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  1. #51
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    12% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse sind befristet das betrifft 3,2 Millionen Beschäftigte.
    44% der Arbeitsverhältnisse im Öffentlichen Dienst sind befristet.
    Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der Leiharbeiter. Gefühlt 90% der offenen Stellen werden von Leihfirmen angeboten. Alles das sind Indizien dafür, dass es nach wie vor keinen Fachkräftemangel gibt. Firmen, die Leute suchen, weil ihnen die Arbeitskräfte fehlen, stellen direkt ein und leihen sich keine Arbeitskräfte.
    Das hört sich ja noch harmlos an. Nun muss man aber wissen, dass viele Altverträge, die entfristet werden mußten oder eben aus antiken Zeiten sowieso unbefristet sind (früher reichte die Probezeit, erst ein Vierteljahr, dann verlängert auf ein halbes Jahr), enthalten sind. In der Praxis aber sieht es so aus, dass mittlerweile standardmäßig erst einmal befristet eingestellt wird, d.h. fast jeder Neuvertrag ist betroffen und dieser Punkt ist auch einer, der eine große Rolle bei Arbeitsplatzwechseln spielt. Arbeitnehmer, die mittlerweile entfristet arbeiten, scheuen oft den Wechsel, weil sie beim neuen Arbeitgeber nur eine befristete Stelle bekommen. Dies trifft übrigens auch für die Mangelberufe zu, d.h. auch für die ach so dringend gesuchten Fachkräfte allüberall in Deutschland. Neue Stellen gibt es i.d.R. nur als befristete Stellen mit der Aussicht der Entfristung. Haben wir der SPD zu verdanken.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  2. #52
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Fachkräftemangel? Schön wär's!
    Aus allen möglichen Branchen heißt es: Uns geht das Personal aus. Tatsächlich spricht wenig für einen Mangel. Und selbst wenn – ein Problem wäre das nicht unbedingt.
    So langsam versteht Florian Bange* die Welt nicht mehr. Der 33-Jährige gehört eigentlich zu einer angeblich extrem gefragten Spezies, händeringend gesucht, wie es immer heißt: Er ist Ingenieur. In Hamburg hat er Verfahrenstechnik studiert, nach elf Semestern das Diplom mit der Note 1,9 abgeschlossen, danach mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni für seine Promotion geforscht. Es gibt keinen auffälligen Makel in seinem Lebenslauf. Und trotzdem findet Florian Bange keinen Job.
    Zwei Tage in der Woche nimmt er sich, um nach Stellenausschreibungen zu schauen und Bewerbungen zu schreiben, 107-mal hat er seine Unterlagen in diesem Jahr schon verschickt, 15-mal wurde er zu einem Gespräch eingeladen, meistens bei Zeitarbeitsfirmen. Eine Stelle war nicht dabei. Er hat Freunde seiner Eltern gebeten, den Lebenslauf zu prüfen, einen Headhunter und eine Personalreferentin. Aber auch der professionelle Rat half nicht. "Dass die Suche einen Augenblick dauern würde, war mir ja klar", sagt er. "Aber dass es so ein großes Problem wird, hätte ich nicht gedacht."
    Hilfe, wir finden keine Leute mehr!
    Banges Erfahrung erstaunt. Denn das, was auch er Tag für Tag in den Nachrichten liest, zeichnet ein ganz anderes Bild vom Arbeitsmarkt. Aus den verschiedensten Branchen heißt es: Hilfe, wir finden keine Leute mehr! Angeblich mangelt es im großen Stil an Fachkräften, Menschen also, die eine Berufsausbildung oder sogar ein Studium abgeschlossen haben.
    Die Lieferdienste melden: Ihnen fehlen die Paketboten, die Deutsche Post versuchte im vergangenen Jahr schon, Soldaten für ihre Sprinter zu gewinnen. Das Handwerk schlägt Alarm, vor allem das Baugewerbe: Es fehlen die Leute, die am Zementmischer und beim Mauern mit anpacken. Das Zentralkomitee der Katholiken warnt vor leeren Kanzeln: Es gebe so wenig Geistliche, dass bis 2030 jede zweite Priesterstelle nicht mehr nachbesetzt werden könnte.
    Und seit Jahren schon hört man immer wieder die Klage, dem Land gingen die Ingenieure aus, stets mit neuen, einander überbietenden Horrorzahlen über die Dimension des Personalmangels. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft vermeldete im September, Monat für Monat seien in Deutschland 129.470 offene Stellen für Ingenieurinnen und Ingenieure ausgeschrieben, elf Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor – und der höchste Wert seit Beginn der Studie 2011.
    "Vor ein paar Jahren hat es vielleicht drei Monate gedauert, bis wir eine Stelle besetzen konnten. Jetzt vergehen schon einmal fünf bis sechs Monate."
    Hauke Hannig, Sprecher von EBM-Papst
    Fragt man bei Unternehmen nach, hört man zunächst ähnliche Geschichten. Etwa bei der Firma EBM-Papst, ein typischer Mittelständler aus der schwäbischen Provinz. Das Unternehmen mit Sitz in Mulfingen bei Heilbronn stellt Ventilatoren her, wächst und braucht Leute. Hauke Hannig, der Unternehmenssprecher, hat kürzlich zum Beispiel ein Volontariat in der Unternehmenskommunikation ausgeschrieben. Fünf Bewerbungen bekam er bislang, vor zwei Jahren waren es noch 25. "Das hat mich regelrecht erschrocken." Daneben sucht die Firma 15 Ingenieure, außerdem 10 IT-Experteninnen. "Vor ein paar Jahren hat es vielleicht drei Monate gedauert, bis wir eine solche Stelle besetzen konnten", sagt Hannig. "Jetzt vergehen schon einmal fünf bis sechs Monate." Der Mangel sei also spürbar. Nur: Warum spüren Menschen wie Florian Bange so wenig davon?

    Die Erzählung vom vermeintlichen Fachkräftemangel ist inzwischen so sehr zum Gemeingut geworden, dass es in Banges Familie schon verwunderte Blicke gab, wenn er von seinen Bemühungen um einen Job berichtete. Bange hält alle Bewerbungen akribisch in einer Liste fest – und zeigte sie seinen Verwandten: 107 Versuche. Und nur ein einziges Angebot – das auch nicht gerade den Eindruck erweckte, dass Bange mit seiner Qualifikation ein rares Gut wäre.
    Rufbereitschaft rund um die Uhr – für 40.000 Euro
    Das Unternehmen, bei dem Bange sich vorstellte, produziert Foliendrucke. Zwei Gespräche hatte er dort. Man wolle sich sehr bald melden, hieß es bei der Verabschiedung. Vier Wochen lang hörte Bange gar nichts mehr, auch auf Nachfrage: keine Reaktion. Dann plötzlich kam ein Angebot, das Bange am besten bis zum nächsten Tag unterschreiben sollte. "Ich schätze, denen ist ein anderer Kandidat abgesprungen", sagt er. Einen Jahresverdienst von 40.000 Euro bot die Firma – weniger als Bange zuvor an der Uni verdient hatte. Und deutlich niedriger als das, was gemeinhin als Verdienst für Ingenieure kursiert; das Stellenportal StepStone bezifferte die Einstiegsgehälter für junge Ingenieure auf 47.481 Euro brutto im Jahr. Dafür waren die Ansprüche hoch. Bange hätte wie ein Mitinhaber praktisch rund um die Uhr in Rufbereitschaft sein müssen, wenn etwas mit den Anlagen ist. Er lehnte ab. "Was mir bei der zermürbenden Suche absolut nicht leichtgefallen ist."
    Ist die Erzählung vom Fachkräftemangel nur ein Märchen? Die Statistik deutet darauf hin, dass die Suche nach passendem Personal für viele Unternehmen tatsächlich schwieriger geworden ist – was Firmen wie der Ventilatorenhersteller EBM-Papst erleben, ist also keine Ausnahme, sagt Mario Bossler vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Denkwerkstatt der Bundesagentur für Arbeit. Verschiedene Kennwerte der Forscherinnen und Forscher zeigen das.
    Ist die Erzählung vom Fachkräftemangel nur ein Märchen? Die Statistik deutet darauf hin, dass die Suche nach passendem Personal für viele Unternehmen tatsächlich schwieriger geworden ist – was Firmen wie der Ventilatorenhersteller EBM-Papst erleben, ist also keine Ausnahme, sagt Mario Bossler vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Denkwerkstatt der Bundesagentur für Arbeit. Verschiedene Kennwerte der Forscherinnen und Forscher zeigen das.
    Aus Arbeitnehmersicht wäre ein Mangel ohnehin kein Grund zur Klage – eher einer zur Freude. Sind die Arbeitskräfte knapp, müssten die Unternehmen höhere Löhne zahlen, um Personal zu gewinnen oder zu halten. Steigen die Löhne, werden Berufe attraktiver – und mehr Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung in dem jeweiligen Bereich. Der Markt würde dafür sorgen, dass der Mangel nach einer Weile wieder verschwindet. "Man sollte es daher nicht dramatisieren, wenn sich irgendwo einmal ein Engpass bildet", sagt Arbeitsmarktforscher Bossler vom IAB.
    Einer der wenigen Bereich, in dem schon seit Jahren landesweit das Personal knapp ist, ist den Zahlen der Arbeitsagentur zufolge die Pflegebranche. Allerdings bildet die einen Spezialfall in der Debatte um den Fachkräftemangel: "In Pflegeberufen sind die Löhne staatlich reglementiert", sagt Bossler. Krankenhäuser und Altenheime können die Löhne ihren Beschäftigten nur bedingt anheben – sie müssen sich nach dem richten, was Krankenkassen und Pflegeversicherungen für die Leistungen zahlen. Das heißt: Der Markt, der für einen Ausgleich sorgen könnte, ist hier außer Kraft gesetzt.
    Ingenieur Florian Bange will jetzt erst einmal seine Dissertation fertig schreiben – und dann einen neuen Anlauf wagen. "Ich habe Ingenieur gelernt und weigere mich, das Ziel jetzt schon aufzugeben", sagt er. Trotzdem denkt er inzwischen leise über einen Quereinstieg als Lehrer nach. "Kurioserweise wären die Chancen da wahrscheinlich sogar besser als auf eine Ingenieursstelle." An den Schulen nämlich, heißt es, herrsche derzeit akuter: Fachkräftemangel.
    Und dort vielleicht wirklich.
    https://www.zeit.de/arbeit/2018-12/a...bsuche/seite-2
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  3. #53
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    12% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse sind befristet das betrifft 3,2 Millionen Beschäftigte.
    44% der Arbeitsverhältnisse im Öffentlichen Dienst sind befristet.
    Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der Leiharbeiter. Gefühlt 90% der offenen Stellen werden von Leihfirmen angeboten. Alles das sind Indizien dafür, dass es nach wie vor keinen Fachkräftemangel gibt. Firmen, die Leute suchen, weil ihnen die Arbeitskräfte fehlen, stellen direkt ein und leihen sich keine Arbeitskräfte.
    Diese offiziellen Zahlen sind natürlich so aussagekräftig wie die Mieten nach dem Mietspiegel, die die Preise bei Neuvermietung natürlich nicht abbilden-

    Nach der Reform "Agenda 2010" wurde den Arbeitgebern von Schröder (SPD) und Fischer (Grüne) die Chance eingeräumt, nicht nur mehr Arbeitsverhältnisse als bislang und länger als bislang zu befristen, sondern Arbeitsverhältnisse auch sachgrundlos befristen zu können. Diese Möglichkeit wurde von den Arbeitgebern dankend angenommen und hat zu dem jetzigen Zustand geführt, dass so gut wie alle Neueinstellungen nur noch befristet vorgenommen werden. Selbst in sogenannten Mangelberufen wird befristet eingestellt und mancher ach so gesuchte Facharbeiter reibt sich verwundert die Augen, wenn ihm mögliche Arbeitgeber Arbeitsverträge anbieten, die erst einmal für ein Jahr befristet sind (ein weiteres Jahr Verlängerung ist möglich).
    Der öffentliche Dienst als Arbeitgeber befristet ebenso gerne bei Neueinstellungen und geht hier mit gutem Beispiel voran.

    Die Mehrheit der neu geschlosenen Arbeitsverträge ist immer befristet. Menschen nach ihrer Ausbildung, solche, die den Arbeitgeber wechseln und Menschen,d ie aus der Arbeitslosigkeit eine Anstellung finden, sind damit betroffen oder andersrum: Jeder, der sich einen neuen Arbeitgeber sucht, hat erst einmal mit einem befristeten Arbeitsvertrag zu rechnen.

    Das ist den obigen Zahlen natürlich nicht zu entnehmen, weil sie alle Arbeitsverträge, die es in Deutschland gibt, berücksichtigen und nicht nur die Neueinstellungen.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  4. #54
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    so gut wie alle Neueinstellungen nur noch befristet
    Wie soll da ein jüngerer Arbeitnehmer eine vernünftige Lebensplanung vor- und Verantwortung übernehmen können!
    Aber in einer Zeit, in der man lieber „jobbt", als zu arbeiten, ist Lebensplanung wohl überflüssig.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  5. #55
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Wie soll da ein jüngerer Arbeitnehmer eine vernünftige Lebensplanung vor- und Verantwortung übernehmen können!
    Aber in einer Zeit, in der man lieber „jobbt", als zu arbeiten, ist Lebensplanung wohl überflüssig.
    Lebens- und Familienplanung ist da erst mal nicht möglich. Befristet beschäftigte Arbeitnehmer bekommen weder Kredit für ein Auto, noch für eine Immobilie. Befristet beschäftigte Arbeitnehmer kommen auch nicht auf die Idee, schwanger zu werden oder etwa als alleiniger Verdiener die Verantwortung für Frau und Kind zu übernehmen. Das wäre wenig verantwortlich.
    Dazu kommen noch Praktika, mehr oder weniger umsonst, die nach dem Studium erst einmal abgeleistet werden müssen - keine Seltenheit - und ebenfalls nicht gar so selten in keinem regulären Beschäftigungsverhältnis enden oder eben nur in einem befristeten. Oder eben prekäre Löhne nach anspruchsvollen Ausbildungen, sofern man, wie mittlerweile die meisten Beschäftigten, in einem kleineren Betrieb arbeiten und einem, der nicht tarifgebunden ist.

    Die Folge:
    Weniger Kinder
    Weniger Immobilienkäufe, obwohl dies doch so dringend nötig wäre, hört man unsere Politiker
    Das Aufhetzen der Generationen gegeneinander - wenn die eine Generation nicht auf einen grünen Zweig kommt, kann man gegen die andere, die vermeintlich mehr hat oder es besser hatte, prima aufhetzen
    Mehr Auswanderungen ins Ausland, das bessere Löhne zahlt und bessere Zukunftsperspektiven bietet - machen dies erst genug junge Leute einer Generation, wird dies zum Hype
    Weniger Vorsorge fürs Alter und für schlechte Tage und damit eine sichere Verarmung
    Ein schlechtes gesellschaftliches Klima
    usw.
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    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  6. #56
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Dazu kommen noch Praktika, mehr oder weniger umsonst, die nach dem Studium erst einmal abgeleistet werden müssen - keine Seltenheit - und ebenfalls nicht gar so selten in keinem regulären Beschäftigungsverhältnis enden oder eben nur in einem befristeten.
    da habe ich ein paar Bekannte, die in brotlosen 'Künsten' (=Geistes'wissenschaften') promovierten, obgleich sie keine Stelle in Aussicht hatten. Im Prinzip promovierte Dauerarbeitslose und habilitierte Hartzer, die umsonst an der staatlichen(sic!) Uni malochen, um nicht ihre Lehrbefugnis zu verlieren.
    Der für alle Kriege, jede Unterdrückung und Repression allein-verantwortliche Staat entpuppt sich mal wieder als der Ausbeuter an-und-für-sich. Er erlaubt und fördert das Studium brotloser 'Künste', anstatt diese aus der öffentlichen Förderung zu entfernen und ihre Titel deutlich nach unten zu korrigieren, da sie niemals vergleichbar mit in Natur- und Ingenieurswissenschaften erworbenen sind, und beutet die in die Falle gegangenen Bürger dann bis aufs Blut aus, ohne dass die üblichen Verdächtigen von DGB über SPD bis hin zu den SED + KBW Extremisten dagegen protestieren, was sie tun würden, würde es sich nicht um des Deutschen Fetisch Staat, sondern die verhasste Privatwirtschaft handeln.

  7. #57
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Turmfalke Beitrag anzeigen

    .......Nach der Reform "Agenda 2010" wurde den Arbeitgebern von Schröder (SPD) und Fischer (Grüne) die Chance eingeräumt, nicht nur mehr Arbeitsverhältnisse als bislang und länger als bislang zu befristen, sondern Arbeitsverhältnisse auch sachgrundlos befristen zu können. Diese Möglichkeit wurde von den Arbeitgebern dankend angenommen und hat zu dem jetzigen Zustand geführt, dass so gut wie alle Neueinstellungen nur noch befristet vorgenommen werden. .........

    Das große Problem dabei ist, dass nicht nur Arbeitslose Jobs suchen. Wer aber in einem festen Arbeitsverhältnis steht und aus welchen Gründen auch immer wechseln möchte, wird das Risiko einer befristeten Beschäftigung eher scheuen. Das schränkt den Arbeitsmarkt zusätzlich ein.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  8. #58
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Das große Problem dabei ist, dass nicht nur Arbeitslose Jobs suchen. Wer aber in einem festen Arbeitsverhältnis steht und aus welchen Gründen auch immer wechseln möchte, wird das Risiko einer befristeten Beschäftigung eher scheuen. Das schränkt den Arbeitsmarkt zusätzlich ein.
    Das wiederum ist ganz im Sinne der Arbeitgeber, da die Arbeitnehmer durch diesen Umstand schlechte Arbeitsbedingungen und -löhne viel länger hinnehmen.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  9. #59
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zahl der ausländischen Altenpfleger ohne Job steigt
    Vom Bundeswirtschaftsministerium und systemtreuen Medien seit Jahren verbreitet: Der sogenannte Fachkräftemangel. Ganz schlimm sei dieser in der Pflege, weshalb hier verstärkt Asylbewerber angeworben wurden. Die neuesten Zahlen zeigen jedoch: Deutlicher Anstieg der arbeitslosen ausländischen Altenpfleger in Deutschland.
    Vom Bundeswirtschaftsministerium und systemtreuen Medien seit Jahren verbreitet: Der sogenannte Fachkräftemangel. Ganz schlimm sei dieser in der Pflege, weshalb hier verstärkt Asylbewerber angeworben wurden. Die neuesten Zahlen zeigen jedoch: Deutlicher Anstieg der arbeitslosen ausländischen Altenpfleger in Deutschland.
    Es scheint ganz so, dass sich einige der „Flüchtlinge“ lediglich als Altenpfleger getarnt haben, um ein Bleiberecht zu erhalten, als ob es in islamischen Ländern tatsächlich männliche, ausgebildete Altenpfleger gäbe.
    Eklatant hoch bei arbeitslosen Altenpflegern deshalb wohl auch: Die nach Deutschland hereingeflüchteten Fachkräfte aus den acht wichtigen Asylherkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Nigeria, Eritrea, Iran, Pakistan und Somalia). Waren 2010 nur 268 arbeitslose Pfleger aus diesen Staaten gemeldet, sind es inzwischen 2017.
    Ein gegenläufiger Trend lässt sich dagegen unter Altenpflegern mit deutschem Pass feststellen. Nach Angaben der BA hat sich die Anzahl arbeitsloser Altenpfleger mit deutscher Staatsbürgerschaft von 2010 (34.485) bis 2018 (23.553) um 32 Prozent reduziert.
    Weil laut Bundeswirtschaftsministerium die Altenpflege hierzulande zum „Mangelberuf Nummer 1“ geworden ist, wurden in den vergangenen Jahren die Anstrengungen verstärkt, Asylbewerber für eine Tätigkeit in der Altenpflege zu gewinnen. Inzwischen soll etwa jeder zehnte Altenpfleger in Deutschland aus dem Ausland kommen.
    Die Zahlen der BA, die aufzeigen, wie wenig sich die mehrheitlich kulturfremden Asylbewerber nicht nur gesellschaftlich, sonder auch beruflich eingliedern lassen, stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer. Untermauert wird diese Feststellung zudem durch die hohe Durchfallquoten von Zuwanderern bei Deutschtests. Vor dem Hintergrund der Kosten in dreistelliger Millionenhöhe ist dies ein mehr als bedenkliches Ergebnis. Aktuelle Zahlen der Bundesregierung zeigen, dass der Anteil der Zuwanderer, die den Deutschtest im Rahmen von Integrationskursen nicht mit dem erforderlichen Sprachniveau B1 beenden, seit Jahren kontinuierlich an. Inzwischen erreicht nicht einmal mehr jeder Zweite dieses Sprachniveau. Darüber hinaus ist auch die Gesamtquote von Abschlüssen mit B1- und A2-Niveau seit 2016 weiter rückläufig, wie das Bundesinnenministerium auf Nachfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung bestätigt.
    https://www.journalistenwatch.com/20...enpfleger-job/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  10. #60
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    AW: Märchen Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Zahl der ausländischen Altenpfleger ohne Job steigt
    Vom Bundeswirtschaftsministerium und systemtreuen Medien seit Jahren verbreitet: Der sogenannte Fachkräftemangel. Ganz schlimm sei dieser in der Pflege, weshalb hier verstärkt Asylbewerber angeworben wurden. Die neuesten Zahlen zeigen jedoch: Deutlicher Anstieg der arbeitslosen ausländischen Altenpfleger in Deutschland.
    Vom Bundeswirtschaftsministerium und systemtreuen Medien seit Jahren verbreitet: Der sogenannte Fachkräftemangel. Ganz schlimm sei dieser in der Pflege, weshalb hier verstärkt Asylbewerber angeworben wurden. Die neuesten Zahlen zeigen jedoch: Deutlicher Anstieg der arbeitslosen ausländischen Altenpfleger in Deutschland.
    Es scheint ganz so, dass sich einige der „Flüchtlinge“ lediglich als Altenpfleger getarnt haben, um ein Bleiberecht zu erhalten, als ob es in islamischen Ländern tatsächlich männliche, ausgebildete Altenpfleger gäbe.
    Eklatant hoch bei arbeitslosen Altenpflegern deshalb wohl auch: Die nach Deutschland hereingeflüchteten Fachkräfte aus den acht wichtigen Asylherkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Nigeria, Eritrea, Iran, Pakistan und Somalia). Waren 2010 nur 268 arbeitslose Pfleger aus diesen Staaten gemeldet, sind es inzwischen 2017.
    Ein gegenläufiger Trend lässt sich dagegen unter Altenpflegern mit deutschem Pass feststellen. Nach Angaben der BA hat sich die Anzahl arbeitsloser Altenpfleger mit deutscher Staatsbürgerschaft von 2010 (34.485) bis 2018 (23.553) um 32 Prozent reduziert.
    Weil laut Bundeswirtschaftsministerium die Altenpflege hierzulande zum „Mangelberuf Nummer 1“ geworden ist, wurden in den vergangenen Jahren die Anstrengungen verstärkt, Asylbewerber für eine Tätigkeit in der Altenpflege zu gewinnen. Inzwischen soll etwa jeder zehnte Altenpfleger in Deutschland aus dem Ausland kommen.
    Die Zahlen der BA, die aufzeigen, wie wenig sich die mehrheitlich kulturfremden Asylbewerber nicht nur gesellschaftlich, sonder auch beruflich eingliedern lassen, stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer. Untermauert wird diese Feststellung zudem durch die hohe Durchfallquoten von Zuwanderern bei Deutschtests. Vor dem Hintergrund der Kosten in dreistelliger Millionenhöhe ist dies ein mehr als bedenkliches Ergebnis. Aktuelle Zahlen der Bundesregierung zeigen, dass der Anteil der Zuwanderer, die den Deutschtest im Rahmen von Integrationskursen nicht mit dem erforderlichen Sprachniveau B1 beenden, seit Jahren kontinuierlich an. Inzwischen erreicht nicht einmal mehr jeder Zweite dieses Sprachniveau. Darüber hinaus ist auch die Gesamtquote von Abschlüssen mit B1- und A2-Niveau seit 2016 weiter rückläufig, wie das Bundesinnenministerium auf Nachfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung bestätigt.
    https://www.journalistenwatch.com/20...enpfleger-job/

    Kein guter Artikel, denn erst einmal müßte man sich mit der Materie ein wenig vertraut machen. Altenpfleger ist seit 2002 in Deutschland ein geschützer Beruf, der eine mehrjährige Ausbildung, die mit einem Staatsexamen abschließt, voraussetzt. Damit ist nicht jeder, der "Alte" pflegt, ein Altenpfleger, genausowenig wie ein Mensch, der einen Kranken pflegt, ein Krankenpfleger ist.

    Dazu ist der Beruf der Altenpflege ein sehr junger, der in orientalischen Ländern wie auf dem Balkan unbekannt ist.

    Diejenigen Flüchtlinge, die die Bundesregierung innerhalb ihrer 3+2-Regelung ausbilden läßt, erlernen innerhalb mehrerer Jahre (mit Praktikum dann immerhin 3 Jahre, weshalb die Regelung auch für den Hilfsberuf gilt), einen Hilfsberuf in der Altenpflege, den Beruf des Altenpflegehelfers, für dessen Ausbildung normalerweise ein Jahr vorgesehen ist. Altenpflegehelfer sind aber nicht gesucht, denn es gibt genügend Helfer, zumal die Helfer zunehmend durch die Alltagsbegleiter ersetzt werden.

    Diejenigen, die hierzulande arbeitslos sind, sind vermutlicherweise entweder qualifizierte Altenpflegehelfer oder nur angelerntes Personal.
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

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