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    Eine Geschichte der besonderen Art: Unternehmen zahlen Flchtlingen fr ihre Arbeit keinen Lohn

    Diese Geschichte nimmt sehr unerwartete Wendungen und hat mehrere Hhepunkte:

    Unternehmen zahlen Flchtlingen fr ihre Arbeit keinen Lohn
    Was ein Migrant aus Afghanistan in einem Hamburger Hotel erlebt hat, ist kein Einzelfall. DGB: "Hohe Dunkelziffer."

    Lokstedt. Irgendwann platzte Nils Gerke der Kragen. Der ansonsten eher besonnene Zeitgenosse, der jahrelang Pastor in der Hauptkirche St. Petri und Leiter des dortigen Seelsorgezen.trums war, griff zum Telefon und lie ordentlich Dampf ab bei dem zustndigen Mitarbeiter einer Dienstleistungsgesellschaft. "Drei Monate hat mein Schtzling als Reinigungskraft in einem Ibis-Hotel in Hamburg gearbeitet und keinen Lohn bekommen", sagt Nils Gerke. "So kann man mit Menschen nicht umgehen."
    Seine Geschichte nach Eigenangaben

    Von den Taliban freigekauft

    Sein Schtzling, das ist Ahmed aus Afghanistan (Name gendert). Der 27 Jahre alte Mann hat einen weiten Weg hinter sich. Vor zwei Jahren hat ihn sein Vater fr 5000 Dollar von den Taliban freigekauft und dann in Kandahar ins Flugzeug nach Teheran gesetzt. Die islamistischen Terroristen hatten Ahmed in seiner Heimatstadt Ghazni, 150 Kilometer sdlich der Hauptstadt Kabul, gefangen genommen, weil er fr eine amerikanische Firma Lkw gefahren war. "Sie haben mich bedroht, geschlagen und eine Woche lang festgehalten", sagt Ahmed, der noch vier Schwestern und zwei jngere Brder hat.

    die wegen der weiteren Angaben keinen glaubwrdigen Charakter haben:

    Im Juni 2017 findet der Flchtling Arbeit

    Von Teheran ging es mit dem Bus zur trkischen Grenze, von dort gelangte er ber Griechenland und Bulgarien nach sterreich. "Mit dem Bus wurde ich nach Berlin gefahren, und von dort kam ich nach Hamburg ", erzhlt Ahmed.
    nmlich wegen dieses letzten Satzes. ber ihn musste ich doch eine Zeitlang nachdenken:

    . "Mit dem Bus wurde ich nach Berlin gefahren, und von dort kam ich nach Hamburg
    Nein, ich meine nicht den zweiten Teil des Satzes, der irgendwie unlogisch ist, wo er doch nach Berlin fuhr und nicht nach Hamburg und Berlin auch nicht bei Hamburg liegt. Da wre Potsdam nher. Nein, ich meine den ersten Teil des Satzes

    "Mit dem Bus wurde ich nach Berlin gefahren..."

    Er wurde also in den Bus gesetzt? Wer hat ihn denn in den Bus gesetzt? Offensichtich handelt es sich hier um eine zwangsangeordnete Reise.

    Vielleicht verhielt sich aber alles ein ganz klein wenig anders und vielleicht damit auch seine Eigenangaben aus Afghanistan:

    Vielleicht reiste er mit Flixbus, wie das die meisten der grenzberschreitenden Flchtlinge machen, nach Deutschland ein? Das klingt irgendwie wahrscheinlicher.

    Ein Flixbus-Ticket kostet nicht viel, es machen viele Flchtlinge und die Fahrten erfolgen regelmig. Es gibt Routen von und nach Sditalien, beispielsweise auch nach Milano, Routen von und nach sterreich und sogar in fernere osteuropische Lnder. Es sind Routen, die gerne genutzt werden.

    Aber erst mal weiter in der Geschichte:

    Im Juni, Juli sowie im Oktober und November 2017 fand er Arbeit als sogenannter Roomboy im Ibis Styles Hotel in Barmbek. Laut Stundenzettel hat er im Juni 36,5 Stunden, im Juli, Oktober und November noch einmal insgesamt 53 Stunden gearbeitet. Laut Arbeitsvertrag sollte er 8,84 Euro pro Stunde bekommen. Mit einer Leistungszulage, wenn er pro Stunde mehr als 3,5 Zimmer schafft, kme er sogar auf zehn Euro pro Stunde. Nils Gerke betreut Ahmed, der in einem Containerdorf an der Kollaustrae wohnt. "Als Ahmed mir erzhlte, dass er immer wieder vertrstet worden ist, wenn er nach seinem Lohn gefragt hat, bin ich natrlich eingeschritten", sagt Gerke, der auch bei Behrdengngen hilft. Er hat nach seinem Telefonat immerhin erreicht, dass Ahmed jetzt seinen Lohn fr die Arbeit im Oktober und November ausbezahlt bekommen hat. "Aber rund 320 Euro fr geleistete Arbeit sind noch offen", sagt Gerke.
    Und noch einmal weiter. Hier liest man das erste Mal von Menschen ohne gesicherten Aufenthalt. Und die arbeiten? Schwarz?


    Klage vor dem Arbeitsgericht

    "In unserer Anlaufstelle fr Menschen ohne gesicherten Aufenthalt kennen wir hnliche Flle und klagen den ausstehenden Lohn fr die Kollegen notfalls vor dem Arbeitsgericht ein", sagt Emilija Mitrovic vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Dort gibt es mit MigrAr eine Fachstelle fr Migration und Vielfalt.
    Das Aha-Erlebnis folgt auf dem Fue. Man liest hier aber nicht etwa anklagend von Steuerhinterziehung, Sozialbetrug oder Schwarzarbeit, sondern dieses:

    "Vor allem die rechtlose Lage der Menschen ohne Arbeitspapiere wird von Arbeitgebern oft schamlos ausgenutzt", sagt Mitrovic. Sie erzhlt von einer Reifenlagerfirma, die einen Arbeiter aus Benin eingestellt hat mit dem Wissen, dass dieser keine Aufenthaltspapiere fr Deutschland hatte – und somit auch keine Arbeitserlaubnis. "Die Firma lie diesen Mann mehrere Wochen fr einen vereinbarten Lohn von 8,50 Euro die Stunde insgesamt 56 Stunden arbeiten und zahlte dann den ausstehenden Lohn von 476 Euro nicht aus", sagt Mitrovic. Die Begrndung lautete, der Arbeiter habe ja keine Arbeitserlaubnis, also drfe man den Lohn gar nicht auszahlen. Erst nach der Intervention von MigrAr habe der Betroffene den Lohn erhalten.
    Es gibt also unzhlige Menschen in sozusagen rechtloser Lage, weil sie keine Arbeitspapiere und keine Arbeitserlaubnis haben. Wie wird der Lohn und das Arbeitsverhltnis dann behandelt? Immerhin erhalten diese Flchtlinge ja Sozialleistungen, je nachdem also entweder Leistungen nach dem AsylBG oder Leistungen der Sozialhilfe oder Hartz-IV. Und zudem diese eklatante Schwarzarbeit?

    Der Artikel macht sich darber keine weiteren Gedanken, eher darum, wie man den Menschen zu ihrem Recht verhelfen kann, wozu offensichtlich auch gehrt, dieses Geld fr sich behalten zu knnen unabhngig davon, dass dieses aus nicht erlaubter und krimineller Handlung resultiert und zudem mindestens mit den erhaltenen Sozialleistungen verrechnet werden mte. Aber Pustekuchen:

    Es gibt eine Servicestelle

    "Es gibt leider noch keine Statistiken fr diesen Bereich", sagt Mitrovic, "wir haben jedoch eine Reihe von Anfragen von Geflchteten." Insgesamt habe MigrAr seit Bestehen etwa 400 Anfragen bearbeitet und rund 100.000 Euro ausstehenden Lohn mit auergerichtlichen und gerichtlichen Verfahren erstritten. Seit dem 1. Februar gibt es bei der Servicestelle auch ein neues Projekt mit dem Namen "Faire Integration von Geflchteten". Dort werde auch eine Beratung durch einen Arabisch sprechenden Kollegen angeboten, sagt Mi.trovic. Sie glaubt, dass es eine "hohe Dunkelziffer" von Fllen gibt, die nicht zur Anzeige kommen. "Aus Angst und Unkenntnis. Oft haben die Menschen einen prekren Aufenthaltsstatus und wollen deshalb den Arbeitsplatz nicht gefhrden. Sie kennen die Rechtslage hufig nicht und sind entsprechend bereit, schlechtere Konditionen zu akzeptieren. Gewerkschaften sind fr sie noch nicht als Interessenvertretung bekannt. Und dazu kommt oft auch noch die allgemeine Angst vor staatlichen Institutionen aus den Erfahrungen aus ihrem Herkunftsland."

    Ihr Rat fr diese Menschen? "Sie sollten sich auf jeden Fall die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und den Arbeitsort in einem Arbeitszeitkalender notieren. Und auch die Auszahlung von Lohn sollte notiert werden, falls diese mit Bargeld geschieht." Wichtig sei es auch, Zeugen benennen zu knnen. "Also Namen und Telefonnummern von Kollegen notieren." Hotel hatte Probleme mit dem Dienstleister

    Ahmed hat sowohl eine Aufenthaltsgestattung als auch eine Arbeitserlaubnis, die von der Auslnderbehrde gerade bis Dezember 2019 verlngert worden ist. Er kennt noch drei weitere Mnner, die ebenfalls kein Geld fr ihre Arbeit im Ibis-Hotel bekommen haben. Wie kann das sein?
    "Bei uns luft alles korrekt ab", sagt Harald Uchtmann, Geschftsfhrer der Hoteldienstleistungsgesellschaft (HDG) Servico. Und in diesem Fall? "Hier ist es so, dass wir erst ab 1. Juli quasi ber Nacht in den Vertrag mit dem Ibis-Hotel eingestiegen sind, weil es wohl erhebliche Probleme mit dem Vordienstleister gegeben hat", sagt Uchtmann. Das besttigt auch Sebastian Horn. "Wir haben den Dienstleister aus Qualittsgrnden kurzfristig zum 1. Juli gewechselt, seitdem gibt es keine Pro.bleme mehr", sagt der Ibis-Hoteldirektor. Fr rund 48 Stunden im Oktober und November hat Ahmed von Servico 506,65 Euro brutto bekommen.
    "Ich finde es wichtig, diese Geschichte zu erzhlen", sagt Ahmed, "damit nicht auch andere Menschen ausgenutzt werden, die ihre Heimat aus Todesangst verlassen mussten und hier in Deutschland Arbeit gefunden haben." Sein grter Wunsch ist es, in Deutschland als Lkw- oder Busfahrer zu arbeiten. "Schlielich habe ich diesen Beruf sieben Jahre lang in Afghanistan ausgebt."
    https://www.abendblatt.de/hamburg/ar...uer-Ahmed.html
    Gendert von Turmfalke (03.02.2018 um 20:32 Uhr)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Eine Geschichte der besonderen Art: Unternehmen zahlen Flchtlingen fr ihre Arbeit keinen Lohn

    Vor zwei Jahren hat ihn sein Vater fr 5000 Dollar von den Taliban freigekauft und dann in Kandahar ins Flugzeug nach Teheran gesetzt.
    Dort war er also in Sicherheit. Sprache, Religion und Kultur hnlich wie in Afghanistan und eine sehr groe afghanische Community im Iran htten ihm das Leben ertrglich gemacht. Aber nein......


    Von Teheran ging es mit dem Bus zur trkischen Grenze
    Aha, die Trkei. Ein sicheres Land, wie der Iran und auch islamisch. Aber auch das reicht nicht......


    .....von dort gelangte er ber Griechenland

    Ein weiteres, sicheres Land aber finanziell eben nicht sonderlich lukrativ

    ......Bulgarien nach sterreich.

    Eine etwas seltsame Tour. Von Griechenland ber Bulgarien aber auch Bulgarien ist sicher und sterreich ist schon fast das Paradies, aber eben nur fast...........



    "Mit dem Bus wurde ich nach Berlin gefahren, und von dort kam ich nach Hamburg ", erzhlt Ahmed.

    Endlich dort, wohin ihn die Schlepper haben wollten. Die naiven Dummkpfe aus Afghanistan, Steinzeit-Muslime, die ihre radikalen Einstellungen nicht an der Grenze abgeben und sich hier benehmen, wie die ersten Menschen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Eine Geschichte der besonderen Art: Unternehmen zahlen Flchtlingen fr ihre Arbeit keinen Lohn

    Vor zwei Jahren hat ihn sein Vater fr 5000 Dollar von den Taliban freigekauft und dann in Kandahar ins Flugzeug nach Teheran gesetzt.
    So stelle ich mir Armut vor! Da ist es doch kein Wunder, wenn Asylanten ber unsere unzumutbaren sozialen Bedingungen klagen. Dafr htte man nicht zu kommen brauchen.
    Zuhause hatte man mehr!?
    Einigkeit und Recht und Freiheit fr das deutsche Vaterland

  4. #4
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    AW: Eine Geschichte der besonderen Art: Unternehmen zahlen Flchtlingen fr ihre Arbeit keinen Lohn

    Auerdem stimmt die Geschichte nicht, dass er fr die Amerikaner gearbeitet hat. Die haben nmlich fr ihre afghanischen Mitarbeiter gesorgt und ihnen gestattet in die USA zu gehen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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