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    Rauch woanders, ich faste - Das Ramadan-Blutbad von Oldenburg

    Wer meint, solche Straftaten habe es schon frher in Deutschland gegeben, ist naiv. Wer gar noch meint, diese Straftaten nhmen nicht zu oder betrfen in mittelbarer Zukunft nicht auch die Deutschen, trumt.

    Das Ramadan-Blutbad von Oldenburg ein Prozessbericht

    Wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall hat das Landgericht Oldenburg am 21. Dezember den 22-jhrigen Syrer Helal Hadi zu lebenslanger Haft verurteilt.
    Helal Hadi hatte am 31. Mai 2017 kurz vor 18 Uhr in der Oldenburger Fugngerzone vor den Augen zahlreicher Passanten darunter viele Kinder den 33-jhrigen syrischen Kurden Abdul Hanan Jakub mit dem Messer regelrecht aufgeschlitzt. Jakub hinterlie seine Ehefrau, die zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war, und zwei Kinder im Alter von sechs und zehn Jahren. Der Vorfall schockierte die Oldenburger Bevlkerung.
    Helal Hadi stach dreimal auf Jakub ein. Mit dem ersten Stich zerschnitt er seinem Opfer das Gesicht bis zum Schdelknochen. Den zweiten Stich setzte er unter der linken Brustwarze durch die Rippen ins Herz und zog das Messer von dort nach unten. Der dritte Stich traf von der Seite die Lunge. Die Obduktion ergab, dass sowohl der zweite als auch der dritte Stich fr sich genommen bereits tdlich gewesen wren und dass das Opfer auch dann verstorben wre, wenn es sofort ins Krankenhaus eingeliefert worden wre.
    Der Tathergang

    Das Gericht hat keinerlei Schwierigkeiten, den Tathergang zu rekonstruieren. Dabei helfen neben den zahlreichen Zeugenaussagen auch Videoaufnahmen, die zu Beginn des Prozesses gezeigt werden. Auf dem Film einer von der Polizei fest installierten berwachungskamera ist zu sehen, wie sich mehrere Personen treffen und dann zwei von ihnen im Streit die Kpfe aneinanderdrcken. Dass diese Szene auf Video aufgezeichnet wurde, ist ein groer Zufall: Die Kamera ist die einzige, die es im Groraum Oldenburg gibt. Zudem liefert sie aus Grnden des Datenschutzes nur unscharfe Bilder.
    Zur Beweisaufnahme greift das Gericht auch auf die Videoaufzeichnungen der Drogeriemrkte Mller und dm zurck. Die sind zwar auf den Eingangsbereich der Filialen gerichtet, zeigen aber auch ein kleines Stck der Strae. Der Richter kann darauf erkennen, wann dort die Beine des Opfers und des Tters zu sehen sind.
    Der Tathergang stellt sich so dar: Gegen 17.50 Uhr trafen sich die spteren Kontrahenten und mehrere andere Personen Syrer und Libanesen am Oldenburger Lappan. Der Lappan ist ein zentraler Ort der Innenstadt, wo die Fugngerzone an einen Busbahnhof grenzt, und ein beliebter Treffpunkt arabischer mnnlicher Migranten; wenige Wochen nach der Tat, um die es hier geht, verletzte dort ein Marokkaner einen Landsmann lebensgefhrlich mit einer Glasscherbe.
    Der Streit, der zur Ttung von Jakub fhrte, begann so: Der sptere Totschlger Helal Hadi, ein syrischer Asylbewerber, sagte zu einem Libanesen, der eine Zigarette rauchte: Rauch woanders, ich faste. Helal Hadi bezog sich dabei auf das fr Muslime obligatorische Fasten am Ramadan. Der Raucher entgegnete, dass er rauchen knne, wo er wolle. Das sptere Opfer, der 33-jhrige syrische Kurde Abdul Hanan Jakub, griff in die Diskussion ein; nun gerieten er und Hadi aneinander, und der Konflikt spielte sich von jetzt an nur noch zwischen den beiden ab. Zunchst gab es einen Faustkampf, in dessen Zuge Hadi zu Boden ging und das T-Shirt von Jakub zerrissen wurde. Mehrere Mnner aus der Gruppe der Syrer und Libanesen trennten die beiden voneinander.


    Eine Frau, die zu diesem Zeitpunkt in einem Eiscaf in der Nhe des Geschehens sa, beobachtete den Streit. Sie kannte Helal Hadi, weil sie als Dolmetscherin und Sozialarbeiterin in dessen Asylunterkunft arbeitet. Sie rief ihn von ihrem Platz aus zu sich und mahnte ihn mit den Worten Helal, es ist Ramadan, sei friedlich! zum Frieden. Helal Hadi machte auf sie einen gefassten Eindruck und sprach sie mit ihrem Kosenamen an: Ja, Tantchen. (Sie sei fr Helal und andere Asylbewerber wie eine Mutter, erklrte sie dem Gericht).
    Die Frau erwartete zu diesem Zeitpunkt, dass der Streit tatschlich zu Ende sei. Jakub hatte sich vom Lappan entfernt und war weiter Richtung Innenstadt gegangen. Hadi folgte ihm in einigem Abstand. 50 Meter vom Ort des ersten Streits entfernt und weniger als zehn Minuten nach dem ersten Streit trafen die beiden vor der Filiale von C&A und der Drogerie Mller erneut aufeinander. Helal Hadi wollte die Prgelei fortsetzen. Abdul Jakub lehnte dies ab; er wolle sich nicht prgeln, auerdem msse er zu C&A, um sich ein neues T-Shirt zu kaufen. Helal Hadi zog eines der beiden Shirts, die er bereinander trug, aus, und hielt es Jakub hin. Dieser versetzte Hadi darauf einen weiteren Faustschlag, der Hadi erneut zu Boden warf. Wiederum griffen mehrere der Syrer und Libanesen ein, um eine Eskalation zu verhindern. Ein Mann hielt Hadi mehrere Minuten fest, solange, bis dieser ihm glaubhaft versicherte, er werde sich nicht weiter schlagen. Als er ihn loslie, folgte Hadi Jakub, der sich bereits abgewandt hatte und den Ort der Schlgerei verlassen wollte.


    Hadi fhrte ein Klappmesser mit arretierbarer Klinge mit sich, das er angeblich zum Obst schneiden besa. Als Hadi Jakub eingeholt hatte, alarmierte jemand womglich auch der Tter selbst Jakub mit einem Ruf. Jakub drehte sich um; ehe er die Arme zum Schutz htte emporheben knnen, hatte Hadi ihm bereits das Gesicht mit dem Messer zerschnitten. Laut Zeugen fasste Jakub sich ans Gesicht und blickte unglubig auf das Blut, das sich von dort ergoss. Davon benommen, unternahm er keine Anstalten, sich gegen die weiteren Messerstreiche zu wehren. Der Richter spricht von einer groen Dynamik der Situation, Zeugen berichten, die Messerstiche seien ihnen wie eine Art Tanz vorgekommen. Ein Mann versuchte, Erste Hilfe zu leisten und die Blutungen zu stoppen. Es seien aber zu viele Verletzungen gewesen, sagt er aus. Das Opfer habe versucht, zu sprechen; beim Versuch, zu atmen, sei aus der Wunde Blut, mit Luft gemischt gekommen, dann sei es aus gewesen.


    Helal Hadi flchtete unterdessen zusammen mit seinem Freund und bergab diesem dabei das Messer. Sie rannten Richtung Polizeiwache und stiegen dort in einen Bus. Die Kamera im Bus zeigt Hadi, wie er telefoniert und dabei gefasst wirkt.
    Der Busfahrer, der das Blut an Hadis Hand bemerkt hatte, tuschte eine Panne vor und stieg aus, um mit seinem Mobiltelefon die Polizei zu rufen. Hadi und sein Freund durchschauten den Trick und flohen zu Fu. Bald darauf wurden sie von der Polizei gefasst. Hadis Freund wurde auf freien Fu gesetzt, gegen Hadi Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Als ein hoher Justizbeamter Hadi erffnete, dass Jakub gestorben sei, habe Hadi gelchelt, so der Beamte.
    Kiffverbot am Ramadan

    Hadis Kumpan, der mit ihm zusammen vom Tatort flchtete, sagt vor Gericht aus, dass Hadi gewohnheitsmig enorme Mengen Alkohol und Cannabis konsumiert habe. Er habe sich jeden zweiten Tag bei Lidl zwei Liter Wodka gekauft, den er dann mit drei bis vier anderen Personen verzehrt habe. Auch sei Hadi am Tag der Tat sehr reizbar gewesen, da er wegen des Ramadan nicht habe kiffen drfen. Wenn ich kein Hasch habe, habe ich auch keine Geduld, so der Zeuge. Kein anderer Zeuge hat Hadi je mit Alkohol gesehen. Hadis damalige Freundin sagt aus, in dessen Wohnung, in der sie oft gewesen sei, habe es zu hundert Prozent keinen Alkohol gegeben. Er habe lediglich Marihuana geraucht, dies habe aber keinen Einfluss auf sein Verhalten gehabt, so dass sie sich gefragt habe, warum er das berhaupt macht. Hadi habe den Ramadan gehalten; das sei ihm nicht schwer gefallen, da er es ja von Kind an gewhnt gewesen sei.
    Mehrere Zeugen sagen aus, dass sie den Eindruck gehabt htten, dass zwischen Tter und Opfer schon lnger ein Streit geschwelt habe. Aus welchem Grund, kann das Gericht nicht klren. Der Richter fragt zahlreiche Zeugen, ob es um eine Frau, um Drogen oder um Schulden gegangen sein knnte. Das kann oder will aber niemand besttigen.


    Whrend des Prozesses taucht unerwartet die Frage auf, ob Hadi berhaupt Syrer ist. Anlass ist ein Tumult im Gerichtssaal. Hadi und drei Zuhrer Angehrige des Opfers springen whrend einer Zeugenbefragung pltzlich und fast gleichzeitig auf und schreien einander auf Arabisch an. Der Richter und die anwesenden Justizwachtmeister fordern sie schreiend auf, sofort still zu sein; acht weitere Justizwachtmeister strmen in den Saal, um die Ordnung wiederherzustellen. Der Richter lsst den Angeklagten und die Nebenklgerin die Frau des Opfers aus dem Saal geleiten. Dann nimmt er die Personalien der Strer im Publikum auf und verhngt Ordnungsgelder sowie Platzverweise gegen sie.
    Tter in Wahrheit Marokkaner?

    Als der Prozess nach einer guten halben Stunde fortgesetzt werden kann, fragt der Richter die Dolmetscherin, was die Strer eigentlich geschrien htten. Die Dolmetscherin sagt, sie htten zum Angeklagten geschrien: Wieso sprichst du Marokkanisch? Sie fgt ungefragt und mit einem Kopfnicken hinzu, dass der Angeklagte tatschlich mit marokkanischem Akzent spreche.
    Kurz darauf ist Pause. Ein Journalist der Lokalpresse spricht mich an: ob ich auch von der Presse sei. Ich frage ihn, ob er den gesamten Prozess beobachte. Nein, sagt er, es wiederholt sich ja immer, das wrde die Leser langweilen. Ich: Aber dass wir gerade gehrt haben, dass der Angeklagte Marokkanisch spricht, ist doch interessant, oder? Er: Wieso? Ich: Laut Akten ist der Angeklagte doch Syrer. Warum spricht er dann mit marokkanischem Akzent? Der Kollege: Von mir aus kann er Italienisch sprechen, ist mir doch egal!
    Dem Richter ist es nicht egal. Zufllig wird nach der Pause jener Dolmetscher befragt, der auf der Polizeiwache bersetzt hat, als Hadi zum ersten Mal verhrt wurde. Der Richter erzhlt, dass gerade jemand gesagt habe, Hadi spreche Marokkanisch, und fragt, was er als Dolmetscher dazu meine. Aus seiner Erfahrung mit syrischen Flchtlingen, so der Dolmetscher, wisse er, dass in Syrien viele Dialekte gesprochen wrden, nicht nur einer. Ist es mglich, dass Helal aus Latakia stammt?, fragt der Richter. Das ist mglich, antwortet der Dolmetscher. Falls es anders ist, wird es der deutsche Staat wohl nie erfahren.
    Polizeibekannt, aber nicht vorbestraft

    Unter den vor Gericht verlesenen Dokumenten ist Helal Hadis Auszug aus dem Bundeszentralregister. Demnach hat Helal Hadi schon frher in Deutschland Straftaten begangen, unter anderem Sachbeschdigung und Diebstahl. Alle Verfahren sind wegen Geringfgigkeit eingestellt worden.
    Zudem wird ein Entschuldigungsbrief verlesen, den Hadis erster Pflichtverteidiger an die Anwltin der Nebenklgerin geschickt hat. Eine zu Trnen rhrende Bitte um Entschuldigung, verfasst in einem hochgestochenen Deutsch, wie man es in den letzten hundert Jahren nur noch selten hrt. Auf Arabisch liegt das angebliche Schreiben nicht vor.
    Jedem verstndigen Menschen muss klar sein, dass der Tter diesen Brief nicht nur nicht geschrieben, sondern nicht einmal daran mitgewirkt hat. Es ist ein Brief, den Anwlte offenbar immer in der Schublade haben und im Namen jedes Mandanten verschicken, der des Mordes angeklagt ist. Das gibt dann wahrscheinlich oft zwei Jahre weniger.
    Tatschlich fhrt nicht nur der Verteidiger, sondern auch der Oberstaatsanwalt der streckenweise wie ein Verteidiger klingt die Entschuldigung spter als schuldmindernd an. Wie aufrichtig die Entschuldigung in Wahrheit ist, kann der Leser daran ermessen, dass Helal Hadi seine Verachtung fr das Gericht und die Nebenklgerin dadurch zum Ausdruck bringt, dass er stets in Sportkleidung erscheint, an einem Verhandlungstag etwa im Trikot von Borussia Dortmund.


    http://www.achgut.com/artikel/das_ra...prozessbericht

    - - - Aktualisiert oder hinzugefgt- - - -

    Der psychologische Sachverstndige sieht den Angeklagten als „voll schuldfhig“. Er habe sich „auf die Situation eingestellt“, eine „Eskalation“ sei das Ziel gewesen. Sein Bewusstsein sei weder durch Betubungsmittel noch durch Entzugserscheinungen beeintrchtigt gewesen – eine „Ramadanreizbarkeit“ sei nicht festzustellen gewesen. Laut den Zeugen war sein Verhalten vor der Tat „unauffllig“, er sei „stabil und ausgeglichen“ gewesen. Whrend der gesamten Tat und im Anschluss daran habe er sich „situativ umorientieren“ knnen. Er habe nicht das Verhalten eines Psychopathen gezeigt, etwa ein Festhalten am Tatort. Welche „belastenden Erfahrungen“ er gemacht habe, bevor er nach Deutschland gekommen sei, wisse man nicht; er habe aber an einem Sprachkurs teilgenommen und spreche „gut Deutsch“. „Seine Zukunftsperspektiven waren relativ gut“, so der Sachverstndige.
    Staatsanwalt: Kein Mord

    Der Oberstaatsanwalt fordert 13 Jahre Haft wegen Totschlags. „Nur in ganz besonderen Ausnahmefllen“ sei eine Ttung „so verwerflich“, dass sie als Mord einzustufen sei. Die Mordmerkmale „Heimtcke“ und „niedere Beweggrnde“ lieen sich nicht beweisen. Man knne nicht einmal definieren, was eigentlich ein „niederer Beweggrund“ sei, so der Oberstaatsanwalt. Man knne sich nur „an der Kasuistik des Bundesgerichtshofs orientieren“. Dieser habe etwa entschieden, dass es ein niederer Beweggrund sei, wenn jemand „einen Neugeborenen ber einen Zaun in einen Fluss wirft, weil er ein unbeschwertes Leben genieen will“. Damit habe der vorliegende Fall nichts gemein, so der Oberstaatsanwalt.
    Schuldmindernd sei zu werten, dass das Tatopfer den „Impuls gesetzt“ habe: Dass das Opfer den Tter geschlagen habe, als dieser ihm gerade sein Shirt gereicht habe, sei „zumindest unsportlich“ gewesen. „Der Angeklagte ist in dieser Situation aufgekocht.“ Es gebe also keine niederen Beweggrnde. Auch habe der Angeklagte „keine Wehrlosigkeit ausgenutzt“. Da das Opfer „aus demselben Kulturkreis“ komme wie der Angeklagte, „wird er gewusst haben, dass die Konfrontation noch nicht zu Ende ist“.
    Er htte sich nicht umdrehen und weggehen drfen, er htte mit weiteren Angriffen „rechnen mssen“, folglich sei es „kein Heimtckemord“. Dem Angeklagten sei zugute zu halten, dass er sich „entschuldigt“ habe, „gestndig“ und „nicht vorbestraft“ sei. Nur „lssliche Snden“ habe er vor der Tat begangen. Der Oberstaatsanwalt schliet mit einem Ausdruck persnlichen Bedauerns ber die, die „Schutz suchen vor Mord und Totschlag und Elend in ihrer Heimat und ber die Balkanroute oder das Mittelmeer nach Deutschland kommen, nur, um sich hier Messer in den Bauch zu rammen. Dies ist nicht das erste, nicht das zweite, nicht das fnfte und nicht das zehnte Mal. Ich finde das erschreckend.“
    Die Verteidigung pldiert auf Totschlag und eine Strafe im „mittleren Bereich“. Als schuldmindernd will der Verteidiger gewertet wissen, dass Hadi nach Aussage eines Zeugen im Weglaufen vom Tatort dem Sterbenden noch „den Stinkefinger gezeigt“ habe. Dies beweise, dass er „nicht mit einem Taterfolg gerechnet“ habe, anderenfalls htte diese Geste ja „keinen Sinn“ gehabt.
    Er weist zudem darauf hin, dass die Auseinandersetzung „logisch“ gewesen sei: „In Syrien gibt es nach einer Schlgerei immer eine zweite.“ „Kulturelle Besonderheiten“ drften „nicht auer Acht gelassen“ werden, etwa die „kulturell bedingte Angst des Gesichtsverlustes“. Sein Mandant sei „noch nicht so lange in Deutschland“ und habe sich darum von „solchen Einflssen“ „noch nicht lsen“ knnen. Auch htten seine „Erlebnisse in Syrien“ zu einer „Persnlichkeitsvernderung“ gefhrt.
    Das Urteil

    Das Gericht verurteilt den Angeklagten wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. „Der 31. Mai ist ein trauriger Tag fr das Opfer und dessen Familie und er ist ein schwarzer Tag fr Oldenburg“, so der Vorsitzende. Er berichtet von der Angst vieler Zeugen: „Zeugen haben mich angerufen und gefragt, was sie vor Gericht tun mssen“, so gro sei ihre Angst vor einem Wiederhochkommen der Bilder. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Die Tat habe zu einer groen Verunsicherung gefhrt; viele Oldenburger wrden sich fragen, ob so etwas nun in der Fugngerzone fter passiere.

    Das Opfer habe „fr nichts“ sterben mssen. Es gehre „zur Freiheit unseres Landes“, die zu akzeptieren, die glauben, aber „auch die, die nicht glauben“. „Wer sagt, ich rauche, darf rauchen.“

    Der Angeklagte habe Zeugen vor der Tat „vorspielen“ knnen, er sei ruhig; er habe „smtliche Schnitte bewusst“ ausgefhrt. Die Rechtsmediziner htten beim Opfer keinerlei Abwehrverletzungen festgestellt, wie es sie gegeben htte, wenn Jakub schtzend die Hnde vor den Krper gehalten htte. Die Tat sei „nahe am Mord“, es fehle aber an Wissen ber die Motive. (Muslimische) Zeugen htten leider „ber den Hintergrund geschwiegen“ – „nicht zum ersten Mal“, so der Richter. Ein Zeuge habe gesagt, er knne nicht darber reden, da man sich „vor dem Islam schmen“ msse.

    Paragraf 212, Absatz 2 des Strafgesetzbuches – Totschlag in einem besonders schweren Fall – komme nur selten zur Anwendung, so der Richter. Das Strafma zeige, dass das Gericht die Tat einem Mord gleichstelle. Es war, so der Richter, „eine Form der Bestrafung“. Rund 25 Mordanklagen verhandle das Oldenburger Landgericht pro Jahr; dass es, wie in diesem Fall, 20 Augenzeugen gebe, sei sehr unblich. Die Tat trage „Zge einer Hinrichtung in der ffentlichkeit“. Junge Schler und Schlerinnen htten zusehen mssen, wie der Angeklagte das Opfer ersticht und ein Mensch stirbt. Die Anwesenheit so vieler Zeugen sei dem Angeklagten recht gewesen: „Die Menschen sollten sehen, dass er gewinnt.“
    Von den berregionalen Zeitungen hat nur „Bild“ ber die Tat und das Urteil berichtet. Der NDR brachte jeweils eine Kurzmeldung in den abendlichen Regionalnachrichten, die „Tagesschau“ berichtete gar nicht.
    Link wie oben
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Rauch woanders, ich faste - Das Ramadan-Blutbad von Oldenburg

    Der Orient in Deutschland.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Rauch woanders, ich faste - Das Ramadan-Blutbad von Oldenburg

    Danke an den Richter/Richterin die nicht nur ein "DU Du Du - sas solltest aber jetzt nimmer machen" ausgesprochen hat, sondern die Hchststrafe die das Gesetz hergibt: lebenslange freiheitsstrafe..

    Frher dachte ich mal Lebenslang bedeutet auch Lebenslang... Ab wann kann der frhestens weitermorden wenn er sich gut genug verstellt ?

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