Wahlkampf einmal anders.

Zu Besuch im Flchtlingscaf in Lengerich


Lengerich. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder traf in Lengerich mit den Aktiven der Flchtlingshilfe und Flchtlingen zusammen und informierte zu bundespolitischen Manahmen in der Flchtlingspolitik. Hierzu beantwortete sie auch kritische Fragen. So wurde bei den Gesprchen auch das wichtige Thema der gelingenden Integration vor Ort besprochen. Die SPD-Politikerin betonte, dass hierzu langfristige Konzepte und auch weiterhin die Flankierung der Kommunen durch den Bund fr das Gelingen von Integration notwendig sei.
Ansprechpartner fr das Flchtlingscaf ist Josef Kmpker, dem die SPD-Bundestagsabgeordnete auch weiterhin viel Erfolg fr die unermessliche Untersttzung wnscht und Dankbarkeit sowie Anerkennung zollt: Seit Monaten setzen wir uns in der Bundespolitik fr die Aufnahme von Flchtlingen und eine gelungene Integration ein. Leider werden die Bemhungen der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in der Flchtlingshilfe, fr die ich mich noch einmal ausdrcklich bedanken will, immer wieder von Rechtspopulisten konterkariert. Wir mssen daher die Menschen vor Ort besser darber informieren, welche Manahmen der Bund zur Strkung der Kommunen entwickelt hat und welche er auch weiterhin plant. Das Flchtlingscaf ist ein Format, das ich fr die Kommunikation zwischen den Geflchteten und den Ortsansssigen fr essenziell halte. Bund, Lnder und Kommunen drfen aber nicht nur darauf setzen, dass das Engagement der Ehrenamtlich unerschpflich ist, zumal Integration ein langwieriger Prozess ist , erklrt Dr. Daniela De Ridder, Bundestagsabgeordnete fr den Wahlkreis Mittelems.
Bei den Gesprchen im Flchtlingscaf ging es auch darum, fr Verstndnis zu werben und die Menschen vor Ort ber Untersttzungsangebote aufzuklren. Bereits im September letzten Jahres hatte der Bund ein ber sechs Milliarden Euro groes Paket fr die Flchtlingspolitik verabschiedet, von denen die Lnder je aufgenommenen Flchtling monatlich 670 Euro erhalten. Dabei blieben die Haushalte ausgeglichen und es wurden keine neuen Schulden aufgenommen.
Im Konkreten
jetzt wird es spannend:

hat die SPD-Bundestagsfraktion mehrere weitreichende Schritte vorgeschlagen, um einer geordneten Migrations- und Zuwanderungspolitik weiter Vorschub zu leisten.
Dazu zhlen eine bessere Sprachfrderung und Integrationskurse, die auch fr Asylsuchende und Geduldete geffnet werden sollen und somit besser auf die arbeitsmarktpolitischen Manahmen abgestimmt werden knnen.
Zudem sollen alle Kinder, gleich welcher Herkunft sie sind, die Kita besuchen knnen
Fr die Bildungspolitikerin De Ridder besonders wichtig ist die Anerkennung auslndischer Bildungsabschlsse, deren Verfahren schneller abgeschlossen werden mssten.
Auerdem begrt sie den Vorschlag des Bleiberechts fr Migrantinnen und Migranten, die erfolgreich ein Studium in Deutschland abgeschlossen haben.
Mit vereinten Krften knnen wir die Integration verstrken und den geflchteten Menschen eine Perspektive bieten, wovon wir alle profitieren. Allerdings drfen wir in unserem Engagement und dies betrifft zahlreiche Ressorts der Politik nicht nachlassen. So mssen wir frh der Ghettoisierung und Isolation von Menschen vorbeugen hier mssen wir aus den Fehlern der Vergangenheit unsere Lehren ziehen. Die bislang entwickelten Manahmen fr den Arbeitsmarkt sind ein guter erster Schritt, jedoch mssen wir im Bereich der Bildung noch viel mehr tun hier liegt nicht nur der Schlssel fr eine tolerante Gesellschaft, sondern auch die Sicherung unseres wirtschaftlichen Erfolgs
Gerade der grassierende Fachkrftemangel in unserer Region ist dringend auf Zuwanderung angewiesen. Allerdings mssen wir dann auch in weitere Qualifizierungsmanahmen investieren: Deutsch- und Integrationskurse sind ein guter Anfang. Unsere langjhrigen Erfahrungen zeigen aber auch, dass die Zugewanderten die Chance erhalten mssen, Schulabschlsse erwerben zu knnen, um einen Platz auf dem Arbeitsmarkt finden zu knnen, so De Ridder weiter.
Den durch populistische Parteien propagierten Vorurteilen gegen Migrantinnen erteilte die SPD-Bundestagsabgeordnete ein deutliche Antwort: Wer gegen Menschen aus anderen Kulturkreisen oder mit anderer Hautfarbe hetzt, gefhrdet nicht nur unsere Demokratie, sondern unsere Gesellschaft; denn die lebt von einem toleranten Miteinander und einer gegenseitigen Solidaritt
Wer nun behauptet, dass Flchtlinge bevorzugt behandelt werden, oft genug habe ich gehrt, dass ich mich lieber um deutsche als um auslndische Familien kmmern solle spricht schlicht die Unwahrheit. Daher umfasst mein Bildungsauftrag auch diejenigen, die diesen Unwahrheiten aufsitzen. Ich will verhindern, dass durch Bildungsarmut Menschen fr radikale Parolen empfnglich werden. Diese bedeutet fr mich, dass ich mich in der kommenden Legislaturperiode auch vermehrt fr politische Bildung einsetzen mchte , bekrftigt De Ridder.
Neben der angeregten Debatte wurde auf die konkreten Ansprechpartner im Bundesamt fr Migration und Flchtlinge (BAMF) und auf Landesebene aufmerksam gemacht. Dr. Daniela De Ridder ruft die Kommunen der Region und die engagierten Sozialverbnde dazu auf, alle Mglichkeiten auf Frderung durch den Bund und das Land Niedersachsen auszuschpfen.
https://el-news.de/niedersachsen/ems...-in-lengerich/