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    Rheinfelden: Flüchtlinge in Angst um Frauen und Kinder

    Rheinfelden: Flüchtlinge in Angst um Frauen und Kinder
    Das lange Warten auf eine Familienzusammenführung. Wohlfahrtsverbändeappellieren an die politisch Verantwortlichen
    Rheinfelden – Seit zwei Jahren ist Rheinfelden Lebensort für Diyaa Salim. Der 45-jährige Syrer ist 2015 aus Homs vor dem Krieg geflohen. Er hat eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre und lebt privat untergebracht. In Kursen bei der Volkshochschule hat er Deutschkurse belegt und das A2-Zertifikat erworben. Seit kurzem wurde ihm ein für ein Jahr befristeter Arbeitsvertrag mit dem Medizintechnik-Unternehmen Osypka in der Produktion vermittelt. Damit ist Salim auf dem besten Weg zum Bleiben
    Dennoch sind seine Chancen überschattet von der Tatsache, dass Frau und drei kleine Kinder bisher nicht nachziehen können. Flüchtlingsschicksale wie das von Salim gibt es viele.
    In der Aktionswoche „Recht auf Familie“ hat der Freundeskreis Asyl bei seiner Mahnwache auf dem Kirchplatz den Blick auf das Thema „Recht auf Familie“ gelenkt, auch Jörg Hinderer in seiner Position als Kirchenbezirksbeauftragter für Flucht und Migration im evangelischen Kirchenbezirk Markgräflerland. Die Liga der freien Wohlfahrtsverbände, zu der Caritas, Diakonie und die beiden Landeskirchen zweier Konfessionen zählen, appellieren außerdem mit einer Unterschriftenaktion an die politisch Verantwortlichen, die Aussetzung der Familienzusammenführung aufzuheben. Die Abgeordneten werden aufgerufen, ein zügiges Verfahren zur Zusammenführung zu ermöglichen.
    Aber auch gegen den ausgesetzen Nachzug subsidär geschützter Personen melden Hinderer und die Wohlfahrtsverbände Protest an. Mohamad Aleshekh Ali kam vor zweieinhalb Jahren als Flüchtling in Rheinfelden an. Er spricht nach mehren Sprachkursen so gut Deutsch, dass er beim Redaktionsbesuch mit Jörg Hinderer problemlos vom Arabischen ins Deutsch übersetzt.
    Der 22-Jährige aus Aleppo hat eine Aufenthaltserlaubnis und ist mit Wohnraum versorgt. Seine Ausbildung als Automechtroniker hat er abgebrochen, weil er ständig in Sorge um die Familie und die Zukunft lebt. Jörg Hinderer weiß, dass bei den Betroffenen die Hoffnung auf Null geht. Mohamad Aleshekh Ali sagt, dass er den Kopf nicht mehr frei habe für das Lernen, wenn er an seine in Syrien lebende Familie denkt.
    „Das Denken an die Familie belastet“, weiß auch Salim. Er hat seinen vor zwei Jahren geborenen Sohn Teim noch nie im Arm gehalten. Als er floh, war seine Frau Marua Saud (35) schwanger mit ihm. Die tägliche Verbindung zur Familie, die in Damaskus untergekommen ist, läuft per Smartphone. Salims Augen strahlen, als er Bilder seiner Kinder Morad und Massa zeigt. What's App heißt der einzige Draht für den ehemaligen Taxifahrer. Kommt kein Kontakt zustande, entsteht Ratlosigkeit und Panik.
    Jörg Hinderer ist überzeugt, dass ein solcher Trennungszustand sich als schädlich für die Integration erweist. Flüchtlinge mit Bleiberecht für drei Jahre werden dadurch abgelenkt, sich zu integrieren, „Das passt nicht“, sagt der Kirchenbezirksbeauftragte. Die Erfahrungen zeigen, dass es ein schreckliches langes Warten ist, das psychisch zermürbt.
    Salims Fall macht da keine Ausnahme. Seine Frau hofft noch immer auf ein Visum. 19 Monate hat sie darauf warten müssen, überhaupt einen Termin in Beirut bei der deutschen Botschaft zu erhalten, um einen Antrag zu stellen. Am 7. September endlich war es soweit, seither wartet sie auf das Reisedokument. Salim hofft inständig, dass sich das Verfahren nicht weiter hinzieht.
    Hinderer appelliert an die Abgeordneten zu berücksichtigen: „Wenn es ein Recht gibt, muss es auch funktionieren." Die Familie stehe unter einem besonderen Schutz, gibt er zu bedenken und kritisiert die politische Hinhaltetaktik. So wie derzeit die Verhältnisse sind, könne der Nachzug nicht umgesetzt werden, weil die Botschaft überfordert sei.
    Mohamad Alshekh Ali weiß auch nicht, wie es für ihn weitergehen wird. Mit der Aussetzung des Familiennachzugs stellt sich die Angst ein, wieder zurückgehen zu müssen. Vor diesem unsicheren Zukunft fällt es schwer, sich gesellschaftlich zu integrieren. Die Situation stürze erneut in eine große Krise, betont Hinderer.
    Die Ehrenamtlichen sieht er gefordert, mit den Flüchtlingen zu sprechen, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Denn der Zustand der Ungewissheit ist schwer auszuhalten. Ein Zurück nach Syrien gebe es nicht. „Wer zurückkommt, wird verfolgt und bedroht vom Regime", beurteilt Hinderer die Lage für Geflüchtete.
    https://www.suedkurier.de/region/hoc...372615,9545828
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Rheinfelden: Flüchtlinge in Angst um Frauen und Kinder

    >Ein Zurück nach Syrien gebe es nicht. „Wer zurückkommt, wird verfolgt und bedroht vom Regime"

    Wer hat denn was voem Regieme zu befürchten ? Verbrecher, IS Terroristen...
    Ist ja bei uns ein legitimer NICHTAbschiebegrund: ich bin IS Terrorist und werde in meinem Land bestraft wenn ich zurückkehre. Oder ebenfalls NICHTAbschiebegrund: ich habe Verbrechen in meinem Land begangen und werde bestraft wenn ich zurückkomme...

    Wenn ich hier Verbrechen begehe und staatlich gesucht werde, kann ich dann in Amerika Asyl beantragen ? Ich denke eher nicht...

  3. #3
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    AW: Rheinfelden: Flüchtlinge in Angst um Frauen und Kinder

    Er konnte sich doch recht einfach und schmerzlos von seiner Familie absetzen. Er hat dutzende islamische Staaten zur Verfügung wohin er gehen kann, wenn er nicht nach Syrien gehen will. Die Familie muss nicht ausgerechnet in ein Land der Ungläubigen ziehen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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