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    Syrer: Eine Weihnachtsgeschichte der Welt voller Wunder

    Eine lange Geschichte mit einemBeispielfoto, das eine alte Frau zeigt, soll die Herzen für den Familiennachzug öffnen. Wie sich allerdings im Laufe dieser langen Geschichte - solche Geschichten sind immer lang - zeigt, ist sie voller Wunder.

    Deshalb einmal untypisch die Leserbriefe zuerst, denn sie ersparen das Zitat weiter Textteile und dem Leser die Aufmerksamkeit, die er dann eher auf die Schnörkel und Verzierungen dieser Geschichte verwenden kann.

    Frohe Botschaft also!

    Dem Wunder kamen Leser auf die Schliche, den Ungereimtheiten auch:

    Andreas A.
    Da hat also der älteste Sohn seine noch älteren Brüder in Kobane gelassen. Der muss ja auch schon an die 90 sein und die Enkelin an die 70.
    Also wer da jetzt ganz gerührt ist kann eine Bürgschaft für den Klan übernehmen. Da haben dann auch noch seine Enkel was von.
    Warum reist die Enkelin nicht nach Griechenland? Zu einfach?
    Oder der ganze Jugendclub beteiligt sich dort am Wiederaufbau? Keine Lust?
    Manuel S.
    Hi was denn nun Ahmed der älteste Sohn, oder seine älteren Brüder und Schwestern leben noch in Kobane? Und wie die Hälfte der Familie flieht aus Kobane und die anderen leben da noch? Ist das jetzt schlimm da oder eher nicht?
    Ben B.
    Die Dame hat Kinder, die nicht mal 50 sind. Das hieße, dass sie mit um die 60 ohne medizinische Hilfeleistungen hochgesunde Kinder geboren hat. Ein medizinisches Wunder. Ich bin verblüfft.
    Angelika R.
    WO 17.3.2014
    Ihre Großmutter habe den Wunsch gehabt, bevor sie sterbe, noch einmal ihre fünf noch lebenden Kinder, die 34 Enkel und 53 Urenkel zu sehen, sagte Leilas Ali. Sie alle wohnten mittlerweile verstreut in verschiedenen norddeutschen Städten, einige bereits seit vielen Jahren: „Deshalb sind wir froh und glücklich, dass die Oma nun endlich bei uns ist.“
    Die Familie Ali in Holdorf sei sehr gut integriert und habe sich „hochgearbeitet“, berichtete Thomas Grünbaum von der Ausländerbehörde des Landkreises Vechta. Deshalb und aufgrund des hohen Alters der Frau werde auch niemand der Frage nachgehen, wie es sein könne, dass einige ihrer Kinder noch nicht einmal 50 Jahre alt seien. „In irgendeinem Verwandtschaftsverhältnis wird sie sicher stehen zu der in Deutschland lebenden Familie Ali.“
    Angelika R.
    Der letzte Satz würde im Jahr 2017 in keiner Zeitung mehr stehen. Aber schon 2014 wusste man, dass viel geflunkert wird um nach Deutschland zu kommen!
    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Ronald V.
    Zufälle gibt's.
    Im März 2014 ist offenbar eine 107-jährige Frau aus Syrien gleichen Namens in Düsseldorf gelandet, um mit ihrer Familie zusammen geführt zu werden.
    Interessant wäre, wie dieser Artikel entstanden ist. Das wäre eine echte Story.
    Heike S.
    Wenn die Oma 110 ist, ist die Enkelin ja auch schon um die 70!
    Olli F.
    Dankeschön. Die Geschichte gibt mir den Glauben an die unbefleckte Empfängnis wieder zurück.
    Und so weiter. Aber nun zum Artikel, der so beginnt:


    Syrische Urgroßmutter
    110-Jährige kommt nach Deutschland für ein letztes Wiedersehen

    Eine 110-jährige Syrerin hat sich auf den Weg nach Deutschland gemacht, um ihre Enkelin noch einmal zu sehen. Zurzeit wartet sie in Griechenland - doch bis ihr Asylantrag bearbeitet ist, könnte es zu spät sein.
    Es ist wohl ihre letzte Chance, ihre Enkelin zu treffen. Die Syrerin Laila Saleh, laut Ausweis 110 Jahre alt, hat sich von ihrem Heimatort Kobane aufgemacht, um die nach Deutschland geflüchtete Nasrin zu treffen. Mit mehreren Angehörigen floh die Greisin aus Syrien, um über die Türkei die gefährliche Überfahrt nach Europa anzutreten. Anfang November erreichten Laila und ihre Verwandten die griechische Insel Lesbos.
    „Ich kann nicht mehr gehen“, sagt Laila. „Wenn es ein Auto gäbe, würde ich Nasrin gerne sehen, bevor ich sterbe.“ Nasrin flüchtete 2015 zusammen mit ihrer Schwester Beriwan aus Kobane und erhielt Asyl in Deutschland. „Besser ich versuche es jetzt als später. Gott entscheidet“, sagt ihre Großmutter.
    Ihr genaues Geburtsdatum kennt keiner ihrer Angehörigen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hält das in ihrem Pass genannte Jahr 1907 indes für glaubwürdig. „Laila Saleh, Flüchtling aus Kobane, 110 Jahre alt. Ihr einziger Wunsch ist es, ihre Enkelin Nasrin wiederzutreffen“, twitterte die UN-Behörde Anfang Dezember.
    Das mache mal ein Deutscher vor: Ein 70 oder 80jähriger Mann trägt seine Großmutter.

    Enkel musste seine Großmutter auf der Flucht tragen

    Begleitet wurde die Urgroßmutter von ihrem ältesten Sohn Ahmed und seiner Frau Saoussa sowie deren Sohn Halil samt Frau und Kindern. „Wir blieben zwei Tage an der Grenze zwischen Kobane und der Türkei, das war schwierig“, erzählt Enkel Halil, der seine Großmutter während der Reise stützen und tragen musste. Danach seien sie mit dem Bus in die türkische Küstenstadt Izmir gefahren. „Dort haben wir in einem Hotel gewartet, bis wir grünes Licht für die Überfahrt über das ägäische Meer bekamen.“
    Begleitet wurde die Urgroßmutter von ihrem ältesten Sohn Ahmed und seiner Frau Saoussa sowie deren Sohn Halil samt Frau und Kindern. „Wir blieben zwei Tage an der Grenze zwischen Kobane und der Türkei, das war schwierig“, erzählt Enkel Halil, der seine Großmutter während der Reise stützen und tragen musste. Danach seien sie mit dem Bus in die türkische Küstenstadt Izmir gefahren. „Dort haben wir in einem Hotel gewartet, bis wir grünes Licht für die Überfahrt über das ägäische Meer bekamen.“
    Die griechische Küstenwache griff ihr Boot auf und brachte die Familie in ein überfülltes Flüchtlingslager auf Lesbos. Die erste Nacht verbrachte die Familie unter freiem Himmel.

    Laila und ihre Schwiegertochter wurden später in die Inselhauptstadt Mytilini und Ende November schließlich nach Athen gebracht. Die anderen Familienmitglieder blieben auf Lesbos zurück.
    Nun allmählich kommen wir zum Kern der Geschichte:


    Kein Anspruch auf Familiennachzug


    Die nordsyrische Stadt Kobane an der Grenze zu Syrien wurde 2014 von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) belagert. Nach mehr als viermonatigen Kämpfen gelang es kurdischen Milizen mit Unterstützung der US-geführten Militärkoalition, die Islamisten zu vertreiben.
    „Auch wenn sich die Lage in Kobane verbessert hat, haben wir dort nichts mehr: Unser Haus wurde zerstört, es gibt keine Arbeit“, berichtet Lailas Schwiegertochter Saoussa, deren Bruder im syrischen Bürgerkrieg getötet wurde. Auch einer der Enkel Lailas starb bei den Kämpfen.
    „Einige sagen, wir hätten sie mitgenommen, um unser Asylverfahren zu erleichtern, aber das ist nicht wahr. Wie haben schon immer zusammen gelebt, wir konnten sie nicht zurücklassen“, sagt Ahmed über seine Mutter. Seine älteren Brüder und Schwestern leben noch immer in Kobane.
    In Griechenland nagt die Ungewissheit an Laila und ihren Verwandten. Anspruch auf einen Familiennachzug nach Deutschland haben sie nicht. Über ihren Asylantrag in Griechenland soll erst Anfang 2019 entschieden werden. Für Laila könnte es dann schon zu spät sein. „Wir wissen nicht, was wir machen sollen“, sagt ihr Enkel Halil. „Bleiben oder versuchen, trotzdem aufzubrechen?“
    Und so gibt es an dieser Stelle auch die passende Umfrage:

    Glauben Sie, dass der Familiennachzug richtig ist?
    https://www.welt.de/vermischtes/arti....html#Comments

    Und natürlich die Leserbriefe.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Syrer: Eine Weihnachtsgeschichte der Welt voller Wunder

    Die Dame dürfte wohl um die 75 sein. Für ein paar Dollar hätte man ihr auch bescheinigt, erst 15 zu sein. Was mir da nicht so recht einleuchtet.....


    Ihre Großmutter habe den Wunsch gehabt, bevor sie sterbe, noch einmal ihre fünf noch lebenden Kinder, die 34 Enkel und 53 Urenkel zu sehen, sagte Leilas Ali. Sie alle wohnten mittlerweile verstreut in verschiedenen norddeutschen Städten, einige bereits seit vielen Jahren......
    Alle ihre Kinder leben in Deutschland und wer ist nun der Kerl, der sie aus Kobane begleitet?



    Die Familie Ali in Holdorf sei sehr gut integriert und habe sich „hochgearbeitet“, berichtete Thomas Grünbaum von der Ausländerbehörde des Landkreises Vechta. Deshalb und aufgrund des hohen Alters der Frau werde auch niemand der Frage nachgehen, wie es sein könne, dass einige ihrer Kinder noch nicht einmal 50 Jahre alt seien. „In irgendeinem Verwandtschaftsverhältnis wird sie sicher stehen zu der in Deutschland lebenden Familie Ali.“

    .....was soll diese Verarsche? Da behauptet jemand, Familienangehörige in Deutschland zu haben und schon ist der Weg frei herzukommen? Nichts wird überprüft und alles gutgläubig hingenommen?
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Syrer: Eine Weihnachtsgeschichte der Welt voller Wunder

    Man sieht, dass man sich an der Geschichte regelrecht abarbeiten kann. Vielleicht gehört dies zu den ersten Fallbeispielen für angehende Kriminalkommissare.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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