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    Krankenkassen zahlen Kuren für Flüchtlinge

    und zwar Mütter-Kind-Kuren.

    Was ist eine Mütter-Kind-Kur? Die AOK informiert:

    Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur

    Wenn bei Müttern oder Vätern Gesundheitsbeschwerden vorliegen und sie das Gefühl haben, ihren familiären Alltag nicht mehr meistern zu können und behandlungsbedürftig sind, ist es vielleicht Zeit für eine Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kur....


    Antrag auf eine Kur stellen

    Als Erstes sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird, wenn er die Kur für medizinisch notwendig hält, eine Verordnung ausstellen.
    In Ihrem AOK-KundenCenter erhalten Sie die erforderlichen Unterlagen und werden beraten. Sie können sich für eine Beratung auch an Einrichtungen wie Caritas, Diakonisches Werk, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz oder Müttergenesungswerk wenden.
    Nicht vergessen: Im Kurantrag bestätigen Sie bitte alle Angaben mit Ihrer Unterschrift. Auch Ihr Arzt muss den Antrag unterschreiben und alle nötigen medizinischen Angaben machen.
    Wenn ein Kind ebenfalls erkrankt ist, muss auch der Kinderarzt die notwendigen medizinischen Angaben auf dem gesonderten Antrag für das Kind erfassen.

    Sobald Sie eine Kostenübernahme von Ihrer AOK erhalten, kann es mit den Vorbereitungen losgehen.



    Weiter wird ausgeführt, wann man ein Kind bis zum Alter von 12 Jahren mitnehmen kann, entweder, wenn dieses Kind ebenfalls gesundheitliche Störungen vorweist (ebenfalls ärztlich bescheinigt und von der Krankenkasse genehmigt) oder dieses Kind nachweislich nicht daheim betreut werden kann.
    Eine Mütter-Kind-Kur findet auch nur dann auswärtig statt, wenn eine Behandlung vor Ort nicht gegeben ist. In Zeiten der Einsparungen werden viele auswärtige Kuren abgelehnt und nur noch eine Behandlung vor Ort gestattet.

    Aber zum Thema. Für Flüchtlinge wurde nun eine eigene Therapie konzipiert, die von der Caritas auf dem beliebten Feldberg angeboten und vom Kardinal Woelki erwartungsgemäß befürwortet wird, der auch durch sein Engagement "Drittmittel" für die Schulung der Mitarbeiter und den Ausbau dieses Konzeptes locker gemacht hat. Drittmittel sind in diesem Fall natürlic finanzielle Mittel der Krankenkassen und damit die Gelder der Versichertengemeinschaft der sozialversicherungspflichtigen Angestellten.
    Das Problem an der Sache ist weniger die Genehmigung bei den gesetzlichen Krankenkassen als vielmehr, die Flüchtlinge in Kenntnis über diese Möglichkeit zu setzen. Aber auch dieses Problem dürfte zu überwinden sein, da die Caritas neben der Diakonie der ganz große Anbieter in der Flüchtlingsarbeit und -betreuung ist.


    Baustein zur Integration

    Caritas-Haus Feldberg bietet ab Mai erstmals auch Mutter-Kind-Kuren für Flüchtlinge an.



    FELDBERG. Die Kompetenz in Sachen Mutter-Kind-Kuren sowie Kinder- und Jugendreha ist ganz oben im Schwarzwald angesiedelt. Auf 1250 Meter Höhe steht das Caritas-Haus Feldberg. Weil Stillstand gleich Rückschritt bedeutet, gibt es immer wieder Neues aus dem Interdisziplinären Therapiezentrum zu vermelden. Seit etwa vier Jahren gibt es Kuraufenthalte von Soldatenfamilien und jetzt geht ein neues Konzept an den Start: Ab Mai werden erstmals auch Mutter-Kind-Kuren für Flüchtlinge im Haus stattfinden, sagt Klinikgeschäftsführer Udo Wankelmuth.

    (...)hat Geschäftsführer Udo Wankelmuth zusammen mit dem katholischen Arbeitskreis für Familienerholung und dem Müttergenesungswerk kooperiert und ein für Flüchtlinge passendes Konzept zugeschnitten. Im Monat Mai könnte die erste Mutter-Kind-Kur für Flüchtlinge auf dem Feldberg erfolgen. Die Ausarbeitung des neuen Konzepts in der Theorie ist eines, die Umsetzung in der Praxis erfordert dafür speziell geschultes Personal. Und in den vergangenen Wochen ist das Personal im Caritas-Haus auch entsprechend geschult worden.
    Bei den Mutter-Kind-Kuren für Flüchtlinge geht man davon aus, dass diese als Gruppe vermutlich geschlossen bleiben wollen. Sprache, kulturelle Unterschiede, andere Essensgewohnheiten, den Alltag, das sind alles spannende Themen und Herausforderungen, denen sich das Caritas-Haus gerne stellt.

    Kardinal Woelki unterstützt das neue Kurangebot


    Für Geschäftsführer Wankelmuth kann das neue Angebot auch ein erster Baustein für die Integration von Flüchtlingen sein. Die Patienten aus diesem Bereich entstammen Flüchtlingsfamilien, die seit mehr als einem Jahr in Deutschland leben, ihre Anerkennung haben und die deutsche Sprache etwas sprechen.

    Die Idee dazu ist im Caritas-Haus Feldberg entstanden und mittels guter Kontakte nach Köln zu Kardinal Woelki, der sich stark für dieses neue Konzept einsetzte und es förderte, konnte die nötige Fortbildung und Schulung auch über Drittmittel finanziert werden. "Es ist spannend was Neues zu machen. Das sind auch immer wieder Herausforderungen an die etwa 150 Festbeschäftigen im Caritas-Haus Feldberg, was auch motiviert", glaubt Wankelmuth zu wissen.

    ...
    Für solche Therapieangebote muss das Klientel im Vorfeld gefiltert werden, denn die Schicksale sollten vergleichbar sein. Bei diesen Therapien setzt das Caritas-Haus vor allem auf Gruppenkonzepte und weniger auf Einzelgespräche wie bei normalen Kuren.
    http://www.badische-zeitung.de/feldb...135904780.html

    (Witzig ist auch, dass die Presse und die Caritas versuchen, die Legitimation für das Programm für Flüchtlinge aus dem Mütter-Kind-Programm für Soldatenfrauen zu ziehen. Im Artikel zu selbst zu lesen, siehe Link.)
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #2
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    AW: Krankenkassen zahlen Kuren für Flüchtlinge

    Die Überschüsse müssen verbraten werden um Beitragserhöhungen durchsetzen zu können.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #3
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    AW: Krankenkassen zahlen Kuren für Flüchtlinge

    Weder die AOK noch Herr Woelki finanziert das alles, es ist der Steuerzahler!
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  4. #4
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    AW: Krankenkassen zahlen Kuren für Flüchtlinge

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Weder die AOK noch Herr Woelki finanziert das alles, es ist der Steuerzahler!
    Hier irrst du. Es zahlt der Kassenpatient, der sozialversicherungspflichtige Angestellte über seine Beiträge in die Krankenversicherung. Die Arbeitgeber halten nur deshalb die Klappe, weil deren Beiträge auf niedrigem Niveau (für alle Zeiten) eingefroren wurden und jetzige und zukünftige Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge alleine von den Angestellten zu finanzieren sind.
    Solche Leistungen und Kosten auf den Schultern der sozialversicherungspflichtigen Angestellten über deren Beiträge in die Sozialversicherungssysteme abzuwälzen, hat nicht nur System, sondern vor allem den Hintergrund, die Belastungen aufgrund der Flüchtlingsströme nach Deutschland zu verschleiern und nicht in die allgemeine Staatsbelastung einfließen zu lassen. Ist doch hübsch, wenn es offiziell so wenig kostet.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  5. #5
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    AW: Krankenkassen zahlen Kuren für Flüchtlinge

    Kleine Ergänzung:
    Zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählen alle Arbeitnehmer einschließlich der Auszubildenden, die kranken-, renten-, pflegeversicherungspflichtig und/oder beitragspflichtig sind oder für die von den Arbeitgebern Beitragsanteile zu entrichten sind. Aus dieser Abgrenzung ergibt sich, dass in der Regel alle Arbeiter und Angestellten von der Sozialversicherungspflicht erfasst werden. In wenigen Fällen besteht auch für Selbstständige eine Versicherungspflicht.
    Wer arbeitet, soll auch gefälligst dafür zahlen!
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  6. #6
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    AW: Krankenkassen zahlen Kuren für Flüchtlinge

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Kleine Ergänzung:


    Wer arbeitet, soll auch gefälligst dafür zahlen!
    Und nicht selten zahlt er den Mißbrauch von Versicherungsleistungen, nämlich versicherungfremde Leistungen. In diesem Fall könnte er ebenso einen Kuraufenthalt in einem Sanatorium oder Feriencamp für ghanaesische Mütter und Väter in Ghana finanzieren. Der Unterschied bestünde nur darin, dass dieser Kuraufenthalt dann nicht in Deutschland stattfände.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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