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  1. #41
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Die Städte sind verloren. Schweden ist grossflächig mit relativ kleiner Bevölkerung. Auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil. Im Zweifel ... für die Freiheit.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  2. #42
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Schweden streitet über brisante Kriminalstatistik

    Behörde schlüsselt Verdachtsfälle nach ethnischer Herkunft auf. Land hat massive Probleme mit Bandenkriminalität

    Die Zahlen bergen politischen Sprengstoff: Schwedische Bürger:innen, deren Eltern im Ausland geboren wurden, stehen 3,2 Mal häufiger unter Verdacht, eine Straftat begangen zu haben, als Schweden mit inländischen Eltern, so eine aktuelle Statistik des Amtes für Vorsorge gegen Verbrechen (Bra).

    Allein die Veröffentlichung der Daten stellen einen Tabubruch dar, denn bislang war es in Schweden unüblich, den kulturellen oder ethnischen Hintergrund bei solchen Untersuchungen publik zu machen.

    Brisant ist auch, dass die Statistik ethnische Gruppen aufschlüsselt. Demnach stehen vor allem Personen aus Westafrika und dem südlichen Afrika unter Verdacht. Eine "politische Bombe" nannte die linksliberale Tageszeitung Dagens Nyheter das Ergebnis.

    Der sozialdemokratische Justizminister Morgan Johansson warnte, dass die Veröffentlichung Rassismus Vorschub leisten könnte: "Es ist wichtig, dass man dies nicht dazu nutzt, um Einwanderer als schlechtere Menschen darzustellen." Auch verwies er auf zunehmende Klassenunterschiede in der Gesellschaft.

    Auf "kulturelle Unterschiede" und eine "verfehlte Integrationspolitik" sei das Problem zurückzuführen, so auf der anderen Seite Adam Marttinen der Sprecher der rechtspopulistischen Schwedendemokraten.

    In diesem Punkt stimmten die bürgerlichen Christdemokraten den Schwedendemokraten zu und betonen, dass diese Debatte viel früher geführt hätte werden müssen.

    Die Auswertung der Untersuchung kommt für die rot-grüne Minderheitsregierung unter dem scheidenden Premierminister Stefan Löfven zu einem ungünstigen Zeitpunkt - das Land wird derzeit von einer Welle der Gewalt heimgesucht.

    Gewaltkriminalität akuter als Pandemie
    Wöchentlich werden mehrere Opfer durch Schusswaffen gemeldet. Die Täter gehören oftmals Banden an, deren Mitglieder primär ausländische Wurzeln haben. Das Problem wird in der schwedischen Gesellschaft als akuter als die Pandemie angesehen.

    Das Land hat nach einer staatlichen Erhebung seit 2018 die höchste Rate an Toten durch Schusswaffen innerhalb Europas. Im vergangenen Jahr kamen 46 Menschen durch ein Projektil zu Tode, es wurden 109 Bombenanschläge verübt "Wir sind nicht aufgestellt, um mit diesem Ausmaß von Verbrechen zurechtzukommen", so Linda Staaf, Schwedens höchste Kriminalpolizistin.

    Die Migrationsorganisation "Jung und Sicher" sieht durch die Erhebung hingegen die Stigmatisierung der Migranten weiter gefördert. "Man sollte mehr auf die sozioökonomischen Faktoren, Ausgrenzung, häusliche Gewalt und Familiensituation schauen", so Soha Osman, die Vorsitzende der Vereinigung.

    Es ist der alte Streit um die Ursachen der Kriminalität: Auf der einen Seite stehen vor allem die Sozialdemokraten, die die "sozioökonomischen Faktoren" als Hauptquelle des Verbrechens sehen.

    Einer der Experten dieses Lagers ist der aus Polen stammende Kriminologe Jerzy Sarnecki, der sich gerne Auseinandersetzungen mit seinen Gegnern aus dem bürgerlichen wie rechten Lagern liefert, die auf kulturelle Unterschiede verweisen und ihm eine Politisierung der Forschung vorwerfen.

    Allerdings zeigte sich auch Sarnecki von einigen Entwicklungen wie dem zunehmenden Gebrauch von Schusswaffen und der Professionalisierung von Tötungsdelikten überrascht.

    Mittlerweile sollen die Gangs, welche anfangs mit Cannabis-Produkten handelten, direkt mit dem mexikanischen Sinaloa-Kartell in Verbindung stehen.

    https://www.heise.de/tp/features/Sch...k-6182341.html
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  3. #43
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Einar (bürgerlich Nils Kurt Erik Einar Grönberg) war ein junger MUsiker, der in Schweden große Erfolge feiern konnte. Nun ist er tot, erschossen von Moslems..........


    Mitte April 2020 wurde Grönberg von der schwedischen Gang Vårbynätverket entführt und mit einer Waffe bedroht, wovon Bilder und Videos auf Social Media gepostet wurden. Die Täter stahlen ihm außerdem mehrere Wertgegenstände im Wert von 465.000 Schwedischen Kronen (etwa 46.000 Euro). Als Drahtzieher der Entführung wurde der mit Grönberg rivalisierende Rapper Yasin im Juli 2021 zu zehn Monaten Haft verurteilt. Ein weiterer Beteiligter, der Rapper Haval, erhielt zweieinhalb Jahre Haft.[4][5] Danach bekam Grönberg Morddrohungen und musste fortan unter falscher Identität und mit Polizeischutz leben.....
    Am Abend des 21. Oktober 2021, eine Woche bevor er in einer Berufungsverhandlung am Svea hovrätt erneut gegen die Mitglieder der Vårbynätverket hätte aussagen sollen, wurde Grönberg bei einer Schießerei in Hammarby Sjöstad im Stockholmer Stadtbezirk Södermalm getötet. Die Stockholmer Polizei teilte mit, dass Grönberg in einer Art Hinrichtung aus etwa anderthalb Metern Entfernung in den Kopf geschossen wurde.[7] Am darauffolgenden Morgen sprachen der schwedische Premierminister Stefan Löfven und die Kulturministerin Amanda Lind der Familie und den Fans von Grönberg ihr Beileid aus....https://de.wikipedia.org/wiki/Einár
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  4. #44
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    STATISTIK BEWEIST
    Schweden ist gefährlichstes Land Europas
    Das einstige nordische Musterland hat sich seit 2005 zum wahren Albtraum verwandelt. Überall in Europa sinkt die Anzahl der Morde. Nur in Schweden steigt sie stetig an. Das zeigt unter anderem eine Untersuchung, die von Brottsførebyggande rådet (BRÅ), dem schwedischen Ausschuss zur Vorbeugung von Kriminalität, durchgeführt wurde.

    Erschreckende Zahlen
    In der EU werden durchschnittlich acht Personen pro Million Einwohnern Opfer tödlicher Gewalt. In Schweden lag die Zahl 2020 bei zwölf Personen pro Million Einwohnern. Wenn es um die Opfer von Schusswaffentaten geht, ist der Unterschied zwischen Europa und Schweden noch größer. In der EU sterben durchschnittlich 1,6 Personen pro Million Einwohnern an Schussverletzungen – in Schweden sind es vier Personen, also fast dreimal so viele.

    Noch größer wird der Unterschied, wenn man nur die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen betrachtet. In den meisten EU-Ländern liegt hier die Zahl bei null bis vier Opfern von Schusswaffen per Million Einwohnern. Schweden verzeichnet dagegen 18 Tote pro Million Einwohnern. An zweiter Stelle liegen die Niederlande, die aber auch „nur“ sechs tote in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährige pro Million Einwohnern zu beklagen haben.

    BRÅ machte bei der Veröffentlichung der Untersuchung jedoch darauf aufmerksam, dass die Vergleiche teilweise leider hinken. Die schwedischen Zahlen stammen aus dem Jahr 2020, die EU-Zahlen sind drei Jahre älter, weil nur Schweden eine aktuelle Statistik vorlegen konnte. Außerdem werden Straftaten in vielen Ländern nicht so gründlich wie in Schweden erfasst.

    Deutschland taucht in der schwedischen Untersuchung beispielsweise nur am Rande auf, da es in der Bundesrepublik keine neuere Forschung oder Statistik zu Mordursachen, Mordwaffen und so weiter gibt. Laut Statistica.com gab es im Jahr 2020 in Deutschland 2,9 Mordopfer pro Million Einwohnern. Wer davon Opfer von Taten mit Schusswaffen oder Bandenkriminalität ist, zeigt die Statistica-Auswertung nicht. Aber es ist deutlich, dass Schweden mit insgesamt zwölf Mordopfern pro Million Einwohnern weit gefährlicher ist als Deutschland.
    Die meisten Schießereien in Schweden sind auf Bandenkriminalität zurückzuführen. „Der Drogenhandel ist hier ein zentrales Thema, und es gibt enge Verbindungen zwischen Schießereien und Bombenanschlägen mit dem Drogenmarkt“, teilte die schwedische Polizei vor Kurzem mit, als eine Untersuchung zur Bandenkriminalität veröffentlicht wurde.

    Diese Banden bekriegen sich meist in den Trabantenstädten von Stockholm, Göteborg und Malmö...... https://www.bild.de/news/ausland/new...4592.bild.html
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  5. #45
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Schweden: Die Hilflosigkeit gegenüber der Gewalt

    Täglich fallen Schüsse in Schwedens Bandenkriegen, wöchentlich wird von Toten berichtet.....
    Ausufernde Kriminalität
    Die ausufernde Kriminalität beschäftigt die schwedische Öffentlichkeit seit Langem weit mehr als die Pandemie. Das Land hat nach einer staatlichen Erhebung seit 2018 die höchste Rate an Toten durch Schusswaffen innerhalb Europas.

    Während die jüngeren Kinder in der Pandemie durchgehend auf die Schule gehen konnten und so weit weniger mit den psychischen Problemen konfrontiert wurden, die viele Altersgenossen anderen Ländern mit Lockdown erleben mussten, werden die Schießereien, die die jungen Schweden unmittelbar oder mittelbar über soziale Medien und die etablierten Medien wahrnehmen, zu einer Bedrohung ihrer psychischen Gesundheit.

    Eine traumatisierte Generation
    Dabei ist Einár das erste Opfer, das schwedenweit bekannt ist, besonders bei älteren Kindern und Jugendlichen.

    Die Tageszeitungen bemühen nun Psychologen, die den Eltern Hilfestellung nach dem Tod des Idols vermitteln. Fragen wie "Muss ich nun selbst Angst haben?" sollten die Eltern nicht einfach abtun, so etwa die Kinderpsychologin Malin Bergström.

    Doch welche Antwort sie ihnen gegeben könnten, verrät die Ratgeberin nicht.

    "Eine traumatisierte Generation wächst heran", so der Kinderpsychologe Johan Hagborg im öffentlich-rechtlichen Fernsehen SVT bereits im Juli. Dabei entstehe eine paradoxe Situation - gerade da die Kinder von der Gewalt verängstigt werden, sehnen sie sich nach einer starken Beschützerperson - und genau dies können die kriminellen Gangs ihnen suggerieren.

    Die Folgen seien bei der sogenannten "Rekrutierung" sichtbar. In dem immer aggressiver werdenden Kampf um Drogenreviere, mittlerweile sind neben Haschisch auch Crystal-Meth, Kokain sowie das Sinaloa-Kartell mit im Spiel, werden immer jüngere Mitglieder angeworben, die zumeist als Drogenkuriere arbeiten. Im Raum Göteborg wenden sich die Gangs bereits an Zehnjährige.

    Neben den Vororten der drei großen Städte Stockholm, Göteborg, Malmö spielt sich die Gangkriminalität auch in kleineren Orten ab.

    Zum Beispiel in Linköping. Dort kämpfen "Bandidos", "X-team" und "Bergagänget" um die Drogenreviere. Zwischen Mai und Oktober kamen es zu vier Morden mit Schusswaffen, die diesen Auseinandersetzungen zugerechnet werden.

    Insgesamt gab es 2021 bislang 17 Schießereien in der Universitätsstadt mit 100 000 Einwohnern. Die Kommune will nun den relativ hohen Betrag von 80 Millionen Kronen (acht Millionen Euro) für kommende Sicherheitsmaßnahmen und Gewaltprävention bereitstellen.

    Prävention: Hilflosigkeit überwiegt
    Zum einen soll mit mehr Personal das Sicherheitsgefühl an den Schulen gestärkt werden, dabei müssten, ein typisch sozialdemokratischer Ansatz, die schwächeren Schüler mehr durch Nachhilfe gestärkt werden. Mehr Kameras, mehr Personal und mehr sogenannte "Nachtwanderungen" mit angeleiteten Freiwilligen würden auf den Straßen Präsenz der Bürger und des Staates zeigen.

    Die größte Herausforderung liegt jedoch darin, dass die "Rekrutierung", das Anwerben von Kindern und Jugendlichen für die Gangs unterbrochen wird. Sozialbehörden, Schulen und Polizei sollten hier zusammen wirken. Auch gibt es eine Gruppe, die sich mit der auf Ehrenkodex bezogenen Gewalt befasst.

    In vielen Kommunen wird nun für ein engeres Kooperieren von Freiwilligen und Behörden geworben, was früher oft an Formalitäten scheiterte.

    Doch Konkretes ist bislang nicht zu erfahren, wie etwa dem Zauber beizukommen sei, die die Banden auf viele Heranwachsende ausüben. Allgemein scheint die Hilflosigkeit zu überwiegen. Dass die tatsächliche und mediale Präsenz der Gangs sich auf die Psyche der Kinder bedrohlich auswirkt, wird allgemein diskutiert, Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung fehlen bislang.

    Die Kinder mögen an den Staat glauben, wonach die Polizeikräfte den Banden auf den Fersen seien, wie es Psychologen Eltern vermitteln. Dies mag als beruhigendes Mittel seine Berechtigung haben.

    Allerdings sollte man hierzu die Ordnungskräfte lieber nicht selbst fragen. Es gab schon weinende Polizisten vor den Kameras und Aussagen wie "wir kommen nicht zurecht". Für den Alltag der Polizisten habe sich trotz vieler Ansagen der Politiker nichts verändert, so deren Klage. (Jens Mattern)


    https://www.heise.de/tp/features/Sch...t-6233737.html
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  6. #46
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Schweden: Polizist auf offener Strasse erschossen
    Stockholm. In der schwedischen Stadt Göteborg ist ein Polizist auf offener Straße erschossen worden. Nach Angaben der Polizei soll der Beamte in der Nacht zu Donnerstag im Stadtteil Hisingen im Gespräch mit mehreren Personen gewesen sein, als auf ihn geschossen wurde. Er sei später im Krankenhaus gestorben. Der Täter sei noch nicht gefasst.

    In der Gegend der Bluttat kommt es häufig zu Konflikten
    Ein Polizeisprecher sagte am Donnerstagmorgen, es sei zu früh, um etwas über das Motiv der Tat zu sagen und darüber, ob es ein gezielter Angriff auf den Polizisten war. In der Gegend käme es häufiger zu Konflikten, weshalb die Polizei hier eine besondere Präsenz habe..... https://www.rnd.de/panorama/schweden...FSHDQ5GZY.html
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  7. #47
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Landesweiter Streik der Polizei ( auch hier ) würde schnell die Augen öffnen!!!
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  8. #48
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Zitat Zitat von ryder Beitrag anzeigen
    Landesweiter Streik der Polizei ( auch hier ) würde schnell die Augen öffnen!!!
    Beamte dürfen nicht streiken. Aber sie können mehrheitlich zum Arzt gehen und sich längere Zeit krankschreiben lassen.
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  9. #49
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Wie schlimm muss es in Schweden tatsächlich stehen, wenn die Polizei bei ihren Kollegen in NRW vorstellig werden?..........


    Steigende Kriminalität Schwedische Städte werden von Clans beherrscht, jetzt suchen Polizisten Hilfe in NRW


    Die maskierten Killer verübten ihr Attentat mit großer Präzision. Am 9. Juli 2021 stürmten die beiden Männer mit der Pistole im Anschlag in den Barbershop „Damas Sax“ in Göteborg. Gezielt eilten sie auf einen Kunden zu, der ahnungslos im Friseurstuhl saß. Die Männer feuerten ihrer Zielperson von hinten in den Kopf. Der arabischstämmige Mittzwanziger starb noch am Tatort. Bis heute suchen die schwedischen Behörden erfolglos nach den unbekannten Todesschützen.

    Die Ermittler gehen von einem Mord im Drogen-Milieu aus, der vor allem in den Problemvierteln der großen schwedischen Metropolen durch kurdisch-libanesische Clans beherrscht wird. Die Gewalt durch die etwa 40 bekannten Großfamilien hat den einst so friedlich, liberalen Vorzeigestaat in eine schwere Sicherheitskrise gestürzt.

    In Schweden sterben jedes Jahr mehr Menschen durch Schusswaffen als im Rest Europas. In den vergangenen fünf Jahren registrierten die Behörden mehr als 2500 Schießereien, dabei kamen knapp 200 Menschen ums Leben. Bei Tätern wie Opfern handelt es sich meist um Gang- und Clanmitglieder. Junge Männer, die in den sozialen Brennpunkten aufwachsen und alles anstellen, um nach oben zu gelangen. Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Sozialleistungsbetrug und blutige Revierkämpfe stehen auf der Agenda.

    Oft schicken die Clans jugendliche Mitglieder als Killerkommandos aus. Denn das schwedische Gesetz sieht für Täter unter 21 Jahren einen enormen Strafrabatt vor. 2018 kam eine europäische Vergleichsstudie zu dem Schluss, dass das Todesrisiko durch eine Schusswaffe für 15- bis 29-jährige Männer in Deutschland zehnmal niedriger ist als in Schweden.

    Strategie der 1000 Nadelstiche gegen Clans in Essen
    Mit neidvollen Blicken schauen die skandinavischen Ermittler der Organisierten Kriminalität (OK) nach NRW. Vor allen Dingen zum Clanhotspot Nummer Eins in Essen. Hier hat Polizeipräsident Frank Richter vor einigen Jahren eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingerichtet, um die kriminellen Clan-Zweige, die insbesondere die ärmeren nördlichen Viertel terrorisierten, zurückzudrängen. Und zwar durch ein ganzes Maßnahmenpaket.

    Neben verdeckten Ermittlungen gehen Polizei und städtische Behörden wie Ordnungs-, Gewerbe- oder Gesundheitsamt bis hin zu Bauaufsicht und Feuerwehr konzentriert gegen Clan-Lokale, Shisha-Bars oder Betriebe vor, die illegale Gewinne erwirtschaften. Zum großen Aufschlag gehören auch Verkehrskontrollen oder Razzien mit Zoll und Steuerfahndung.

    Die Strategie der 1000 Nadelstiche zeigt bereits Erfolge, bekundet Richter im Gespräch mit FOCUS Online: „Durch diese Netzwerkpartnerschaften sind wir ein großes Stück weitergekommen, die Clan-Szene weiß nun, dass Essen kein einfaches Pflaster mehr ist.“ Zugleich eröffnen die neuen Geldwäscheparagrafen der hiesigen Justiz größere Chancen, kriminelles Clan-Vermögen abzuschöpfen.
    Gewaltwelle im Clan-Milieu
    Solche Vorzüge haben auch die schwedischen Kollegen registriert. Seit gut drei Jahren herrscht ein reger Informationsaustausch zwischen nordrhein-westfälischen und skandinavischen Strafverfolgern.

    Den Anfang machte Schwedens Vize-Polizeichef Mats Löfving mit einem Besuch in der Ruhrmetropole im November 2018. Eine seiner ersten Fragen betraf die Kriminalstatistik: „Wie viele Anschläge durch Handgranaten und Schusswaffen gibt es jährlich in ihrer Stadt ?“ Die deutschen Kollegen schauten ihn verwundert an. Beileibe konnte man mit der schwedischen Gewaltwelle im Clan-Milieu nicht mithalten.

    Im hohen Norden nimmt diese stetig zu. Ähnlich wie hierzulande gilt auch dort die Familienehre als ehernes Gesetz, Konflikte löst man untereinander, die Staatsmacht bleibt außen vor oder wird bekämpft. Manche Viertel mutierten zu No-Go-Areas. Während einer Fehde riegelten zwei rivalisierende Banden in Göteborg ganze Straßenzüge ab. Die Clan-Mobster verhängten in ihren Stadtteilen Ausgangssperren.

    Schwedische Polizei häufig machtlos
    Tötungsdelikte sind an der Tagesordnung: Im August 2019 musste die Mutter eines zwei Monate alten Säuglings sterben, weil sie in einem Mordfall gegen eine Gang ausgesagt hatte. Mitunter trifft es auch Unbeteiligte. So starb die zwölfjährige Adriana N. südlich von Stockholm ein Jahr später, als sich rivalisierende Bandenmitglieder an einer Tankstelle gegenseitig beschossen.

    Ende Mai 2021 gingen hunderte Angehörige zweier Großfamilien in der Göteborger Trabantensiedlung im Stadtteil Hjällbo aufeinander los. Die Semmos stellten sich gegen den allgegenwärtigen Ali-Khan-Clan, der ganze Vorstadtviertel kontrolliert. Machtlos schauten die Ordnungshüter den Ausschreitungen zu, ohne einzugreifen. Im Polizeifunk sprach man von einem „Aufstand“. Zwei Tage später erschoss ein junger Somalier einen Abkömmling der Semmo-Sippe. Vermutlich agierte er im Auftrag des gegnerischen Clans.

    Im Juni 2021 starb ein Polizeibeamter durch Schüsse eines 17-jährigen Gangsters im Gang-Viertel Biskopsgarden in Malmö. Der Todesschütze war erst kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden, in dem er wegen Mordversuchs einsaß. In dem Quartier lieferten sich zwei Banden seit längerer Zeit einen erbitterten Krieg.

    Familien in Schweden und im Ruhrpott arbeiten eng zusammen
    Viele der kurdisch-arabischen Clans in Schweden unterhalten Ableger im Ruhrgebiet. Und so stellte die Essener Polizei im Sommer 2021 an der Grenze fest, dass etliche Milieu-Größen ihren „Brüdern“ in Göteborg zur Hilfe eilen wollten, als es dort zur Sache ging. Die Personalien kabelte man umgehend an die schwedischen Kollegen. „Die Informationsflüsse laufen hier hervorragend, so wie es in der EU funktionieren sollte“, berichtet Bernd Röser, Chef der Essener BAO Clan.
    Nach Erkenntnissen anderer Sicherheitsbehörden an Rhein und Ruhr arbeiten die Familien in Schweden und im Ruhrpott etwa beim Drogenhandel eng zusammen. „Es gibt allerdings auch Hinweise auf Geldwäsche“, berichtete ein hochrangiger Ermittler.

    So etwa bei der Großsippe Ali-Khan. Während diese in Skandinavien als unangefochtener Matador gilt, zählt die NRW-Gruppierung im Lagebild des Landeskriminalamts NRW nicht zu den Top-5 unter den 112 gelisteten arabisch-türkischen Clans. Gelsenkirchen firmiert als Ali-Khan-Hochburg. Hier führen die Ermittler etwa 60 Mitglieder in ihrem Register, ein größerer Teil füllte bereits Strafakten. Ferner rechnen Insider eine große Diskothek in der Essener City der Familie zu. Abseits der legalen Geschäfte verfolgen kriminelle Zweige andere Ziele.

    Schwedisch-deutsches Joint Venture
    Ein schwedisch-deutsches Joint Venture förderte in einem anderen Fall zutage, dass Schmugglerrouten ausbaldowert wurden, um Drogenlieferungen von den Seehäfen in Belgien und den Niederlanden über die Ruhrschiene an die schwedischen Abnehmer zu transportieren.

    In Münster stehen derzeit sechs Drogenhändler vor Gericht, darunter ein 29-jähriger Schwede. Die Angeklagten sollen Marihuana und Kokain in speziellen Schmugglertransportern nach Emsdetten und einen Teil weiter nach Skandinavien verfrachtet haben. Die Tatverdächtigen wurden durch entschlüsselte Nachrichten auf Handys mit der kryptierten Software Encrochat überführt. Die Frau des schwedischen Angeschuldigten gehört zu einem kurdisch-libanesischen Clan.

    Kooperation im Kampf gegen die Clankriminalität
    Die Kooperation im Kampf gegen die Clankriminalität zwischen NRW und den schwedischen Behörden gipfelte kürzlich in einer Fach-Konferenz in Stockholm. Mit Interesse lauschten die skandinavischen Kollegen den Ausführungen einer OK-Spezialistin der Essener Polizei, die erneut die Vorzüge einer Netzwerkpartnerschaft vieler staatlicher Organe im Kampf gegen die Clan-Welt hervorhob.

    An diesem Punkt stehen die Schweden noch am Anfang. Zum einen fehlen den Sicherheitsbehörden die Ressourcen. Nur 20.000 Polizisten schützen die gut zehn Millionen Einwohner. Zum Vergleich: Allein für die 18 Millionen Einwohner an Rhein und Ruhr stehen doppelt so viele Polizeibeamte zur Verfügung. Dazu kommen nochmals gut 17.000 Landesbedienstete.

    Zudem gilt das Wort „Clankriminalität“ in weiten Teilen der schwedischen Politik als Tabu. Dabei hatte der schwedische Vize-Polizeichef Löfving bereits im Jahr 2020 vor der zunehmenden Herrschaft zugewanderter Clans im OK-Bereich gewarnt: „Ich behaupte, dass sie eindeutig mit dem Ziel nach Schweden gekommen sind, organisiert und systematisch Kriminalität zu betreiben.“ Schlimmer noch ordnete er die Clan-Unterwelt als „systembedrohend“ für das ganze Land ein.

    Interview mit Polizeipräsident Frank Richter
    FOCUS Online: Herr Richter, in Schweden gilt das Phänomen der Clankriminalität in großen Teilen der Politik als Tabuausdruck, kommt Ihnen das bekannt vor ?

    Richter: Das war lange Zeit in NRW genauso. Aus Furcht vor einer Stigmatisierung zugewanderter kurdisch-libanesischer Großfamilien hat auch die Politik hierzulande jahrzehntelang weggeguckt. Die Folge war, dass sich die kriminellen Zweige dieser Clans in Essen und anderen Ruhrstädten ungehindert breit machen konnten. Das hat sich zum Glück in den letzten fünf Jahren geändert. Die Landesregierung hat das Problem erkannt. Damit wurden auch entsprechende Ressourcen bereitgestellt, so dass wir mit großen personellen Aufwand seither eine Besondere Aufbauorganisation „Clan“ unterhalten können, die inzwischen sehr erfolgreich die kriminellen Teile der Familienclans bekämpft. Wenn man die Probleme aber nicht beim Namen nennt, passiert auch nichts.

    Was können die Polizeibehörden von den Essener Kollegen lernen ?

    Richter: Die Bekämpfung der Clans durch Netzwerkpartnerschaften. Hier arbeitet die Polizei mit kommunalen Aufsichtsbehörden, den Finanzämtern, Glücksspiel-Abteilungen der Bezirksregierung sowie etwa dem Zoll zusammen. Stellen wir etwa in Shisha-Bars, Lokalen oder Gewerbebetrieben Verstöße oder Ordnungswidrigkeiten fest, wird der Laden, soweit rechtlich möglich, zunächst einmal dicht gemacht. Das tut den Clans weh, weil Geldquellen versiegen. Die Schweden finden diesen ganzeinheitlichen Ansatz sehr bemerkenswert und haben sich bei Besuchen in unserer Behörde hierüber informiert. Das Interesse ging sogar soweit, dass eine Kollegin zu einer Konferenz in Schweden eingeladen wurde, um über unseren Ansatz der Netzwerkarbeit zu referieren. Ich bin sehr froh über die äußerst gute Zusammenarbeit und den Informationsaustausch über Clankriminalität mit den skandinavischen Kollegen.

    Hat die Polizei Essen das Problem Clankriminalität vollständig im Griff ?

    Richter: Wir sind zwar auf einem guten Weg, aber noch lange nicht durch. Man könnte sagen, dass Spiel wurde gerade angepfiffen und wir stellen uns jetzt schon auf Verlängerung ein. Mir macht aber auch eine andere Entwicklung Sorgen. In Essen ist die syrische Community auf 25.000 Migranten angewachsen. Das sind schätzungsweise 10.000 mehr als die Mitglieder kurdisch-arabischer Clans ausmachen. Letztere haben 2020 etwa 700 Straftaten begangen. Im selben Zeitraum registrierten wir etwa 1000 Straftaten von syrischen Staatsangehörigen. Es gibt Anzeichen dafür, dass syrische Großfamilien den alteingesessenen Clans den Rang ablaufen wollen. Diesen Trend müssen wir intensiv im Auge behalten, sonst droht uns das nächste Beispiel für eine fehlgeschlagene Integration. Ich sehe hier allerdings nicht nur die Polizei als Problemlöser. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die es anzugehen gilt.


    https://www.focus.de/panorama/welt/s..._38639983.html
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  10. #50
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    AW: Schweden: Die Geister, die sie riefen

    Diese europaweiten Entwicklung Herr zu werden ist politisch UNMÖGLICH umzusetzen !!! Es bleibt und gibt nur eine Richtung und die ist bergab mit zunehmender Geschwindigkeit !!!
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

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