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    Inflation soll in Deutschland deutlich steigen

    • Der Internationale Währungsfonds fordert mehr Inflation für Deutschland


    • So soll die Euro-Zone gerettet werden


    • Doch der Vorschlag würde deutsche Sparer schwer schmerzen

    Wer heute sein Geld zur Sparkasse bringt, bekommt dafür fast gar nichts mehr. Die radikale Politik der Europäischen Zentralbank hat die Zinsen in den Keller fallen lassen
    Jetzt fordert der Internationale

    Währungsfonds (IWF) gar, die Deutschen bräuchten wieder steigende Preise.

    Die Institution aus Washington unter der Leitung von Christine Lagarde mache bereits seit Jahresanfang klar, manche Mitglieder der Eurozone bräuchten wieder eine Inflationsrate von über zwei Prozent, berichtet die "Welt".
    Das würde bedeuten, dass die Güter und Dienstleistungen in Deutschland jedes Jahr um mindestens diesen Wert teurer werden würden. Zur Berechnung der Inflationsrate ziehen Ökonomen meist einen fiktiven Warenkorb herbei.

    Inflation ist Geldentwertung

    Sie untersuchen, wie sich die Preise von Lebensmitteln, Kleidung, Benzin, Wohnungen und anderen Dingen entwickeln. Werden die Sachen insgesamt klar teurer, spricht man von Inflation oder auch Geldentwertung.

    Kommt der IWF mit seinem Vorschlag durch, trifft das insbesondere die Sparer hart. Denn einerseits müssen sie bereits seit Jahren damit leben, dass sie wegen der tiefen Zinsen fast gar nichts mehr für ihr Erspartes bekommen.

    Steigt zudem auch die Inflationsrate markant an, bedeutet das: Mit dem angesparten Vermögen können die Deutschen immer weniger kaufen. Denn während die Höhe ihres Ersparten gleich bleibt, werden Autos, Ferien, Wohnungen und Restaurantbesuche immer teurer.

    Die Deutschen müssen die bittere Pille schlucken

    Doch: Ökonomen weisen darauf hin, dass die zusätzliche Inflation wohl unausweichlich für die Deutschen ist. Laut dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger sei nur durch stärkere Preissteigerungen in Deutschland eine Erholung in der ganzen Währungsunion möglich, berichtet die "Welt".

    "Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal müssen wieder wettbewerbsfähig werden. Das können sie nur durch Reformen und niedrigere Preise“, so der Würzbürger Ökonom.

    Die Gegenseite der Medaille zeigt sich dann für Deutschland. "Länder wie Deutschland mit einer gut ausgelasteten Wirtschaft müssen hingegen eine höhere Inflationsrate hinnehmen“, sagte Bofinger zur "Welt".

    Das bedeutet: Der deutsche Anleger müsste eine große Last schultern, damit der Euro-Währungsraum gerettet werden kann.
    http://www.huffingtonpost.de/2017/06...hp_ref=germany
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #2
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    Deutschland: Galoppierende Inflation?

    Es ist das erste Mal, dass man diesen historischen Begriff in den Medien hört und zwar durch Verneinung dieses Umstands.

    Mit der galoppierenden Inflation ist die Hyperinflation von 1923 gemeint, als die Preise im Minutentakt stiegen, die Löhne täglich ausgezahlt wurden und man eilig in die nächste Bäckerei rannte, um ein Stück Kuchen zu ergattern, wo eine Viertelstunde später noch nicht mal mehr ein Brötchen mit dem Geld gekauft werden konnte. Ältere Generationen konnten diese Krise noch sehr anschaulich schildern.
    Das Geld war weg, die Menschen wurden obdachlos, hungerten, verhungerten, erfroren. Es wurde mit Millionen und später mit Milliarden gezahlt und das Papier, auf dem die Beträge gedruckt waren, hatte noch nicht einmal mehr den Gegenwert von einem Stück Toilettenpapier. Oft wurden die Geldscheine einfach mit den aktuellen Beträgen überstempelt.

    Geld wurde in Schubkarren transportiert, Bündel als Heizmaterial zweckentfremdet, die Rückseite als Schmierpapier benutzt. Die Inflation geriet zum deutschen Trauma. Über Nacht waren alle, oft vom Munde abgesparten Rücklagen weggeschmolzen.
    https://www.planet-wissen.de/geschic...ionvon100.html

    Nun ist sie wieder da, die Galoppierende Inflation, zum ersten Mal wieder als Begriff in der heutigen Zeit. Kein gutes Omen.

    Volkswirte sehen keine galoppierende Inflation

    Die Volkswirte führender Finanzinstitute in Deutschland sehen derzeit nicht die erhöhte Gefahr einer langanhaltenden oder gar außer Kontrolle geratenden Preisspirale. "Die Inflation hat 2021 den Turbogang einlegt, schon 2022 dürfte ihr aber wieder die Luft ausgehen", sagte Katharina Utermöhl, Volkswirtin bei der Allianz-Gruppe in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research erklärte: "Die zurzeit beobachtbaren erhöhten monatlichen Inflationsraten werden zum Großteil von vorübergehenden Einflüssen bestimmt." Er erwartet, dass sich die Inflation im Euro-Raum in den nächsten Jahren um die von der Europäischen Zentralbank ausgegebene Zielmarke von knapp zwei Prozent einpendeln wird.

    Auch die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm geht von einer Normalisierung aus, obwohl sich die preistreibenden Effekte wie etwa die Knappheit bei Mikrochips oder die hohen Rohstoffpreise aus ihrer Sicht nicht so schnell auflösen werden wie erhofft. "Solange die Lohnabschlüsse moderat bleiben, gibt es nicht viel, was dafür spricht, dass wir in eine dauerhafte Inflation laufen", sagte sie. "In einigen Bereichen kann es durchaus zu Lohnsteigerungen kommen, etwa aufgrund des Fachkräftemangels, aber die vorübergehend hohen Teuerungsraten sollten nicht 1:1 in den Tarifverhandlungen aufgegriffen werden."
    Im August lag die Inflationsrate in Deutschland bei 3,9 Prozent und war damit deutlich erhöht. Dies ist aber auch auf Basis- und Sondereffekte zurückzuführen, weil die Inflation im vergangenen Jahr vor allem wegen Auswirkungen der Corona-Pandemie mit 0,5 Prozent besonders niedrig ausgefallen war. Unter anderem sorgte allein die vorübergehend abgesenkte Mehrwertsteuer für eine verringerte Preissteigerung.
    Preis-Lohn-Spirale nicht abzusehen

    Um in einen galoppierenden Preisauftrieb zu geraten, müsse es noch zu weiteren Effekten kommen, etwa zu einer Preis-Lohn-Spirale, sagte auch Katharina Utermöhl. "Dies ist nicht abzusehen", betonte sie. "Ich sehe aktuell keinen Grund, warum etwa ein Restaurantbesuch auch mittelfristig mehr kosten muss." ...

    Weiter hier:
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Volks...e22826990.html

    Nun lebt der Mensch nur nicht von Restaurantbesuchen. Und natürlich sind leichte Anpassungen im Einkauf und der Gestaltung der Speisekarte möglich. Dazu eine Anekdote aus eben dieser Zeit der Galoppierenden Inflation der Weimarer Republik. Ein Restaurantbesuch in einem renommierten Gasthof, nicht gerade billig. Später stellte sich heraus, dass man statt der angebotenen Fleischgerichte mit dem teuren Fleisch billiges Pferdefleisch serviert bekam, was zu einem riesigen Skandal führte.
    Vielleicht wiederholt sich ja wirklich alles, vielleicht auch der Hype um gesunde Ernährung. Zu eben dieser Zeit galt es als sehr gesund, bebrütete Eier mit bereits sichtbarem Inhalt zu essen. Diese nicht ganz normalen Eier waren auch entsprechend teuer, ein Luxus, den man sich gönnte, wenn man es sich leisten konnte und daran glaubte.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  3. #3
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    AW: Deutschland: Galoppierende Inflation?

    Tatsache ist, dass die Inflation kein Naturereignis ist, sondern das Ergebnis der unverantwortlichen Fiskalpolitik der EZB. Die Politik des lockeren Geldes, der massive Ankauf fauler Papiere, sowie die explodierenden Staatsschulden der Euro-Mitgliedsstaaten zeigen nun Wirkung. 2% Inflation ist gewollt, 4% erwünscht. Je höher die Inflation umso mehr verlieren auch die Staatsschulden an Wert.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Deutschland: Galoppierende Inflation?

    "Und sollten sich die Massen das mal nicht mehr bieten lassen, so ist die Lösung längst bedacht: Dann wird ein wenig Krieg gemacht." Wir steuern auf Weltkrieg 3 zu. Und natürlich ist mal wieder Deutschland schuld an allem!

  5. #5
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    AW: Deutschland: Galoppierende Inflation?

    Zitat Zitat von Elena Markos Beitrag anzeigen
    "Und sollten sich die Massen das mal nicht mehr bieten lassen, so ist die Lösung längst bedacht: Dann wird ein wenig Krieg gemacht." Wir steuern auf Weltkrieg 3 zu. Und natürlich ist mal wieder Deutschland schuld an allem!
    Vielleicht ist der dritte Weltkrieg schon in der Planung,.
    Die Corona-Pandemie hatte man ja auch schon vorher als Planspiel durchexerziert.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  6. #6
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    AW: Inflation soll in Deutschland deutlich steigen

    Deutschland macht mal wieder Zahlmeister für den Rest Europas und darf sich mal wieder als "Nazi" beschimpfen lassen ..

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