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    Flüchtlingsheim am Grenzweg Am Ende hilft nur der illegale Makler

    Flüchtlingsheim am Grenzweg




    Am Ende hilft nur der illegale Makler

    Menschen mit arabischen Namen werden bei der Wohnungssuche stark diskriminiert. Was bedeutet das für Flüchtlinge? Zwei Männer aus der Erstaufnahme in Hamburg-Rahlstedt berichten von ihrer vergeblichen Suche.
    "Ich habe keine Hoffnung mehr", sagt Ibrahim Al-Mohammed, "und ich kann nicht mehr." Am Tag zuvor hatte er es wieder versucht, hatte sich wieder bei einer Wohnung vorgestellt, aber dann hatte er wieder keine Chance.


    Seit 2015 ist der Syrer in Deutschland, er war aus dem Norden des Landes geflohen, weil er dort nicht mehr arbeiten konnte. Für die Bekleidungsgeschäfte seiner Eltern in al-Hasaka hatte er Ware aus Aleppo oder der Türkei geholt, doch wegen des IS und anderer Terrorgruppen seien die Fahrten zu gefährlich geworden. "Ich wäre das perfekte Opfer gewesen", sagt der 25-Jährige.


    Vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat er eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, er darf also in eine eigene Wohnung umziehen. Trotzdem wohnt er seit knapp neun Monaten in der Erstaufnahme (EA) in Hamburg-Rahlstedt. Er möchte raus aus dem Containerdorf, wo er sich ein Zimmer mit einem anderen Bewohner teilt. "Ich will Deutsch lernen, eine Ausbildung machen zum Bus- oder LKW-Fahrer, und ich möchte gerne eine eigene Wohnung haben", sagt Al-Mohammed. "Es ist mir egal", fügt er hinzu, "wenn das Zimmer nur fünf Quadratmeter hat". Hauptsache eine Wohnung, mit kleiner Küche und Bad.
    Er kann nicht mehr zählen, wie oft er sich beworben hat. Er sagt, er habe sich auf Anzeigen bei den Internetportalen Immoscout24 und Immowelt sowie auf Ebay-Kleinanzeigen beworben. Oft gab es keine Reaktion, manchmal wurde er zu Besichtigungen eingeladen, da habe er dann mit "15, 16" anderen Bewerbern in der Wohnung gestanden. Bei wenigen Wohnungen bekam er einen Einzeltermin.


    Besonders frustriert hat ihn, dass er vier Wohnungen hätte haben können - doch jedes Mal habe das JobCenter abgelehnt. "Eine Wohnung hatte 40 Quadratmeter, ein großes Zimmer, Küche, Bad, es gab sogar einen Garten", erzählt Al-Mohammed, aber sie kostete 650 Euro. Zu teuer, entschied das JobCenter. "Aber sie wäre es wert gewesen", sagt Al-Mohammed traurig.
    Auch die Sozialmanager der von den Maltesern geführten Erstaufnahme haben für Al-Mohammed bei Vermietern angerufen, mehrfach auch bei der Saga, einem städtischen Wohnungsunternehmen. "Ibrahim kam mit Wohnungsangeboten von der Saga", erzählt die Sozialmanagerin Mena Rytlewski, "er wurde dann vertröstet, der Mieter sei nicht erreichbar, also könne die Besichtigung nicht stattfinden, oder der Wohnungsschlüssel sei nicht verfügbar". Auch da also: Fehlanzeige.
    Die Malteser in Rahlstedt führen eine Statistik über die Auszüge ihrer Bewohner: Seit Eröffnung des Containerdorfs sind 53 Bewohner in eine Folgeunterkunft umgezogen und 31 in eine eigene Wohnung.

    Wahid Yousefi Ghazni beispielsweise
    lebt jetzt in einem Studentenheim. Safouh Hussain ist gemeinsam mit zwei syrischen Brüdern, die auch in der EA Rahlstedt untergebracht waren, in eine Drei-Zimmer-Wohnung im Hamburger Süden gezogen.


    Auch Ibrahim Al-Mohammed hat einen Freund, der bald eine Wohnung bezieht: ein 14-Quadratmeter-Zimmer, Küche, Bad - vermittelt durch einen illegaler Makler. Gegen Cash ohne Quittung habe er einen Mietvertrag bekommen.


    Erfahrungen mit solchen illegalen Maklern hat der iranische Flüchtling Reza Zafaridalir schon gemacht. Er wohnt seit Oktober in der EA Rahlstedt und ist als Flüchtling anerkannt. Dreißig bis vierzig Wohnungen habe er sich angeschaut, die von der Größe und vom Preis her gepasst hätten. Aber er habe nur Absagen bekommen.

    "Die Vermieter sagten: 'Du bist kein Deutscher und du hast keinen Job'", berichtet er. Vor kurzem habe er sich deshalb entschlossen, einen illegalen Makler einzuschalten, einen Iraner. Der habe ihm eine Wohnung gezeigt und 2200 Euro im Voraus verlangt - ohne ihm einen Mietvertrag zu geben. Das habe er abgelehnt. Und dann sagt Reza Zafaridalir: "Ich habe aber nur mit so einem Makler eine Chance." Das Geld müsse er sich dann eben von einem Freund leihen und in Raten zurückzahlen.


    Andere beantragen beim JobCenter einen Zuschuss zum Hausrat und bezahlen damit einen Teil der illegalen Courtage. Anschließend richten sie sich mit Möbeln ein, die bei Ebay Kleinanzeigen oder bei Facebook-Gruppen wie "Free Your Stuff" verschenkt werden.
    Al-Mohammed hat sich auch bei verschiedenen Baugenossenschaften in Hamburg beworben. "Die wollten mich noch nicht mal auf die Warteliste setzen", sagt er. "Geht das auch den Deutschen so?"




    Es kann jedoch auch anders laufen. "Wir haben uns im Herbst 2015 angesichts der stark gestiegenen Flüchtlingszahlen entschieden, weiteren Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen", sagt Sönke Selk, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen. Voraussetzung sei, dass sich kein Mitglied für diese Wohnungen interessiere und dass "eine ausgewogene soziale Mischung" erreicht werde. 40 Wohnungen, also rund zehn Prozent der freigewordenen Wohnungen, habe die Baugenossenschaft seitdem an geflüchtete Menschen vermittelt.


    Im September wird es eine Wohnung mehr sein: Dann zieht die Familie Rashid aus ihren zwei Zimmern plus Bad in einer Folgeunterkunft um in eine Vier-Zimmer-Wohnung. Sie liegt in einem Neubau von Hamburger Wohnen mitten in der HafenCity.
    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...a-1153763.html

    bei den Schönen und den Reichen.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Flüchtlingsheim am Grenzweg Am Ende hilft nur der illegale Makler

    Seit 2015 ist der Syrer in Deutschland, er war aus dem Norden des Landes geflohen, weil er dort nicht mehr arbeiten konnte. Für die Bekleidungsgeschäfte seiner Eltern in al-Hasaka hatte er Ware aus Aleppo oder der Türkei geholt, doch wegen des IS und anderer Terrorgruppen seien die Fahrten zu gefährlich geworden. "Ich wäre das perfekte Opfer gewesen", sagt der 25-Jährige.

    Fast alle Biografien ähneln sich. Tatsächlich ist kaum jemand dort an Leib und Leben bedroht. Diese Schwachköpfe sind auf die Schlepper reingefallen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Flüchtlingsheim am Grenzweg Am Ende hilft nur der illegale Makler

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Fast alle Biografien ähneln sich. Tatsächlich ist kaum jemand dort an Leib und Leben bedroht. Diese Schwachköpfe sind auf die Schlepper reingefallen.
    Seit 2015 ist der Syrer in Deutschland und möchte endlich Deutsch lernen:
    Seit 2015 ist der Syrer in Deutschland,..."Ich will Deutsch lernen,
    Und dann heißt es weiter:


    eine Ausbildung machen zum Bus- oder LKW-Fahrer,
    und man liest dann schon hoffnungsvoll

    Er kann nicht mehr zählen, wie oft er sich beworben hat.
    aber, ach, nicht um eine Arbeitsstelle oder einen Job, sondern über Immobilienplattformen und auch, wie im späteren Artikel hervorgehoben wird, unter Mithilfe der Sozialmanagers um eine Wohnung:

    Er kann nicht mehr zählen, wie oft er sich beworben hat. Er sagt, er habe sich auf Anzeigen bei den Internetportalen Immoscout24 und Immowelt sowie auf Ebay-Kleinanzeigen beworben. Oft gab es keine Reaktion, manchmal wurde er zu Besichtigungen eingeladen, da habe er dann mit "15, 16" anderen Bewerbern in der Wohnung gestanden. Bei wenigen Wohnungen bekam er einen Einzeltermin.


    Besonders frustriert hat ihn, dass er vier Wohnungen hätte haben können - doch jedes Mal habe das JobCenter abgelehnt. "Eine Wohnung hatte 40 Quadratmeter, ein großes Zimmer, Küche, Bad, es gab sogar einen Garten", erzählt Al-Mohammed, aber sie kostete 650 Euro. Zu teuer, entschied das JobCenter. "Aber sie wäre es wert gewesen", sagt Al-Mohammed traurig.
    und gleich mal eine Absage bekommen hat für eine Wohnung, die es (ihm?) wert gewesen wäre? Die also von ihm wachgeküßt worden wäre?

    Wie dies halt so üblich ist bei Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bis zum 25. Lebensjahr laut Amt bei Bedürftigkeit noch bei ihren Eltern leben müssen:

    Suche erst eine Wohnung, dann findest du schon eine Arbeit.

    Er kann nicht mehr zählen, wie oft er sich beworben hat. Er sagt, er habe sich auf Anzeigen bei den Internetportalen Immoscout24 und Immowelt sowie auf Ebay-Kleinanzeigen beworben. Oft gab es keine Reaktion, manchmal wurde er zu Besichtigungen eingeladen, da habe er dann mit "15, 16" anderen Bewerbern in der Wohnung gestanden. Bei wenigen Wohnungen bekam er einen Einzeltermin.


    Besonders frustriert hat ihn, dass er vier Wohnungen hätte haben können - doch jedes Mal habe das JobCenter abgelehnt. "Eine Wohnung hatte 40 Quadratmeter, ein großes Zimmer, Küche, Bad, es gab sogar einen Garten", erzählt Al-Mohammed, aber sie kostete 650 Euro. Zu teuer, entschied das JobCenter. "Aber sie wäre es wert gewesen", sagt Al-Mohammed traurig.
    Und auch zur Wahrheit wird erzogen, die Fähigkeit und Bereitschaft zu Lügen gleich mit der ersten Aussage in der Zeitung unter Beweis gestellt:

    "Die Vermieter sagten: 'Du bist kein Deutscher und du hast keinen Job'", berichtet er.
    Wobei der eine Teil mit dem fehlenden Job ja noch der Wahrheit entsprechen könnte, der erste Teil aber garantiert nicht, denn kein Vermieter wäre auch nur so dämlich, mit einem solchen Argument zu kommen, da strafbar.

    Und auch die nächste Behauptung, die gleichzeitig dummdreiste Forderung mit entsprechender Unterstellung ist, hat es in sich und qualifiziert für die Zukunft:

    "Die wollten mich noch nicht mal auf die Warteliste setzen", sagt er. "Geht das auch den Deutschen so?"
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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