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    Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Kinder-Gräbern - Eltern sind fassungslos

    Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Kinder-Gräbern - Eltern sind fassungslos

    Unbekannte haben auf dem Waldfriedhof in Stuttgart Erinnerungsstücke von den Gräbern verstorbener Kinder gestohlen. Die Familien der Kinder sind ratlos, warum jemand so etwas tut und wer dahinter steckt.

    Laut den "Stuttgarter Nachrichten" wurden bereits mehrere Metalldosen entwendet. In diesen Dosen hatten die Eltern der Kinder kleine Hefte gelegt, in denen die Besucher ihre Gedanken festhalten konnten.
    Eltern legen neue Hefte aus

    "Wir kommen nicht darauf, warum jemand so etwas Pietätloses macht", sagte eine Mutter den "Stuttgarter Nachrichten". Um die Trauer besser bewältigen zu können, hatten sich drei Familien zusammengetan und die Idee mit den Büchern und Dosen entwickelt. Sie haben nun neue Hefte an den Gräbern ihrer Kinder ausgelegt - was die verlorenen Erinnerungen jedoch nicht zurückbringt.
    http://www.focus.de/regional/stuttga...d_7305803.html

    Waldfriedhof Stuttgart
    Diebe stehlen Erinnerungsbuch


    Drei Familien rätseln: Von den Gräbern ihrer Kinder wurden ganz besondere Erinnerungsstücke entwendet. „Wer macht so etwas?“ fragen sich die Eltern.

    Stuttgart - Die Familien Beate und Max Sommer, Thorsten und Hannah Stecker und Jen Bilbao und Holger Fischer sind eine kleine Schicksalsgemeinschaft. Sie alle haben im vergangenen Jahr ein Kind verloren, die Steckers hat dieser Schicksalsschlag schon zum zweiten Mal ereilt. Die drei Familien unterstützen sich und teilen auch gute Ideen für die Trauerarbeit miteinander. So etwa die Idee der burgundroten Metalldosen, die auf den Gräbern ihrer Kinder Lionel und Lea Stecker, Emil Fischer Bilbao und Noah Sommer auf dem Waldfriedhof stehen. Darin liegen Heftchen, in die Besucher Gedanken eintragen können.

    Am 10. Juni ist der Schreck groß gewesen, als Beate Sommer zum Grab kam: Die Box war weg. Und nicht nur die auf dem Grab ihres Noah, der viereinhalb Jahre alt wurde, auch die umfunktionierten Vesperdosen auf den Gräbern der anderen Kinder fehlten. „Ich habe im Gebüsch gesucht und im Müll, aber nichts gefunden“, erzählt die Mutter dreier Kinder.
    Freunde, Verwandte und Fremde schreiben in die Bücher

    Die Familien haben viele Erinnerungszeichen ihrer gestorbenen Kinder: Thorsten Stecker hat die Namen Lio und Lea am Unterarm tätowiert, seine Frau Hannah trägt ein goldenes Herz mit den Namen an einer Halskette. Die Kinder hatten den selben Gendefekt, Megcann heißt die seit 2015 bekannte Krankheit. Emils Kindergartenfreunde sehen von ihm ein Foto, das an seinem Grabstein lehnt. Er litt an myotubuläre Myopathie (MTM). Familie Sommer hat eine von Noahs Zügen auf Holzschienen auf das Kindergrab auf dem Waldfriedhof gestellt. Er hatte Leukämie. Doch mit den Büchern fehlen besondere Erinnerungen: Freunde, Verwandte und zufällig aufmerksam gewordene Passanten konnten darin Gedanken hinterlassen.
    Besonders gerührt habe ihn der Eintrag einer Kindergartenfreundin seines Sohnes, erzählt Emils Vater Holger Fischer: „Sie ist nun in der Schule und hat selbst etwas geschrieben“, erzählt er. Für ihn sei der Verlust vor allem deshalb so traurig, weil er die im Büchlein gesammelten Gedanken noch nicht alle kannte: „Ich wollte das gesammelt und in Ruhe lesen, wenn es voll ist und wir ein neues in die Box legen“, sagt er. Das haben ihm die Diebe nun genommen. „Wir kommen nicht darauf, warum jemand so etwas Pietätloses macht“, sagt Hannah Stecker. Zwar hätten die wasserfesten Boxen 20 Euro gekostet. „Aber trotzdem klaut man eine Vesperbox doch nicht vom Friedhof“, fügt sie hinzu. Auch halten es die drei Elternpaare für unwahrscheinlich, dass jemand Geld gesucht haben könnte: Die Boxen sind nicht verschlossen, man kann also sehen, dass nichts darin ist. „Ich hoffe, dass die Bücher wenigstens respektvoll behandelt wurden“, sagt Hannah Stecker. Alle Familien haben am Freitag ihre Erinnerungsboxen erneuert. Die entwendeten Heftchen ersetzt das aber nicht
    http://www.stuttgarter-nachrichten.d...ime=1498891189


    Metalldiebstähle: Da ergibt sich ein Verdacht!
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Kinder-Gräbern - Eltern sind fassungslos

    Was haben die Diebe denn davon?

  3. #3
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    AW: Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Kinder-Gräbern - Eltern sind fassungslos

    Zitat Zitat von Elena Markos Beitrag anzeigen
    Was haben die Diebe denn davon?
    Metall.

    https://open-speech.com/threads/6535...ht=metalldiebe

    https://open-speech.com/threads/6365...hlight=schrott

    http://www.deutschebahn.com/presse/d...diebstahl.html

    https://www.freiepresse.de/LOKALES/V...kel9933786.php

    https://www.bundespolizei.de/Web/DE/...iebe_node.html

    Artikel von 2011:

    Metalldiebstahl auf Friedhöfen Altmetall statt Totenruhe

    Für die Geschädigten sind Metalldiebe, die Gräber plündern, pietätlose Verbrecher. Dass viele Täter aus Südosteuropa von Clan-Chefs zu ihren Taten gezwungen werden, wissen die wenigsten.
    Organisierte Banden und Einzeltäter

    Während Metallrohstoffe vor Jahrzehnten noch vergleichsweise günstig zu kaufen waren, hat sich der Preis für eine Tonne Kupfer seit Ende 2008 mehr als verdoppelt. Die Entwicklung der Messing- und Bronzepreise verlief ähnlich. Bei Altmetallhändlern bekommt man immerhin bis zu vier Euro für ein Kilogramm Kupfer. So wird aus einer erdverschmierten Friedhofsschale in den Augen der Diebe ein lohnender Schatz.
    Außer Friedhöfen werden auch Schrottplätze, Baustellen, Bahnstrecken oder leerstehende Häuser von den Metalldieben heimgesucht. Alles, was zu Geld gemacht werden kann, wird abmontiert, weggeschleppt und verkauft. „Friedhöfe sind bei Dieben beliebt, weil sie abgelegen sind“, sagt Markus Hoffmann, Sprecher der Polizei in Wiesbaden. Das Risiko, erwischt zu werden, ist gering. Auch in Grünstadt blieben die Täter unerkannt.
    http://www.faz.net/aktuell/gesellsch...-12309057.html

    Metalldiebe in Deutschland lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Zum einen gibt es organisierte Banden, welche - nicht nur auf Friedhöfen - an schweren Gegenständen aus Buntmetall interessiert sind. Auf Friedhöfen sind das vor allem Grabschalen. Eine Begräbnisstätte unterscheidet sich für sie nur unwesentlich von einem Lagerplatz für Altmetall. Das Diebesgut verkaufen sie anschließend an Altmetallhändler. Eine Grabschale bringt dort bis zu 50 Euro. Es gibt aber auch die Einzeltäter, die ihr Diebesgut nicht beim Altmetallhändler verkaufen, sondern auf dem Schwarzmarkt oder auf Flohmärkten. Sie klauen Grabinschriften, die dreisteren unter ihnen auch ganze Statuen. Solche Täter gab es schon vor dem Anstieg der Buntmetallpreise. Die Einzeltäter haben es nicht auf den Schrottwert des Metalls abgesehen, sondern auf den Marktwert der kunstvollen Diebesgüter. Gegen sie sind Polizei und Opfer meistens machtlos. Flohmärkte abzusuchen, um einzelne Buchstaben von Grabinschriften wiederzufinden, deren Herkunft kaum nachweisbar ist, gleicht einem sinnlosen Unterfangen.
    usw.

    http://www.faz.net/aktuell/gesellsch...309057-p2.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  4. #4
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    AW: Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Kinder-Gräbern - Eltern sind fassungslos

    Wer so etwas macht? Es sind die gleichen Leute, denen von den nun betroffenen Eltern ansonsten immer viel Verständnis entgegen gebracht wird.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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