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    Bertelsmann-Studie, Märchenstunde der Naivlinge

    Die Meldung des Tages schlechthin, weil sie ganz oben im Newsticker zu finden ist. Urheber mal wieder die Bertelsmann-Stiftung.

    Muslime sind besser integriert, doch es wird nicht gesagt, als wer oder was? Muslime sind besser integriert als Flüchtlinge? (Aber die meisten Flüchtlinge sind Muslime) Muslime sind besser integriert als vor Jahren? (Aber die Kinder der muslimischen Einwanderer sind wesentlich radikaler und schariaorientierter als ihre Eltern, so ganz offizielle Erkenntnisse. Und die neu gekommenen muslimischen Afghanen und Syrer und Marokkaner sind nun auch nicht gerade integriert, sonst bräuchte es ja nicht diese kostspieligen Integrationsbemühungen und -lotsen und -kurse).

    Also sagen wir doch ganz einfach: Musime sind besser integriert als Polen.

    Bertelsmann-Stiftung
    Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz


    <figure class="asset-image asset-image--image_big"><figcaption class="asset-image__description"> Muslime beim Freitagsgebet in der Moschee Eyüp Sultan Camii in Ronnenberg in der Region Hannover.
    (Foto: dpa) </figcaption> </figure> <section class="body" id="article-body">
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    • Eine aktuelle Studie zeigt: Muslime, die schon lange in Deutschland leben, sind überwiegend gut integriert.
    • Besonders was Bildung und Erwerbstätigkeit angeht, unterscheiden sie sich kaum vom Bevölkerungsdurchschnitt.
    • Die Bertelsmann-Stiftung hat die Situation von Muslimen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Großbritannien verglichen. Gerade bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt schneidet Deutschland sehr gut ab.
    • Die gute Integration geht nicht immer mit gesellschaftler Anerkennung einher: In Deutschland lehnen 19 Prozent der Befragten muslimische Nachbarn ab.

    <section class="authors">

    </section> Zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Muslime lebten Ende 2015 in Deutschland. Ein Viertel von ihnen ist seit 2011 ins Land gekommen - die meisten kamen als Geflüchtete aus dem Nahen Osten. Fast alle Muslime gleichen in ihrer Sprachkompetenz, dem Bildungsniveau und der Erwerbsbeteiligung den Nicht-Muslimen. Sie sind überwiegend gut integriert - das ist der zentrale Befund einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Trotzdem mangelt es aber an der gesellschaftlichen Akzeptanz der Muslime.
    Bis Ende 2016 haben 1100 Muslime mit Wurzeln in der Türkei, Südosteuropa, dem Iran, Südostasien, Nordafrika sowie dem Nahen Osten am "Religionsmonitor" der Bertelsmann-Stiftung teilgenommen. Verglichen wird die Situation von Muslimen, die vor 2010 nach Deutschland, in die Schweiz, nach Österreich, Frankreich und Großbritannien kamen. Die zentralen Ergebnisse:


    • Bestnote für die Integration auf dem Arbeitsmarkt

    Deutschland bekommt mit Abstand die besten Noten bei der Integration muslimischer Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt. Bei Arbeitslosenquote und Vollzeitstellen gibt es der Studie zufolge kaum noch Unterschiede zum Bevölkerungsdurchschnitt. Muslime verdienen jedoch deutlich weniger; was darauf hinweist, dass sie häufiger im Niedriglohnsektor beschäftigt sind.

    </section>
    Auffällig ist, dass besonders religiöse Muslime bei gleichen Bildungsvoraussetzungen, also etwa dem gleichen Schulabschluss oder der gleichen Ausbildung, im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt seltener einen Beruf ausüben und weniger verdienen. Das könne einerseits auf Diskriminierung hinweisen, heißt es in der Studie. Stark religiöse Muslime trügen häufig sichtbare religiöse Symbole und würden deswegen mit Vorbehalten konfrontiert, die die Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt reduzierten. Andererseits könne eine strikte Befolgung religiöser Pflichten eine Erwerbsbeteiligung erschweren, wenn beispielsweise die Ausübung des fünfmaligen Pflichtgebets nicht gelinge oder das Tragen religiöser Symbole nicht gestattet sei.

    Wird gelingen, ist gelungen? Nein, sie ist offensichtlich gerade dabei, sie ist am machen, am dranne, am sein, am tun:

    • Die sprachliche Integration gelingt

    Unter den befragten eingewanderten Muslimen beträgt der Anteil derer, die Deutsch als ihre erste Sprache bezeichnen, etwa ein Fünftel. Etwa drei Viertel der befragten in Deutschland geborenen Muslime sind mit Deutsch als erster Sprache aufgewachsen. Auch wenn der Anteil von Generation zu Generation steigt, liegt Deutschland damit im europäischen Vergleich im Mittelfeld.


    In Frankreich etwa ist Französisch für 74 Prozent der im Land geborenen befragten Muslime die Erstsprache. Im dortigen Schulsystem lernen die Kinder länger gemeinsam und können so anfängliche Nachteile besser ausgleichen. "Der internationale Vergleich zeigt, dass nicht Religionszugehörigkeit über die Erfolgschancen von Integration entscheidet, sondern staatliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen", sagt Stephan Vopel, Experte für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung.
    • Muslime pflegen Kontakt zu Nicht-Muslimen

    Ein Vorurteil gegenüber Muslimen widerlegt die Studie besonders deutlich: Muslime schotten sich weder ab, noch meiden sie Kontakte zu Nichtmuslimen. Die große Mehrheit der in den untersuchten Ländern lebenden Muslime pflegt häufige Freizeitkontakte zu Nichtmuslimen. 78 Prozent der befragten Muslime in Deutschland berichten über häufige beziehungsweise sehr häufige Freizeitkontakte zu Nichtmuslimen. Nur in der Schweiz sind es mit 87 Prozent noch mehr.
    • Muslimische Nachbarn sind nicht überall erwünscht

    Die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt oder ins Schul- und Ausbildungssystem geht nicht unbedingt mit gesellschaftlicher Anerkennung der Muslime im Alltag einher. In Deutschland lehnen 19 Prozent der nichtmuslimischen Befragten muslimische Nachbarn ab. In Österreich will mehr als jeder vierte Befragte keine muslimischen Nachbarn.
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/...tanz-1.3638374
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    Herzliches Miteinander oder kühles Nebeneinander? - DIE WELT


    DIE WELT


    Herzliches Miteinander oder kühles Nebeneinander?
    DIE WELT
    Berlin/Gütersloh - In Deutschland haben muslimische Einwanderer häufiger einen festen Job als in Frankreich. Die Studie «Muslime in Europa - Integriert aber nicht akzeptiert?» zeigt, dass Muslime hierzulande im Schnitt früher Deutsch sprechen als ihre ...

    und weitere &raquo;


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  3. #3
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    AW: Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz

    Frag einen Moslem und er wird dich anlügen. Diese ganzen Studien sind doch reinste Verarsche..........

    Besonders was Bildung und Erwerbstätigkeit angeht, unterscheiden sie sich kaum vom Bevölkerungsdurchschnitt.

    ....wie bitte? Das ist ja wohl völlig daneben! In Berlin z.B. sind 40% der arbeitsfähigen Türken arbeitslos. So hoch ist es beim Bevölkerungsdurchschnitt sicher nicht. Aber es geht noch weiter....


    Fast alle Muslime gleichen in ihrer Sprachkompetenz, dem Bildungsniveau und der Erwerbsbeteiligung den Nicht-Muslimen.
    ...völliger Blödsinn! Die meisten Türken und Araber beherrschen die deutsche Sprache nur unzureichend. Ich kenne Türken, die 35 Jahre und länger hier leben und keinen einzigen verständlichen Satz formulieren können. Die Türken haben dafür ein sehr schönes Wort: Tarzanisch, Tarsanisch gesprochen. Also lediglich ein paar Worte stammeln.



    Auffällig ist, dass besonders religiöse Muslime bei gleichen Bildungsvoraussetzungen, also etwa dem gleichen Schulabschluss oder der gleichen Ausbildung, im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt seltener einen Beruf ausüben und weniger verdienen.

    Ein Widerspruch zum bisher Zusammengelogenen. Also stimmt es doch nicht, mit dem arbeiten wie der Bevölkerungsdurchschnitt......und natürlich hat man auch gleich ein paar dümmliche Erklärungen zur Hand.....


    Das könne einerseits auf Diskriminierung hinweisen, heißt es in der Studie. Stark religiöse Muslime trügen häufig sichtbare religiöse Symbole und würden deswegen mit Vorbehalten konfrontiert, die die Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt reduzierten.

    ..und was soll das sein? Lediglich die verschleierten oder kopftuchtragenden Frauen können hier gemeint sein, denn erkennbare religiöse Symbole tragen Männer nicht. Diskriminierend sind Vorbehalte gegenüber stark religiöse Muslime keinesfalls. So manch einer würde heute noch leben, wenn er Vorbehalte gehabt hätte

    Andererseits könne eine strikte Befolgung religiöser Pflichten eine Erwerbsbeteiligung erschweren, wenn beispielsweise die Ausübung des fünfmaligen Pflichtgebets nicht gelinge oder das Tragen religiöser Symbole nicht gestattet sei.

    ....auch das ist Quatsch! Gebete müssen nicht zu bestimmten Zeiten abgehalten werden, wenn es dem Moslem nicht möglich ist. Sie können auch gebündelt zu späterer Zeit nachgeholt werden. Wer trotzdem auf pünktliche Gebete besteht, ist nur zu faul zum arbeiten. Wie so oft ist also auch diese "Studie" der Bertelsmann-Stiftung dummes Zeug.
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  4. #4
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    AW: Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz

    Wozu diese gefakte "Studie" veröffentlicht wurde, kann man nun wunderbar sehen. So wie sich Fliegen auf ein Stück Scheiße stürzen, so überschlagen sich nun die Gazetten und bringen diese "Studie" der bereits mehrfach durch falsche Aussagen in Misskredit geratenen Bertelsmann-Stiftung als Beleg für die gelungene Einwanderung von Muslimen. Aber es gibt auch Zeitungen, die den ganzen geballten Schwachsinn der "Studie" in Zweifel ziehen...............

    ie Debatte über die Integration von Muslimen wird von einer groß angelegten Studie mit überraschend positiven Befunden neu entfacht. In einer Untersuchung gelangt die Bertelsmann-Stiftung zu der Einschätzung, dass sich muslimische Einwanderer der zweiten Generation auf dem deutschen Arbeitsmarkt mittlerweile sehr gut behaupten.

    Inzwischen unterscheide sich die Erwerbsbeteiligung von Muslimen nicht mehr vom Durchschnitt der deutschen Erwerbsbevölkerung: Rund 60 Prozent arbeiteten in Vollzeit, 20 Prozent in Teilzeit, und die Arbeitslosenquote gleiche sich ebenfalls an. Damit stehe Deutschland, so die Forscher, hinsichtlich der Arbeitsmarktintegration an der Spitze der fünf in der Studie betrachteten Staaten. Verglichen wird die Situation von Muslimen, die vor 2010 nach Deutschland, in die Schweiz, nach Österreich, Frankreich und Großbritannien kamen.

    Die sehr positive Sicht auf die Lage deutscher Muslime am Arbeitsmarkt deckt sich allerdings nicht mit den neuesten verfügbaren Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach war im Dezember 2016 unter den Arbeitslosen der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund mit 43 Prozent weit überproportional. Unter den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ – darin sind zum Beispiel auch Hartz-IV-Aufstocker enthalten – liegt der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund noch höher, bei 52,6 Prozent. Der Bevölkerungsanteil der Muslime liegt bei lediglich rund sechs Prozent.Gesonderte Angaben für Muslime erhebt die Arbeitsagentur zwar nicht. Doch laut Statistischem Bundesamt haben aus der Türkei und anderen nichteuropäischen Staaten stammende Menschen eine höhere Erwerbslosenquote als die übrige Bevölkerung mit Migrationshintergrund, wozu etwa die Millionen EU-Ausländer sowie Spätaussiedler zählen.

    Diese Daten von BA und Statistischem Bundesamt wecken Zweifel, dass muslimische Zuwanderer in Deutschland tatsächlich so gut auf dem Arbeitsmarkt integriert sind, wie es in der Studie dargestellt wird. Hinzu kommt, dass diese Erhebung nur Personen erfasst, die bis 2010 zugewandert sind, sodass die seitdem gekommenen Flüchtlinge nicht betrachtet werden. Daher ist zu vermuten, dass die Arbeitsmarktlage für muslimische Zuwanderer deutlich schwieriger ist.

    Religiöser Fundamentalismus bleibt außer Acht

    Gleichwohl kommt die Studie, die im Rahmen des Bertelsmann-Religionsmonitors zur Intensität von Glaubensvorstellungen erstellt wurde, zu dem Ergebnis, dass die in Deutschland lebenden Muslime spätestens seit der zweiten Generation mehrheitlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen seien. Als Beleg habe auch zu gelten, dass 96 Prozent der in Deutschland befragten 1000 Muslime eine Verbundenheit mit diesem Land erklärt hätten. Allerdings wurden die Menschen nicht nach Vorbehalten gegenüber Deutschland oder seiner Gesellschafts- und Verfassungsordnung befragt.
    Weiterhin beschränkt sich die Erfassung der in der Untersuchung erhobenen Religiosität der Muslime strikt auf allgemeine Glaubenscharakteristika wie die Häufigkeit von Gebeten, den Glauben an einen Gott oder „das Gefühl, mit allem eins zu sein“. Außer Acht bleiben damit Aspekte des religiösen Fundamentalismus oder der Einstellung gegenüber der Gleichberechtigung von Frauen. Bei den Muslimen wurde also hier nicht nach mentalen oder kulturellen Integrationshemmnissen gefragt. Ausdrücklich schreiben die Autoren, dass sie unter Integration „nicht die Assimilation an eine wie auch immer geartete Leitkultur“ verstehen.

    Umgekehrt aber wird die deutsche Mehrheitsbevölkerung durchaus dahingehend befragt, ob sie gegen Muslime Integrationshemmnisse aufbaue. So wurden Deutschstämmige gefragt, ob sie Muslime als Nachbarn haben wollten. Das verneinte jeder Fünfte. Weil somit die Studie die Bemühungen von Muslimen würdigt und Vorbehalte der Mehrheitsbevölkerung thematisiert, gelangt die Bertelsmann-Stiftung zu der These, die Muslime seien „integriert, aber nicht akzeptiert“.

    Kritisiert wird dieses Verfahren von Detlef Pollack, Religionssoziologe an der Uni Münster: Die Wissenschaftler hätten einseitig danach gefragt, in welchem Maße die aufnehmenden Länder sich in ihren Arbeitsmärkten oder Schulsystemen auf die zugewanderten Muslime einstellen. Er vermisse aber, so Pollack, den Blick auf die Migranten und deren Möglichkeiten, sich zu integrieren.
    https://www.welt.de/politik/deutschl....html#Comments

    ...und auf Roland Tichys Blog sieht man die als Volksverdummung daherkommende Studie ebenfalls kritisch......


    Die Integration klappt, die Akzeptanz fehlt.“ Das ist das Fazit einer neu angelegten Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Integration muslimischer Einwanderer in Europa. Dabei zeigt sich bei näherem Hinsehen, dass die Studie Integration mit Erfolg auf dem Arbeitsmarkt gleichsetzt. Ein pauschales Urteil, das hinterfragt gehört.

    „Der internationale Vergleich zeigt, dass nicht Religionszugehörigkeit über die Erfolgschancen von Integration entscheidet, sondern staatliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagt Stephan Vopel, Experte für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann-Stiftung. Wer in Dortmund, Essen oder auch Bad Godesberg lebt, wird dem hauseigenen Experten der Stiftung vermutlich bereits jetzt vehement widersprechen, denken die meisten Leute beim Thema Integration doch zunächst an den Abbau kultureller Differenzen und die Angleichung von Werten zwischen Mehrheitsgesellschaft und Personen mit Migrationshintergrund. Bei der Bertelsmann-Stiftung zieht man es jedoch vor, sich fast ausnahmslos auf die Integration in den Arbeitsmarkt zu konzentrieren. Was hier als genereller Integrationserfolg verkauft wird, entpuppt sich so jedoch auf den zweiten Blick als nur allzu oberflächliche Betrachtung des Themas, der obendrein zahlreiche Befunde anderer Studien gegenüberstehen und die Frage aufwirft, wie es um diese Form der Integration stehen wird, wenn die jeweiligen günstigen Rahmenbedingungen einmal nicht mehr gegeben sein sollten.

    Muslime immer noch überdurchschnittlich oft Hartz-IV-Empfänger

    So seien die rund 4,7 Millionen Muslime in Deutschland der Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zufolge gut in den Arbeitsmarkt integriert. Rund 60 Prozent gingen Vollzeit arbeiten, was eine Angleichung an den Bundesdurchschnitt bedeuten würde. Auch die Arbeitslosenquote gleiche sich immer mehr an. Schwerer hätten es in Deutschland lediglich hochreligiöse Muslime – im Gegensatz zu Großbritannien, wo diese Gruppe bei gleicher Qualifikation in den gleichen Berufsfeldern vertreten sei wie die der weniger frommen Muslime.

    Das außerordentlich gute Zeugnis, dass die Bertelsmann-Stiftung für Muslime in Deutschland ausstellt, mag den ein oder anderen, der die letzten Jahre aufmerksam Artikel zum Thema gelesen hat, verwundern, titelte man doch zum Beispiel noch 2012 „Alarmierend hohe Hartz-IV-Quoten bei Ausländern“. Spitzenreiter hier: Immigranten aus mehrheitlich islamisch geprägten Ländern. Besonders hoch lagen die Hartz-IV-Quoten gemäß der Zahlen der Bundesagentur für Arbeit demnach bei Irakern (64%), Afghanen (52%) und Pakistani (47%). Diese Zahlen haben sich auch zwei Jahre später kaum verändert.
    Gemessen an der Anzahl der Personen wird die Liste der Ausländer aus nicht EU-Staaten, die Hartz-IV beziehen seit jeher von den Türken (348.263) angeführt. Es geht hier also um eine Gruppe, die bereits in der 3. Generation in Deutschland lebt. Trotzdem ergibt sich allein für die hier lebenden Türken eine Hartz-IV-Quote von rund 11,6% 2014 und damit eine mehr als doppelt so hohe Quote wie im Bevölkerungsdurchschnitt, die sich 2016 auf rund 10% (295.000) nur geringfügig verbessert. Bezieht man nun die aktuellen Zahlen seit der Immigrationskrise mit ein, ergibt sich ein noch drastischeres Bild. So wuchs die Zahl syrischer Hartz-IV-Empfänger (Stand August 2016) binnen Jahresfrist um 195,1 Prozent auf mehr als 242.000 Empfänger. Mittlerweile (Stand März 2017) beziehen 500.000 Syrer in Deutschland Hartz-IV und damit noch einmal doppelt so viele wie im August 2016. Die Anzahl der irakischen Hartz-IV-Empfänger stieg auf 110.000. Die der Afghanen auf 65.000. Damit besitzt fast jeder dritte Empfänger von Hartz-IV einen fremden Pass. Von einer Angleichung an den Bevölkerungsdurchschnitt, selbst wenn man Asylbewerber aufgrund der Kürze der Zeit, die sie hier sind, aus der Rechnung herausnimmt, kann gemessen an der Anzahl muslimischer Hartz-IV-Empfänger, jedenfalls nicht die Rede sein. Im Gegenteil. Hier zeigt sich eher, dass Integration ein Projekt ist, das sich über viele Generationen hinzieht.
    Schlechte Bildungsabschlüsse

    Als Ursache für die schlechten Befunde kann damals wie heute zuvorderst das schlechtere Abschneiden muslimischer Schüler an den hiesigen Schulen gelten. Hier kommt auch die Bertelsmann-Stiftung nicht umhin zu konstatieren, dass in Deutschland ganze 36 Prozent der muslimischen Schüler die Schule immer noch ohne Schulabschluss verlassen. In Frankreich sind es gerade einmal elf Prozent. Als Grund hierfür vermuten die Forscher die unterschiedlichen Schulsysteme sowie die Tatsache, dass in Frankreich lebende Muslime oft sprachliche Vorteile hätten, da sie aufgrund der französischen Kolonialgeschichte oft über gute Französischkenntnisse verfügten.
    Die Frage ist also, ob man einen solchen Befund wirklich so einfach unter den Tisch fallen lassen und pauschal von gelungener Integration sprechen kann. Jeder fünfte Deutschtürke verlässt die Schule noch immer ohne Schulabschluss (Stand 2014). Bei den türkischstämmigen Frauen im Alter von 30 bis 35 sind es ganze 60 Prozent, die keinen Berufsabschluss erwerben. Bei den Männer dieser Altersgruppe rund 50 Prozent. Wohlgemerkt handelt es sich hierbei um jene Gruppe muslimischer Immigranten, die bereits in der vierten und fünften Generation in Deutschland lebt, im Vergleich zu anderen muslimischen Einwanderern als eher gemäßigt religiös gilt und oft als Beispiel für gelungene Integration herangezogen wird.
    Angesichts solcher Bildungsbefunde ist darüber hinaus die Frage aufzuwerfen, wie es um die Integration nach Bertelsmann-Kriterien steht, wenn die staatlichen und vor allem wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland einmal nicht mehr so gut ausfallen. Aktuell boomt die deutsche Wirtschaft, was uns nicht zuletzt Rekordbeschäftigung und Rekordsteuereinnahmen beschert. Davon profitieren auch Menschen mit geringerer Bildung, wie man sie im muslimischen Immigrantenmilieu oft vorfindet. Die bessere Integration in den Arbeitsmarkt, die ohnehin angesichts der Zahlen anderer Studien angezweifelt werden darf, steht dann schnurstracks einmal mehr auf tönernen Füßen.
    Und auch was die Ergebnisse abseits harter Fakten wie Arbeitslosenquote und Bildungsabschlüsse anbelangt, bleibt die Studie äußerst vage. So geben 96 Prozent der 1.100 in Deutschland befragten Muslime an, sich mit dem Land, in dem sie leben, verbunden zu fühlen. Was dies im Einzelnen bedeutet, bleibt jedoch genauso ungewiss, wie die Frage, was die Teilnehmer der Studie unter Kontakt zur nichtmuslimischen Bevölkerung verstehen. Handelt es sich hierbei um den flüchtigen Smalltalk mit dem deutschen Nachbarn, oder um tiefergehende Freundschaften und wie verbunden kann man sich mit einem demokratischen, westlichen Land fühlen, wenn allein die Hälfte der türkischen Einwanderer hierzulande die Gebote des Islams für wichtiger erachtet als das hier geltende Gesetz? Ganze 32 Prozent der hier lebenden türkischstämmigen Bürger stimmen gemäß einer Emnid-Umfrage aus dem Juni 2016 der Aussage zu, „Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben“. Ebenso bejahte jeder Zweite von ihnen, dass es nur eine „wahre Religion“ gäbe. 36 Prozent sind darüber hinaus der Meinung, dass nur der Islam in der Lage dazu sei, die Probleme unserer Zeit zu lösen. Drei Viertel plädieren für ein Verbot von Büchern und Filmen, die die Gefühle tief religiöser Menschen verletzen. „Die Bedrohung des Islam durch die westliche Welt rechtfertigt, dass Muslime sich mit Gewalt verteidigen“, stimmt jeder fünfte Befragte stark oder eher zu, wenngleich nur etwa sieben Prozent die gewaltsame Verbreitung und Durchsetzung des Islam für gerechtfertigt halten.
    Dabei stellt diese Studie durchaus fest, dass die zweite und dritte Generation im Vergleich zur ersten Generation besser integriert ist. Bei der Frage nach der kulturellen Anpassung an die deutsche Mehrheitsgesellschaft ergibt sich jedoch ein anderes Bild. So geben 72 Prozent der älteren Generation, dass sie diese für notwendig erachten, allerdings nur 52 Prozent der jüngeren. 86 Prozent der Mitglieder der zweiten und dritten Generation denken, man solle selbstbewusst zur eigenen Herkunft stehen, aber nur 67 Prozent der ersten. Diese Befunde decken sich nicht zuletzt mit dem Eindruck, den junge türkische Immigranten im Zuge der Abstimmung für das Türkei-Referenderum in Deutschland hinterlassen haben, und auch der kurdischstämmige Poltiker Ali Ertan Toprak konstatiert in einer Markus Lanz-Sendung, einen stärkeren Hang zu Nationalismus und Fundamentalismus in den jüngeren Generationen. Solche Befunde lässt die Bertelsmann-Studie leider vollkommen außer Acht.

    Antisemitismus und Schwulenfeindlichkeit

    Ebenso wenig wie die grundsätzliche Einstellung zu Staat, Gesetzen und Werten eine nähere Betrachtung in der Bertelsmann-Studie erfährt, findet das heikle Thema Toleranz gegenüber Minderheiten wie Bürgern jüdischen Glaubens und Homosexuellen Betrachtung, wenn es um die Frage nach der Integration muslimischer Einwanderer geht. Nicht nur, dass Juden gemäß des aktuellen Antisemitismus-Berichts Antisemitismus unter Muslimen in Deutschland als immer größeres Problem ansehen und Berichte über gemobbte jüdische Schüler in Deutschland die Runde machen, die intolerante Haltung vieler Muslime bezüglich dieses Themas lässt sich auch anhand von Studien belegen.
    So wurden 2013 im Six Country Immigrant Integration Comparative Survey in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Schweden insgesamt 9.000 Immigranten türkischer oder marokkanischer Herkunft sowie jeweils eine einheimische Vergleichsgruppe befragt. Der bekannte Migrationsforscher Ruud Koopmans stellte die Studie im Artikel „Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit – Muslime und Christen im europäischen Vergleich“ in der Dezember-Ausgabe der WZB-Mitteilungen vor, die online zugänglich ist. Hieraus geht hervor, dass fast 60 Prozent der befragten Muslime eine Freundschaft zu homosexuellen Menschen ablehnen (bei Christen betrug die Zahl 11 Prozent). Nahezu 50 Prozent stimmten überdies der Aussage zu, dass man Juden nicht vertrauen könne. Schaut man sich nur die Zahlen für Deutschland an, ergibt sich für die Frage nach homosexuellen Freunden eine Zahl von 61 Prozent und für die Aussage, man könne Juden nicht vertrauen ein Wert von immerhin noch 28 Prozent. Der Aussage, der Westen verfolge die Absicht, den Islam zu zerstören, stimmten in Deutschland im Übrigen 33,4 Prozent zu.
    Es bleibt fraglich, ob man angesichts solcher Zahlen von einer mehrheitlich gelungenen Integration von Muslimen in Deutschland sprechen kann. Wer abgesehen davon einmal einen Blick auf die Städte in Deutschland mit hohem Anteil muslimischer Immigranten wirft, wer die abgeschlossenen Parallelgesellschaften in Dortmund, Essen, Bad Godesberg und Berlin betrachtet oder einfach mal mit Lehrern spricht, die sich zusammen mit ihren deutschen Mitschülern mittlerweile vor den muslimischen Schülern für den Verzehr von Schweinefleisch rechtfertigen müssen, der wird den Befund der Bertelsmann-Stiftung auch ohne Zahlen nur schwerlich unterschreiben können. Gab es zu meiner Jugend- und Schulzeit noch kein einziges türkisches Mädchen mit Kopftuch, an das ich mich erinnere, ist meine eigene kleine Heimatstadt heutzutage ohne eine Mehrheit von muslimischen Frauen und Mädchen mit Kopftuch gar nicht mehr denkbar. Und auch der Salafismus ist letztlich eine radikalislamische Strömung, die erst in den letzten Jahren hierzulande richtig an Fahrt aufgenommen hat. Auch und vor allem, weil er auf dem Nährboden gescheiterter Integration junger Muslime prächtig gedeihen konnte. All diese Befunde lassen die aktuelle Bertelsmann-Studie daher einmal mehr wie einen kläglichen Versuch erscheinen, kurz vor der Bundestagswahl noch einmal gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

    https://www.tichyseinblick.de/meinun...zeptanz-fehlt/


    ............die Bertelsmann-Stiftung ist inzwischen ein Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Manipulation, Lügen und Tatsachenverdrehungen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  5. #5
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    AW: Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz

    Das ist aber doch nur ein klitzekleiner, klitzekleiner Statistikfehler:

    Die sehr positive Sicht auf die Lage deutscher Muslime am Arbeitsmarkt deckt sich allerdings nicht mit den neuesten verfügbaren Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach war im Dezember 2016 unter den Arbeitslosen der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund mit 43 Prozent weit überproportional. Unter den 4,3 Millionen „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ – darin sind zum Beispiel auch Hartz-IV-Aufstocker enthalten – liegt der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund noch höher, bei 52,6 Prozent. Der Bevölkerungsanteil der Muslime liegt bei lediglich rund sechs Prozent.
    Aus vorigem Artikel.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  6. #6
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    AW: Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz

    Es ist mir unverständlich, warum wegen der Muslime so viel gelogen wird.
    Hat man schon Angst vor denen?
    Will man besonders edel sein um die deutsche Vergangenheit etwas abzumildern?
    Ist man dabei, das eigene Volk zu willenlosen Deppen umzupolen?
    Zensur, zunehmende Überwachung und die ständige Nazikeule machen es unmöglich, als deutscher gegen die Anfeindungen von allen Seiten anzukommen.
    De Maiziere und Maas entpuppen sich als die schlimmsten Volksunterdrücker nach DDR und drittem Reich.
    Warum also will man uns ausgerechnet Muslime als gutes Aushängeschild präsentieren, obwohl jeder sich selber ein Bild von der realen Situation machen kann?
    Sowas nenne ich Aufzwingen von staatlich verordneter Meinung.
    Denunziation ist mittlerweile wieder an der Tagesordnung.
    Das kennen die ehemaligen Bürger der DDR noch zur Genüge.
    Ich kann nur raten, am 24. September das Kreuz bei der AfD zu machen.
    Keiner macht alles richtig, und zahlt dafür Lehrgeld. Viele aber machen alles falsch, und lassen andere dafür bluten.

  7. #7
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    AW: Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz

    Es kommt immer mehr Kritik an dieser "Studie" auf. Liz Mohn, die Strippenzieherin bei Bertelsmann, ist eine gute Freundin von Angela Merkel und leistet unverholen Wahlkampfhilfe.
    Ein gewisser Dirk Müller schreibt zum Thema...

    "Ihr dürft uns ja verarschen, aber gebt euch Mühe"
    Muslime "verbunden"?
    26.08.2017, 14:50
    "Ihr dürft uns ja gerne verarschen, aber gebt euch doch wenigstens ein bisschen mehr Mühe dabei!" Mit diesen Worten kommentiert der deutsche Börsenguru und Buchautor Dirk Müller eine vor Kurzem veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung. Die Studie, für die auch in Österreich Menschen befragt wurden, war zu dem Ergebnis gekommen, dass sich eine große Mehrheit der Muslime in Westeuropa mit dem Land, in dem sie leben, verbunden fühle. Alles nur "Propaganda" und "Gehirnwäsche", so Müllers Fazit.
    Müller, auch als "Mister Dax" bekannt, spricht in seinem Video-Beitrag von einer "regelrechten Propaganda-Schlacht in den Medien". Angesichts der "Gehirnwäsche" sei es derzeit "schwer, ruhig zu bleiben", so der Börsenexperte, der auf seinem YouTube-Kanal zuletzt die Bundestagswahl, die Hetze gegen US-Präsident Donald Trump und die Hintergründe des Barcelona-Attentats thematisierte.
    Neben einigen Seitenhieben auf die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die derzeit völlig "unhinterfragt" und "unkritisch" in den Medien gefeiert werde, nimmt Müller in dem aktuellen Video vor allem die "mächtige" Bertelsmann-Stiftung und eine aktuelle Studie in die Kritik. Die besagte Studie mit dem Titel "Muslime in Europa - integriert aber nicht akzeptiert?" hatte vor wenigen Tagen in Deutschland, aber auch in Österreich und weiteren Ländern Europas hohe Wellen geschlagen.
    10.000 Menschen in europäischen Ländern befragt
    Über 10.000 Menschen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien wurden dabei befragt. Die Bertelsmann-Stiftung begründete die Studie damit, einen Beitrag zur Versachlichung der öffentlichen Debatte leisten zu wollen. Die Studienergebnisse fanden sich in zahlreichen europäischen Ländern auf Seite 1 vieler Tageszeitungen - teils mit dem Titel der Studie unverändert oder nur leicht abgeändert auch als Schlagzeilen-Titel.
    Für Aufregung sorgte das Ergebnis, weil sich den Studienautoren zufolge eine große Mehrheit - 94 Prozent der Befragten - der Muslime in Westeuropa mit dem Land, in dem sie leben, verbunden fühlt. In Österreich sind es laut der Studie 88 Prozent, in Deutschland sind es demnach sogar 96 Prozent der Befragten. In Frankreich ist die Verbundenheit der Islamgläubigen ebenso stark wie in der Bundesrepublik. Etwas höher als in Österreich ist sie mit 89 Prozent in Großbritannien ausgeprägt. Mit 98 Prozent am ausgeprägtesten ist die Verbundenheit in der Schweiz. Im Durchschnitt der untersuchten Länder fühlen sich 59 Prozent der Muslime "sehr verbunden" und 35 Prozent "eher verbunden".
    Müller, auch als "Mister Dax" bekannt, spricht in seinem Video-Beitrag von einer "regelrechten Propaganda-Schlacht in den Medien". Angesichts der "Gehirnwäsche" sei es derzeit "schwer, ruhig zu bleiben", so der Börsenexperte, der auf seinem YouTube-Kanal zuletzt die Bundestagswahl, die Hetze gegen US-Präsident Donald Trump und die Hintergründe des Barcelona-Attentats thematisierte.
    Neben einigen Seitenhieben auf die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die derzeit völlig "unhinterfragt" und "unkritisch" in den Medien gefeiert werde, nimmt Müller in dem aktuellen Video vor allem die "mächtige" Bertelsmann-Stiftung und eine aktuelle Studie in die Kritik. Die besagte Studie mit dem Titel "Muslime in Europa - integriert aber nicht akzeptiert?" hatte vor wenigen Tagen in Deutschland, aber auch in Österreich und weiteren Ländern Europas hohe Wellen geschlagen.

    10.000 Menschen in europäischen Ländern befragt
    Über 10.000 Menschen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien wurden dabei befragt. Die Bertelsmann-Stiftung begründete die Studie damit, einen Beitrag zur Versachlichung der öffentlichen Debatte leisten zu wollen. Die Studienergebnisse fanden sich in zahlreichen europäischen Ländern auf Seite 1 vieler Tageszeitungen - teils mit dem Titel der Studie unverändert oder nur leicht abgeändert auch als Schlagzeilen-Titel.
    Für Aufregung sorgte das Ergebnis, weil sich den Studienautoren zufolge eine große Mehrheit - 94 Prozent der Befragten - der Muslime in Westeuropa mit dem Land, in dem sie leben, verbunden fühlt. In Österreich sind es laut der Studie 88 Prozent, in Deutschland sind es demnach sogar 96 Prozent der Befragten. In Frankreich ist die Verbundenheit der Islamgläubigen ebenso stark wie in der Bundesrepublik. Etwas höher als in Österreich ist sie mit 89 Prozent in Großbritannien ausgeprägt. Mit 98 Prozent am ausgeprägtesten ist die Verbundenheit in der Schweiz. Im Durchschnitt der untersuchten Länder fühlen sich 59 Prozent der Muslime "sehr verbunden" und 35 Prozent "eher verbunden".
    "Ihr dürft uns ja verarschen, aber gebt euch Mühe"
    "Das passt momentan in das Weltbild, das möchte man gerne der Bevölkerung eintrichtern, dass die Muslime in Deutschland toll und noch immer toller integriert sind", gibt sich Müller von der Studie unbeeindruckt. Ironische Ergänzung: "Die Menschen nehmen das nur völlig falsch wahr, die verstehen das nur nicht". "Ihr dürft uns ja gerne verarschen, aber gebt euch doch wenigstens ein bisschen mehr Mühe dabei!", so der Buchautor.
    Kritisch sieht der Börsenexperte an der Studie auch die Tatsache, dass dafür nur jene muslimischen Zuwanderer befragt wurden, die sich bereits länger als sieben Jahre im Land aufhalten - also schon vor 2010 nach Europa gekommen sind. In der Studie, die Sie hier in voller Länge lesen können , heißt es dazu: Im verwendeten Datensatz "sind jedoch Muslime, die erst im Zuge der jüngsten Fluchtmigration nach Europa gekommen sind, nicht enthalten".
    Wer sich wohlfühlt, ist längst noch nicht integriert?
    In einem Kommentar der "Welt" zu den Studienergebnissen wird ein weiteres Problem deutlich gemacht: "Diese Zahl (die 96 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime, die sich laut der Studie dem Land verbunden fühlen) mag stimmen. Doch der Wert ihrer Aussage ist gering, weil das Adverb 'verbunden' zu den Quallen unter den Begriffen gehört: Will man es fassen, fließt es formlos in das Meer der Ratlosigkeit zurück. 'Verbunden' heißt, sich zugehörig fühlen, dankbar sein - jedenfalls sagt das der Duden."
    http://www.krone.at/medien/ihr-duerf...n-story-585415
    - - - Aktualisiert oder hinzugefügt- - - -

    Auch die Zeitung "Die Welt" legt noch einmal nach. Auf ihrer Webseite hat die Welt eine eigene Umfrage gestartet und kommt auf ein völlig anderes Ergebnis. Wen wundert es, lediglich Anhänger der Grünen halten wie gewohnt ihre Träumereien für die Realität.

    Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass muslimische Einwanderer in Deutschland schlecht integriert sind. Nur die Anhänger einer Partei sehen das anders.
    Durch die Studie „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung ist in dieser Woche das Thema Integration von Muslimen in Deutschland wieder intensiv diskutiert worden. Ihr zufolge fühlt sich eine große Mehrheit der Muslime in Westeuropa mit dem Land, in dem sie leben, verbunden. In Deutschland ist die Zahl mit 96 Prozent der Befragten sogar besonders hoch.

    Trotz dieser starken Verbundenheit sieht eine große Mehrheit der Deutschen die muslimischen Einwanderer hierzulande als schlecht integriert. 65,6 Prozent der Deutschen würden muslimische Einwanderer in Deutschland im Allgemeinen als eher schlecht oder sehr schlecht integriert bezeichnen. Das ergab der WELT-Trend, eine repräsentative Umfrage, die exklusiv vom Meinungsforschungsinstitut Civey erhoben wurde.

    Die deutlich häufigere Antwort der beiden Kategorien ist mit 44,4 Prozent allerdings „eher schlecht integriert“. 19,3 Prozent würden sie als eher gut oder sehr gut integriert bezeichnen. Dabei stimmten allerdings nur 2,4 Prozent für „sehr gut integriert“. 15,1 Prozent sind bei dieser Frage unentschieden – ein vergleichsweise hoher Wert, der auf eine große Unentschlossenheit bei diesem Thema hinweist.

    Grünen-Wähler eher optimistisch

    Betrachtet man die Antworten nach der Herkunft der Befragten, fällt auf, dass Menschen in Ostdeutschland muslimische Einwanderer häufiger als schlecht integriert bezeichnen (69,2 Prozent) als Westdeutsche (64,8 Prozent).

    Junge Menschen bezeichnen muslimische Einwanderer signifikant häufiger als gut integriert: Mit in Summe 36,4 Prozent für „gut integriert“ liegen die 18- bis 29-Jährigem mehr als doppelt so hoch wie alle Altersgruppen über 40 Jahre. Die Kategorie „schlecht integriert“ wählen mit 72,2 Prozent der Befragten am häufigsten die über 65-Jährigen.
    Die größten Unterschiede treten auf, wenn man die Abstimmungsergebnisse anhand der Wahlabsicht analysiert: Die einzige Parteianhängerschaft, die muslimische Einwanderer mehrheitlich als gut integriert bezeichnet, ist die der Grünen: 40,5 Prozent sagen dies im Vergleich zu 32,4 Prozent, die für „schlecht integriert“ votieren. Mehr als ein Viertel der Grünen-Anhänger (27,1 Prozent) ist bei diesem Thema unentschieden.
    Alle anderen Parteigruppen würden in Deutschland lebende muslimische Einwanderer im Allgemeinen als schlecht integriert bezeichnen: Am größten ist dieser Wert bei den Anhängern der AfD (95 Prozent). Es folgen die der FDP (68,1 Prozent) und der Union (65,9 Prozent) vor potenziellen SPD- (49,2 Prozent) und Linke-Wählern (45,6 Prozent).
    https://www.welt.de/politik/deutschl...ntegriert.html
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  8. #8
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    AW: Muslime sind besser integriert, doch es mangelt an Akzeptanz

    Auch die Wirtschaftswoche glaubt dieser ominösen Studie nicht.....

    Laut Bertelsmann-Stiftung sind Muslime integriert, kaum arbeitslos und Deutschland „verbunden“. Problematisch sei allein die fehlende Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft. Warum das Unsinn ist.

    Kompliment nach Gütersloh. Wie man mit Studien in die Medien kommt, wissen die Damen und Herren von der Bertelsmann-Stiftung. Die meisten größeren Nachrichtenportale haben die Pressemitteilung zur jüngsten Studie „Muslime in Europa – integriert aber nicht akzeptiert?“ mehr oder weniger unverändert samt Überschrift übernommen. Die zeugt von hoher PR-Professionalität: Sie vermittelt eine klare Botschaft, indem sie das zentrale Ergebnis schon mit einer impliziten Forderung verbindet. Da kommt kaum ein Journalist in Versuchung, sich die Studie genauer anzusehen und der Sache einen eigenen „Dreh“ zu verleihen. Entsprechend durchschlagend der Erfolg.

    So professionell die Darbietung, so wacklig ist allerdings die Grundlage. Nur acht Fragen zum religiösen Glauben - allerdings nicht zu politischen Aspekten der Religion - und sieben zu anderen Themen wurden vor 2010 zugewanderten muslimischen Probanden in fünf europäischen Ländern gestellt. Die Studienergebnisse beziehen sich also fast ausschließlich auf Selbstzeugnisse. Und gerade die Fragen, auf denen das Fazit: „integriert“ vor allem beruht, sind so gestellt, dass von vornherein kaum ein anderes Ergebnis denkbar wäre. Wer wird schon dem Interviewer auf die Frage „Wie verbunden fühlen Sie sich mit Deutschland?“ offen ins Gesicht sagen: „Eher nicht!“ Kein Wunder, dass das nur vier Prozent der Muslime in Deutschland tun.
    Für die Autoren Dirk Halm und Martina Sauer sind diese Antworten, die in allen fünf Ländern erwartungsgemäß ähnlich ausfallen, Grund genug zu folgern: „Die Identifikation mit dem Aufnahmeland ist unter den Muslimen stark ausgeprägt.“ Um das glaubhaft zu verifizieren hätte man aber noch die entscheidende Frage stellen müssen: „Fühlen Sie sich als Deutscher/Brite/Franzose/Schweizer/Österreicher?“ Das Ergebnis aber hätte vielleicht die schöne These zerstört.

    Auch die für das Fazit der Autoren zentrale Behauptung, dass sich die Erwerbsbeteiligung von Muslimen dem Durschnitt der Gesamtbevölkerung annähere, beruht vor allem auf der Selbstauskunft der Studienteilnehmer. Demnach gaben nur fünf Prozent der in Deutschland befragten Muslime an, arbeitslos zu sein. Unter den befragten Nichtmuslimen waren es sieben Prozent. Nun muss man nicht einmal unbedingt mit den im Vergleich zu Bertelsmann-Studien sehr viel gründlicheren Untersuchungen des Berliner Migrationsforscher Ruud Koopmans vertraut sein, um zu merken, dass da ganz offensichtlich etwas nicht stimmt. Jeder, der einmal eine Vertretung der Arbeitsagentur von Innen gesehen hat, weiß um den leider besonders hohen Migranten- und Muslimenanteil unter Arbeitslosen. Im Westen der Republik hat laut statistischem Bundesamt jeder zweite Arbeitslose ausländische Wurzeln. Unter diesen wiederum sind Muslime vermutlich überproportional vertreten.
    Die Bertelsmann-Autoren erklären in einer Fußnote den in ihrer Studie „sehr günstigen Arbeitslosenanteil der Muslime gegenüber den Nichtmuslimen“ mit dem „Konfidenzintervall der Stichprobe“, also: Zufall. Möglicherweise haben da einige Arbeitslose schlicht und einfach aus Scham oder welchem Grund auch immer nicht wahrheitsgemäß geantwortet.

    Im Grunde wird spätestens hier offenkundig, wie dünn das Süppchen ist, das man da in Gütersloh gekocht hat: Die Studie ist letztlich im Wesentlichen ein Zeugnis, dass sie die zu Benotenden sich selbst ausstellen. Und die Fragen, die ihnen gestellt werden, sind im Grunde nur Variationen der Frage: „Wie gut bist Du integriert?“ Die Antworten auf solche Fragen sind wohl kaum „nachprüfbare Fakten“, wie es die Autoren behaupten.
    Der ausgelutschte Begriff der Integration

    Diskursbeiträge wie diese Bertelsmann-Studie tragen dazu bei, dass „Integration“ immer mehr zu einem Wieselwort verkommt, einem Begriff, dem die Bedeutung ausgesaugt wird. Noch vor einigen Jahren verstand man unter Integration einen Prozess der kulturellen Angleichung von Einwanderern in der Aufnahmegesellschaft. Heute genügt es offenbar, einen Job und „Freizeitkontakte“ mit Menschen anderer Religion zu haben, um als integriert zu gelten. Unter Einwanderern selbst ist „integriert“ einfach ein Synonym dafür geworden, kein Versager, kein Loser zu sein. Vermutlich würde selbst eine in Duisburg-Marxloh durchgeführte Umfrage nur wenige eingewanderte Probanden finden, die sich als „nicht integriert“ offenbaren.

    Nach den bescheidenen Ansprüchen von Bertelsmann waren demnach wohl auch die Attentäter von Barcelona integriert. Schließlich, so berichtet eine Spanien-Korrespondentin unter der Überschrift „integriert und radikalisiert“: „Sie haben Fußball gespielt und Hausaufgaben gemacht, sie hatten Freunde und lebten im Schoß ihrer Familien. Sie beherrschten die Landessprache, kannten die Sitten, wie so viele junge Leute in Spanien hatten sie manchmal einen Job und manchmal nicht. Und vermutlich hätte niemand etwas dagegen gehabt, wenn sie irgendwann einen einträglichen Beruf und einen gewissen sozialen Aufstieg errungen hätten.“
    Einer von ihnen besuchte auch regelmäßig die vom Sozialamt seiner spanischen Heimatstadt organisierte unentgeltliche Hausaufgabenbetreuung. Die beiden Attentäter-Brüder Mohamed und Omar Hychami hat ein Lehrer als fleißige Schüler in Erinnerung. Mohamed hatte später einen Job in einer Metallverarbeitung. Die Zeitung „El País“ berichtet, dass sein Chef ihn für so unabkömmlich hielt, ihn bat, seinen Urlaub zu verschieben, um einen Auftrag zu erledigen.
    So entschieden wie die Bertelsmann-Autoren den muslimischen Migranten das Urteil über ihre Integration überlassen, so eindeutig weisen sie die Aufgaben für eine noch besser gelingende Integration der Aufnahmegesellschaft, beziehungsweise dem Staat zu. Es seien drei „Hebel“ wichtig: „Teilhabegerechtigkeit auf allen Ebenen ausbauen“, „kulturelle und religiöse Vielfalt anerkennen“, „das interreligiöse und interkulturelle Zusammenleben gestalten“. Konkret wünscht sich die verantwortliche Projektleiterin Yasemin El-Menouar zum Beispiel: „Pflichtgebete und Moscheegänge sollten auch mit Vollzeitjobs vereinbar sein“.
    An die zu integrierenden Muslime selbst stellt die Bertelsmann-Stiftung übrigens überhaupt keine Forderungen. Nicht einmal die Treue zum Grundgesetz wird eingefordert, geschweige denn die Anpassung an eine Leitkultur, deren Existenz die Autoren rundweg in Frage stellen. Fazit: Diese Studie kann und sollte man getrost vergessen. Zur Erhellung der Einwanderungswirklichkeit und Lösung von Integrationsproblemen trägt sie wenig bei.
    http://www.wiwo.de/politik/deutschla.../20240504.html
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  9. #9
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    AW: Herzliches Miteinander oder kühles Nebeneinander? - DIE WELT

    Warum sehen alle nur bei den Deutschen das Problem? Moslems sind wie Nazis - ihre Überzeugung, was Besseres zu sein, lässt sie sich isolieren.

  10. #10
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    AW: Herzliches Miteinander oder kühles Nebeneinander? - DIE WELT

    Es ist typisch, dass sich nun alle Dumm-Menschen auf diese gefakte Studie von Bertelsmann stützen. Kritisch hinterfragen, ist nicht Sache der Journaille.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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