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  1. #11


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    AW: Energiewende: Nachbarn wollen deutschen Strom blockieren

    Ohne Worte


    Jeder glaubt eine eigene Meinung zu haben, nur woher hat er vergessen.
    Medien sind das was man über Religionen sagte, Opium fürs Volk.


  2. #12
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    AW: Energiewende: Nachbarn wollen deutschen Strom blockieren

    Nach Stromausfall in Rumänien drohte MEGA-Blackout für ganz Europa

    Fast unbemerkt schrammte Europa am Freitag erneut an einem folgenschweren Mega-Blackout vorbei. Bereits eine Woche zuvor bestand aus ungeklärten Gründen Blackout-Gefahr. Dieses Mal wurde als Ursache ein Riss im Stromnetz durch eine Störung in Südosteuropa bekanntgegeben. Beängstigend: „Great Reset“-Autor Klaus Schwab „warnte“ bereits vor einem Großangriff auf die europäische Stromversorgung und bezeichnete ein solches Szenario als „Cyberpandemie“.

    Freitagnachmittag gegen 14.05 Uhr sei ein massiver Abfall in der Frequenz im Stromnetz festgestellt worden, erklärt Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid AG, gegenüber Focus. Ursache für die Störung soll ein größerer Stromausfall in Rumänien gewesen sein. Da das europäische Stromnetz in sich geschlossen ist, droht beim Wegfall einer einzelnen Region der europaweite Totalausfall der Energieversorgung. Durch den wachsenden Mehrbedarf an Energie und den durch die Energiewende zunehmenden Wegfall deutscher Kern- und Kohlekraftwerke wird Europas Energienetz zunehmend fragiler.
    Horrorszenario Blackout
    Sollte das Stromnetz zum Erliegen kommen, befänden wir uns in einem wirklichen Horrorszenario. Strom, Kommunikation, Wasser- und Lebensmittelzufuhr: Alles würde zum Erliegen kommen. Die Kanalisation würde aufgrund des Wegfalls der Pumpsysteme übergehen. Autos ließen sich an den Zapfsäulen der Tankstellen ohne Strom nicht betanken und auch die Supermärkte müssten ihre (elektrischen) Pforten geschlossen halten, denn ohne Strom können sie nicht auf ihre Kassasysteme zugreifen.

    Erneuerbare Energien unzuverlässig
    Eines der Kernprobleme, das zu immer mehr Überlastungen des Netzes führt, entsteht durch die Energiewende. Während Deutschland seine Kohlekraftwerke und Atommeiler abbaut, wird der Energiebedarf nicht ausreichend durch erneuerbare Energien gedeckt. Denn wie der österreichische Blackout-Experte Herbert Saurugg anführt, können die erneuerbaren Energien aufgrund ihrer Abhängigkeit von Umwelteinflüssen (Wind, Sonne) nicht immer in gleichem Maße Energie produzieren. Speichersysteme müssten Ausgleich für schwächere Tage gewährleisten. Doch derer würde es fehlen, sie seien im erforderlichen Ausmaß derzeit technisch noch nicht zu bewerkstelligen. Saurugg empfiehlt daher unter anderem eine Überbrückung durch die rasche Errichtung von Gaskraftwerken.

    Nachlese: Bereits 2020 sprach der Wochenblick im Exklusiv-Interview mit Herbert Saurugg über einen möglichen Blackout während Corona und entsprechende Krisenvorsorge.

    WEF-Schwab: Cyber-Pandemie wird noch schlimmer als Corona
    Erst im November 2020 sprach Klaus Schwab, der für seine kommunistisch-totalitäre Zukunftskonzeption in seinem Buch „The Great Reset“ (Der große Neustart) heftig in der Kritik steht, von einer „Cyber-Pandemie“. Schwab erklärte: „Wir alle wissen, dass das erschreckende Szenario eines umfassenden Cyberangriffs die Stromversorgung, den Transport, die Krankenhausleistungen und unsere Gesellschaft insgesamt vollständig zum Erliegen bringen könnte. Die COVID-19-Krise würde in dieser Hinsicht als kleine Störung im Vergleich zu einem großen Cyberangriff angesehen werden“......https://www.wochenblick.at/nach-stro...t-fuer-europa/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #13
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    AW: Energiewende: Nachbarn wollen deutschen Strom blockieren

    Es wird immer dramatischer aber dank der kriecherischen Systemmedien, die diese wichtigen Informationen verschweigen, schläft der Deutsche weiter. Ein europaweiter Netzzusammenbruch ist keine Verschwörungstheorie, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Und die Bundesregierung? Keine Ahnung, kein Plan und dafür beten und hoffen. Die Vogel-Strauß-Politik ist keine Lösung aber mittlerweile typisch.



    "Flatterenergie": Europas Stromnetze um Haaresbreite zusammengebrochen.....Beinahe kam es zum Zusammenbruch weiter Teile des europäischen Stromnetzes. Ähnliche Vorfälle häufen sich. Unabsehbar wären die Folgen auch in Deutschland. .....sterreich, 15. Januar, 14.05 Uhr: Ein massiver Abfall in der Frequenz bescherte den Österreichern einen Beinahe-Zusammenbruch ihres Netzes. Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid AG, nannte als Ursache für die Störung einen Stromausfall in Rumänien.

    Wie ein Dominoeffekt hätte sich die Katastrophe bei einem weiteren Spannungsabfall auch auf die Nachbarländer auswirken können. Durch den wachsenden Mehrbedarf an Energie und den durch die Energiewende zunehmenden Wegfall deutscher Kern- und Kohlekraftwerke werde Europas Energienetz zunehmend fragiler. Derzeit sind in Deutschland 13 Kernkraftwerke nicht am Netz. Um die Krise in Deutschland einzudämmen, musste am Donnerstag schnell Kohle- und Gasstrom zu sehr hohen Preisen importiert werden. Deutschland konnte keine Hilfe leisten. Süddeutschland, Bayern und Österreich konnten streckenweise nur durch das stabile Netz Tschechiens gehalten werden. Die Kraftwerke Temelin und Dukovany liefen unter Volllast.....Frankreich, 7. Januar: Der überregionale Stromanbieter RTE musste wesentliche Teile der stromintensiven Industrie vom Netz nehmen. Für das gesamte Netz Frankreichs wurde Alarmstufe Rot verfügt. Schuld war die polare Kältewelle in Frankreich, die früher eintrat, als es die Meteorologen erwartet hatten. So wurde die französische Bevölkerung aufgerufen, elektrische Geräte und Heizungen abzuschalten. Flächendeckend wurde sogar die Netzspannung um fünf Prozent reduziert, was es in Frankreich seit 60 Jahren nicht mehr gegeben hatte. Trotz Warnungen hatte die Macron-Regierung die zwei voll funktionsfähigen Blöcke Fessenheim abgeschaltet. So fehlen derzeit allein dort fast zwei Gigawatt an Leistung, die anderweitig ausgeglichen werden müssen.

    Die Deutsche Energie-Agentur (dena), zuständig für 81.000 Kilometer Hochspannungsnetze, erfasst die Störungen nicht. Sprecherin Irene Beringer sagte RT DE: "Diese Daten werden nicht erfasst."

    Markus Lieberknecht, Sprecher des Netzwerkbetreibers TenneT, zuständig für 23.500 Kilometer Hochspannungsleitungen, bestätigte RT DE die Vorfälle, wollte aber nichts Näheres zu den möglichen Auswirkungen sagen.

    Für Michael Limburg (81), den Vizepräsidenten des Europäischen Instituts für Klima und Energie aus Potsdam, ist das gut begreiflich. Der Regeltechniker und Diplomingenieur erklärte RT DE:

    "Vor 15 Jahren hatten wir drei bis fünf Ausfälle, sogenannte Redispatch-Maßnahmen im Jahr. Heute sind es fünf bis 8.000. Solche Schwankungen haben sehr wohl zugenommen."

    Limburg verweist auf die Internetseite www.netztransparenz.de, auf der die Schwankungen jederzeit von jedem abgerufen werden können. Ausfälle unter drei Minuten werden allerdings nicht erfasst. Limburg: "Die nehmen aber auch deutlich zu, wie ich aus der Wirtschaft erfahren habe."

    Die sogenannten Redispatch-Maßnahmen, also Wiederstarts nach Kurzausfällen oder Schwankungen im Netz, nahmen in Deutschland nach Angaben des internetbasierten Dienstes netztransparenz.de zumindest bei zwei der vier Betreiber zu, bei Amprion und TransnetBW. Am 12. und 19. Januar mussten sogar Block 5 und 6 des Reservekraftwerks Heilbronn zugeschaltet werden, nachdem auch an der Börse kein Strom mehr zu haben war. Mit rund 4,4 Mio. Tonnen im Jahr bzw. 950 g/kWh gehört das Kraftwerk Heilbronn zu den 30 Kohlekraftwerken mit dem höchsten CO2-Ausstoß in Deutschland.

    Polen forderte die Bundesrepublik zwischenzeitlich auf, die Kernkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Andernfalls sei die Stabilität der Stromversorgung in Europa massiv gefährdet. Schon am 4.11.2006 mussten mehr als zehn Millionen Haushalte in Westeuropa vom Stromnetz getrennt werden. Damals liefen alle deutschen Kohle- und Atomkraftwerke noch.

    Eine dena-Studie von 2020 nennt das Problem: "Durch die Energiewende entstehen Herausforderungen für die Systemsicherheit, die es nicht mehr erlauben, Systemdienstleistungen und Fragen der Stabilität getrennt voneinander zu betrachten." Die dena weiter: "So wird die Momentanreserve zur Frequenzhaltung im Normalbetrieb ebenso wie im Störfall gebraucht. Auch die Teilnetzbetriebsfähigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für den Netzwiederaufbau und für die Frequenzstabilität." Die dena nennt das Hauptproblem beim Namen: "Für die Untersuchung der zukünftigen Anforderungen an die Systemsicherheit wichtig sind wesentliche Weichenstellungen wie der Kohleausstieg, 65 Prozent Erneuerbare Energien (EE) bis 2030."....Dennoch setzt die Bundesregierung zur Reduktion von CO2 auf die Förderung von E-Fahrzeugen. Wie diese bei dem ohnehin schon überlasteten Netz auch noch aufgeladen werden sollen, sagt sie nicht. Energieexperte Limburg sagte RT DE: "Noch am 15. Januar gab es im Bundeswirtschaftsministerium einen Referentenentwurf, indem auch extreme Stromentnahmen zum Beispiel mit einer stark zunehmenden Anzahl von Elektrofahrzeugen als Problem genannt werden." Limburg weiter: "In diesem Entwurf stand klar auf die Frage, ob es Alternativen dazu gebe, die Antwort: keine. Der Entwurf verschwand spurlos." ....Das Hauptproblem, das immer wieder die Netzfrequenz belastet, liegt in den erneuerbaren Energien, die durch die politisch gewollte Energie einen steigenden Anteil am Netz einnehmen. Durch die Energiewende wurden in Deutschland mehr und mehr Kohlekraftwerke und Atommeiler abgeschaltet.

    Der österreichische Blackout-Experte Herbert Saurugg warnt, dass die erneuerbaren Energien aufgrund ihrer Abhängigkeit von Umwelteinflüssen wie Sonne und Wind nicht kontinuierlich Energie produzieren. Speichersysteme fehlten häufig, die einen Ausgleich an schwächeren Tage liefern würden. Saurugg rät deswegen zu einer Überbrückung durch die rasche Errichtung von Gaskraftwerken.

    Energieexperte Limburg ergänzt: "Bricht die konventionelle Stromversorgung weg, haben wir ein Riesenproblem. Schalten wir die Flatterenergie, die Windenergie runter, halbieren sich die Strompreise."


    https://de.rt.com/europa/112001-euro...mmengebrochen/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #14
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    AW: Energiewende: ganz Europa steht vor Blackout

    Also ich sehe hier noch keinen Grund für Panikmache - wurden ja noch nichtmal irgendwelche Lasten abgeworfen.

    Ich bin dennoch vorbereitet - da ich auch ohne Netzfrequenzproblemen hier in D zwar mit Glasfaserinternet versorgt (sogar 2 Leitungen Glasfaser) , dennoch fast jedes Jahr ein mehrstündiger dörflich beschränkter Miniblackout bekannt ist - wenn mal wieder irgendwelche Leitungen gekappt worden sind und es mal in 1 h geflickt ist , oder halt mal länger dauert...

    Im Sommer gehts ja noch, aber ich hab das im Winter erlebt bei minus 20 Grad - 8h Stromausfall. Da merkt man sehr schnell wie gut der Holzkamin ist wenn die Ölheizung nicht funktioniert da diese Strom braucht... Generator wurde nach dem Winterstromausfall angeschafft- nie bereut.

    Kochen war nie ein Problem dank Gasflasche - mein Herd funktioniert mit Gas ^^.

    Ich bin heilfroh wenn ich hier weg bin - mein zukünftiges Grundstück außerhalb Europas ist "offgrid" - Regenwasserspeicher, Trinkwasser Brunnen, Solarzellen und zusätzlich Generator (fallls da mal der Strom ausfällt wenn irgendwas dort kaputt geht)

    Wohne seit langem aufm Land - da hilft man sich bei solchen Unannehmlichkeiten wie Stromausfall gegenseitig . Während dem Winterproblem mit 8h Stromausfall kochte man dann Suppe/Tee/Kaffee und hat die versorgt die in einem Mietshaus waren wo eben keine Möglichkeit zum heizen da war (hier hat JEDES EFH einen Kamin, Holz vor der Hütte)

    Bei einem Stromausfall in D funktioniert das Festnetz nicht - das ist inzwischen auch bei uns aufm Kuhkaff schon seit 3 Jahren auf TCPIP umgestellt worden... Ok, für 99 % nicht relevant da die eh ihr Handy haben - ich habe keines...
    Bei einem Stromausfall funktioniert auch die Ölheizung nicht da diese Strom braucht... unangenehm im Winter....
    Herd funktioniert auch nur , wenn man Gas benutzt...


    Wer Angst vor einem Blackout hat sollte dringend aufs Land ziehen. warum aufs Land ? In der Mietwohnung kannst schlecht einen Generator anschmeißen... Aufm Land schalten ALLE nach 20-30 Min Stromausfall ihre Generatoren an und beobachten dann aufmerksam wann bei den Mietswohnungen das Licht wieder angeht - dann kann man sich wieder an die öffentlichte Versorgung anklemmen. Man wartet nicht, bis alle Kühlschränke, Gefriertruhen soweit runtergekühlt sind daß der Spitzeneinschaltstrom den gekauften Generator außer Gefecht setzt...

    Man hilft sich gegenseitig - sofern die armen Würstchen die Mieter sind, nicht gegen jedem Mist meckern: mimimi. der hat Hühner - der Gockel kräht..Tja, haben sie bei der Besichtigung schon gesehen- hätten halt nicht mieten müssen wenns sie stört...Die dürfen dann frieren - denn solche Menschen mag keiner hier aufm Land...

  5. #15
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    AW: Energiewende: ganz Europa steht vor Blackout

    Beinahe-Blackout ließ am Flughafen die PCs schmelzen

    Der Beinahe-Blackout vor zwei Wochen hinterließ in Wien-Schwechat grobe Schäden. Am Flughafen ist man alarmiert.
    Vor zwei Wochen schrammte Europa knapp an flächendeckendem Stromausfall vorbei. Dennoch verursachte dieser Beinahe-Blackout beim Flughafen Wien einen hohen Schaden. Hunderte Hardware-Teile müssen nach dem extremen Frequenzabfall um etwa 260 mHz auf 49,74 Hz ersetzt werden.

    Kritische Infrastruktur gefährdet
    Dabei handelte es sich, wie eine "Heute"-Anfrage ergab, vor allem um beschädigte und geschmolzene Steuerungsplatinen von Klima-, Licht- oder Schrankenanlagen sowie Kassenautomaten. Die Sicherheit der Passagiere und Gäste sei jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, heißt es von Seiten des Flughafens.

    Doch auch wenn es in Schwechat schon öfters zu Stromausfällen kam, bei denen stets das Notstromprogramm für die kritische Infrastruktur angelaufen ist, ist man am Flughafen alarmiert. Denn "wenn auch dort Anlagen durch Frequenzabfälle zerstört werden, helfe auch der Notstrom nicht weiter", zeichnet Vorstand Günther Ofner gegenüber der APA ein düsteres Bild.

    Blackouts nehmen zu
    Nicht nur aus diesem Grund werden auch in der heimischen Strombranche nun Forderungen nach einem "runden Tisch" laut. ("Heute" hat berichtet). Das Ziel dabei soll bei dem Treffen aller Stakeholder sein, pragmatische Lösungen für eine Blackout-Vorsorge zu finden. "Wir schätzen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren verschärfen wird", ist sich NÖ-Netz-Geschäftsführer Werner Hengst sicher.
    Der Beinahe-Blackout am 8. Jänner war nach Branchenangaben der bisher zweitschwerste Vorfall im europäischen Stromnetz.

    https://www.heute.at/s/beinahe-black...lzen-100123844
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  6. #16
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    AW: Energiewende: ganz Europa steht vor Blackout

    Blackout-Experte: „Europaweiter Blackout binnen fünf Jahren“
    "Die Politik hat falsche Anreize und Rahmenbedingungen geschaffen"

    Am 8. Januar entging Europa womöglich nur knapp einem Blackout. Während die deutschen Medien erst eine Woche später berichteten, griff die österreichische Presse den Beinahe-Stromausfall sofort auf. Herbert Saurugg, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, war in den sozialen Medien einer der ersten, der auf die Frequenzschwankungen im Stromnetz hinwies. Im Interview mit reitschuster.de spricht er über die Blackout-Gefahr, die Energiewende und Krisenvorsorge.

    Reitschuster.de: Herr Saurugg, was ist am 8. Januar genau passiert?

    Herbert Saurugg: Durch einen noch nicht näher bekannt gewordenen Zwischenfall in Rumänien sank die Frequenz im europäischen Stromnetz auf 49,74 Hertz. Üblich sind 50 Hertz. Es hat also die Stromleistung von mehreren Atomkraftwerken plötzlich gefehlt. Die Netzbetreiber haben in der Folge industrielle Großverbraucher vom Netz genommen und zusätzliche Kraftwerksleistungen abgerufen.

    Die Netzbetreiber haben auch das europäische Stromnetz aufgetrennt – richtig?

    Ja, und zwar in einen nordwest- und einen osteuropäischen Teil. Das sogenannte europäische Verbundsystem reicht von Portugal bis Dänemark und von Griechenland bis Polen. Auch die Türkei gehört mittlerweile dazu. Das Auftrennen des Verbundsystems ist erst zum zweiten Mal passiert – das erste Mal war beim Beinahe-Blackout vom 4. November 2006. Nach einer Stunde haben die Techniker die beiden Teilsysteme wieder zusammengeschaltet. Das ist eine sehr kritische Angelegenheit, bei der viel schiefgehen kann, aber die Techniker haben eine hervorragende Arbeit geleistet.

    Wie gefährlich war der Vorfall – hätte ein Blackout passieren können?

    Dazu gehen die Meinungen auseinander. Laut den offiziellen Aussagen – auch in Österreich – bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Meiner Meinung nach war das kein trivialer Vorfall. Die Situation mag im Nachhinein gesehen nicht sehr kritisch gewesen sein, da man von einem Blackout erst ab einer Frequenz von unter 47,5 Hertz spricht, aber es hätte durchaus in einer Katastrophe enden können.

    Ist ein Blackout überhaupt wahrscheinlich?

    Mit dieser Frage beschäftige ich mich seit rund 10 Jahren. Meine Einschätzung ist: Wir werden einen europaweiten Blackout binnen der nächsten fünf Jahre erleben. Seit Jahren spitzen sich hier Dinge zu, wie etwa die steigende Anzahl von Netzeingriffen, um das System stabil zu halten. Außerdem werden in den nächsten Monaten viele Atom- und Kohlekraftwerke stillgelegt. Uns fehlen aber die Speichersysteme, um die schwankende Erzeugung von Solar- und Windstrom ausgleichen zu können. Und alle Länder setzen auf Stromimporte aus den Nachbarstaaten. Bisher war meistens Deutschland der Lieferant, was aber bald nicht mehr möglich sein wird. Wenn man die Faktoren einzeln betrachtet, könnte man sagen: “Das haben wir im Griff.” Aber in der Summe können sehr viele Dinge schief gehen, die in Wechselwirkung stehen. Das erhöht das Blackout-Risiko enorm.

    Was meinen Sie mit Blackout genau?

    Ich meine einen überregionalen, weite Teile Europas betreffenden Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall. Der Stromausfall löst dabei eine Kettenreaktion in allen anderen Infrastrukturen aus. In einer solchen Krise wird Österreich wohl nur einen Tag brauchen, bis wieder Strom fließt – wegen unserer großen Pumpspeicher- und Wasserkraftwerke. Der Rest Europas wird bis zu einer Woche benötigen. Das Hauptproblem ist aber nicht der Stromausfall.

    Sondern?

    Mit dem Stromausfall brechen auch die Kommunikationsnetze zusammen. Telefone, Internet, Handys. Wenn diese Systeme einmal großflächig ausfallen, drohen schwere Hardwareschäden. Aus lokalen Ausfällen wissen wir, dass da bis zu 30 Prozent zerstört sind – etwa Netzteile, Switches oder Server. Wir haben aber nicht genügend Ersatzteile, um die Systeme rasch zu reparieren. Und selbst wenn wir vergleichsweise wenig Hardware verlieren, sind die Kommunikationsnetze überlastet, sobald sie hochgefahren werden. Alle möchten dann mit ihren Angehörigen sprechen. Ohne Telefon und Internet ist aber keine Produktion und Warenverteilung möglich.

    Das klingt düster.

    Ja, ist es, leider. Auch am 8. Januar entstanden durch den Beinahe-Blackout Schäden von mehreren hunderttausend Euro am Flughafen Wien. Mehrere hundert Hardware-Teile waren zerstört, obwohl der Strom nicht mal ausgefallen war. Auch wenn der Strom wieder da ist, wird es bei einem Blackout zumindest noch mehrere Tage brauchen, bis Telefon und Internet wieder funktionieren. Selbst im günstigsten Fall wird es bis in die zweite Woche hinein dauern, bis die Lieferketten wieder anlaufen. Etwa, dass Supermärkte wieder öffnen.

    Was würde unmittelbar nach dem Stromausfall passieren?

    Alles bleibt stehen, Aufzüge bleiben stecken, die Kassen der Geschäfte würden nicht mehr funktionieren. Binnen Stunden würden Millionen Tiere in der industriellen Tierhaltung sterben. Wasser würde in vielen Wohnungen nicht mehr fließen – Klo spülen wäre also nicht möglich. In Krankenhäusern würde zum Teil bereits nach einem Tag die Hygieneausrüstung fehlen, etwa OP-Kittel. Notstrom haben die Krankenhäuser meist auch nur für wenige Tage. Nach vier bis fünf Tagen wird es problematisch: Laut Studien kann sich rund ein Drittel der Bevölkerung maximal vier Tage und ein weiteres Drittel maximal sieben Tage selbst versorgen. Bis wir wieder im vor-Blackout-Zustand sind, wird es Monate oder teilweise auch Jahre dauern.

    Wie kann es sein, dass fast niemand vor einem Blackout warnt? Stehen Sie mit Ihrer Meinung alleine da?

    Zum einen gibt es nur wenige Menschen oder Behörden, die sich derart intensiv mit Blackouts beschäftigen. Ich bin aber durchaus nicht allein: Der damalige Innenminister Thomas de Maizière sagte im Jahr 2016, er erachte einen lang andauernden Stromausfall als wahrscheinlichste Zivilkrise. Auch das Österreichische Bundesheer sprach im Januar 2020 von einem hundertprozentigen Eintritt binnen der nächsten fünf Jahre.

    Ist die politisch forcierte Energiewende ein Grund, warum Blackouts in der öffentlichen Debatte kaum vorkommen? Die Blackout-Gefahr könnte die unangenehme Frage aufwerfen, ob es sinnvoll ist, ganz aus der Kohle- und Atomenergie auszusteigen?

    Für Deutschland ist das sicherlich richtig. Man sollte aber nicht nur den Erneuerbaren den schwarzen Peter zuschieben. Die Politik hat falsche Anreize und Rahmenbedingungen geschaffen. Sie müsste von allen Stromerzeugern einfordern, dass diese ab einer bestimmten Menge in der Lage sein müssen, für eine gewisse Zahl von Stunden pro Jahr Strom zu liefern. Das in Kombination mit Auflagen, was etwa den CO2-Ausstoß betrifft. Dann müssten sich die Stromhersteller zusammentun und mehr Speicherkapazitäten aufbauen.

    Erhöhen die Corona-Maßnahmen die Blackout-Gefahr?

    Derzeit nicht. Meiner Einschätzung nach senken die Maßnahmen den Stromverbrauch. In diesem Frühjahr war er etwa um 5 bis 20 Prozent geringer in verschiedenen Ländern. Das stabilisiert die Netze. Anfang 2022 könnte das ganz anders aussehen, weil bis Ende des kommenden Jahres rund 20 Gigawatt an Atom- und Kohleenergie vom Netz gehen sollen.

    Französische Medien berichteten ja, dass in Frankreich im kommenden Monat der Strom knapp werden könnte, da weitere Atomkraftwerke in Wartung gehen. Stimmt das?

    Frankreich ist in einer kritischen Situation.
    Bis Ende Februar sollen 13 der 56 Atomkraftwerke wegen Wartungsarbeiten vom Netz sein. Die französischen Behörden haben deshalb aufgerufen, Strom zu sparen. In Frankreich ist der Strom aber fast in jedem Winter knapp. Schon vor Jahren gab es Flächenabschaltungen, bei denen die Franzosen ganze Regionen für einen bestimmten Zeitraum vom Netz genommen haben. Das halte ich auch in diesem Winter für möglich. Wir können nur hoffen, dass es keine weitere Kältewelle gibt.

    Wie sollte sich ein Bürger am besten auf einen Blackout vorbereiten?

    Zuerst sollte er sich informieren und akzeptieren, dass ein solches Ereignis möglich ist. Außerdem sollte er Wasser und Lebensmittel für mindestens zwei Wochen einlagern. Während eines Blackouts ist es wichtig, mit den Nachbarn in Kontakt zu bleiben und sich gegenseitig zu helfen. Auf keinen Fall zurückziehen – wir können das nur gemeinsam schaffen.

    https://reitschuster.de/post/interview-blackout/
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  7. #17
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    AW: Energiewende: ganz Europa steht vor Blackout

    Blöd für BigTech und Onlinehandel. Vielleicht muss man dann wieder "old school" Briefe schreiben und zum Bäcker gehen.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  8. #18
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    AW: Energiewende: Nachbarn wollen deutschen Strom blockieren

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Ohne Worte


    Für Konstruktion, Planung und Durchführung war Herr Spahn zuständig?
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  9. #19
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    AW: Energiewende: ganz Europa steht vor Blackout

    „Immer mehr Familienunternehmen sind von deutlichen Netzschwankungen betroffen“, monierte der Familienunternehmer-Verbandspräsident – und sagt, was besser werden muss.
    Deutsche Mittelständler leiden zunehmend unter Stromausfällen – und sie machen dafür die Energiewende verantwortlich. „Kopflos wurde vor 20 Jahren alles auf den Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, der Präsident des Verbands Die Familienunternehmer, der F.A.Z.
    Hingegen seien genauso wichtige Themen wie der Netzausbau, die intelligente Netzsteuerung und die fehlende Grundlastfähigkeit alternativer Stromquellen auf der Strecke geblieben. „Die Folge: Immer mehr Familienunternehmen sind von deutlichen Netzschwankungen betroffen“, monierte Eben-Worlée, dessen Verband rund 180.000 Unternehmen mit 8 Millionen Mitarbeitern repräsentiert.

    Eben-Worlée stützt sich auf eine neue Umfrage unter knapp 1100 Mitgliedsunternehmen. Ihr zufolge haben in den vergangenen vier Jahren 47 Prozent der Betriebe Netzschwankungen registriert. Vor acht Jahren waren es nur 34 Prozent. In mehr als 10 Prozent der neuen Fälle dauerten die Störungen länger als drei Minuten. 19 Prozent der unter Netzschwankungen leidenden Gesellschaften sei dadurch ein „relevanter Schaden“ entstanden, hieß es.

    Investitionen von mindestens 72 Milliarden Euro
    „Viele Familienunternehmer sorgen sich um ihre sichere Versorgung mit Strom in einem System voller volatiler Energiequellen“, sagte der Verbandspräsident. Die Lage sei nicht zuletzt deshalb brisant, da Anbieter von Hochtechnologie auf eine „Versorgungsgarantie im Millisekundenbereich“ angewiesen seien. Für Eben-Worlée hat die Politik in ihrer jetzigen Strategie zur Energiewende die falschen Prioritäten gesetzt. „Spätestens die neue Bundesregierung darf sich nicht mehr allein nur auf ihre hohen Ausbauziele fokussieren, sondern muss das Gesamtsystem ins Auge fassen“, forderte er. „Auch die Erneuerbaren müssen Wege finden, eine Grundlast mit störungsfreien Stromlieferungen zu garantieren.“

    Wichtig sei überdies, die Verbrauchsflexibilisierung und die Eigenstromversorgung künftig zu belohnen, derzeit würden sie eher sanktioniert. Innovative Ansätze zur Energieversorgung in den Unternehmen müssten durch eine einfache und nachvollziehbare Gesetzgebung gefördert werden, „statt für das produzierende Gewerbe immer mehr juristische Unsicherheiten aufzubauen, die eine Investitionssicherheit in Frage stellen“, sagte Eben-Worlée.
    Damit künftig Strom vermehrt und verbessert transportiert werden kann, hat der Bundestag vergangene Woche den neuen Bundesbedarfsplan mit 35 neuen Vorhaben beschlossen. Zugleich legten die Übertragungsnetzbetreiber ihren neuen Netzentwicklungsplan bis 2035 vor. Er sieht neue Leitungen zwischen 800 und 1450 Kilometer Länge vor. Die Investitionen betragen mindestens 72 Milliarden Euro.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-17174635.html
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