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    Integration Flüchtling Ali Reza Jafari muss trotz festem Job vor Abschiebung bangen

    Integration
    Flüchtling Ali Reza Jafari muss trotz festem Job vor Abschiebung bangen

    Dieser feste Job entpuppt sich als staatlich geförderte Halbtagsstelle nach einem vollständig bezahltem Praktikum (Finanzierung aus den Arbeitslosengeldkassen) und soll in eine Ausbildung münden, die dem Afghanen, der kein Bleiberecht hat und nur noch deshalb im Land ist, weil es für ihn einen Abschiebestopp gibt, eine dauerhafte Aufentsgenehmigung, einklagbar und ohne weitere Bedingungen ermöglicht.

    Das geht dann so: 3 Jahre Ausbildung, 1/2 Jahr für die Jobsuche nach der Ausbidung und 1 1/2 Jahre eine Anstellung in irgendeinem Job egal mit welchem zeitlichem Umfang, also auch Teilzeit und weniger. Dann sind die vom Staat garantierten 5 Jahre Bleiberecht für Auszubildende rum und er hat ein verbrieftes Recht auf dauerhaften Aufenthalt in Deutschland - für immer.

    Integration Flüchtling Ali Reza Jafari muss trotz festem Job vor Abschiebung bangen

    So kann Integration funktionieren: Ali Reza Jafari macht einen Deutschkurs und arbeitet halbtags. Der 32-Jährige kam vor zwei Jahren als Flüchtling aus Afghanistan. Ob er bleiben kann, ist völlig unklar.
    Integration Flüchtling Ali Reza Jafari muss trotz festem Job vor Abschiebung bangen

    So kann Integration funktionieren: Ali Reza Jafari macht einen Deutschkurs und arbeitet halbtags. Der 32-Jährige kam vor zwei Jahren als Flüchtling aus Afghanistan. Ob er bleiben kann, ist völlig unklar.
    Ali Reza Jafari (2. von links) mit seinem Kollegen Riccardo Caruso sowie dem Geschäftsführer von Hartmann & Co., Jochen Lindenau, sowie Wolfgang Niestroj vom Lions Club Kelkheim.
    Kelkheim. Die beiden Männer haben im Lager gerade die langen Furnierholzplatten sortiert. Nun fährt Riccardo Caruso den Gabelstapler an den richtigen Platz, um die dicken Eichenbretter einzulagern. Kollege Ali Reza Jafari ist sofort zur Stelle, die Mitarbeiter der Firma Paul Hartmann & Co. verstehen sich – selbst wenn’s bei der sprachlichen Verständigung manchmal ein wenig hapert. Denn Jafari ist Flüchtling, erst seit gut zwei Jahren in Deutschland. Doch bei Firmenchef Jochen Lindenau hat er nach einem erfolgreichen Praktikum einen Halbtagsjob gefunden und arbeitet nachmittags in einem Kurs an seinem Deutsch.
    Erst in unseren Zeiten werden einfache Hilfsarbeiterjobs in der Presse so aufgewertet wie heute: "...fährt den Gabelstapler an den richtigen Ort, um die dicken Eichenbretter einzulagern....." Und über den Flüchtling: "... Ali Reza Jafari ist sofort zur Stelle..."

    Unterstützung der Lions

    Ali Reza Jafari ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Integration von Geflüchteten auf lokaler Ebene mit gemeinsamer Anstrengung gelingen kann. Denn der Holzhändler aus dem Gewerbegebiet Münster, der bis zu 100 Hölzer importiert und weiterverkauft, hat dem 32-Jährigen eine Chance gegeben. Doch ohne die Unterstützung des Lions-Clubs Kelkheim hätte er den Aufwand wohl nicht betreiben können, gibt Lindenau – selbst Lions-Mitglied – offen zu. In der Firma Hartmann, 1902 gegründet, sind es aktuell sechs Mitarbeiter.


    Als die vielen Flüchtlinge vor zwei Jahren nach Deutschland kamen, „da haben wir gedacht: Können wir etwas tun in Kelkheim?“, erinnert sich der heutige Lions-Präsident Wolfgang Niestroj. Schnell war klar: Die Gruppe möchte ihr Wissen und die Kontakte zur Vermittlung einer Arbeitsstelle nutzen. „Wir mussten aber feststellen, dass es rechtlich völlig unklar war“, sagt Niestroj, „dass sich bei der Agentur für Arbeit ständig etwas ändert“. Bereits anerkannte Flüchtlinge kämen ins Jobcenter, die anderen fielen hinten runter. Zudem gebe es eine Unsicherheit: Ein Flüchtling wird eingestellt, leistet gute Arbeit, könnte aber immer noch abgeschoben werden.
    Derzeit Abschiebestopp

    So ist die Situation auch bei Ali Reza Jafari. Im Moment bestehe für ihn ein Abschiebestopp, weiß Lindenau. Der Firmenchef möchte ihm dennoch oder gerade deshalb weiter die Chance geben – geplant ist, dass er hier eine Ausbildung zum Lagerfacharbeiter/Logistiker beginnt. Denn der Unternehmer findet: Bei unsicheren Fällen, wie bei Jafari, sollte der Staat ruhig mal die Arbeitgeber fragen und das in seine Entscheidung einbeziehen.

    Beispiel Deutschkurse: Sein Schützling sollte in Flörsheim geschult werden, arbeitet aber in Münster – fahrtechnisch ein großes Problem. Inzwischen geht Jafari zum Kurs in Hofheim. „Da wünsche ich mir Unterscheidungen“, betont Lindenau. Gleiches gelte für die Wohnungssituation: Jafari hat einen Job, Frau, zwei kleine Töchter, lebe aber immer noch in der Gemeinschaftsunterkunft an der Wilhelmstraße – mit Menschen, die andere Tagesabläufe haben. Er müsse um 6 Uhr raus, die anderen seien nachts lange wach und auch laut, beschreibt der Familienvater ein großes Problem.
    Hier stutze ich ein wenig: Ali Reza hat eine Frau und zwei Kinder und ernährt diese (doch eher nicht, denn ein Halbtagsjob reicht ja noch nicht einmal für ihn selbst) mit seinem Halbtags-Hilfsarbeiterjob, der wiederum vom Steuerzahler und Arbeitslosengeldeinzahler finanziert wird, plant gar noch eine Ausbildung, die ebenfalls kein Geld in de Kassen spült, soll aber wohl eine Wohnung erhalten. Und die Frau des Hauses geht, wie wir erfahren, keinem Beruf nach, sondern ist Hausfrau. Geplant ist ein Berufseinstieg für die Frau offensichtlich ebenfalls nicht und möglicherweise ist sie ja schon wieder in guter Hoffnung.

    Und den fleißigen Mann, wie er hier nachfolgend beschrieben wird, ereilte im Iran, wo er vorher lebte, der Weckruf nach Deutschland.

    Der fleißige Mann aus Afghanistan, der von seiner Zwischenstation im Iran bis nach Deutschland flüchtete, wünscht sich vor allem, hier bleiben und bei der Firma Hartmann Fuß fassen zu können. „Die Akzeptanz der Kollegen war anfangs etwas verhalten. Jetzt ist er anerkannt. Weil sie sehen, er tut was. Er möchte unbedingt integriert werden“, lobt Lindenau. Eine eigene Wohnung wäre nun Jafaris Traum. „Es müsste schneller entschieden werden, ob jemand bleiben darf oder nicht“, sagt sein Kollege Caruso. Jafari nutze seine Chance, habe schon viel gelernt – auch bei der Sprache. Doch Hiobsbotschaften gibt es: Sein Schwager muss zurück in die Heimat, obwohl er einen festen Job hat. Ali Reza Jafari, der im Iran mal als Automechaniker gearbeitet hat, bangt ebenfalls – trotz der großen Chance, die ihm Joachim Lindenau und der Lions-Club gegeben haben.
    http://www.kreisblatt.de/lokales/mai...art676,2771504
    Geändert von Turmfalke (20.09.2017 um 18:55 Uhr)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Integration Flüchtling Ali Reza Jafari muss trotz festem Job vor Abschiebung bangen

    ...der von seiner Zwischenstation im Iran bis nach Deutschland flüchtete...
    Ich gehe jetzt auch nach Österreich und "flüchte" dann weiter in die Schweiz . . . Kommen sich diese Schreiberlinge denn wirklich nicht blöd vor!???

    Kollege Ali Reza Jafari ist sofort zur Stelle...
    Ja, was denn auch sonst, meine Güte! Das ist dann doch sein Job! Herrjeh!

    Man bekommt nur noch Sodbrennen, wenn man solche Artikel liest.
    "Die IS sind nur die Würmer die aus dem Koran gekrochen sind."

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