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    Landkreis Karlsruhe: Kreisintegrationspreis zum dritten Mal vergeben

    Landkreis Karlsruhe: Kreisintegrationspreis zum dritten Mal vergeben
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    "Die Genossen in den beiden Kommissionen zur Verleihung der Nationalpreise und im Sekretariat der DWK werden angewiesen, sich bei der Durchführung der Verordnung der DWK vom 24. 5. 1949 von folgenden Hauptgesichtspunkten leiten zu lassen:

    Die Auswahl der Nationalpreisträger hat so zu erfolgen, dass die erstrebten Ziele der Gewinnung der Intellektuellen für die aktive Teilnahme am demokratischen Aufbau, am Kampf der nationalen Front für Einheit und gerechten Frieden, der Festigung des Bündnisses zwischen Arbeiterklasse und Intelligenz...in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands voll erreicht werden. ...
    Es sollen nicht nur antifaschistische Demokraten, sondern auch Intellektuelle bürgerlicher Herkunft und bürgerlicher Ideologie...in entsprechender Zahl berücksichtigt werden und zwar aus allen Besatzungszonen. Hierbei können auch ehemalige Nazis berücksichtigt werden [...]."
    Der Akt der öffentlichen Auszeichnung diente der SED-Führung einerseits dazu den offiziellen Verhaltens- und Ehrenkodex in Auszeichnungsreden und inszenierten Dankesworten der Geehrten inhaltlich zu bestimmen und per Systempropaganda agitatorisch zu verbreiten. Durch die dabei erfolgende individuelle Zuteilung von sozialer Wertschätzung sollte dieser Ehrenkodex andererseits zu subjektiven Bedürfnissen und Wertsetzungen des Individuums transformiert werden. Gezielt die Überzeugung hervorrufend, dass der Mensch seinen Wert ausschließlich von den führenden Betreibern des Staates erhalten könne, sollten die Auszgezeichneten mit dieser zentralen Methode der Persönlichkeitssteuerung in der DDR gegenüber dem Staat zur Dankbarkeit und kritiklosen Fügsamkeit verpflichtet und zur gesellschaftlichen- und beruflichen Aktivität entsprechend den Anweisungen der SED-Führung mobilisiert werden. Neben den persönlichkeits- und verhaltensmanipulierenden Zielsetzungen der Auszeichnungspolitik diente die massive und systematische öffentliche Selbstausstattung insbesondere der höchsten Staats- und Parteiführer mit hohen Orden und Ehrentiteln, wie dem "Held der Arbeit", der Propaganda der eigenen Ehrenhaftigkeit und Leistungsfähigkeit und damit der Inszenierung der Berechtigung ihrer eigenen, gleichwohl niemals durch freie Wahlen legitimierten geschweige denn legitimierbaren Herrschaft.
    http://webcache.googleusercontent.co...&ct=clnk&gl=de

    Als Massenorganisation der DDR hatte der FDGB das Recht, selbst A. zu stiften und zu verleihen. Darüber hinaus war er an der Vergabe- und Verleihungspraxis staatlicher und betrieblicher A. beteiligt. Generell wurden diese A. für "Verdienste beim Aufbau der entwickelten sozialist. Gesellschaft und bei der Stärkung der Arbeiterklasse" verliehen
    http://library.fes.de/FDGB-Lexikon/t...ichnungen.html

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    Landrat Christoph Schnaudigel zeichnet vorbildliche Aktivitäten und Leistungen im Bereich Integrationsarbeit mit dem Kreisintegrationspreis aus. Dieser wurde bereits zum dritten Mal vergeben.
    Kreis Karlsruhe. Zum dritten Mal zeichnete Landrat Christoph Schnaudigel Aktivitäten und Leistungen aus, die bei der Integrationsarbeit von Menschen mit Migrationshintergrund vorbildlich sind. Im Rahmen der Kreistagssitzung vom 20. Juli 2017, die in der Waldseehalle in Forst stattfand, würdigte er die Preisträger.

    Belobigungen erhielten die Gemeinde Pfinztal und die Städte Östringen und Stutensee für ihre beispielhaften ganzheitlichen Integrationskonzepte. Der mit 400 Euro dotierte dritte Platz wurde gleich drei Mal vergeben und ging zum einen an die Bewerbungscoaches der Stadt Ettlingen. Dahinter stehen acht Auszubildende der Stadtverwaltung, die Flüchtlingen bei der Arbeitssuche unterstützen, in dem sie zum Beispiel bei der Erstellung von Lebensläufen und Anschreiben behilflich sind und Fragen zu Vorstellungsgesprächen beantworten.

    Erstmals Firmenpreis vergeben

    Das „Café International“ Ubstadt-Weiher des DRK-Ortsverbandes Zeutern erhielt einen dritten Preis, weil sich der anfängliche Begegnungstreff zu einer umfassenden Kommunikationsplattform für Flüchtlinge, Migranten sowie Bürgerinnen und Bürgern mit zahlreichen Projekten und Veranstaltungen entwickelt hat.

    Mit Petra Schalm wurde eine Gondelsheimer Bürgerin ausgezeichnet, die seit vielen Jahren fester Bestandteil des ehrenamtlichen Engagements vor Ort ist und sich mit der Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft im Jahr 2012 als Helferin der ersten Stunde für eine offene Willkommenskultur und Integration von Geflüchteten einsetzt.

    Den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 800 Euro ging an die Initiative „Familien in Not“ der Seelsorgeeinheit St. Vinzenz Bruchsal. Sie leistet seit der Eröffnung der ersten Gemeinschaftsunterkunft im Jahr 2013 direkte Hilfe für die Menschen, indem sie nicht nur Sachmittel und Spenden organisiert, sondern Flüchtlinge auch persönlich begleitet und Begegnungstreffs durchführt.

    Erstmals vergeben wurde – ohne Preisgeld - ein Firmenpreis, der an die EDEKA Südwest Fleisch GmbH ging. Damit wurde die erfolgreiche Eingliederung von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt honoriert, die das Unternehmen unter dem Projektnamen „Perspektive@SWF“ gezielt betreibt. So wird eine intensive Betreuung durch die Ausbildungsabteilung geleistet. Es werden Sprachkurse angeboten, Azubis bei gesellschaftlichen und organisatorischen Fragen unterstützt und Praktika vermittelt.

    Erster Preis an arabisch-deutsches Musikprojekt

    Der erste Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro geht an das Arabisch-deutsche Musikprojekt: „Forum arabisch-deutscher Songs“. Nach der Erkenntnis, dass Musik die universelle Sprache der Menscheit ist, die von allen verstanden wird, hat Klaus Heinrich viele Stimmen von geflüchteten sowie deutschen Kindern und Erwachsenen mit vertrauten und exotischen Instrumenten vereint, damit sie im Einklang eine Botschaft der Toleranz und des Miteinanders aussenden können.
    https://kraichgau.news/bretten/sozia...en-d11152.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Landkreis Karlsruhe: Kreisintegrationspreis zum dritten Mal vergeben

    Vergeben" hat übrigens auch die Bedeutung „falsch ausgeben". Diese Bedeutung dürfte für solche Preise gelten.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

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