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    Streit um Flüchtlingsbetreuung in Neheim

    Ein Artikel mit unzähligen Aha-Effekten
    Streit um Flüchtlingsbetreuung in Neheim
    Die Einleitung ist noch ohne Aha-Effekt, aber stellt die Mitwirkenden bereits vor:

    Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer fordern mehr Angebote und einen Sozialarbeiter vor Ort. Stadt verfolgt anderes Konzept

    Der „Freundeskreis Schleifmühlenweg“, zu dem sich eine Gruppe ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer zusammengeschlossen hat, hält die Betreuung der Flüchtlinge im Flüchtlingsheim am Neheimer Schleifmühlenweg für unzureichend und fordert von der Stadt Arnsberg die Einstellung eines Sozialarbeiters für diese Einrichtung. Einen entsprechenden Antrag reichte der von Hedwig Epping geleitete Freundeskreis bei der Stadtverwaltung ein.
    Nun aber in die Vollen:

    In dem Antrag des Freundeskreises heißt es an die Adresse der Stadtverwaltung: „Es ist ein schlechter Weg, die Flüchtlinge einfach sich selbst zu überlassen. Hier hat die Stadt eine Verantwortung für das Wohl der Flüchtlinge wie auch für die Entlastung der ehrenamtlichen Helfer.“
    Bei den am Schleifmühlenweg untergebrachten Flüchtlingen handele es sich zum Teil um alleinstehende Männer ohne Bleibeperspektive, die „oftmals frustriert und wenig motiviert seien, Deutsch zu lernen oder sich irgendwie zu beschäftigen“. Es gebe am Schleifmühlenweg zu wenig Angebote für Flüchtlinge, so der Freundeskreis, der sich um die Früchte seiner Arbeit gebracht sieht.
    So habe der Freundeskreis seit 2015 in Zusammenarbeit mit Kitas und Stadt Arnsberg dafür gesorgt, das Außengelände mit einem Kinderspielplatz aufzuwerten.
    Hier sieht man den Spielplatz für die alleinstehenden Männer:





    Einen der Männer (mit dunklem Teint) sieht man im Hintergrund mit Handy.

    Flure, Treppenhäuser und ein Gemeinschaftsraum seien renoviert worden. Ferner habe es Lern- und Spielangebote, Ausflüge, einen wöchentlichen Männertreff (derzeit in der Goethestraße 19) sowie Einzelbetreuungen gegeben. Da sich der Kreis der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe, auch im Freundeskreis Schleifmühlenweg, stark verkleinert habe, beschränke sich die Arbeit aus dem Freundeskreis nun auf Flüchtlinge, die mittlerweile privat wohnen. Ehrenamtlicher Einsatz im Flüchtlingsheim sei dem Freundeskreis nicht mehr möglich. Daher solle die Stadt einen Sozialarbeiter fürs Heim am Schleifmühlenweg einstellen.
    Die Stadt sieht dagegen die Einstellung eines Sozialarbeiters, der speziell für das Heim am Schleifmühlenweg zuständig sein soll, als nicht notwendig an. Die Stadt verweist darauf, dass es bereits eine städtische Mitarbeiterin gebe, die stadtweit und ausschließlich vor Ort in den Unterkünften tätig sei. Es sei falsch, den Fokus allein auf eine Unterkunft zu legen. Das bedeute aber nicht, dass die Stadt die Flüchtlinge sich selbst überlasse, nur weil nicht kontinuierlich am Schleifmühlenweg ein Programm angeboten werd
    Manche Angebote würden aus Desinteresse nicht angenommen. Bewohner könnten neben der Vor-Ort-Beratung durch Mitarbeiterinnen des Ökumenischen Fördervereins / Internationalen Arbeitskreises auch Hilfen im Büro für Zuwanderung oder bei anderen Fachdiensten der Stadt erhalten. Die Anlaufstellen im Rathaus seien hinlänglich bekannt und wer sich informieren wolle, komme dort auch an.
    Ziel müsse es sein, so die Stadt, die Flüchtlinge dazu zu bewegen, auch Angebote außerhalb der Unterkunft zu nutzen. So könne eine Integration in die Gesellschaft erfolgen. Abschließend betont die Stadt, dass alleinstehende Männer ohne Bleibeperspektive nicht von vornherein unmotiviert oder frustriert seien. „Einige hoffen dadurch, dass sie sich Arbeit suchen oder Deutsch lernen, ihre Aufenthaltschance zu verbessern“, so die Stadt.
    Im Antrag an die Stadt bezifferte der „Freundeskreis Schleifmühlenweg“ die Belegung des Flüchtlingsheims am Neheimer Schleifmühlenweg wie folgt: „Die Unterkunft ist mit 89 Personen belegt. Es handelt sich um fünf Familien aus Angola, Syrien, Irak und Tadschikistan und etwa 55 Männer aus Syrien, Irak, Afghanistan und Indien. Eine Vermittlung in privaten Wohnraum sieht der Freundeskreis pessimistisch: „Für Flüchtlinge gibt es keine Wohnungen mehr auf dem Wohnungsmarkt, besonders nicht für alleinstehende Männer ohne Bleibeperspektive.
    https://www.wp.de/staedte/arnsberg/s...212398507.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Streit um Flüchtlingsbetreuung in Neheim

    Der Helferkreis scheint sich elegant aus seiner Verantwortung verabschieden zu wollen. Typisch für diese Sorte Mensch. Erst die große Klappe, selbstbeweihräucherungen ohne Ende und wenn es dann schwierig wird, sollen es andere weiterführen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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