn Jahren abgenommen und ihm geraten, sich mit Alias-Identität bei den Behörden zu melden. Er habe das korrigieren wollen, sagt die Studentin. Aber erst vor wenigen Wochen habe er einen neuen, in Pakistan ausgestellten Pass vorlegen können, in dem sein richtiger Name und sein richtiges Geburtsdatum dokumentiert seien.
    Bereits am Montag hat die Abschiebung eines zwölfjährigen Jungen von Mittelhessen nach Mazedonien für Diskussionen gesorgt. Nach Angaben des Flüchtlingsrates wurde der Junge allein abgeschoben, während seine sorgeberechtigte Großmutter in Deutschland im Krankenhaus liege. Sein gewalttätiger Vater, der wegen verschiedener Delikte mehrmals zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden sei, sollte ihn in Mazedonien in Empfang nehmen. Die suchtkranke Mutter sei bereits tot. Laut Flüchtlingsrat war der Junge mit seiner Großmutter nach Deutschland geflohen und lebte in Alsfeld.
    Das zuständige Regierungspräsidium Gießen widersprach der Darstellung. Die Großmutter habe zuletzt kein Umgangsrecht mehr gehabt. Das mazedonische Innenministerium habe zugesagt, dass die erforderliche Betreuung des Jungen durch das Jugendamt sachkundig sichergestellt sei.
    http://www.allgemeine-zeitung.de/pol...n_18507083.htm


    Spricht alles für die Seriosität diese Hessischen Flüchtlingesrates. Hier die Seite:

    Für die Rechte von Flüchtlingen und die Verbesserung ihrer Lebenssituation. Seit 1991.

    Der Hessische Flüchtlingsrat (hfr) ist eine Dachorganisation von Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen und versteht sich als Bindeglied zwischen politischen Entscheidungsträger_innen und denen, die sich vor Ort solidarisch für Flüchtlinge und Migrant_innen einsetzen oder eigene Flucht- und Migrationserfahrungen haben. Der hfr ist eine von Parteien und Kirchen unabhängige Organisation und finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Projektförderungen.






    http://fluechtlingsrat-hessen.de/about.html

    Vorstand & Geschäftsstelle des hfr

    Der Träger des hfr, der Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e.V., ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Es gibt eine Geschäftsstelle mit hauptamtlichen Mitarbeiter/innen.
    Die Mitglieder des Vorstands:
    Harpreet Cholia (Erste Vorsitzende)
    Ulrich Schaffert (Stellvertretender Vorsitzender)
    Stefan Kussauer (Schatzmeister)
    Deborah Jungbluth (Beisitzende)
    Die E-Mailadresse des Vorstandes ist: vorstand[at]fr-hessen.de.
    Die hauptamtlichen Mitarbeiter_innen:
    Anita Balidemaj - Projekt: IdEE - ab[at]fr-hessen.de
    Sarah Bakhit - Projekt Flüchtlingsunterbringung in Hessen - sb[at]fr-hessen.de
    Irina Dannert - Projekt: BLEIB in Hessen - id[at]fr-hessen.de
    Newroz Duman - Projekt: Jugendliche ohne Grenzen
    Timmo Scherenberg - Geschäftsführung - hfr[at]fr-hessen.de
    http://fluechtlingsrat-hessen.de/vor...ftsstelle.html

    Netzwerke und Mitgliedschaften des hfr

    Der Hessische Flüchtlingsrat ist Mitglied verschiedener Netzwerke, Arbeitsgemeinschaften und Gremien. So gestaltet er die Flüchtlingsarbeit in der Bundesrepublik mit und nimmt teil am Informationsaustausch über aktuelle Themen und Entscheidungen im Bereich Asylpolitik und –praxis.
    Der Hessische Flüchtlingsrat ist Mitglied oder entsendet VertreterInnen in:








    http://fluechtlingsrat-hessen.de/wir...ammen-mit.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Falsche Identität: Warum ein Pakistani abgeschoben wurde, obwohl seine Kinder in Hessen leben

    Und er war auch nicht 1993 geboren, wie er im Asylverfahren angab. Diese Lüge hatte aus ihm – zum Zeitpunkt der Einreise – einen 15-Jährigen gemacht. Damit galt er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, hatte Anspruch auf Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Schulbildung.
    Nur: Sein richtiger Name ist Tariq M.. Vor allem aber war er zwölf Jahre älter als angegeben.

    Das ist schon ein starkes Stück. Niemanden war damals aufgefallen, dass er nicht 15 sondern 27 war? Die Behördenmitarbeiter, die diesen Betrug decken, sollten vor Gericht gestellt werden. Solche Tricksereien sind kein Kavaliersdelikt.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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