Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1
    Registriert seit
    25.04.2011
    Beitrge
    20.994


    Did you find this post helpful? Yes | No

    Flchtling aus Eritrea sieht etliche Hrden bei der Integration

    Er wre lieber in Eritrea:

    Flchtling aus Eritrea sieht etliche Hrden bei der Integration
    ELTVILLE - Am liebsten wre Teklesenbet Fishatsien jetzt bei seiner Familie in Eritrea. Doch in seinem autoritr regierten Heimatland wrde dem 22-Jhrigen ein Militrdienst blhen, der mit dem Dienst in der deutschen Bundeswehr wenig gemein hat: Verpflichtung auf unbestimmte Zeit, keine Verweigerungsmglichkeit,
    Trotzdem scheinen diese Eritreeer in Massen im Heimatland Urlaub zu machen, siehe dieser Link auf einen Artikel der Basler Zeitung und die Leserbriefspalte:

    https://mobile2.bazonline.ch/article...00001/comments

    geringe Besoldung und keine Mglichkeit auf ein geregeltes Familienleben die Menschenrechtsorganisation Amnesty International listet diesen Dienst unter dem Punkt Zwangsarbeit auf. In Deutschland geniet er deshalb vollen Flchtlingsschutz fr drei Jahre mit dem Recht zu arbeiten. Als er im Sommer 2015 in Deutschland ankam, wollte er Tischler werden. Whrend eines Praktikums in einer Schreinerei zeigte er dem Lehrmeister, dass er das ntige handwerkliche Geschick besitzt.
    Auch er kam brigens 2015 in Deutschland an.

    Die Sprache erweist sich als eine Hrde
    Doch seine anfngliche Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz, den Besuch einer Berufsschule und damit auf ein geregeltes Einkommen hat er mittlerweile vollstndig aufgegeben er tut sich zu schwer mit der deutschen Sprache.
    Den Besuch der Berufsschule hat er also aufgegeben. Aber immerhin hat er eine eigene Wohnung:

    Teklesenbet wohnt seit einem Jahr alleine in einer Einzimmerwohnung in Eltville, hat keinen Kontakt zu gleichaltrigen Deutschen und ist erst krzlich durch die Abschlussprfung seines B1-Sprachkurses gefallen.
    Logisch, dass er keinen Kontakt mit Deutschen hat, wenn er die Berufsschule geschmissen hat. Dass er allerdings seine Abschlussprfung im Deutschkurs auf B 1 - Niveau nicht besteht, ist schon eine regelrechte Glanzleistung. Das B 1- Niveau ist Anfngerniveau und von jedem zu schaffen, auch den Personen, die ber weniger freie Zeit verfgen als dieser Eritreer.

    Einen weiteren Sprachkurs will er schon gar nicht mehr besuchen, kann man staunend lesen:

    Auf das Ergebnis seines zweiten Versuchs wartet er zwar noch, doch steht fr Teklesenbet schon jetzt fest: Am liebsten will ich arbeiten, keinen weiteren Sprachkurs besuchen. Lieber Aushilfsjob als Ausbildung. Raus aus der Wohnung und etwas anpacken.
    Seine Flchtlingspatin sieht ihn dennoch, obwohl er die Berufsschule verlassen hat und sich so wenig angestrengt hat, dass er den Anfngerkurs in Deutsch nicht bestand und nun auch keinen weitern Kurs besuchen mchte, als motivierten Flchtling.

    Dabei habe es bei Teklesenbet nicht wie bei manch anderem Flchtling an der ntigen Motivation und Eigeninitiative gefehlt, sagt Marion Berg, die ihn seit seiner Ankunft im Rheingau ehrenamtlich betreut. Vielmehr sei er mit der Zeit resigniert.
    Sie sieht ohne Deutschkenntnisse zwar keine berufliche Perspektive fr den Eritreer, fr sein Scheitern beim Spracherwerb sieht sie ihn jedoch nicht in der Verantwortung.

    Sie sieht fr ihren Schtzling keine berufliche Perspektive, wenn er nicht besser Deutsch lernt. Grundstzlich sind Flchtlinge verpflichtet, an Integrationskursen teilzunehmen. Wer kein Englisch kann, hat es aber sehr schwer, sagt die 62-Jhrige. Der berwiegende Teil bestehe die Abschlussprfung im ersten Anlauf nicht 80 Prozent schtzt sie. Und das sei angesichts der derzeitigen Situation nachvollziehbar.
    Denn:

    Denn auerhalb des Unterrichts seien Flchtlinge meist, so auch Teklesenbet, beim Erlernen der Sprache auf sich allein gestellt. Es braucht eine Begleitperson, die beim Deutschlernen hilft, sagt sie.
    Wobei das Argument in diesem Fall keines ist, denn der Eritreer hat ja sie, die Flchtlingspatin. (Ich frage mich auerdem, wie andere den Spracherwerb meistern ohne 1:1 Betreuung nach dem Unterricht)

    Ihrer Meinung nach sollen Schler Nachhilfe geben. Nur, werden sie auch bezahlt oder geht die Dame hier von unentgeltlicher Hilfestellung aus? Oder geht sie davon aus, dass die Flchtlinge von ihren 150,-- Euro Taschengeld Nachhilfe in Deutsch bezahlen werden?

    Doch selbst einen Kursplatz zu ergattern, sei ihrer Erfahrung nach fr Flchtlinge ohne fremde Hilfe nicht zu leisten, sagt Berg. Dem Bundesamt fr Migration und Flchtlinge (BAMF) zufolge mussten Flchtlinge Ende 2017 ab ihrer Anmeldung im Schnitt zwlfeinhalb Monate auf einen Kursplatz warten. Einem Sprecher des BAMF zufolge sei es Ziel, jedem Bewerber binnen sechs Wochen einen Platz zu verschaffen, was aktuell nur bei 44 Prozent der Flchtlinge gelinge.
    Welch ein Argument! Er, der Eitreer hatte doch einen Sprachkurs. Sein Scheitern ist also nicht durch das Fehlen eines Sprachkurses bedingt.

    Er habe ein Jahr auf den Sprachkurs gewartet und sei deshalb beim Sprachkurs gescheitert, so ihre Argumentation.

    Nicht so bei Teklesenbet: Er musste ber ein Jahr auf seinen Kurs warten. Es bruchte ein Portal, um zu sehen, wo es freie Pltze gibt, schlgt Berg fr den Rheingau-Taunus-Kreis vor. Stattdessen werde jedem Flchtling von der Volkshochschule (VHS), der ersten Anlaufstelle, eine Liste in die Hand gedrckt, auf der zahlreiche Kursanbieter vermerkt seien ohne dass ersichtlich wre, wo es noch freie Pltze gebe. Es brauche eine Stelle, die mehr koordiniert.
    Und nun meint der Rheingau-Taunus-Kreis gar noch, die Aussagen der Flchtlingspatin seien Lge. Es gbe mehrere Termine und sogar eine Beratung. Ja, vielleicht wollte ihr Eritreer von Anfang an nicht so recht einen Sprachkurs besuchen?

    Der Rheingau-Taunus-Kreis schtzt die Lage anders ein. Eine Sprecherin des Kreises teilte auf Anfrage mit, dass die VHS in Taunusstein und den Auenstellen in Idstein und Oestrich-Winkel grundstzlich mehrere Termine zur Beratung und Anmeldung zu Integrationskursen anbiete. Aufgrund der vielen Interessenten knne es derzeit aber zu lngeren Wartezeiten kommen. Eine direkte Rcksprache mit der VHS war bisher nicht mglich.
    Trotzdem behauptet die Flchtlingspatin, Kursbcher mten selbst gekauft werden. Eigentlich nicht ganz glaubhaft, weil dieser Erwerb sptestens von staatlichen Stellen erstattet worden wre. Aber sie bemht sich selbst die Nichtnutzung von Sprach-CDs der deutschen Gesellschaft anzulasten und tut so, als ob Flchtlinge keine Computer bzw. Laptops htten und natrlich auch keinen kostenlosen Zugang zu den Bchereien mit ihren PCs.

    Es sei auch eine Zumutung, findet sie, dass eventuell anfallende Fahrtkosten erst einmal in Vorkasse bezahlt werden mten, auch dies keinewegs blich, sofern diese Aussage wenigstens stimmt. In Vorkasse mssen auch andere treten und auerdem erhalten Flchtlinge zumeist ein Monatsticket umsonst. Ferner ist es auch ein wenig unglaubwrdig, dass es in Eltville nicht in fulufiger Nhe einen Sprachkursus gibt.

    Ein weiteres Problem ist aus Bergs Sicht, dass Kursbcher selbst gekauft werden mssten, und beiliegende Sprach-CDs oft gar nicht genutzt wrden. Die meisten Flchtlinge htten schlicht keinen Zugang zu einem CD-Player. Wenn die Fahrkarten zur Fahrt zum Kursort im Nachhinein bezuschusst wrden, mssten Flchtlinge in Vorkasse treten. Erst am Ende des Kurses knnte die Fahrkarte zur Erstattung eingereicht werden.
    Die folgende Aussage halte ich fr glatte Lge. Es wird behauptet, man msse zum Spracherwerb von Eltville nach Wiesbaden fahren und eine solche Fahrkarte, fr den Sprachkurs erworben, sei teurer als ein Jahresticket fr das gesamte Bundesland Hessen.

    Marion Berg: Unntiger Verwaltungsaufwand
    Einerseits sei dies sinnvoll, da so ein Anreiz zur Teilnahme geschaffen wrde, andererseits eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung der Flchtlinge und aus Verwaltungssicht unwirtschaftlich: Die drei Monatstickets, die Teklesenbet braucht, um von Eltville nach Wiesbaden zum Sprachkurs zu kommen, kosten mehr als ein Hessenticket fr das gesamte Jahr. Und die durch ein solches Ticket gewonnene Bewegungsfreiheit erleichtere die Integration ungemein, meint Marion Berg.
    http://www.wiesbadener-tagblatt.de/l...n_18433313.htm

    Mchte sie mit diesem Argument etwa ein kostenloses Jahresticket fr das Bundesland Hessen fr die Flchtlinge erwirken?
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
    Registriert seit
    13.07.2010
    Beitrge
    33.812


    1 out of 1 members found this post helpful. Did you find this post helpful? Yes | No

    AW: Flchtling aus Eritrea sieht etliche Hrden bei der Integration

    Denn auerhalb des Unterrichts seien Flchtlinge meist, so auch Teklesenbet, beim Erlernen der Sprache auf sich allein gestellt. „Es braucht eine Begleitperson, die beim Deutschlernen hilft“, sagt sie.

    berall leben doch diese Frusttanten von der SPD oder den Grnen. Warum zeigen die eigentlich so wenig Initiative?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gste: 1)

hnliche Themen

  1. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21.09.2017, 09:11
  2. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 22.05.2017, 17:38
  3. Jeder dritte Flchtling bricht Integration ab
    Von Turmfalke im Forum Deutschland
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 09.04.2017, 09:55
  4. Flchtling, Flchtling ber alles? Die Stimmung kippt
    Von dietmar im Forum Deutschland
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 22.09.2015, 04:40

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhnge hochladen: Nein
  • Beitrge bearbeiten: Nein
  •