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  1. #21
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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Jeden Tag sterben weltweit 150,000 Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen.
    Was genau ist jetzt an diesem einen so besonders?
    Oder sind ältere Menschen bzw. ganz allgemein Erwachsene weniger wert als Kinder, nur weil letztere irgendwelche primitiven Schutzinstinkte auslösen?
    Dass inzwischen nur noch mit irrationalen Emotionen argumentiert wird, ist ein sicheres Zeichen des Niedergangs unserer Zivilisation.
    Ceterum censeo Meccam esse delendam.

  2. #22


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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Der Selektionismus der unmoralischen Moralapostel

    Den Tod eines Kindes zur Durchsetzung politischer Ziele zu instrumentalisieren, ist schäbig und widerwärtig.


    rum werden die Bilder von wahrscheinlich 100.000enden Kindern, die weltweit in Kriegen, Bürgerkriegen, durch Hunger und Gewalt oder falsche Politik ums Leben kommen, nicht veröffentlicht?

    Es ist ein trauriges Bild, und man darf es nach Abwägen zeigen, wie Heike Rost zu Recht schreibt. Aber es ist absurd, wie die Medien und die Öffentlichkeit dieses Bild funktionalisieren, benutzen. Einfach abstoßend!

    Jede Minute, und das rund um die Uhr, jahrein und jahraus, jede Minute sterben statistisch laut Unicef-Daten etwas mehr als 5 ½ Kinder unter fünf Jahren einen qualvollen Hungertod auf dieser Welt.

    Die tolle Wertegemeinschaft des Westens hat sich gemeinsam mit anderen höher entwickelten Ländern auf dieser Welt immer wieder Ziele gesetzt, den Hungertod, von dem nicht nur Kinder unter fünf Jahren betroffen sind, statistisch zu halbieren. Eine solche Zielsetzung ist eine erstaunlich technokratische Gutmenscherei, nicht wahr? Denn wieviele Kinder unter fünf Jahren sterben auf dieser Welt pro Minute durch Krieg, Gewalt und andere inakzeptable Einflüsse von außen?

    Und wie hoch sind die Dunkelziffern?

    Sind bekannte Zahlen aufgebauscht? Untertrieben? Kümmert sich die Öffentlichkeit um das qualvolle Sterben der Kinder? Nein, die Welt, und das heißt im Westen die Öffentlichkeit, die Politik, die Medien, der Kulturbetrieb, sie alle kümmern sich in der Regel um kein einziges qualvoll gestorbenes Kind und auch nicht um 10 oder 10.000 oder 100.000 gestorbene Kinder. Deren Schicksale werden zu Daten, zu Zahlen, zu Argumenten, zu Schuldzuweisungen und zu Aufrechnungen.

    Den Tod eines Kindes dann aber zur Durchsetzung politischer Ziele zu instrumentalisieren, ist schäbig und widerwärtig.

    Die vor allem unter moralischen Gesichtspunkten entgleiste Flüchtlingspolitik in Deutschland und anderswo mit dem Bild einer an einen türkischen Strand angeschwemmten Kinderleiche anheizen zu wollen und auf die Ausschaltung der Vernunft zu setzen, ist sehr, sehr schäbig.

    Jedes Kind, das durch eine von Menschen gesetzte Ursache stirbt, ist, um diese Plattitüde zu verwenden, ein Kind zuviel. Und tatsächlich hat jedes Kind, das so zu Tode kommt, Anspruch auf öffentliche Trauer und jedes Kind, das so zu Tode kommt, sollte Ansporn für die ganze Welt sein, die Bedingungen, die zum Tod dieser Kinder führen, sofort und nachhaltig zu verändern, so dass kein Kind mehr zu Tode kommt. Und die Flüchtlingspolitik lenkt davon ab, dass um so mehr Kinder sterben werden, wenn ihnen nicht vor Ort geholfen wird.

    Die Flüchtlingspolitik mit einem Medienhype, der um das Foto eines auf der Flucht offenbar ertrunkenen syrischen Jungen, der inzwischen offenbar friedlich in seiner Heimatstadt Kobane begraben wurde, entstand und an dem sich allzu viele Journalisten, aber eben auch Politiker und Kulturschaffende beteiligen, in die Richtung beeinflussen zu wollen, jede Kritik an der Flüchtlingspolitik zu unterbinden und als unmoralisch zu diffamieren, ist auf eine widerwärtige Art unmoralisch. Diese Art von Medienhype bedient in populistischer Weise die niedersten Instinkte.

    Auch die durch das Bild beeinflusste „Nachrichtenlage“ belegt den moralischen Fehlansatz der Medienhyper. Da wird ganz seriös von einem gefährlichen Fluchtweg von der Türkei auf die nahegelegenen griechischen Inseln gesprochen. Dort verkehren in ungeheurer Zahl täglich die unterschiedlichsten Touristenschiffe, Privatjachten und dergleichen mehr. Der Seeweg ist sehr schön und sehr ungefährlich. Gefährlich mögen die Boote sein, auf die sich die Flüchtlinge begeben, wenn sie nach Griechenland wollen. Die Türkei ist kein Kriegsland. In den Flüchtlingslagern der Türkei ist es ganz gewiss nicht schön, aber die Flüchtlingslager sind sicher und die Türkei hat eine Garantenstellung gegenüber den Flüchtlingen, denn sie hat bisher keine gute Rolle mit ihrer Syrienpolitik gespielt. Das Wort Flüchtling gewinnt eine neue Bedeutung, wenn Syrier aus der sicheren Türkei nach Griechenland übersetzen, wie es auch in seiner Bedeutung beeinträchtigt wird, wenn „Flüchtlinge“ aus ungarischen Auffanglagern abhauen oder wie es nun heißt „flüchten“.

    Bekenntnis-Journalisten, die sich gestern und heute, auch noch mit moralisch erhobenem Zeigefinger an der Instrumentalisierung des Fotos der Leiche des tragischer Weise ums Leben gekommenen syrischen Jungen beteiligten, sollten sich in Grund und Boden schämen. Bekenntnis-Journalisten sollten nun auch mal den Mut haben, die eigene Gier danach, sich selber vermittels eines solchen Fotos ins rechte öffentliche Licht setzen zu wollen, offen einzugestehen. Es ist peinlich, wenn ein deutscher Mediendienst formuliert: “Als Zeitungscover setzte der Independent das Motiv am besten um.”

    Das Bild erscheint zwischen Fußball und Mode. Das ist unerträglich.

    Bekenntnis-Journalisten: moralisch haltlos?

    Philorassismus ist übrigens anerkanntermaßen Rassismus. Was tragen Journalisten zur Darstellung des Leides der Kinder in den großen Bürgerkriegsgebieten dieser Welt bei? Alles abgestumpft, ähnlich wie bei den qualvollen Enthauptungen, qualvollen Verbrennungen bei lebendigem Leid, qualvollen Ertränkungen, die oft genug Ursache für die Flucht sind. Solcher Bekenntnis-Journalisten ist moralisch haltlos. Das sind unmoralische Moralapostel.

    http://www.rolandtichy.de/meinungen/...-moralapostel/

  3. #23
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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Zitat Zitat von Antonia Beitrag anzeigen
    Hier wird wieder mal von den wirklichen Verantwortlichen abgelenkt. Letztendlich sind doch die Leute für die Toten verantwortlich, die immer lauthals brüllen: "refugees welcome". Denn die Menschen in den Ländern lesen und hören diese Botschaft über das Internet. Sie wissen nicht, wie unterschiedlich die Länder der EU Flüchtlinge behandeln und wie es an den Grenzen der EU aussieht. Sie machen sich deshalb auf den Weg nach Europa, weil die den Versprechungen glauben, dass sie hier mit offenen Armen empfangen werden. Niemand klärt sie auf über die Gefahren auf dem Weg hierher. Die, die immer wieder rufen "refugees welcome", die sind diejenigen, die diese Toten zu verantworten haben, denn sie fordern die Menschen geradezu dazu auf, sich auf die gefährliche Reise nach Europa zu machen ohne vor den Gefahren zu warnen!

    Reden wir doch nicht von Europa, reden wir von Deutschland, denn wie schon Orban sagte, sind die Flüchtlinge ein deutsches Problem. Hier werden die Welcome-Schilder hochgehalten, hier verkündet eine Merkel lauthals, daß jeder kommen könne und niemand gehen müsse. Wenn wir alleine den Vergleich Deutschland Frankreich bemühen, wissen wir, daß die Aussage Orbans stimmt: Während Deutschland mittlerweile die Hälfte der erwarteten 800.000 Flüchtlinge (es werden wohl noch mehr werden) aufgenommen hat, nahm Frankreich bisher 20.000 Flüchtlinge.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  4. #24


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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Frivole Leichenshow: Als der Tod fotogen gemacht wurde

    Eine Pressekritik.

    Könnt Ihr Euch noch an die Homo-Ehe erinnern?

    Noch vor kurzer Zeit wurden wir auf allen Kanälen, im Fernsehen, im Radio, in der Zeitung, in öffentlichen Diskussionen morgens, mittags, abends, nachts, werktags, feiertags unter Dauerfeuer damit bombardiert, dass die Homo-Ehe das Allerwichtigste wäre, was es auf dieser Welt noch zu tun gäbe, und dass wir ohne sie gar nicht mehr existieren könnten, es ohne sie keine Gerechtigkeit geben könne, es sie niemals gegeben habe und geben werde.

    So synchron und gleichschaltet sie alle dasselbe brüllten, so synchron und gleichgeschaltet haben sie alle damit auch wieder aufgehört um das Thema zu wechseln. Stünden da unterschiedliche Meinungen und Leute dahinter, müsste der eine ja mehr, der andere weniger schreiben, es hier und da noch weitergehen. Aber nein. Alle gleichzeitig, alle dasselbe. Konzertiert und zentral gesteuert.

    Das Gleiche mit der Ukraine. Gender Pay Gap. Frauenquote.

    Jetzt sind halt Flüchtlinge dran. Wieder aus allen Rohren, ohne Unterlass, das volle Dauerfeuer ohne Pause und ohne Gnade. Sowas ist per se gefährlich, denn immer wenn die Presse so ein Dauerthema hat, wird im Bundestag irgendein Gesetzesschrott durchgewinkt und keiner merkt’s, weil alle woanders sind.

    Hat natürlich auch andere Vorteile, wenn die ganze Presse auf einen einzelnen Dompteur hört und macht, was man ihr sagt: Man kamm perfekt von anderen Themen ablenken.

    War da nicht mal ein Abhörskandal? Die NSA, die uns alle abhört? Perfekt weggewischt, denkt keiner mehr dran. Edward Snowden? Ach, lebt der noch? Von dem hört man ja gar nichts mehr. Man kann so eine Affäre durchaus und sehr effektiv für beendet erklären, man darf das halt nur nicht den Pofalla machen lassen, sondern die PR-Profis von der deutschen Presse.

    Klimawandel? Eurokrise? Russenkrieg? Griechenland? War da was? Ach, Griechenland. Das war doch das Land, wo so viele Flüchtlinge am Strand campen, oder?

    Alles weg, alles tot. Es gibt nur noch ein Thema.

    Apropos tot:

    Seit ein paar Tagen werden wir mit dem Bild des toten Dreijährigen bombardiert, der an den Strand angeschwemmt wurde.

    Weiter im Text: http://www.danisch.de/blog/2015/09/0...gemacht-wurde/

  5. #25
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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Wer von freier Presse spricht, hat viele Jahre im Koma gelegen und nicht mitbekommen, wie gleichgeschaltet die Medien sind.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  6. #26
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    AW: Vater des toten „Flüchtlings“-Kindes lebte in Türkei und wollte für neue Zähne nach Europa

    Das wollen die Gutmenschen aber nicht wissen. Sie sind so dankbar für den toten Jungen.
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  7. #27
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    AW: Vater des toten „Flüchtlings“-Kindes lebte in Türkei und wollte für neue Zähne nach Europa

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Das wollen die Gutmenschen aber nicht wissen. Sie sind so dankbar für den toten Jungen.
    Er kam gerade zur rechten Zeit.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  8. #28
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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Und die Türken erweisen sich wieder einmal als die Scheißtypen, die sie für viele Menschen sind.

    Türkei empört über "barbarischen Westen"
    Das Bild des ertrunkenen syrischen Buben Aylan schockiert die Türken und lässt Erdogan gegen Europa wettern

    "Barbarischer Westen" steht in großen Buchstaben über dem Bild von der Leiche des dreijährigen Aylan Kurdi. Die türkischen Zeitungen zeigten sich am Freitag weiter entsetzt über die Tragödie von Bodrum
    http://derstandard.at/2000021727988/...rischen-Westen

    ........und natürlich wollen die Türken damit die eigene Verantwortung relativieren. Denn....


    Ich habe sogar ihre Miete in der Türkei gezahlt. Es ist schrecklich, wie sie die Flüchtlinge dort behandeln

    Tima Kurdi
    Tante der Ertrunkenen, die in Kanada lebt

    ......und weiter....

    Weil sie keine Pässe besaßen, ließ die Türkei sie nicht ausreisen

    Sie habe um fünf Uhr morgens durch einen anderen Bruder von dem Unglück erfahren, erzählt Tima Kurdi. Abdullah habe diesen Bruder angerufen und nur gesagt, dass seine Frau und seine Kinder tot seien. Tima lebt seit über 20 Jahren in Vancouver und arbeitet dort als Friseurin. Sie habe zusammen mit Freunden und Nachbarn versucht, der Familie bei der Weiterreise zu helfen. Gemeinsam hätten sie einen Asylantrag für die Familie gestellt, der aber von den kanadischen Behörden abgelehnt wurde. Schuld seien "Komplexitäten" bei Asylanträgen aus der Türkei.
    http://www.welt.de/politik/ausland/a...en-wollte.html
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  9. #29


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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Gegenteiliges Motiv reinstellen ( echt oder ....) Vielleicht Frau nach Gruppenvergewaltigung oder noch eine Nummer härter. Könnte dann auch ein gewünschter Effekt bringen. Auf dieser Ebene werden noch viele Schlachten geschlagen. Wer ist der Geschicktere?

  10. #30


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    AW: Ein Kinderschicksal erschüttert die Welt

    Vater des ertrunkenen Aylan Kurdi begleitet seine Familie auf ihrer letzten Reise




    Ein richtig guter "Facharbeiter" , sieht man doch.

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