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  1. #1


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    Wer nur Mitleid empfindet, der hat keinen Verstand

    Deutschland gibt sich gern weltoffen, tolerant und reich. Ein Tischleindeckdich. Doch unser Urteilsvermögen scheint vor Mitleid für Flüchtlinge getrübt zu sein.
    Dabei müsste jetzt Vernunft herrschen.


    Es war abzusehen, dass die Bereitschaft, Flüchtlinge willkommen zu heißen, sich umgekehrt proportional zu der Zahl derjenigen entwickeln würde, die darauf hoffen, in Deutschland aufgenommen zu werden.
    Angesichts der jüngsten Prognosen des Innenministers, der mit 800.000 Antragstellern in diesem Jahr rechnet, klingen die Zusicherungen, wir wären "gefordert, aber nicht überfordert", zunehmend hohl.
    Da ist ein Bürgermeister, der leer stehende Gebäude beschlagnahmen will, um sie zu Flüchtlingsheimen umzubauen, auch gegen den Widerstand der Besitzer.
    Ein Ministerpräsident möchte die Flüchtlinge im verödeten Osten ansiedeln, ein anderer schlägt vor, die Schutzsuchenden nach "Ethnien" zu separieren, um Konflikte in den "Aufnahmeeinrichtungen" zu vermeiden.
    Sunniten und Schiiten, Kurden und Jesiden, Afghanen und Iraker, Äthiopier und Eritreer.
    Eine Aufgabe, an der auch Experten, die immer wieder behaupten, den "einen Islam" gebe es nicht, scheitern müssten.


    Die neue Fremdenfreundlichkeit

    Den Bürokraten, die glauben, jedes Problem auf dem Verwaltungsweg lösen zu können, stehen die Gutwilligen gegenüber, die jedem Flüchtling erlauben würden, sofort nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik eine Arbeit anzunehmen. Integration durch Beschäftigung mag in der Theorie eine gute Idee sein, in der Praxis taugt sie so viel wie die Verteilung von "Bildungsgutscheinen" an die Angehörigen bildungsferner Schichten.
    Welche Arbeit sollen die Flüchtlinge, bitte schön, denn annehmen?


    Als Tellerwäscher bei McDonald's, Fremdenführer in Neukölln, Türsteher in Duisburg-Marxloh?
    Unqualifizierte Arbeitslose haben es jetzt schon schwer, irgendeinen Job zu finden, der ihnen ein Existenzminimum garantiert, und der Arzt aus Syrien, der uns immer wieder in den "Tagesthemen" und dem "Heute Journal" als Vorbild präsentiert wird, müsste erst einmal eine Weile nachsitzen, bevor er in einem Krankenhaus Patienten behandeln darf.
    Kein Mensch wird sich, nur um seine Fremdenfreundlichkeit zu demonstrieren, den Blinddarm oder die Mandeln von einem Arzt rausnehmen lassen, mit dem er sich nicht in einer Sprache unterhalten kann, die beiden geläufig ist.
    Was wir derzeit importieren, sind nicht nur "ethnische", also kulturelle und religiöse Konflikte, sondern, um mit Marx zu reden, auch eine "industrielle Reservearmee", für die es keine Beschäftigung gibt und keine geben wird, das Lumpenproletariat von morgen und übermorgen.
    Was unser Urteilsvermögen trübt, sind die Bilder, die wir täglich sehen: von der griechisch-mazedonischen Grenze, aus Calais am Ärmelkanal, aus Freital und Heidenau in Sachsen.


    Was Flüchtlinge kosten

    Wir brauchen Einwanderung, so tönt es von allen Seiten, weil wir nicht genug Facharbeiter haben.
    Und weil die demografische Entwicklung nichts Gutes verheißt. Was aber verheißt eine demografische Entwicklung, deren Folgen wir heute schon in den "sozialen Brennpunkten" und No-go-Vierteln der Städte studieren können?
    Leider hat das Argument, die Einwanderer würden uns "bereichern", inzwischen ausgedient. Bund, Länder und Gemeinden streiten darüber, wer und in welchem Umfang für die Kosten der Einwanderung aufkommen soll.
    Allein in diesem Jahr könnten es rund zehn Milliarden Euro werden. Peanuts, verglichen mit den Summen, die in Griechenland versenkt wurden.
    Man sollte nur wissen, dass die Betreuung eines minderjährigen Zuwanderers 60.000 Euro pro Jahr kostet, das ist mehr, als ein Facharbeiter im Jahr verdient.
    Der Jugendliche bekommt nur ein Taschengeld, von dem er Zigaretten und Prepaid-Karten für sein Mobiltelefon kaufen kann.
    Der Rest verteilt sich auf den Ankauf von Wohncontainern, die Anmietung von Wohnungen und Häusern, den Unterhalt sozialer Netzwerke, die sich um die alleinstehenden Jugendlichen kümmern.


    Ein deutsches Paradies?

    Rund um die Bedürfnisse und Nöte der Migranten ist eine Industrie entstanden, die kaum in der Lage ist, die Nachfrage zu befriedigen.
    Die Hersteller von Zelten und Schlafsäcken kommen mit der Produktion nicht nach, pensionierte Beamte müssen reaktiviert werden, private Wachdienste suchen neue Mitarbeiter, gemeinnützige Vereine übernehmen die Aufgaben der Sozialämter.
    Wer eine heruntergekommene Bruchbude sein Eigen nennt, bietet sie der Stadtverwaltung als Notunterkunft an.
    Praktizierte Nächstenliebe hat ihren Preis.


    Ein deutsches Paradies?


    Rund um die Bedürfnisse und Nöte der Migranten ist eine Industrie entstanden, die kaum in der Lage ist, die Nachfrage zu befriedigen. Die Hersteller von Zelten und Schlafsäcken kommen mit der Produktion nicht nach, pensionierte Beamte müssen reaktiviert werden, private Wachdienste suchen neue Mitarbeiter, gemeinnützige Vereine übernehmen die Aufgaben der Sozialämter.
    Wer eine heruntergekommene Bruchbude sein Eigen nennt, bietet sie der Stadtverwaltung als Notunterkunft an.
    Praktizierte Nächstenliebe hat ihren Preis.


    Freundliche Helfer allerorten

    Daran, dass ein solcher Eindruck überhaupt entstehen konnte, sind "wir" nicht unschuldig.
    Spätestens seit dem "Sommermärchen" von 2006 präsentiert sich Deutschland gerne als ein Land, in dem mehr gefeiert als gearbeitet wird.
    Gastfreundlich, tolerant, weltoffen und – reich. Ein Tischleindeckdich mit angeschlossenem Cateringservice.
    Es ist noch nicht lange her, da hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen 17 Minuten langen Infofilm über "Das deutsche Asylverfahren" produziert und auf seiner Homepage online gestellt.
    Der Protagonist ist ein junger Iraker, der in Deutschland Asyl beantragen möchte, weil er in seiner Heimat verfolgt wurde.

    Wie und warum, bleibt ungesagt.
    Mit einem Koffer in der Hand steht er eines Tages vor einer "Aufnahmeeinrichtung" für Flüchtlinge, allein auf weiter Flur. "Endlich angekommen", sagt er, "ich bin gespannt, was mich hier erwartet."
    Eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Migration geht auf ihn zu und sagt: "Guten Morgen, wie kann ich Ihnen helfen?"
    Und so geht es weiter.
    Überall, wo der junge Mann hinkommt, wird er von freundlichen Helfern im Empfang genommen, die ihn individuell und liebevoll betreuen.
    Eine Geschichte, die Claus Kleber garantiert zu Tränen rühren würde.
    Der aufwendig hergestellte Film wurde in neun Sprachen synchronisiert, unter anderem Albanisch, Arabisch, Serbisch und Paschtu, und mit Mitteln aus einem EU-Fonds gefördert.
    Wer das Werk gesehen hat, der kann gar nicht anders, als sich sofort auf den Weg nach Deutschland zu machen. Wo ihn eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mit dem Satz begrüßen wird: "Es tut uns sehr leid, wir haben wegen Überfüllung geschlossen."


    http://m.welt.de/debatte/henryk-m-br...-Verstand.html

  2. #2
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    AW: Wer nur Mitleid empfindet, der hat keinen Verstand

    Broder ist immer wieder eine Wohltat.
    Islamkritik ist kein Rassismus!

    Arthur Schopenhauer über den Koran: "...ich habe keinen einzigen wertvollen Gedanken darin entdecken können.“


  3. #3
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    AW: Wer nur Mitleid empfindet, der hat keinen Verstand

    Deutschland gibt sich gern weltoffen, tolerant und reich. Ein Tischleindeckdich.
    Wer ist dieses „Deutschland” eigentlich? Die Industrie? Die Regierung? BILD? Die Werbung? Der Steuerzahler? Das deutsche Volk?
    Man komme mir nicht mit einem „Wir alle”, denn das würde bedeuten, daß alle Beteiligten den gleichen Anteil an den damit verbundenen Entscheidungsprozessen hätten. Und das wird wohl niemand behaupten können. Den geringsten Anteil hat das deutsche Volk, obwohl es durch seine Arbeit und seine Steuern den größten Beitrag zur Konstruktion und Erhalt dieses Potemkinschen Gebildes leistet.
    Diejenigen, die sich den „Erfolg” auf ihre Fahnen heften und auf Kosten der Allgemeinheit dick und wohlhabend, wenn nicht reich, geworden sind, verschleudern das Geld, das die Zukunft des Landes und seiner Bürger sichern sollte, indem sie eine Maschinerie in Gang gesetzt haben, deren Erhalt weit mehr kosten wird als der Nutzen, den man daraus zu ziehen hofft.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  4. #4
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    AW: Wer nur Mitleid empfindet, der hat keinen Verstand

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Wer ist dieses „Deutschland” eigentlich? Die Industrie? Die Regierung? BILD? Die Werbung? Der Steuerzahler? Das deutsche Volk?
    Man komme mir nicht mit einem „Wir alle”, denn das würde bedeuten, daß alle Beteiligten den gleichen Anteil an den damit verbundenen Entscheidungsprozessen hätten. Und das wird wohl niemand behaupten können. Den geringsten Anteil hat das deutsche Volk, obwohl es durch seine Arbeit und seine Steuern den größten Beitrag zur Konstruktion und Erhalt dieses Potemkinschen Gebildes leistet.
    Diejenigen, die sich den „Erfolg” auf ihre Fahnen heften und auf Kosten der Allgemeinheit dick und wohlhabend, wenn nicht reich, geworden sind, verschleudern das Geld, das die Zukunft des Landes und seiner Bürger sichern sollte, indem sie eine Maschinerie in Gang gesetzt haben, deren Erhalt weit mehr kosten wird als der Nutzen, den man daraus zu ziehen hofft.
    Nein, das Volk besteht aus Vortrötern und Nachtätärätern. Und wenn diese nicht genug nachtätärätern, werden sie von den Vortrötern wüst beschmipft. Wobei die Vortröter genaugenommen noch nicht einmal zum Volk zählen. So primitiv sind sie nicht!
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  5. #5


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    AW: Wer nur Mitleid empfindet, der hat keinen Verstand

    Als das Weltreich der Römer fiel, herrschten da nicht ähnliche Verhältnisse? Gut, brutal waren sie wohl noch zum Schluß aber auch satt, fett und lustlos. Das nun erinnert mich jetzt wieder an eine bestimmte Person.;-)

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