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    Horb a. N. Hürde: Wohnungssuche für Syrer



    Das Thema des Abends lautete: "Glaubensbegegnung mit syrischen Flüchtlingen – das Leben auch mit syrischen Flüchtlingen teilen und miteinander ins Gespräch kommen."
    Zu sehen sind auf dem Bild vor allem betagte deutsche Frauen und einige männliche Flüchtlinge.

    Und damit man das Leben mit den syrischen Flüchtlingen teilen kann, gibt es entgegen jeder Tradition - schließlich heißt eine typische Veranstaltung in der Adventszeit Adventskaffee - Tee:

    Gemütlich wurde sich bei Tee und Plätzchen über Traditionen, Bräuche und Religion ausgetauscht
    Wer etwas von den Deutschen will, Spenden, Geld, Wohnungen, Hilfestellungen, der muß zwar kein Bakschisch zahlen, aber gute Geschichten erzählen und seinem Gegenüber Honig um den Mund schmieren. In etwa so:

    Wie sieht die Adventszeit in Syrien aus? Gibt es denn auch einen Weihnachtsbaum in Syrien? Viele interessante Fragen kamen während des Abends auf. Syrische Flüchtlinge erzählten von ihren Erfahrungen mit der Weihnachtszeit. Auch in ihrer Heimat gebe es einen Weihnachtsbaum, welcher zusammen geschmückt wurde. Zwar feierte die muslimische Bevölkerung selbst kein Weihnachten, nahm aber gerne mit ihren Bekannten und Freunden am "Fest der Freude" teil.
    Dann beginnt die anwesende, betagte Christenheit aber doch ein wenig zu übertreiben und den insgeheimen Groll der Syrer auf den Plan zu rufen.

    Anwesend waren auch der katholische Pfarrer Elmar Morein sowie der evangelische Pfarrer Michael Keller. "Ich bin der katholische Imam", schmunzelte Morein.

    Schließlich sind die Christen laut Koran ja auch wegen ihrer Mission und der Verführung der Gläubigen, der reinen Moslems, zum Unglauben, zu bekämpfen. Man sollte es nicht auf die Spitze treiben.

    nteressiert betrachteten sie den Adventskranz, sowie die Krippe, die sie zum ersten Mal sahen. Pfarrer Keller lud zu einem Rundgang in die evangelische Kirche ein und machte mit Bräuchen der Kirche bekannt. Keller erzählte über die Geburt Jesu und deutete auf die Figuren in der Krippe. "Maria und Jesus werden ja auch im Koran erwähnt", erwähnte Keller und zeigte die Gemeinsamkeiten der Religionen auf.
    Nun heißt es aber erst einmal, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Immerhin geht es ja auch um Wohnungen:

    Ein wichtiges Thema am Abend waren die Probleme in der Wohnungssuche. Leider komme es immer noch zu großen Benachteiligungen, sobald von syrischen Flüchtlingen gesprochen wird. Viele syrischen Familien brauchen dringend eine Unterkunft, da sie zurzeit zu mehreren Personen auf wenigen Quadratmetern auskommen müssen
    Und die Fürsprecherin berichtet sogar, obwohl auf dem Bild nicht zu sehen und statistisch keine Größe, von Müttern, die mit ihren Söhnen angeblich in einem Zimmer leben müssen

    . "Das ist einfach nur menschenunwürdig, wenn eine Mutter mit ihren vier Söhnen in einem Zimmer auskommen muss", so eine freiwillige Helferin. Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe und Vertreter des Freundeskreis Asyl wünschen sich mehr Toleranz und Offenheit.
    Es gibt kein sichereres Ehrenamt als in der Flüchtlingshilfe. Aufwandsentschädigungen sind selbstverständlich steuerfrei und werden nicht auf Renten und Hinterbliebenenrenten angerechnet. Auch für Langzeitarbeitslose empfehlenswert, denn das Ehrenamt schmälert nicht die Einkünfte des Arbeitslosengeldes oder der Sozialhilfe oder Hartz IV.

    "Es wäre so schön, wenn Menschen ihre Hilfe anbieten würden. Einfach auf die syrischen Mitbürger zugehen und nach ihrem Befinden fragen." Oft wären Menschen unsicher, ob sie überhaupt in der Lage wären, zu helfen. "Wenn man aus Herzen jemanden etwas Gutes wünscht und helfen möchte, dann eröffnet sich immer ein Weg."
    Demnächst eine Einladung in arabischer Sprache, damit ein paar Flüchtlinge mehr kommen. Vielleicht ist ja auch eine Mutter dabei, vielleicht die mit den vier Söhnen?

    Auch wäre die Kommunikation ein großes Problem. Leider bekamen nicht alle von solchen Glaubensbegegnungen etwas mit. So kam der Vorschlag, Einladungen auch in arabischer Sprache zu drucken, um mehr syrische Flüchtlinge zu erreichen. Das Hauptziel liege darin, dass man sich kennenlernt und mehr voneinander mitbekommt.
    Der nächste Begegnungsabend mit syrischen Flüchtlingen findet am 17. März um 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt.
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/in...e539a0c20.html

    Geschrieben wurde der Artikel übrigens von Rameza Bhatti.

    Nämlich dieser Rameza Bhatti:



    Miteinander, statt übereinander
    Rameza Bhatti aus Horb erklärt, wie sie als gläubige Muslima die Islamdebatte erlebt

    Eine Burka zu tragen sei eine Unterdrückung von Frauenrechten, ist eines der Argumente in der Debatte um ein mögliches Verbot in Deutschland. Die gläubige Muslima Rameza Bhatti aus Horb hält nichts von der Bevormundung von islamischen Frauen und der Reduzierung einer Religion auf ein Kleidungsstück. In Horb selbst gebe es sowieso weder die Burka, noch die Vollverschleierung Niqab.

    Horb. Die 21-jährige Rameza Bhatti ist von Kopf bis Fuß durchgestylt: Gekonnt trägt sie schwarze Schnürschuhe mit einem kleinen Absatz, eine hellblaue Röhrenjeans, einen schneeweißen Mantel. An den Fingern trägt sie dunklen Nagellack. Die Wimperntusche betont ihre großen Rehaugen. Ihre Körperhaltung vermittelt Selbstbewusstsein und stolz. Das cremefarbene Kopftuch, das die dunklen Haare der Studentin bedeckt, rundet ihr Auftreten ab.


    Seit eineinhalb Jahren trägt die Politikstudentin aus Horb ein Kopftuch, einen sogenannten Hidschab. Anfangs nur ab und an, inzwischen jeden Tag. „Erst hatte ich Angst, dass ich wegen des Kopftuchs ausgegrenzt werde“, erzählt Bhatti. „Aber ich habe gemerkt, dass sich in meinem Umfeld nichts verändert hat.“ Das Kopftuch trage sie aus Liebe zu Gott und weil sie sich nach außen hin als gläubige Muslima zeigen möchte. „Wenn man sich für eine Religion entscheidet, dann sollte man sich komplett dafür entscheiden, nicht nur für die Aspekte, die einem gut gefallen“, erklärt Bhatti ihre Gründe.
    Die Eltern der Horberin sind kurz vor der Geburt ihrer Tochter Rameza von Pakistan nach Deutschland gekommen. Ihre Mutter trägt ebenfalls ein Kopftuch, habe ihre Tochter aber nie dazu gedrängt. Die Schwester von Rameza Bhatti bedeckt ihre Haare nicht mit einem Hidschab. „Natürlich gibt es auch negative Beispiele, die gibt es ja immer“, sagt Bhatti auf die Frage, ob sie glaubt, dass jede Muslima diese Entscheidung selbst treffe. Von der Debatte um ein mögliches Burka-Gesetz hält die Politikstudentin nichts. „Das ist keine Debatte um den Islam“, sagt Bhatti. „Da geht es um die Selbstbestimmung der Frauen.“
    Das Argument, dass Verschleierung diese Selbstbestimmung einschränkt, findet sie unsachlich: „Eine Frau zu zwingen, ihre Burka auszuziehen ist genauso freiheitsraubend, wie sie zu zwingen, eine Burka anzuziehen.“ Außerdem würden viele Menschen in Deutschland zwei wichtige Dinge verwechseln: Zum einen, dass die Burka nicht durch den Koran vorgeschrieben ist, sondern aus der Kultur der Pakistani übernommen wurde. Zum anderen, dass die Burka nicht nur eine Verschleierung bedeute, sondern die vollständige Verschleierung, inklusive Sehgitter vor den Augen. „Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnen viele den Niqab als Burka“, erklärt Bhatti. „Eine richtige Burka tragen in den westlichen Ländern meist nur Touristinnen oder extreme Konvertitinnen, die sich nach außen besonders stark mit dem Islam identifizieren möchten.“ Wie bei der Hidschab weiß Bhatti auch hier, dass man nicht pauschal sagen kann, dass jede Frau aus freien Stücken eine Burka trägt – „aber andersrum auch nicht“. Die Muslima kennt keine einzige Frau, die eine Burka trägt und ist auch noch keiner begegnet, schon gar nicht in Horb. Sie glaubt, dass mit diesem Thema Scheinpolitik betrieben wird.

    Die Stadt Horb hält Rameza Bhatti für ein Vorzeigebeispiel für gelungene Integration
    mit einer Vielfalt an Nationalitäten, von der alle nur profitieren könnten. Sie selbst engagiert sich ehrenamtlich und schreibt für die „Huffington Post“ einen Internet-Blog, in dem sie Themen rund um den Islam und die aktuelle Politik diskutiert.
    In ihrer Heimatstadt Horb hat sie selbst noch keinen Fremdenhass erlebt, aber mitunter komme es vor, dass Menschen ihre Motive, den Hidschab zu tragen, nicht ernstnehmen: „Wenn ich gefragt wurde, warum ich ein Kopftuch trage und ich erklärt habe, warum ich das selbst will, dann kamen schon Antworten, wie ‚Du hast halt eine Gehirnwäsche bekommen‘. Als wüsste ich überhaupt nicht, was ich möchte.“

    In einem Land wie Frankreich, in dem das Burka-Verbot schon Gesetz ist, würde Bhatti nicht leben wollen. Auch für einen Job würde sie ihr Kopftuch nicht ablegen. „Wer bin ich denn, wenn ich meine religiösen Werte zurückstecken muss?“, fragt sie. „Und welche Werte werden denn verletzt, wenn jemand ein Kopftuch oder sogar eine Burka trägt?“


    Einem partiellen Verbot der Burka, beispielsweise vor Gericht, stimmt Bhatti zu. Doch ein komplettes Verbot bedeute für sie die schrittweise Annäherung an die Ausgrenzung von muslimischen Frauen, obwohl die Burka mit dem Islam überhaupt nichts zu tun hat.


    Bhatti erinnert sich während des Interviews an einen Mann, der ihr bei einem Einkauf in Horb auffiel. Der habe sie beobachtet und auch Bhatti sei neugierig gewesen, was dem Mann auf den Lippen lag. Die beiden kamen ins Gespräch und der fremde Mann fragte Rameza Bhatti ganz direkt, warum sie den Hidschab trage. Die Muslima hat dem Mann nicht nur ihre Motive erklärt, sondern ihn gelobt und sich dafür bedankt, dass er so offen auf sie zukam. Am wichtigsten sei nämlich das Miteinander und nicht das Übereinander.
    http://www.neckar-chronik.de/Nachric...bt-305336.html
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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    AW: Horb a. N. Hürde: Wohnungssuche für Syrer

    Man beachte die Körpersprache der "Flüchtlinge". Verschränkte Arme bedeuten Ablehnung. Außerdem könnte die Situation der "Flüchtlinge" sofort verbessert werden, wenn diese Gutmenschen ihre Wohnung zur Verfügung stellen würden. Sie selbst können ja ins Altenheim. Der Pastor wird vielleicht diese 4 Söhne bei sich aufnehmen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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