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  1. #41
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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Im Grunde stimmt der Thread-Titel nicht. Wenn eine Person bis zum Hals eingegraben wird um dann durch Nahrungsentzug zu sterben, ist das nicht mit Steinigungen gleichzusetzen.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #42


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Im Grunde stimmt der Thread-Titel nicht. Wenn eine Person bis zum Hals eingegraben wird um dann durch Nahrungsentzug zu sterben, ist das nicht mit Steinigungen gleichzusetzen.
    Für mich sah es zunächst aus, als wäre es eine halbherzige Steinigung gewesen. Daher hatte ich versucht herauszufinden, welche Berührungspunkte Moskau bis dahin zum Islam hatte.

    Dabei kam dann auch die Frage auf, welche islamische Völker bis dahin de Steinigung praktizierten. Von daher handelt der Strang schwerpunktmäßig von Steinigung, auch wenn sich nun für mich überraschend herausstellte, dass diese Strafe in der islamischen Welt mehr oder weniger nur in den Anfängen des Islams zu Mohammeds Zeiten praktiziert wurde.

    Moskau wird sich die Strafe nicht Im islam abgeschaut haben und dann stellt sich auch gleich die nächste Frage, wodurch inspiriert... und es gab weder Steinwürfe, noch wurde die Person bis zu den Hüften eingegraben und der Oberkörper für die Steine zugänglich gelassen, sondern bis zu den Schultern und der Tod sollte durch Verhungern eintreten.
    Wie heisst diese Hinrichtungsmethode und wo wurde sie praktiziert.

    Ist nun klar, wenn ich nur nach Steinigung suche, werde ich nicht passenden Antworten (Verbreitung und Inspiration zu dieser Hinrichtungsmethode in Moskau und anderen Ländern) finden. Ist natürlich hilfreich gewesen um meinen Trugschluss zu erkennen und der frage der Praktizierung von Steinigung in islamischen Ländern nach zugehen.
    Geändert von burgfee (27.10.2016 um 17:32 Uhr)

  3. #43


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Nun habe ich was gefunden was es sein könnte oder dem ähnelt, davon hatte noch noch nicht gehört:

    Scaphismus

    Der Scaphismus, eigentlich Skaphismos, ist eine seit der Antike überlieferte Form der Hinrichtung. Beim Scaphismus wurde das Opfer angeblich mit Ausnahme von Kopf, Händen und Füßen in ein präpariertes, zweischaliges Behältnis eingeschlossen und darin zwangsernährt; den Darstellungen zufolge erfolgte der Tod durch Infektionen, Gewebezerstörung infolge Insektenfraß oder durch körperliche Auszehrung (Durst, Hunger) und Blutverlust und/oder Vergiftung durch Insektenstiche.


    Die Bezeichnung leitet sich von altgr. σκάφη, pl. σκάφαι (skáphe, pl. skáphai) ab, das ursprünglich etwas „Ausgehöhltes“ bezeichnet – eine Höhlung, einen hohlen Baumstamm, dann besonders im ionischen Sprachraum, einen muldenförmigen Behälter, Wanne, Becken, Schale, Trog, dann ein Boot (auch heute noch; das verwandte Wort τò σκάφος (tò skáphos) bedeutet „das Graben“, dann Höhlung, Bauch, Bootsrumpf, Boot, Kahn).[1]

    ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Scaphismus


    Scaphismus

  4. #44


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Geschichte Verwesung im Trog

    War das Morgenland die Wiege der Grausamkeit? Historiker haben extreme Formen staatlicher Gewalt im Altertum untersucht.


    Von Matthias Schulz
    Montag, 11.05.2009

    ...
    "Der König war das tödlichste aller Geschöpfe, er allein entschied über die Menge der Opfer", erklärt der Assyriologe Andreas Fuchs. "Die Fähigkeit zu töten war die eigentliche und sehr persönlich gedachte Grundlage königlicher Macht."
    ...
    Provinzfürsten, die sich nicht fügten, mussten mit schlimmsten Exekutionen rechnen:
    ...
    ...
    Das "In den Trog setzen" begann damit, dass man den Verurteilten in einen Holzbottich steckte. Nur der Kopf guckte heraus. Das Gesicht bestrich der Henker mit Milch und Honig. Fliegen legten in Nase und Augenlider Eier ab. Der Delinquent erhielt regelmäßig Essen. Bald schwamm er in den eigenen Exkrementen. Maden und Würmer zerfraßen seinen Körper.

    Von einem Opfer ist bekannt, dass es 17 Tage durchhielt. Es verweste bei lebendigem Leib.


    ,,,
    http://www.spiegel.de/spiegel/a-623852.html

    Letzteres fällt vermutlich auch unter den Begriff Scaphismus.

  5. #45


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Gewalt in der Geschichte : Die blutrünstige Grausamkeit der Antike
    vom 19. November 2013

    Scaphismus und Rettichstrafe: Dokumente aus der Geschichte zeigen die Grausamkeiten des menschlichen Wesens in allen Exzessen und Abartigkeiten. War die Antike brutaler als die Gegenwart? Der Historiker Martin Zimmermann gibt Antworten in seinem neuen Buch.
    http://www.shz.de/deutschland-welt/k...id4280186.html



    https://www.amazon.de/Gewalt-Die-dun.../dp/3421044716


    Gewalt in der Geschichte : Die blutrünstige Grausamkeit der Antike

  6. #46


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Wurde in vorigen Beitrag erwähnt...

    Rettichstrafe

    Die Rettichstrafe (griech. ἀπο-ραφανίδωσις „Ver-rettichung“ und ῥαφανιδόω „ich bestrafe mit dem Rettich“) war eine zumindest in Athen, möglicherweise auch in anderen Teilen des antiken Griechenlands, angewendete Körperstrafe, bei der zwangsweise eine Rettich-Wurzel als Fremdkörper in den Anus eingeführt wurde.

    Wurde ein moichós vom kyrios (Vormund der Frau oder der Tochter) auf frischer Tat ertappt, so konnte dieser laut Gesetz den moichós bestrafen, ohne Sanktionen dafür befürchten zu müssen. Diese Strafe konnte im Extremfall die Tötung des moichós sein, aber auch körperliche Strafen oder nur die Gefangensetzung zum Zwecke der Einforderung einer Entschädigung umfassen. Eine der möglichen Strafen war die Rettichstrafe. Bei dieser wurde der moichós mit einem Rettich anal vergewaltigt, und die Schamhaare wurden ihm mit heißer Asche entfernt. Zu dem physischen Schmerz kam hier die psychische Demütigung der gewaltsamen Penetration (Feminisierung) hinzu. Die Strafe war zudem etwas Besonderes, da athenische Bürger ansonsten nach geltendem Recht nicht mit Körperstrafen bedacht werden durften; diese Strafen waren Kindern und Sklaven vorbehalten.[1]

    Die Rettichstrafe wurde bei einem moichós (ὁ μοιχός „Ehebrecher“) angewandt. Neben dem Ehebrecher wurde auch derjenige bestraft, der den außerehelichen Geschlechtsverkehr mit der Tochter des Haushaltsvorstands vollzogen hatte

    ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rettichstrafe

  7. #47


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Scaphismus

    ....

    Wissenschaftliche Beurteilung

    Während die Existenz dieser Hinrichtungsmethode lange Zeit umstritten war, werden die zeitgenössischen Berichte heute von wissenschaftlicher Seite, unter Anderem von dem Althistoriker Bruno Jacobs, als seriös beurteilt.[6] Um 1770 wurde eine gleichartige Vorrichtung, der „Dessauer Trog“ oder „Dessauer Foltertrog“, in Deutschland zur Erzwingung von Geständnissen benutzt.[7]
    https://de.wikipedia.org/wiki/Scaphismus

    Grade mal 68 Jahre nach dem Vorfall in Moskau.

    Warum der ortszugeordnete Name? gab es die Strafe nur oder schwerpunktmäßig dort?

    Dessauer Foltertrog

  8. #48


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    ...
    Der Dessauer Trog, dessen Vorhandensein vielfach bezweifelt ist, hat den Herzog Leopold von Dessau zum Erfinder. Er besteht in einem ausgehöhlten Balken von über zwei Meter Länge, in welchen ein Mann von normaler Gröfse hineinpafst.') Mit dem oberen Brette bedeckt lagen die Inquisiten, jeder Bewegung beraubt, bis sie sich zum Geständnis bequemten. Ihre schlimmsten Peiniger waren die Insekten, deren sie sich nicht zu erwehren vermochten.
    ...
    https://archive.org/stream/diekrpers...dgoog_djvu.txt


    Herzog Leopold von Dessau

    Das müsste der dritte gewesen sein:


    Leopold III. Friedrich Franz (Anhalt-Dessau)

    Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau, genannt Fürst Franz, auch Vater Franz (* 10. August 1740 in Dessau; † 9. August 1817 in Dessau) war ab 1758 regierender Fürst bzw. seit 1807 Herzog von Anhalt-Dessau.

    ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Leopol...Anhalt-Dessau)

    Der Dessauer Trog wurde dort nicht erwähnt.

  9. #49


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    Demnach hat doch nicht o.g. Leopold der III den Dessauer Trog zu verantworten, sondern der hier:


    Leopold I. (Anhalt-Dessau)

    Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau, genannt „Der Alte Dessauer“ (* 3. Juli 1676 in Dessau; † 7. April 1747 ebenda), war Fürst von Anhalt-Dessau, der erste wichtige preußische Heeresreformer und einer der populärsten preußischen Generäle.

    ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Leopol...Anhalt-Dessau)

    Leopolds Erfindung

    ...
    Nun wissen wir, dass Leopold von Fürst von Anhalt-Dessau nicht im Mittelalter, sondern von 1676 bis 1747 lebte. Seine letzten Jahre fielen in eine Zeit, in der Friedrich der II. – auch Friedrich der Große genannt – den Preußischen Thron bestieg.

    Die Heldentaten von Leopold sind bekannt und schnell erzählt, so siegte er in den Schlachten bei Turin, Malplaquet und Höchstädt – danach sind die Straßen am Leopoldpatz benannt. Er verbesserte die Effizienz der Handfeuerwaffen, darüber hinaus machten seine Reformen das Heer zum Schlagkräftigsten Europas und Preußen zur bedeutenden Militärmacht.

    Hier im Museum lernte ich nun den kreativen Leopold kennen. Er reagierte mit einer bahnbrechenden Erfindung auf das Verbot der Folter, das Friedrich der Große bei seinem Amtsantritt im Jahre 1740 verfügte. Viele Zeitgenossen hatten damals Angst, dass es nun nicht mehr zu Verurteilung von Straftätern kommen würde. Um hier Abhilfe zu schaffen, erfand Leopold den „Dessauer Trog“, dessen Existenz für Berlin, Spandau und Bernau belegt, und von dem ein Original im Museum vorhanden ist.

    Dabei handelt es sich um einen ca. 2 Meter langen ausgehöhlten Baumstamm, mit einer geschmiedeten Fußfessel. Hier hinein wurde der Delinquent an Armen und Beinen gefesselt gelegt. Oben mit einem Deckel bedeckt, war er jeder Bewegung beraubt. Er habe dann so lange darin gelegen, bis er die Tat gestanden hätte. Dies habe schon einmal mehrere Tage gedauert, so die Chronisten der Zeit. Die schlimmsten Peiniger seien aber die Insekten gewesen, deren sich der Gefangene nicht hätte erwehren können.
    ...
    https://weddingweiser.de/2014/07/18/leopolds-erfindung/

    Dann lieber Tod durch Erhängen als diese widerliche lang dauernde eklige Todesart. Oder besser Gefängnis.

    https://books.google.de/books?id=NG1...20trog&f=false

    https://de.wikipedia.org/wiki/Akzise
    Geändert von burgfee (27.10.2016 um 23:19 Uhr)

  10. #50


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    AW: 1702 in Moskau - Steinigung auf russisch

    ...
    Leopold der I., Fürst von Anhalt-Dessau und Namenspatron des heutigen Platzes, trug nicht nur zum siegreichen Ausgang der Schlachten bei Turin, Malplaquet und Höchstädt bei – er gilt auch als eifriger Modernisierer der preußischen Armee. So verbesserte er die Effizienz der Handfeuerwaffen durch das Austauschen des hölzernen durch einen eisernen Ladestock sowie durch das Einführen des vernichtenden Schnellfeuers. Die von ihm geforderte strenge Disziplin sowie der unnachgiebige Drill der Soldaten machten das Heer zum schlagkräftigsten Europas und Preußen zur bedeutenden Militärmacht. Durchschlagende Erfolge ergaben sich auch aus dem von ihm eingeführten Gleichschritt. Aus diesem Synchronmarsch entwickelte sich der Stechschritt, der bis heute bei militärischen Aufzügen üblich ist. Darüber hinaus wirkte er auch auf die Militärmusik: So soll der „Dessauer Marsch“« auf den ideenreichen Fürsten zurückzuführen sein.
    ...
    https://weddingweiser.de/2012/09/19/...tlich-leopold/

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