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    Somalier mit 180 km/h in Linienbus gerast - Bewhrung trotz 23 Eintrgen im polizeilichen Fhrungszeugnis

    Den eigenen Prozess hat er aber verschlafen:

    Frankfurt Mit 180 km/h in Linienbus gerast

    Wer die eigene Verhandlung beim Amtsgericht in Frankfurt verschlft, ist mitunter gestraft genug, weil er das Beste verpasst.
    Am Montagmorgen um 9.10 Uhr erwischt der Rechtsstaat Liban A. mit voller Wucht. Er erwischt den 23-Jhrigen in Form eines Anrufs seines Verteidigers. Wo er denn bleibe, will der Anwalt wissen, alles warte schon seit einer Viertelstunde auf ihn die Richterin, der Staatsanwalt, die Dolmetscherin, eine Schulklasse im Zuschauerraum aber ohne Angeklagten sei das alles doch blo der halbe Spa.
    Es tte ihm schrecklich leid, sagt Liban A., sein Wecker sei wohl defekt, er liege noch zu Bett, ob er denn trotzdem noch erscheinen msse. Och n, sagt sein Verteidiger, doch nicht bei dem Wetter, ein Angeklagter sei fr einen Prozess zwar schn, aber nicht zwingend vonnten.
    Eigentlich htte Liban A. sich heute wegen Straenverkehrsgefhrdung verantworten mssen. Und das ist noch behutsam angeklagt: Am 29. Dezember 2016, so die Anklage, rast A. mit seinem Peugeot durch Frankfurt im Auto drei Kumpels, in der Hand eine Bierflasche, im Blut Alkohol, Kokain und Schmerztabletten.
    Gegen 4.40 Uhr heizt er schlielich ber die Autobahn, auf der A661 in Hhe Heddernheim fhrt er mit 180 Sachen in einen Linienbus, der laut Fahrtenschreiber durch den Unfall von 65 auf 74 km/h beschleunigt wird. A.s Auto schleudert in die Mittelplanke und fngt Feuer, ein fremder Autofahrer zieht die vier leblosen Insassen unter Lebensgefahr aus dem brennenden Wrack, alle kommen mit mehr oder minder schweren Verletzungen davon. Der Sachschaden betrgt etwa 100 000 Euro.
    Schwer traumatisiert?

    In Ermangelung seines Mandanten trgt sein Verteidiger Liban A.s traurige Vita vor. Dieser leide als Flchtling aus Somalia unter schwersten Traumatisierungen, was auch die zweisteillige Fallzahl in seinem Fhrungszeugnis erklre, denn wenn A. Sorgen habe, dann saufe er, und wenn er saufe, werde er aggressiv.
    Der Traumata seien viele. Zum einen die aus seiner Zeit als Kindersoldat in Somalia. Dann die interkulturellen: Kaum habe er, der Anwalt, Liban A.s Mutter und Schwestern hierhergeholt und ihnen ein Bleiberecht verschafft, habe A. feststellen mssen, dass auch die eigene Familie mitunter traumatisieren knne. Und zu schlechter Letzt sei, als A. gerade mitten in einer Alkoholtherapie steckte, auch noch sein Integrationsbeauftragter gestorben, den er als Mentor und Vaterfigur geehrt habe. Dies alles habe dazu gefhrt, dass der junge Mann, der anfangs eine bewundernswerte Integrationsentwicklung hingelegt habe, auf die schiefe Bahn geraten sei. Aber diese Bahn sei jetzt wieder so gerade wie sein Wecker kaputt.
    Selbst das Landgericht, sagt der Anwalt, habe dies eingesehen, als es sich vor wenigen Wochen vorerst letztmals mit A. befasst habe. Dieser hatte Einspruch gegen eine Freiheitsstrafe in anderer Sache eingelegt, die daraufhin zur Bewhrungsstrafe gemildert wurde: Das Landgericht hielt A. aufgrund seiner besonderen Alkoholproblematik verminderte Schuldfhigkeit zugute, es sei zudem sein erstes Strafverfahren als Erwachsener gewesen, der junge Mann wirke beraus therapiebereit und verdient eine allerletzte Chance. Man drfe auch nicht vergessen, dass seine Tritte und Schlge gegen die Polizeibeamten ins Leere gegangen seien.
    Die Besonderheit der Alkoholproblematik seines Mandanten diagnostiziert der Anwalt folgendermaen: Es ist ein innerer Zwang zu saufen, wenn er kein Land mehr sieht. Aber im Moment sieht er wieder Land.
    Da mchte auch das Amtsgericht nicht im Blick stehen und verurteilt den Angeklagten in Abwesenheit zu einer Bewhrungsstrafe von einem Jahr. Auch der Staatsanwalt pldiert auf ein Jahr auf Bewhrung, letztmalig und so weiter. Und alle sind sich einig, dass das jetzt aber wirklich Liban A.s allerallerletzte Chance sei. Er msse sich nun wirklich zusammenreien, droht die Richterin. Und auch mal den Wecker reparieren.
    Der staunenden Schulklasse im Zuschauerraum aber erklrt der Staatsanwalt anschlieend, was hier soeben geschehen ist, vor allem aber warum: Die Hoffnung stirbt zuletzt!, doziert er.
    http://www.fr.de/rhein-main/kriminal...rast-a-1411077
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Mastab seiner beschrnkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preuischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Somalier mit 180 km/h in Linienbus gerast - Bewhrung trotz 23 Eintrgen im polizeilichen Fhrungszeugnis

    Wenn ein Schwarzer suft, kann man nichts machen. Man mu es bzw. ihn eben laufen lassen. Das ist halt so.
    Auerdem ist es bestimmt das aller-, aller-, aller- (etc.pp) letzte Mal!
    Einigkeit und Recht und Freiheit fr das deutsche Vaterland

  3. #3


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    AW: Somalier mit 180 km/h in Linienbus gerast - Bewhrung trotz 23 Eintrgen im polizeilichen Fhrungszeugnis

    Was aber im Text nicht steht ist ob er in Besitz einer gltigen Fahrerlaubnis war/ist -- obwohl ein so traumatisierter dazu ja wohl kaum in der Lage sein drfte und schon aus diesen Grund ist eine Bewhrungsstrafe nicht mglich -- MEINE MEINUNG !!!
    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

  4. #4
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    AW: Somalier mit 180 km/h in Linienbus gerast - Bewhrung trotz 23 Eintrgen im polizeilichen Fhrungszeugnis

    Und es geht immer so weiter. Solange solchen Typen nicht Einhalt geboten wird, ndern sie sich nicht. Warum auch? Sie haben ja nicht zu unrecht das Gefhl sich alles erlauben zu knnen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  5. #5
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    AW: Somalier mit 180 km/h in Linienbus gerast - Bewhrung trotz 23 Eintrgen im polizeilichen Fhrungszeugnis

    Oh ha, das ist schon nahe dran das ich einen Rckfall am GPBOS bekomme !!!
    Nur ein Flgelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslsen

  6. #6
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    AW: Somalier mit 180 km/h in Linienbus gerast - Bewhrung trotz 23 Eintrgen im polizeilichen Fhrungszeugnis

    Wahnsinn meines Erachtens: 23 Eintrge im polizeilichem Fhrungszeugnis und wieder nur "Du Du Du" und keine Strafe...

    Da der munter weiter Eintrge sammelt wenns keine Strafe gibt: wen wunderts ?

    So manchmal denke ich mir, es gibt nicht ohne Grund drastische Strafen in Schariagegenden: so eine ffentliche Handabhackung fr Diebstahl ist schon eine Abschreckung...
    Wenn die Mnner wissen, da bei einer Vergewaltigung der Sache Frau die Rache der Familie droht da die Familienehre beschmutzt wird und das geshnt werden mu und die da nicht zimperlich sind, dann berlegen die es sich, bevor sie sich an Glaubensbrderns "Besitz" vergreifen.

    Wer hier ungestraft stehlen, rauben, vergewaltigen, morden darf, der hat keinerlei Lerneffekt...
    Warum sollte er sein Fehlverhalten korrigieren ?

    Klar gibts auch mit Strafen Leute die unbelehrbar sind - aber so machen wird mit Strafen eben die Lust vertrieben , sich danebenzubenehmen...

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