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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Wo das Geld der Gebührenzahler bleibt, zeigt eine Äußerung von Jörg Pilawa, wo er beklagt wegen Corona nicht auf seine Privat-Insel zu dürfen..........



    250000 Euro hat die Insel gekostet, die der ARD-Moderator im Jahr 2009 gekauft hat. Das konnte er locker aus der Portokasse bezahlen. Nach vorsichtigen Schätzungen soll Pilawas Vermögen bei rund 10 Millionen Euro liegen


    Anhang 7924

    Pilawas Insel
    Na, aber, aber mit einfachem Leben:

    Ihm habe die Ruhe und Abgeschiedenheit auf der rauen Insel ohne fließendes Wasser und Strom in diesem Jahr als Ausgleich sehr gefehlt. "Wir hacken dort Holz und sammeln Regenwasser. Strom liefert die Sonne und für den Notfall gibt es einen Generator. Wir leben dort sehr rudimentär. Man ist sehr in der Natur und mit der Natur. Aber das brauche ich ganz einfach, weil ich in meinem Job wahnsinnig viel herumkomme und dabei so etwas Elementares wie Natur nicht stattfindet." Bewegt habe ihn im Corona-Jahr auch, dass die Insel sogar seinen älteren Kindern gefehlt habe - obwohl es dort kein Internet und keinen Handyempfang gibt. "Das ist wirklich bei uns ein Ritual, das uns in diesem Jahr total fehlt."
    Pilawa ist in dritter Ehe verheiratet und hat vier Kinder. Die kleine Insel - "in einer Viertelstunde ist man rum" - liegt im Atlantik im Osten Kanadas. 2009 hatte er sich mit dem Kauf der 36.000 Quadratmeter großen Insel einen Wunsch erfüllt, den er bereits als 18-Jähriger hatte. "Wir haben es bis heute nicht bereut. Kanada ist schon eine Herzenssache."
    https://www.rtl.de/cms/joerg-pilawa-...a-4667253.html

    Das Kostanteste bei ihm ist wohl der Frauenwechsel.

    Passend dazu sein Werdegang - oder anders: Wie werde ich Millionär:

    Nach dem Abitur am Gymnasium Hummelsbüttel in Hamburg studierte Pilawa zwei Jahre lang Medizin, brach das Studium jedoch nach nicht bestandenem Physikum ab und ging für ein Jahr nach Israel in einen Kibbuz. Danach begann er ein Geschichtsstudium, das er ebenfalls abbrach.

    Schon während des Studiums begann Pilawa, für Hörfunk und Fernsehen zu arbeiten. Ab 1987 war er Moderator bei Radio Schleswig-Holstein (R.SH).
    Unter Privates ist weiter zu lesen - eine Ehefrau wird aber unterschlagen:

    Pilawa ist katholisch und stammt aus dem Hamburger Stadtteil Poppenbüttel.[27] Mit seiner dritten Ehefrau Irina Opaschowski, einer Tochter von Horst Opaschowski, von Beruf Lehrerin, hat er zwei Töchter (* 2000, * 2011) und einen Sohn (* 2003).[28][29] Einen weiteren Sohn (* 1997)[30] hat er aus seiner im Jahr 2000 geschiedenen, vorangegangenen Ehe mit Kerstin Pilawa.[31] Die Familie lebt in Hamburg-Bergedorf.[32] Die Hochzeit fand am 2. Mai 2006 spontan im Kongo statt, wo sich die Pilawas für die Welthungerhilfe einsetzen.[33]

    2009 kaufte Pilawa in der kanadischen Provinz Nova Scotia das 36.000 m² große Hunt Island im Ponhook Lake für 250.000 €.[34][35] Er hat eine ein Jahr ältere Schwester.[36]
    Hervorgehoben wird noch, dass der Multimillionär auch schon für eine Sendung auf Gehalt verzichtet hat. Trotzdem hat er nicht wirklich auf Gehalt verzichtet, denn für die Insel und manches andere Amüsement bleibt noch genug übrig:

    Pilawa ist seit 2009 Botschafter der Initiative Schau hin!,[37] In den Jahren 2012 und 2013 war er ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.[38] Für seine Tätigkeit bei der Soziallotterie bekam er kein Honorar. Regelmäßig besuchte Pilawa Projekte, die von der Aktion Mensch gefördert werden. Er moderierte jeden Sonntag die Sendung 5-Sterne – Gewinner der Aktion Mensch im ZDF. Dort gab er die Gewinnzahlen der „Aktion Mensch“-Lotterie[39] bekannt und stellte geförderte Projekte vor. Seit Januar 2014 übernimmt Rudi Cerne diese Aufgabe. Darüber hinaus ist Pilawa als Botschafter des World Future Council aktiv.[40] Seit Juli 2016 ist er Botschafter der Deutschen Rheuma-Liga[41], seit 2019 Botschafter der Tafeln Deutschland.[42
    https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Pilawa
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #32
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Offensichtlich hat noch keiner weitergedacht.........

    Rechte Kolonie in Kanada
    Vor einigen Tagen wurde breit berichtet, dass eine rechte Gruppe im Osten Kanadas eine deutsche Kolonie von Gleichgesinnten aufbauen will. Die Menschen in der Region sind entsetzt. ........ Gründer der rechtsgerichteten Akademie sind Untergangsprophet Andreas Popp und seine Lebensgefährtin Eva Herman. Die ehemalige tagesschau-Sprecherin ist ins rechte Milieu abgedriftet. Gemeinsam verbreiten sie ihre Weltanschauungen über einen Videokanal. "Wir leiden ja alle unter dieser hybriden Kriegsführung, die wir zur Zeit erleben müssen", sagt Popp dort etwa. "Wir haben ja fast Kriegszustände."

    Mehrmals im Jahr laden sie zu Seminaren in ihr sogenanntes Refugium nach Cape Breton ein. Auch Renate Sedlmeier hat davon gehört. Sie ist lizenzierte Einwanderungsberaterin für die Deutsch-Kanadische Industrie- und Handelskammer in Toronto. Eine Person, die daran teilgenommen habe, habe ihr mitgeteilt, "dass das ja wohl alles ein bisschen komisch ist, dass das alles dubios ist".

    Vermittelt werde die Botschaft: Es sei Zeit, Deutschland zu verlassen, wo alles nur schlimmer wird. Wie schlimm, erklärt Popp auf seinem Kanal: "Wir haben einen zu erwartenden Blackout. Wir haben eine Invasion von der arabischen Seite zurzeit." Herman ergänzt: "Und das ist nicht nur arabisch, sondern eine arabisch-afrikanisch-asiatische Invasion."........ https://www.tagesschau.de/ausland/ka...lonie-101.html
    ......also Damen und Herren Haltungsjournalisten, an die Arbeit
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  3. #33
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    WDR-Intendant (400000 Euro gebührenfinanziertes Jahreseinkommen) Tom Buhrow befürchtet schlimmstes. Er kündigte theatralisch "gravierende Maßnahmen" an. Was ist geschehen?.............


    Karlsruhe lehnt Eilantrag von ARD und ZDF ab

    Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Anträge von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf Erlass von einstweiligen Anordnungen zum Rundfunkbeitrag abgelehnt. Die Anträge hatten sich gegen die Entscheidung Sachsen-Anhalts gewandt, dem neuen Rundfunkstaatsvertrag vorerst nicht zuzustimmen. Es geht um eine Beitragserhöhung von 86 Cent.
    Als einen Grund für die Entscheidung nannten die Verfassungsrichter, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio in ihren Anträgen nicht näher dargelegt hätten, warum eine Verzögerung des Inkrafttretens des neuen „Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrags irreversibel zu schweren Nachteilen“ führe. Die Sender hätten zwar auf eine Finanzierungslücke bis Ende des Jahres 2022 hingewiesen, es sei für das Gericht aber nicht nachvollziehbar, „warum im Falle eines Abwartens der Entscheidung über die Verfassungsbeschwerden der Finanzbedarf bis Ende des Jahres 2022“ ungedeckt bleiben sollte.

    Neben den Eilanträgen haben die öffentlich-rechtlichen Sender auch Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Hier wird es erst später ein Urteil geben.

    Sachsen-Anhalt hatte vor zwei Wochen die Anpassung des Rundfunkbeitrags von derzeit 17,50 Euro um ein Plus von 86 Cent blockiert, indem Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den Gesetzentwurf vor der Abstimmung aus dem Landtag zurückzog. Weil alle Bundesländer bis Jahresende zustimmen müssen, kann der Staatsvertrag nicht in Kraft treten.

    Durch den Rückzug des Gesetzentwurfs rettete Haseloff seine zerstrittene Regierungskoalition mit SPD und Grünen und verhinderte eine gemeinsame Abstimmung von CDU und AfD im Parlament.

    Haupturteil folgt noch
    Die öffentlich-rechtlichen Sender zogen nach der Blockade von Sachsen-Anhalt vor das Bundesverfassungsgericht. Wann dieses über die Hauptsache entscheiden wird, ist noch nicht bekannt.

    Bremen und das Saarland unterstützen die Klagen der Sender. Sie kündigten an, eine eigene Stellungnahme nach Karlsruhe zu schicken. Hintergrund ist, dass in den beiden Bundesländern die kleinsten ARD-Anstalten Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk angesiedelt sind und diese bereits heute von anderen ARD-Häusern in einem Finanzausgleich gestützt werden müssen. Für sie hätte der Staatsvertrag auch bedeutet, dass der Anteil des Finanzausgleichs gestiegen wäre.

    Der Rundfunkbeitrag ist die Haupteinnahmequelle für die öffentlich-rechtlichen Sender. Eine unabhängige Kommission prognostizierte eine Finanzlücke in den nächsten vier Jahren von insgesamt 1,5 Milliarden Euro und empfahl deshalb 18,36 Euro. Es wäre die erste Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit 2009.

    Buhrow: „Müssen nun unsere Finanzplanungen anpassen“
    ZDF-Intendant Thomas Bellut sieht in der Eilantrags-Ablehnung einen ermutigenden Punkt. „Das ZDF hat die Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Kenntnis genommen und wartet das Verfahren in der Hauptsache ab. Ermutigend ist der Hinweis in der Begründung, dass eine Verletzung der Rundfunkfreiheit angesichts der bisherigen Rechtsprechung möglich ist“, teilte der Intendant Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

    Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow sagte der dpa: „Wir müssen nun unsere Finanzplanungen anpassen. Ein Ausbleiben der Beitragsanpassung wird gravierende Maßnahmen erfordern, die man im Programm sehen und hören wird.“ Man werde nun gemeinsam beraten.

    Das Deutschlandradio will nach dem vom Bundesverfassungsgericht abgelehnten Eilantrag zum Rundfunkbeitrag konkrete Folgen für das Haus beschließen. Ein Sprecher des öffentlich-rechtlichen Senders teilte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: „Deutschlandradio nimmt den Eilbeschluss des Bundesverfassungsgerichtes zur Kenntnis. Wir werden nun zeitnah kurzfristig umsetzbare Sparmaßnahmen beschließen und die Entscheidung im Hauptverfahren abwarten.“

    In den kommenden vier Jahren fehlen demnach insgesamt rund 66,5 Millionen Euro, wenn die Beitragsanpassung nicht kommt. Dies hätte „unweigerlich erhebliche Folgen für die Programmgestaltung.“

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu abgelehnten Eilanträgen gegen die Blockade Magdeburgs zum Rundfunkbeitrag „mit Respekt“ zur Kenntnis genommen. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur teilte der CDU-Politiker am Dienstag mit: „Der Senat hat darauf aufmerksam gemacht, dass den Antragstellern durch eine verzögerte Festsetzung des Rundfunkbeitrags kein schwerwiegender Nachteil droht. Dies gibt Gelegenheit, die komplexen Fragen, die im Raum stehen, im weiteren Verfahren mit der gebotenen Sorgfalt und Umsicht zu prüfen.“

    https://www.msn.com/de-de/nachrichte...out&li=BBqg6Q9

    ....jede Kritik an den überhöhten Gehältern prallen von den Intendanten ab. Die ARD ist eine Senderfamilie bestehend aus rund 100 verschiedenen Sendern, die alle sehr teures Personal benötigen. ............




    .......In der Öffentlichkeit gibt es immer wieder Diskussionen, ob die Gehälter der fest angestellten Mitarbeiter angemessen sind oder nicht.

    Viele Gehälter über Durchschnitt
    Dem Bericht zufolge beauftragte die Kommission eine Beratungsagentur aus Köln, die bei den elf Sendern die Vergütungsniveaus untersuchte. Einbezogen wurden neben dem Jahresgrundgehalt auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Nebenleistungen (etwa Dienstwagen) und die Altersversorgung. Das Fazit: Die festangestellten Mitarbeiter der Öffentlich-Rechtlichen verdienen überproportional gut verglichen mit der öffentlichen Verwaltung, kommerziellen Medienunternehmen sowie mit Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.
    Fünf Sender liegen der Untersuchung zufolge über dem Durchschnitt: Beim Saarländischen Rundfunk (SR) seien die Vergütungen "etwas über dem Schnitt, während sie beim Bayerischen Rundfunk (BR), Hessischen Rundfunk (HR) und beim ZDF spürbar über dem Durchschnitt lägen", schreibt "Medienkorrenspondenz". Über allem thront der Westdeutsche Rundfunk (WDR), hier stellten die Gutachter "ein deutlich erhöhtes Gesamtvergütungsniveau" fest. Vor zwei Jahren sorgte etwa das Gehalt von WDR-Intendant Tom Buhrow für öffentliche Diskussionen, das bei 399.000 Euro im Jahr lag – also 33.250 Euro monatlich.

    ARD muss einiges einsparen
    Die Untersuchung könnte Folgen haben: Da die Vergütungsniveaus der Rundfunkanstalten höher ausfallen als bei der öffentlichen Verwaltung, wolle die KEF den Personalaufwand der Sender in der kommenden Vier-Jahres-Episode – also von 2021 bis 2024 – um insgesamt 60,3 Millionen Euro kürzen. Der Löwenanteil soll mit 49,1 Millionen Euro bei der ARD eingespart werden, 9,6 Millionen Euro beim ZDF und beim Deutschlandradio liegt der Abschlag bei 1,7 Millionen Euro.

    "Die Kommission geht davon aus, dass insbesondere die im internen Vergleich mit einem besonders hohen Vergütungsniveau auffälligen Anstalten (BR, HR, SR, WDR, ZDF) deutliche Anstrengungen unternehmen, ihre überproportionalen Vergütungsniveaus zu korrigieren", zitiert "Medienkorrespondenz" aus dem Kef-Berichtsentwurf.

    https://www.stern.de/wirtschaft/ard-...h-9016682.html


    .......leider führen diese Diskussionen stets ins Leere, die Intendanten sitzen das locker aus. Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk ist zum Selbstbedienungsladen linker Journalisten geworden. Wer sich einmal das aktuelle Fernsehprogramm ansieht, wähnt sich um 50 Jahre zurückversetzt. Die Sisi-Filme werden gefühlt zum 150. Mal wiederholt. Auch die Lederstrumpf-Filme sind nicht totzukriegen und werden wieder aufgelegt. Das ganze Programm besteht überwiegend nur noch aus Wiederholungen. Offensichtlich sind Buhrow und Konsorten der Meinung, es bei ihren Zuschauern mit Demenzkranken zu tun zu haben.
    Die Zahl der Streaming-Nutzer steigt rasant an. Netflix und Co. sind erfolgreich wie nie zuvor. Das beste Fernsehen findet nicht im Fernsehen statt, sondern im Internet.
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  4. #34
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Das ganze Programm besteht überwiegend nur noch aus Wiederholungen.
    Könnte uns das erspart bleiben, wenn die Gebühren nicht erhöht würden?
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  5. #35
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Lieber Tom Buhrow,

    Sie sind ziemlich böse mit dem Landesparlament von Sachsen-Anhalt, das die Gebührenerhöhung blockiert hat, und mit dem Bundesverfassungsgericht, weil es Ihren Eilantrag abgelehnt hat. Schade, Ihnen fehlen 400 Millionen in den nächsten Jahren. Sie haben das so kommentiert: „Ein Ausbleiben der Beitragsanpassung wird gravierende Maßnahmen erfordern, die man im Programm sehen und hören wird.“

    Das ist schon hart, Ich muss Ihnen diese etwas indiskrete Story einfach erzählen; sie hat sich vor einer Reihe von Jahren inmitten der Finanzkrise vollzogen.
    Die Geschäfte des Verlages, bei dem ich damals Chefredakteur war, waren eingebrochen. Die dritte Einsparwelle rollte über uns hinweg. Bei einem Umsatzvolumen von 180 Millionen sollten wir noch einmal 20 Millionen zusammenkratzen – sparen, kündigen, aufgeben. Was leicht ging, hatten wir schon hinter uns. Jetzt ging es ans Eingemachte.

    Bedrückt ging ich nach Hause. Am Küchentisch saß eine leitende Mitarbeiterin aus der Intendanz einer mittelgroßen ARD-Anstalt. Sie gönnte sich gerade den dritten Cognac. Sie war verzweifelt. Auch sie sollte ein Sparprogramm umsetzen. Auch 20 Millionen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren. Bei einem Umsatzvolumen von rund 500 Millionen.
    Ich habe mir auch einen Cognac eingeschenkt und angeboten, den Job für sie zu erledigen. Vier Millionen von 500 Millionen im Jahr einsparen – easy. Damit bin ich am Nachmittag fertig.
    Wir haben noch ein paar Cognac gekippt, ich habe ihren Job nicht erhalten.

    Diese Story muss ich erzählen wenn ich Euer Gejammer von ARD und ZDF höre. Denn Euer wirkliches Umsatzvolumen besteht aus rund acht Milliarden Euro; dazu kommen rund zwei Milliarden, die ihr über Sponsoring, Werbung und sonstige Geschäfte einnehmt. Bei einer Kriegskasse von 10 Milliarden sind, mal so über den Daumen, zehn Prozent schnell herauszuquetschen.

    Fangen wir mit den Intendantengehältern an (minus 30 %), streichen wir Zulagen, kappen wir Mieten, stellen wir Programme ein, die kaum jemand anschaut. Bundesliga? Kann weg. Schon haben Sie damit ihr Problem gelöst. Nennen wir es Solidarbeitrag. Da draußen sind Millionen von Beitragszahlern, denen geht es gerade nicht gut. Künstler und Freiberufler, die praktisch das gesamte Jahr ohne Aufträge auskommen müssen; denn ein kurzer Sommer rettet kein Geschäft. Ladenbesitzer, Gastronomen, die sehnsüchtig auf ein paar Peanuts aus der Staatskasse warten. Unternehmen, denen Aufträge weggebrochen sind und die versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Arbeitnehmer, die auf Kurzarbeit gesetzt sind und sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen müssen. Und: viele sind bereits arbeitslos.

    Ehrlich, da können Sie schon auch etwas einsparen.
    Sie sollten allerdings ändern, was man heute neudeutsch „Mindset“ nennt.
    Die öffentlich-rechtlichen Anstalten haben sich daran gewöhnt, dass sie ihren „Bedarf“ anmelden. Das geht so, dass man schön aufschreibt, wieviel Geld man für neue und alte Programme so braucht. „Bedarf anmelden“ – das kann sonst keiner. Kein Buchhändler kann irgendwo anmelden, dass er jetzt 100.000 € für eine neue Ladenausstattung braucht. Er muss sie verdienen. Kein Fliesenleger kann Bedarf irgendwo anmelden für einen Mitarbeiter; kein Wirt kann Bedarf für neue Fliesen, Steaks und Speisekarten anmelden. Alle müssen das erwirtschaften, investieren. Oder müssen damit auskommen, was so hereinkommt. Weil wir gerade dabei sind: Ich würde gerne für TE 35 Redakeursstellen, 68 Verwaltungsangestellte, ein neues Redaktionsgebäude und was man sonst noch so braucht, „anmelden“, dazu sieben Statellitenschüsseln, 64 Kopiergeräte, ein neues Netzwerk und sechs Grafiker. Das ist doch wirklich nicht zu wenig, wenn ich unseren Beitrag für ein niveauvolles Programm anschaue. Im übrigen bräuchte ich nur 35 Millionen für ein 24-Stundenpgoramm auf Youtube. Ist echt ein Schnäppchen.

    Also weg mit „Bedarf anmelden.“
    Der zweite Punkt ist: Sie drohen mit Programmverschlechterung.
    Das sollten Sie auf keinen Fall tun. Kein Autohersteller sagt: „Leider nimmt die Pannenhäufigkeit unserer Neuwagen zu, weil wir leider den von uns angemeldeten Bedarf nicht bewilligt kriegten.“
    Den Teufel werden die tun!
    Auch die Presseverlage versuchen, mit weniger Mitarbeitern bessere Zeitungen und Zeitschriften zu machen. Das gelingt nicht immer. Aber am Produkt sparen und das auch noch bekanntgeben – das ist nun wirklich komplett gaga. Je schlechter die Kassenlage, umso besser die Show. Dafür sind wir da: Wenn’s uns schlecht geht, noch besser zu erscheinen. Und immer dran denken: Der Kunde ist König; in ihrem Fall der Gebührenzahler. Den darf man nicht beschimpfen. Oder belehren, oder für dumm erklären, ihm den Tod an den Hals wünschen, nicht mal im Spaß.

    Das alles geht natürlich nicht, wie Sie das machen bisher. Streichen Sie „Bedarf anmelden“. Ersatzlos. Investieren Sie ins Programm, statt es wegzustreichen. Ändern Sie Ihr Mindset.

    Die Welt wird danach für Sie eine andere sein: eine bessere. Sie müssen nicht mehr Politiker beschwatzen, Kampagnen entfesseln, sich krumm biegen und Ihre Prinzipien verraten. Bleiben Sie einfach der gute Journalist, der Sie ja waren und den wir alle schätzen. Und dann schauen wir vielleicht auch wieder, wenn wir endlich diese Programme wieder toll finden, dann können wir sogar über eine Gebührenerhöhung nachdenken. Aber erst müssen Sie Ihre Hausaufgaben machen.

    Und versprochen, das ist mein Beitrag für Ihr Überleben: Dafür stelle ich nicht einen Beratertag in Rechnung. Deal?

    Herzlich

    Roland Tichy



    https://www.tichyseinblick.de/feuill...darf-anmelden/
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  6. #36
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Natürlich sparen die Sender nicht bei den exorbitanten und durch nichts zu rechtfertigenden Intendanten und Direktorengehältern. Sie beginnen auf der untersten Ebene. Der Deutschlandfunk hat angekündigt, die vorgesehene Einkommenserhöhung von 2,5% nicht zu zahlen. Darüber hinaus sollen Verträge nicht verlängert werden.
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  7. #37
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Natürlich sparen die Sender nicht bei den exorbitanten und durch nichts zu rechtfertigenden Intendanten und Direktorengehältern. Sie beginnen auf der untersten Ebene. Der Deutschlandfunk hat angekündigt, die vorgesehene Einkommenserhöhung von 2,5% nicht zu zahlen. Darüber hinaus sollen Verträge nicht verlängert werden.
    Und das fällt noch nicht mal der Gewerkschaft auf, die wollen lieber der gebeutelten Autoindustrie Langfristverträge abpressen. Alles nur noch ein Hohn was hier abgeht in Deutschland !!!
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  8. #38
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    2 Prozent jährlich? In dieser Höhe steigen noch nicht einmal die Gehälter der Nichtmedienschaffenden. Die letzten medialen Verkündungen waren die Gehaltssteigerungen im Pflegesektor. Hier war von einer prozentualen Erhöhung von über 3 Prozent die Rede, allerdings mit einem kleinen Haken, der in den Medien ein wenig zu kurz kam. Die Steigerung gilt für einen Zeitraum von 3 Jahren und sieht eine stufenweise Erhöhung vor und damit eine Gehaltssteigerung von ein wenig mehr als 1 Prozent pro Jahr.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  9. #39
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Gehaltserhöhung: also mein Mann verdient als Programmierer exakt das gleiche wie 15 Jahre zuvor als er eingestellt wurde.

    Kollegen die Gehaltserhöhung nach mehreren Jahren ansprachen bekamen vom Chef gesagt: wenns Dir nicht paßt, dann stehts Dir frei zu gehen.Die sind nicht gegangen - aber die wurden ALLE nach spätestens 3 Monaten nach der Gehaltsanfrage vom Chef gekündigt... Aber mit über 50 wirds halt schwer was neues zu finden - also hält man die Klappe wenn man sieht, wies in der Firma läuft...

  10. #40
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    AW: Rundfunkgebühr (GEZ) soll jährlich um 2 Prozent steigen

    Zitat Zitat von Narima Beitrag anzeigen
    Gehaltserhöhung: also mein Mann verdient als Programmierer exakt das gleiche wie 15 Jahre zuvor als er eingestellt wurde.

    Kollegen die Gehaltserhöhung nach mehreren Jahren ansprachen bekamen vom Chef gesagt: wenns Dir nicht paßt, dann stehts Dir frei zu gehen.Die sind nicht gegangen - aber die wurden ALLE nach spätestens 3 Monaten nach der Gehaltsanfrage vom Chef gekündigt... Aber mit über 50 wirds halt schwer was neues zu finden - also hält man die Klappe wenn man sieht, wies in der Firma läuft...
    Ich lese die Geschichten von deinem Chef schon seit mehreren Jahren. Vielleicht wird es doch einmal Zeit, ganz sachte nach einem neuen Chef zu suchen? So schlecht könnt Ihr doch nicht sein!
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
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