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    Experten wollen Subventionen für Minijobs abschaffen

    Im Klartext: Die 450-Euro-Jobs sollen besteuert und sozialversicherungspflichtig werden.
    Und merke: Wenn einer keine Steuern zahlt, wird er in Neusprech subventioniert. Dieser Logik nach ist natürlich jede Eigenleistung, für die man keinen Handwerker holt und jede Nachbarschaftshilfe bereits eine Subvention des Staates.

    Nun soll also den kleinen Leuten, die dank der Politiker in den letzten Jahren Einkommensverluste hinnehmen mußten, den Menschen, die wenig verdienen, die keine Ganztagsstelle bekommen, die studieren oder die nur ganz einfach etwas zum Familieneinkommen beitragen wollen und daher einen geringfügig entlohnten Nebenjob annehmen, ab dem ersten verdienten Euro besteuert werden. Das ist, würde ich mal sagen, eine ganz große Sauerei. Erst trieb man die Leute zu Zweit- und Nebenverdiensten, weil man durch die Agenda 2010 und die Arbeitslosigkeit, die wir natürlich nicht haben, die Löhne in den Keller trieb, die Lebenshaltungskosten durch eine fehlerhafte Politik in die Höhe schnellen ließ und den Studenten das Bafög und die Familienmitversicherung in der Krankenversicherung wie auch das Kindergeld so kürzte, dass sie nun auf regelmäßige Einnahmen über geringfügige Jobs angewiesen sind, denn sie tragen ja nicht nur die Lebenshaltungskosten, sondern müssen auch noch die Krankenversicherung selbst tragen.

    Ach, ja, und dann wären da natürlich auch noch die Rentner, die dazuverdienen müssen, sofern sie noch arbeiten können. Von denen werden es dank der politischen Weichenstellungen in den letzten Jahren immer mehr.

    Man hat fast den Eindruck, als wollten die Politiker die Leute in die Armut treiben und ihnen keine Chance mehr lassen, auf legalem Weg da rauszukommen. Hauptsache, die Menschen werden ausgepresst.

    Experten wollen Subventionen für Minijobs abschaffen

    In Deutschland gibt es ein geradezu explosionsartiges Wachstum der Nebenjobs. Manche üben ihn aus Freude aus, manche aus finanziellem Druck. Experten wollen aber nun die Anreize abschaffen und begründen das. ..

    Grundsätzlich kritisieren die Verfasser allerdings, dass der Staat die sogenannten Minijobs durch Steuer- und Abgabenfreiheit subventioniert. „Diese staatliche Begünstigung von Nebenjobs ist unnötig und sollte gestrichen werden“, sagt Weber, Forschungsdirektor des IAB. Geringverdiener durch die Förderung der Minijobs in die Mehrfachbeschäftigung zu treiben, sei sozialpolitisch kurzsichtig.

    „Momentan sorgt die staatliche Förderung dafür, dass die Menschen Anreize haben, Minijobs im Nebenjob anzunehmen, der außer etwas mehr Geld oft nichts bringt. Nötig ist, die Einkommensmöglichkeiten im Hauptberuf zu verbessern, zum Beispiel auch durch die Besserstellung von Geringverdienern bei Steuern und Abgaben“, sagt Weber.

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic....html#Comments

    Dieses Land hat fertig!

    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Ein paar der 370 Kommentare. Man gewinnt den Eindruck, die Politiker sollten schauen, das Pulverfass, auf dem sie sitzen, nicht zu zünden. Es fehlt nicht mehr viel:

    Kurcze W.
    Komische Experten. Steuerfrei ist man doch nur, wenn man unter 450 im Monat verdient. Das bedeutet doch, dass Leute mit Einnahmen von 450+ Steuern zahlen, egal wieviele Jobs die haben.

    Diese geforderte Abschaffung wird nur Arbeitslosen, Jugendlichen und Studenten schaden, die sich nebenbei was verdienen wollen. Natürlich werden diese Gruppen von den "Experten" nicht erwähnt, damit dieses schön reden nicht negativ auffällt.

    Lutz M.
    Wenn es noch Tätigkeiten ohne Steuern gibt, nennt man das heute Subvention.
    Dieser Logik nach ist auch Eigenleistung subventioniert. Wenn ich nun am Wochenende meine Reifen selbst wechsel, bin ich quasi Subventionsempfänger. Wieder was dazu gelernt !
    Rick S.
    Immerhin geht Gerhard Schröder, dem wir dieses System zu verdanken haben, mit gutem Beispiel voran: Ein Aufsichtsratspöstchen hier, eine Vorstandstätigkeit da... Das ist die neue Welt der Mehrfachbeschäftigung, die er seinerzeit angezettelt hat.

    Nur, dass auf seinem Kontoauszug an den 450 wahrscheinlich monatlich drei Nullen dran sind.

    D.Saster
    "Gerade in Gegenden, in denen beinahe Vollbeschäftigung herrscht, wie Baden-Württemberg oder Bayern, ist die Zahl der Minijobs, die nebenberuflich ausgeübt werden, in den vergangenen Jahren gestiegen."

    Beinahe Vollbeschäftigung kann man auch nur haben, wenn man allerlei Arbeitssuchende nicht in die Statistiken mit einbezieht. Es sich und anderen also quasi schön rechnet...
    Daniel M.
    .". zum Beispiel auch durch die Besserstellung von Geringverdienern bei Steuern und Abgaben" . Das ist wohl mit der größte Blödsinn, den ich je gelesen habe. Diese sogenannten "Experten" haben keine Ahnung, wieso so viele einen Nebenjob haben müssen. Und die 450 Euro gibt es mit Sicherheit nicht monatlich raus, wenn man die Steuern minimal senkt.

    Michael E.
    Der deutsche Arbeitsmarkt ist leergefegt? Was sollen diese Fake News oder alternativen Fakten? Ich suche seit 4 Jahren einen AG der mich einstellt. Ich bin Ü50 und schwerbehindert mit einem GdB 80%. Aber hochqualifiziert mit mehreren Ausbildungen MIT - nicht das MIT in den USA - Abschlüssen.

    Andreas B.
    Willkommen im Klub.
    Vermutlich sind Sie für den Unternehmer zu teuer. 8,50 ist da natürlich nicht drin.
    Wahrscheinlich wird ein Inder Ihre Arbeit erledigen. Der wohnt z.B. in Salzgitter, und fährt täglich nach Wolfsburg. Seine Beschäftigung wird über Zeitarbeit oder Engineering Unternehmen laufen.
    Andreas D.
    Erstmal sollte die Leiharbeit runtergefahren werden, das hat sich auch in großen Firmen breit gemacht. Minijobs hilft gerade kleinen Unternehmen flexibler zu sein und Geringverdienern hilft es ohne Abgaben etwas dazu zu verdienen.

    lewin B.
    Wer bestimmt eigentlich, wer in Deutschland als "Experte" gilt und ins hingehaltene Mikrofon sprechen darf? Minijobs sind für viele, die bewusst Teilzeit arbeiten wollen, eine tolle Möglichkeit, abgabenfrei nebenher zu arbeiten. Für den Staat ist das auch positiv, da nachweislich Schwarzarbeit dadurch zurückging. Was die wenigsten wissen: Für Minijobs zahlt der Arbeitgeber pauschal 32,6% Abgaben an den Staat (mehr als die 21% regulär), der Arbeitnehmer vereinnahmt sein Gehalt (bis zu 450 Euro im Monat) brutto für netto, er ist voll sozialversichert und sammelt ebenfalls Rentenpunkte. Meist liegt sein Nettogehalt auf der Weise sogar über dem Niveau, das er bei regulärer Abgabenlast ausgezahlt bekäme.

    Viele Unternehmen beschäftigen ehemalige Arbeitnehmer im Rentenalter im Wege dieses Instruments. Für die Rentner ist das eine tolle Möglichkeit, in begrenztem Umfang tätig zu sein und den Kontakt zu den ehemaligen Arbeitskollegen nicht zu verlieren. Leider werden derlei wichtige Diskussionen in Deutschland immerzu fast faktenfrei und überwiegend ideologisch geführt. Liegt es möglicherweise daran, dass die meisten Politiker und "Experten", noch nie selbst im Leben gearbeitet haben??
    Biene M.
    Meinetwegen für Rentner, es darf aber nicht sein, dass normale Arbeitnehmer auf Minijobs angewiesen sind, um überleben zu können. Von daher gehören Minijobs zumindest für reguläre Arbeitnehmer abgeschafft. Die Arbeitgeber sind hier in der Verantwortung. Ständig ist von überraschendem und noch mehr Wachstum zu lsesen und zu hören, das sollte auch mal bei den Arbeitnehmern ankommen. Gebt den Leuten vernünftig bezahlte Vollzeitstellen, Alleinerziehende, Rentner usw. können dann gerne Minijobs machen.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Experten wollen Subventionen für Minijobs abschaffen

    Den Kleinen soll man die Haut abziehen, damit sich die Versorgungsuchenden ein Jäckchen daraus machen lassen können.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #3


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    AW: Experten wollen Subventionen für Minijobs abschaffen

    Was ist denn wieder das Problem? Vor der Einführung der 450 Eurojobs ging es doch auch und wie sich viele noch erinnern können sogar viel besser und es gab auch Halbtagsstellen. Diese waren relativ gesehen sogar besser bezahlt als diese Unsäglichen 450 € Jobs.

    Ehepaare werden eh zusammen veranlagt, einen regulären Job und ein 450 € Job zusammen ist eh nicht zulässig. Das würde ja sonst jeder machen (Chef ich mach keine Überstunden, gib mir noch einen 450€ Job dazu). Ein Einkommen unter 735 Euro ist in jedem Fall steuerfrei.

    Sehr viele Firmen haben Stellen abgebaut und durch
    Jeder glaubt eine eigene Meinung zu haben, nur woher hat er vergessen.
    Medien sind das was man über Religionen sagte, Opium fürs Volk.


  4. #4
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    AW: Experten wollen Subventionen für Minijobs abschaffen

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Was ist denn wieder das Problem? Vor der Einführung der 450 Eurojobs ging es doch auch und wie sich viele noch erinnern können sogar viel besser und es gab auch Halbtagsstellen. Diese waren relativ gesehen sogar besser bezahlt als diese Unsäglichen 450 € Jobs.

    Ehepaare werden eh zusammen veranlagt, einen regulären Job und ein 450 € Job zusammen ist eh nicht zulässig. Das würde ja sonst jeder machen (Chef ich mach keine Überstunden, gib mir noch einen 450€ Job dazu). Ein Einkommen unter 735 Euro ist in jedem Fall steuerfrei.

    Sehr viele Firmen haben Stellen abgebaut und durch

    Brutto-Netto-Rechner:

    Monat
    Brutto-Arbeitslohn:

    734,00
    Lohnsteuer:

    71,75
    Solidaritätszuschlag:

    0,00
    Kirchensteuer:

    5,74
    Krankenversicherung:

    61,66
    Pflegeversicherung:

    11,19
    Rentenversicherung:

    68,63
    Arbeitslosenversicherung:

    11,01
    Netto-Arbeitslohn:

    504,02

    Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin zahlen also Steuern. Der Unterschied zu einer 450,-- Euro-Stelle ist nur marginal.

    Allerdings zahlt der Arbeitnehmer bei Steuerklasse I und demselben Verdienst keine Steuern, wohl aber Sozialabgaben, macht in diesem Fall netto 581,51 Euro.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  5. #5
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    AW: Experten wollen Subventionen für Minijobs abschaffen

    Letztendlich geht es darum mehr Steuern einzutreiben. Geschaffen wurden diese Jobs um die Arbeitslosenstatistik zu schönen und den Arbeitgebern zu ermöglichen, Leute für wenig Geld zu beschäftigen. Aus einer Ganztagsstelle wurden oft drei Teilzeitstellen. Inzwischen haben mehr als 3 Millionen Menschen in Deutschland mehrere Jobs.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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