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  1. #31
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Wer's glaubt! Liegt's vielleicht an den Arbeitsvertrgen?

    Die Frage ist, ob er berhaupt freie Stellen hat. Das sind Meldungen, die passend zur Flchtlingswelle platziert werden.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #32
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Einwanderung nach Deutschland ist gut, weil es an Fachkrften fehlt. Das sagen Wirtschaft und Bundesregierung. Doch wie gro ist der Bedarf berhaupt? In der Asyldebatte wird der angebliche Fachkrftemangel instrumentalisiert. Ein Kommentar.
    Zum Weltflchtlingstag am vergangenen Samstag meldeten sich zwei SPD-Politiker zu Wort, Auenminister Frank-Walter Steinmeier und Arbeitsministerin Andrea Nahles..................
    Steinmeier und Nahles allerdings belieen es nicht bei einem Appell ans Mitgefhl. Offenbar glauben sie selbst nicht daran, dass der Einwanderungsskepsis der Deutschen auf diese Weise beizukommen ist. Im zweiten Teil ihres Artikels nmlich wird eine „riesige Herausforderung“ erwhnt, vor der Deutschland stehe. Nicht die Folgen von Flucht und Vertreibung sind gemeint, sondern „Fachkrftesicherung“. „Daher sollten wir in den Flchtlingen auch die Fachkrfte sehen, die wir immer dringender brauchen“, schreiben die Minister.Hilfsbedrftigkeit und wirtschaftliche Ntzlichkeit nicht gegeneinander ausspielen

    Es ist ein beliebtes Argument, das Steinmeier und Nahles hier verwenden. Kaum eine Migrationsdebatte vergeht ohne den Hinweis, dass Deutschland gar nicht anders knne, als auf mehr Einwanderung zu setzen. Weil unser Wirtschaftsmodell sonst nicht mehr funktioniere, das Rentensystem wegen Kindermangels zusammenbreche, politisch und konomisch der Absturz drohe. Allein schon deshalb sei es richtig, Flchtlinge aufzunehmen. Denn diese knnten sich ntzlich machen.
    So richtig die Auseinandersetzung mit demografischen Problemen ist, so unglcklich allerdings ist deren Vermischung mit der aktuellen Flchtlingsfrage. Zum einen ist es gefhrlich, menschliche (Hilfs-)Bedrftigkeit und wirtschaftliche Ntzlichkeit gegeneinander auszuspielen. Zum anderen wird mit dem „Fachkrftemangel“ ein politisches Problem zum Zweck einer besseren Akzeptanz von Flchtlingen instrumentalisiert, dessen Ausma selbst noch nicht wirklich geklrt ist.In dem Text der beiden Minister heit es, die „Integration in Arbeit“ sei bei Migranten in jedem Fall eine „gute Investition“: „Denn wer am Ende in Deutschland merkt: Wenn ich mich anstrenge, kann ich mir hier mit meiner Familie ein neues Leben aufbauen, der kommt wirklich an.“ Interessanterweise erinnert diese Argumentation an eine Zeit, die sonst eher als dunkles Kapitel der deutschen Einwanderungsgeschichte gilt: jene Nachkriegsjahre, in denen das Wort vom „Gastarbeiter“ entstand. Zwar ist inzwischen keine Rede mehr davon, dass Einwanderer wieder verschwinden sollen, wenn sie als Arbeitskrfte nicht mehr gebraucht werden. Ausdrcklich wird ja das „Ankommen“ als Ziel genannt. Das aber ndert nichts daran, dass Migranten in Deutschland offenbar immer noch aus dem Blickwinkel ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit heraus betrachtet werden.
    Wirklich human ist das nicht. Wenn Menschen verfolgt werden, dann muss das Recht auf Asyl ihnen hier bedingungslos gewhrt werden – keine Rolle darf es dann spielen, fr welchen Beruf sie sich entschieden haben, ob sie fr etwas qualifiziert sind oder nicht. So wie auch jeder bereits hier lebende Brger das Recht hat, frei ber sein Leben zu bestimmen.
    Es bringt nichts, undifferenziert von „Fachkrftesicherung“ zu sprechen

    Wer hingegen Migranten im Handumdrehen zu „Fachkrften“ macht und den vermeintlichen Bedarf nach ihnen als Hilfsargument nutzt, der schadet den Flchtlingen mehr, als dass er ihnen ntzt. Denn ob es in Deutschland tatschlich einen massenhaften Mangel an Arbeitnehmern gibt oder geben wird, ist durchaus umstritten. Beim angeblich so stark nachgefragten Ingenieursberuf zum Beispiel herrscht im Moment eher ein berangebot. In manchen Ausbildungsberufen sieht es nicht anders aus, bei Malern und Maurern liegt die Arbeitslosenquote im hheren zweistelligen Bereich. Auch knnten Digitalisierung und Technisierung viele Arbeitspltze berflssig machen, ohne dass die Wirtschaftsleistung hier sinkt.
    Das alles spricht nicht gegen den Zuzug von Einwanderern und deren Integration in den Arbeitsmarkt. Nur bringt es nichts, undifferenziert von „Fachkrftesicherung“ zu sprechen. Ein berangebot an Arbeitskrften hilft am Ende nur Unternehmen, die die Lhne senken mchten.
    http://www.tagesspiegel.de/politik/f.../11951852.html
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  3. #33
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Denn ob es in Deutschland tatschlich einen massenhaften Mangel an Arbeitnehmern gibt oder geben wird, ist durchaus umstritten.

    Beim angeblich so stark nachgefragten Ingenieursberuf zum Beispiel herrscht im Moment eher ein berangebot.

    In manchen Ausbildungsberufen sieht es nicht anders aus, bei Malern und Maurern liegt die Arbeitslosenquote im hheren zweistelligen Bereich.

    Auch knnten Digitalisierung und Technisierung viele Arbeitspltze berflssig machen, ohne dass die Wirtschaftsleistung hier sinkt.


    Das alles spricht nicht gegen den Zuzug von Einwanderern und deren Integration in den Arbeitsmarkt. Nur bringt es nichts, undifferenziert von „Fachkrftesicherung“ zu sprechen.

    Ein berangebot an Arbeitskrften hilft am Ende nur Unternehmen, die die Lhne senken mchten.
    Wenn die Wahrheit gesagt wird, steht sie entweder zwischen den Zeilen oder am Ende eines langen Artikels.

  4. #34


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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Name:  INDONESIA-Sharia_malvoluta.jpg
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  5. #35
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Und die Unternehmer jammern weiter.......

    Berlin – Arbeitgeber suchen in zahlreichen Berufsgruppen dringend nach Fachkrften.
    Besonders in der Gesundheitsbranche fehlen qualifizierte Arbeitskrfte, heit es in einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Kln), aus der die WELT am SONNTAG zitiert. Demnach gab es zwischen August 2011 und April 2015 in 96 von 619 Berufsgruppen nicht gengend Fachkrfte. In Berufen aus dem Gesundheitswesen wie der Alten- und Krankenpflege sind der Studie zufolge 20 Berufe betroffen - in ihnen arbeiten berwiegend Frauen. Fachkrfte fehlten aber auch in klassischen Handwerksberufen wie bei der Sanitr-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in naturwissenschaftlich-technischen Berufen wie etwa dem Mechatroniker oder Zerspanungsmechaniker.
    Bild.de



    .........wie wre es mit ausbilden? Wenn aber selbst fr die Tischlerausbildung Abitur verlangt wird, sind die Unternehmer selbst Schuld, dass sie niemanden finden.

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  6. #36
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Und die Unternehmer jammern weiter.......




    .........wie wre es mit ausbilden? Wenn aber selbst fr die Tischlerausbildung Abitur verlangt wird, sind die Unternehmer selbst Schuld, dass sie niemanden finden. [/B]

    Ja, und warum gibt es dann keine Umschulungen fr Deutsche in diese Bereiche? Interessierte gibt es schlielich genug, die lieber dorthin umschulen wrden, statt einen Crash-Kurs in "Wie bewerbe ich mich richtig" zu absolvieren.

  7. #37
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Zitat Zitat von Turmfalke Beitrag anzeigen
    Ja, und warum gibt es dann keine Umschulungen fr Deutsche in diese Bereiche? Interessierte gibt es schlielich genug, die lieber dorthin umschulen wrden, statt einen Crash-Kurs in "Wie bewerbe ich mich richtig" zu absolvieren.
    Das wre ja eine Lsung des Problems! Worber sollte man dann noch jammern?
    Einigkeit und Recht und Freiheit fr das deutsche Vaterland

  8. #38
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Zitat Zitat von Cherusker Beitrag anzeigen
    Das wre ja eine Lsung des Problems! Worber sollte man dann noch jammern?
    Diese Lsung mchten die Unternehmen ja nicht, auch nicht der Staat.

  9. #39
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Zitat Zitat von Turmfalke Beitrag anzeigen
    Diese Lsung mchten die Unternehmen ja nicht, auch nicht der Staat.
    Daran sieht man, wie sich Gesprochenes und Geschriebenes unterscheiden knnen. Ich hatte geschrieben:
    Das wre ja eine Lsung des Problems! Worber sollte man dann noch jammern?
    Wahrscheinlich hast Du das so verstanden: "Das wre ja eine Lsung des Problems! Worber sollte man dann noch jammern?"
    Gemeint hatte ich allerdings: "Das wre ja eine Lsung des Problems! Worber sollte man dann noch jammern?"
    Du siehst, wir lagen eigentlich gar nicht so weit auseinander.
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  10. #40
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    AW: TV-Tipp, Mrchen Fachkrftemangel

    Fragt man Angelika Bayer nach dem Grund fr den rztemangel in Deutschland, hat die Offenbacher rztin eine einfache Antwort. Eigentlich, sagt sie, gebe es in der Bundesrepublik keinen rztemangel. Tatschlich gibt es sogar so viele rzte wie nie zuvor. Gegenber 1990 stieg die Zahl der berufsttigen rzte von 240.000 auf 370.000, also um gut die Hlfte. Und trotzdem gibt es eine Unterversorgung mit rzten, was laut Bayer aber nicht an den Zahlen liegt - sondern an den Menschen. „Es sind wir, die wir uns verndert haben“, sagt sie.
    Mit den Menschen sind nicht nur die rzte gemeint, sondern auch die Patienten. Bei den rzten ist es so, dass sie im Schnitt weniger Stunden arbeiten als frher. „Unsere Generation will am Leben und der Familie keine Abstriche machen“, sagt Bayer. Sie selbst will erfolgreiche Unternehmerin und rztin sein, aber auch eine gute Mutter und Ehefrau. „Das kriegt man nicht unbedingt unter einen Hut“, sagt Bayer. Deshalb hat sie in ihrer Praxis, neben sich als Chefin, fnf angestellte rztinnen - mit Kindern, Familie und von Zeit zu Zeit mit Mutterschaftsurlaub. Die sechs rztinnen verteilen sich auf 3,6 Vollzeitstellen. Sechs rzte sind also ntig, um die Arbeit von knapp vier zu erledigen. Und wenn nicht nur die jungen Mediziner weniger arbeiten, wie die rztinnen in der Offenbacher Hausarztpraxis, sondern auch immer mehr ltere Kollegen dem von der Politik empfohlenen Beispiel der Rente mit 63 Jahren folgen, braucht es mehr rzte, um den Bedarf zu stillen.

    19 Mal im Jahr geht der Durchschnittsdeutsche zum Arzt

    Dass Patienten sich ber volle Wartezimmer in Praxen rgern, hat aber nicht immer etwas mit dem Freizeitverhalten einer neuen Generation von rzten zu tun. Auch sie selbst, die Patienten, haben sich verndert. Der demographische Wandel hat Deutschland erfasst. Nicht nur die Kinder werden rarer, es gibt auch immer mehr Alte - und diese Alten werden trotz Krankheiten immer lter, weil die medizinische Versorgung so gut ist. „Wir machen mehr Hausbesuche in Heimen, weil die Menschen immer lter werden“, sagt Bayer. Und dann gebe es noch eine neue Anspruchshaltung bei den Patienten.
    Gerade Vertreter der jngeren Generation informierten sich bei Krankheiten zuerst ber das Internet und befragten „Doktor Google“, wie Bayer sagt. „Die Leute glauben schneller, dass sie krank sind.“ Viele Patienten kommen mit Kleinigkeiten, etwa am ersten Tag eines Schnupfens. Am nchsten Tag kommen sie zurck und klagen, dass die Nase noch immer verstopft sei. Hinzu kommen Krankschreibungen, Atteste und „Behinderungspunkte“, etwa um sich das Vorrecht auf einen freien und obendrein noch gebhrenfreien Parkplatz zu sichern. Etwa 19 Mal im Jahr gehe der Durchschnittsdeutsche zum Arzt, sagt Bayer - und ihr Blick verrt, dass sie das fr ziemlich irre hlt.
    Wie die Lebenslufe von rzten heute verlaufen, zeigt das Beispiel von Stefanie Steinert. Sie arbeitet in der Praxis von Bayer, als rztin in der Weiterbildung fr Allgemeinmedizin. In der elften Klasse brach Steinert in Flensburg die Schule ab und zog von zu Hause aus, weil sie selbstbestimmt leben wollte. Dann entwickelte sie den Wunsch, rztin zu werden, ging zurck zur Schule, machte ein gutes Abitur und begann ihr Studium. Seit Juli 2012 arbeitet sie in der Offenbacher Praxis und kam erst vor wenigen Tagen aus der Elternpause zurck. Ihr Kind wurde vor gut einem Jahr geboren. Steinert arbeitet nun halbtags, wodurch sich die Zeit der Weiterbildung verlngert. Aber das sei nun mal so. Sie wolle eben auch Mutter sein.

    weiter http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gibt-es-einen-aerztemangel-in-deutschland-13768602.html
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