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    „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    Bonner Soziologin im Gespräch „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“
    Lucke: Ich erinnere mich noch an Hauptstadtzeiten. Da war Bonn eine weltoffene Stadt voller Diplomaten. Damals spielten Hautfarbe oder Bekleidung keine Rolle. Das hat sich radikal geändert. Heute fangen auch hier Menschen an zu überlegen, ob sie zum Beispiel bestimmte Unterführungen noch benutzen, weil sie sich von denjenigen, die sich dort aufhalten, latent bedroht fühlen. Akzeptanz hat immer auch etwas mit Ähnlichkeit zu tun. Der Begriff Assimilation enthält das lateinische similis, ähnlich. Diese entsteht einerseits räumlich – Franzosen etwa sind uns auch in dem Sinne näher als Afghanen – oder aber durch vergleichbare Lebensmilieus. An Universitäten oder auch in großen Unternehmen ist es nachgerade chic, Mitarbeiter mit fremdländisch klingenden Namen zu beschäftigen. Das symbolisiert Weltläufigkeit. Aber es sind 2015/16 eben nicht nur Akademiker und Geschäftsleute zu uns gekommen.
    Man hat lange so getan, als würden die Zuwanderer mit einem Sprachkurs und einem Arbeitsplatz in die deutsche Gesellschaft integriert. Ist das nicht eine extreme Verkürzung von Integration?


    Lucke: Meines Erachtens sind das typisch deutsche Vorstellungen, wie sich gesellschaftliche Probleme politisch managen lassen. Etwas mehr soziologischer Sachverstand wäre da durchaus angebracht. Nehmen Sie allein schon das Vokabular. Flüchtlings“strom“ oder auch -„welle“ klingt nach einer Naturkatastrophe. Der „Flüchtling“ liegt als Verkleinerungsform begrifflich verräterisch nah beim „Sträfling“ oder auch „Schädling“. Die Politik hat das ja durchaus absehbare Problem einfach lange ignoriert. Akzeptanz scheitert oft an ganz grundlegenden Selbstverständlichkeiten, wie etwa dem Einhalten und Respektieren einer bestimmten körperlichen Distanz. In anderen Kulturräumen kommt man sich durchaus so nahe, dass wir das unsererseits bereits als unangenehm empfinden und als Bedrohung wahrnehmen. Solche interkulturellen Missverständnisse kann man nicht in einem Kursus ausräumen.
    Wie verändert sich eine Stadt durch Zuwanderer aus wenigen Herkunftsländern in Größenordnungen von einigen Tausend Menschen? Könnte sich das etwa in der Sprache, im Verhalten oder im Wertekanon niederschlagen?

    Lucke: Eine Stadt wie Bonn oder ein Land wie Deutschland sind offene Systeme. Wenn ich etwas ergänze und von außen hinzufüge, verändern sie sich zwangsläufig. Insofern ist der Satz von Kanzlerin Merkel, Deutschland werde Deutschland bleiben, aus soziologischer Sicht unglaubwürdig. Selbstverständlich werden die Geflüchteten unsere Sprache, unsere Vorlieben und unser Verhalten beeinflussen. Ich sehe darin bei allen Schwierigkeiten und aufeinanderprallenden Kulturen aber auch positive Aspekte. Schließlich können wir unser eigenes Verhalten nur reflektieren, wenn wir im direkten Umgang erleben, wie andere sich verhalten und wie Leben auch anders als das unseren gesellschaftlich geprägten Vorstellungen entspricht gelebt werden können.
    Welchen Zeithorizont würden Sie für die Integration der Flüchtlinge von 2015/16 ansetzen?

    Lucke: Das ist – die Erfahrung lehrt dies – in jedem Fall eine Frage von mehreren Generationen.
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/...le3656377.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    Die Integration von Zuwanderern wird es nicht geben.
    Es sind eher die Einheimischen, die sich den Zuwanderen zu integrieren haben. Wenn aus dem ehemaligen Deutschland Afrika oder ein anderer multinationaler Knüddelkitstaat geworden ist, wird man es vielleicht der Integration zuschreiben.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #3
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    AW: „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    Wir haben doch Erfahrungswerte. Die Türken sind selbst in der dritten Generation nicht integriert. Warum sollte es sich mit den Muslimen die jetzt kommen anders verhalten? Hauptproblem ist ja, dass diejenigen, die die Integrationsarbeit leisten müssen, immer weniger werden. Eine deutsche Gesellschaft wird es nie wieder geben.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    Die Integration wird nicht mehrere Generationen dauern; sie wird einfach nicht stattfinden. Dieses Clientel ist mehrheitlich integrationsunfähig, bzw. -unwillig, so auch dessen Kinder. Konflikte bis zum Bürgerkrieg sind damit vorprogrammiert, sobald die Transferleistungen mal gekürzt werden oder ganz ausbleiben.
    "Die IS sind nur die Würmer die aus dem Koran gekrochen sind."

  5. #5
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    AW: „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    In meinem Bekanntenkreis sind viele am überlegen, wohin man auswandern könnte...

    Man sieht, wie es hier den Bach runtergeht..

    Warum trauen wir uns nicht: wir sind gewillt, andere Sprache zu lernen, uns zu integrieren.
    Aber: man hängt an der Heimat... Man hat Tiere die man nicht zurücklassen will (lange Quarantäne für Tiere die das nicht überleben , schreckt ab...).
    Man hat keine Arbeitsstalle im Ausland...
    Manche haben Kinder die sie nicht aus dem gewohnten Umfeld rausreißen wollen.
    Man hat ein Haus gekauft und daher Schulden...

    Integration mit "normalen" Ausländern klappt - ich hab genug ausländische integrierte Freunde.

    ABER: mit Leuten die hierkommen nur weils hier was umsonst gibt, die sich nicht integrieren wollen, da wird keine Integration erfolgen. Leider kommen eben nicht nur Einwanderer, sondern leider auch viele "Schmarotzer".

    Ich unterscheide bei den "Zuwanderern" zwischen "Asylanten", "Einwanderern" und "Scharotzern".

    Asylanten können sich m.E. integrieren - ich kann verstehen daß integrierte Asylanten nicht zurückwollen wenn Integtration geklappt hat und der Asylgrund wegfällt - fänds persönlich nicht so orickelnd wenn die integriert sind und dann heimsollen...
    Ein Einwanderer ist eine Bereicherung: sonst dürfte er nicht einwandern.... Kriminell geworden: sofort Staus aberkennen und ab in die Heimat...
    "Schmarotzer": sind für mich Menschen die nur herkommen um in der soz. Hängematte aufgefangen zu werden - die keinen Fluchtgrund haben, die kriminell sind... Ich werde in meiner Heimat verfolgt weil ich 2 Kinder vergewaltigt habe und mir die Todesstrafe droht ist für mich KEIN Fluchtgrund...


    Möchte ich hier weg, MUß ich eine positive Bereicherung fürs Gastland darstellen - sonst kann ich nicht weg bzw werde nach dem Urlaubsbesuch rausgeschmissen.
    Ich hab jedenfalls KEIN Land gefunden in das ich auswandern kann, ohne Arbeitsplatz im Land nachzuweisen oder genug Geld...
    Andere Länder wollen selbstverständlich nachweisbar haben, daß ich nicht kriminell bin.
    Selbst mit Sprachkenntnissen, ohne kriminell, ohne fiese Krankheiten kann ich nicht einfach irgendwo einwandern... Da gibts überall Regeln...

    Komisch, ich kann irgendwie nicht auswandern auch wenn ich Sprachkenntnisse habe - da wird immer Geld oder Job gefordert....

    Und ohne Paß ist erst recht nix mit "auswandern" ...

    Aber ich bin halt typisch deutsch... Ich würde halt nicht ohne Paß irgendwo aufschlagen.. Ich bin halt Spießbürger und würde den legalen Weg gehen: also brauch ich erst einen Job in anderem Land, muß die Sprache vorher lernen etc...

  6. #6
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    AW: „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    Stellungnahme zur Integration aus berufenem Mund:



    Integration á la turque:
    Die Ausländer bleiben in Deutschland und die Deutschen verschwinden!
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  7. #7
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    AW: „Die Integration von Zuwanderern wird Generationen dauern“

    @ Narima

    Du bemühst dich immer, möglichst relativ zu schreiben. Es gibt auch Ausländer, die sich integrieren wollen und du kennst einige. Und die wollen auch arbeiten.

    Ich sehe die Sache nicht ganz so emotional. Jedes Land verträgt nur eine bestimmte Anzahl an Einwanderern, ja, auch solche, die integrationswillig sind oder nicht ganz kulturfremd, denn Einwanderer verändern immer die Gesellschaft.
    Ein Land mit der Bevölkerungsdichte von Deutschland, wo man sich selbst im Wald beim sonntäglichen Spaziergang über die Füße läuft und in dem mehr und mehr Flächen versiegelt, d.h. betoniert und bebaut werden, verträgt nicht sehr viele Neubewohner. Es wird dann eben ein wenig zu dicht in diesen dichtbesiedelten Land. (Für die Grünen unter den Lesern: Das ist nicht sehr umweltfreundlich und fördert den CO 2-Ausstoß).
    Ein Land, in dem eine neue industrielle Revolution (die heißt hier 4.0, obwohl wir mit der 3.0 noch nicht ganz fertig sind) im Gange ist, benötigt nicht ein Heer von Arbeitskräften, denn überall werden Arbeitsplätze abgebaut (ja, ich weiß, aber natürlich nicht in der Flüchtlingsindustrie und Lehrer werden für die nächsten 5 Jahre auch gesucht, aber dies sind keine Produktivarbeitsplätze, leider). Viele Firmen gehen ins Ausland. Hilfsarbeiter werden kaum gebraucht und in Zukunft noch weniger. Facharbeiter werden durch Computerprogramme und Maschinen ersetzt, Akademikern ergeht es ähnlich und es werden zukünftig viele von ihnen ebenfalls durch die Möglichkeiten der technischen Neuerung überflüssig. Es gibt immer weniger Arbeit, von der man leben kann, zu verteilen, mögen Schreiner noch so sehr über Arbeitskräftemangel jammern. Dieser Mangel hat seine Ursache nämlich eher in der miserablen Bezahlung in diesen Familienbetrieben.
    Viele der Zuwanderer sind nicht arbeitsfähig, manche auch nicht willig, viele nicht ausreichend ausgebildet und viele lassen sich nicht ausreichend ausbilden. Und selbst wenn, treffen die schon auf einen gesättigten Arbeitsmarkt, der jetzt und in den nächsten Jahren abgebaut wird. Ob dann so viele Saison-Kellner auf Sylt noch gesucht werden, dass man mit ihnen einen weiteren Zuzug von Flüchtlingen als fehlende Fachkräfte begründen kann, wage ich zu bezweifeln.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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