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  1. #1
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    Arme Unternehmer

    Kürzlich ging die Meldung durch die Medien, dass rund eine Million Selbstständige weniger als den geplanten Mindestlohn erwirtschaften.

    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #2
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    AW: Arme Unternehmer

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Kürzlich ging die Meldung durch die Medien, dass rund eine Million Selbstständige weniger als den geplanten Mindestlohn erwirtschaften.

    Wie es in Deutschland ist, weiß ich nicht. In Österreich ist es oft besser weniger zu arbeiten, um Abgaben zu verringern. Das große Problem ist die Pflichtversicherung, die viele Selbständige vor finanzielle Probleme bringt. Es zählt der Umsatz, wenn der Umsatz zwar gut, aber durch Nachzahlungen, erhöhte Einstufung etc. das Erwirtschaftete dementsprechend geringer wird, ist das Ergebnis im Folgejahr dementsprechend. Die erhöhten Vorauszahlungen kann man durch eine Prognoseabgabe bei der Sozialversicherungsanstalt herabsetzen, dann muß man aber aufpassen, daß diese Prognose nicht überschritten wird. Alles sehr kompliziert. Zu hoch erfolgte Vorauszahlungen werden zwar zurückerstattet oder gegengerechnet, das dauert aber,.

    Das System ist so ausgelegt, daß man annimmt, jeder Selsbtändige setze in einer kontinierlichen nach oben gerichteten Kurve um, was aber Unsinn ist, das Einkommen gleicht einer Zackenkurve. Bemessungen, Belastungen, Nachbelastungen, sind nur einige der herrlichen Ausdrücke, an die man sich im Laufe der Jahre gewöhnt.

    Einen Kleinbetrieb mit Angestellten neu zu gründen, tut sich kaum jemand mehr an.

  3. #3
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    AW: Arme Unternehmer

    Je nach Branche variiert der Gewinn. Der eine kann mit einer Million Umsatz gut leben, der andere braucht drei oder vier Millionen um den gleichen Gewinn zu erzielen. Den Umsatz als Basisgröße für Abgaben heranzuziehen, ist eigentlich absurd.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #4
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    AW: Arme Unternehmer

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Je nach Branche variiert der Gewinn. Der eine kann mit einer Million Umsatz gut leben, der andere braucht drei oder vier Millionen um den gleichen Gewinn zu erzielen. Den Umsatz als Basisgröße für Abgaben heranzuziehen, ist eigentlich absurd.
    Es geht nicht um Millionen, sondern um Umsätze, die einem durchschnittlichen bis unterdurchschnittlichen Einkommen entsprechen. Davon will der Staat Daumen mal Pi 60%. Deshalb steigt man als Freiberufler oft besser aus, wenn man weniger arbeitet. Egal ob es ein sehr gutes, ein gutes, oder gar ein schlechtes Jahr war. Man hat immer zu wenig Geld, wenn man keine Schulden haben will. Diese aus einem guten Jahr herrührenden Nachzahlungen muß man erst einmal darappeln, selbst wenn man sich viel weglegt, leben muß man trotzdem bei steigenden Preisen für das Lebensnotwendige. Soll so sein, aber den Oasch reißt man sich nicht mehr auf für ein ohnehin dem Untergang geweihtes System.

  5. #5


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    AW: Arme Unternehmer

    Es gibt viele Unternehmer, die schon aufgrund der vielen Mitbewerber in bestimmten Gewerken schon für 15 €uro Unternehmerlohn und weniger arbeiten. Diese Leute arbeiten dann von früh morgens bis abends um 17.00 - 18.00 Uhr.
    Ob Hausmeisterdienste, Friseure, Fensterputzer, Allrounddienstleister, PIZZA Auslieferer, Kurierdienste; hier sind so viele Mitbewerber am Markt, so dass hier kaum was zu verdienen ist. Wenn man dann noch an die Abgaben denkt, dazu die Fixkosten, die allgemeinen Kosten..........
    Bin gegen jede Form extremistischer Gewalt dabei unerheblich aus welchem Lager.

  6. #6
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    AW: Arme Unternehmer

    Zitat Zitat von von Nettelbeck Beitrag anzeigen
    Es gibt viele Unternehmer, die schon aufgrund der vielen Mitbewerber in bestimmten Gewerken schon für 15 €uro Unternehmerlohn und weniger arbeiten. Diese Leute arbeiten dann von früh morgens bis abends um 17.00 - 18.00 Uhr.
    Ob Hausmeisterdienste, Friseure, Fensterputzer, Allrounddienstleister, PIZZA Auslieferer, Kurierdienste; hier sind so viele Mitbewerber am Markt, so dass hier kaum was zu verdienen ist. Wenn man dann noch an die Abgaben denkt, dazu die Fixkosten, die allgemeinen Kosten..........
    Das Vertrackte ist aber, selbst wenn man eine ganz gute Nische ausfüllen kann, kaum ist ein guter Auftrag erledigt und bezahlt, fährt man Dir sofort in die Tasche. Ich habe mittlerweile siebzehn Jahre Selbständigkeit am Buckel, also muß ich wohl was richtig machen, allerdings es bleibt einem nichts ob mit viel oder wenig Arbeit. In Österreich wird man als Selbständiger höchstens geduldet, aber zum Ausnehmen ist man gut genug, statt daß der Staat froh ist, daß man nicht an seinem Tropf hängt.

  7. #7
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    AW: Arme Unternehmer

    Die freiwillige Krankenversicherung kostet mich glatt 595 Euo inkl. Pflege.Dann noch Berufsunfähigkeits u. Unfallversich. ( beide bei Selbstständigen wichtig ) mit 185 Euro und Lebensversich. ( quasi Rente ) mit 450 Euro.Kindergarten fast 350 Euro ( weil die bekloppterweise nach dem Brutto einstufen ) und Steuer (inkl MwSt ca 1000 Euro ) Steuerberater,Büro/Telefon/Sprit/Auto usw usw.Ich komme im Monat auf ca 3500 bis 4500 Kosten ( allerdings inkl.Hausabtrag mit 450 Euro und Strom/Gas 230 Euro)
    Verdiene ca 5000 bis max 6000..aber auch manchmal so gut wie nix z.B Januar od im Hochsommer.
    Ich sag euch, es ist manchmal derat schlimm das ich heulen könnte......
    Meine Kinder bekommen gebrauchte Klamotten u. Möbel.Urlaub nur mit altem Wohnmobil und auch nicht allzuweit weg.Meine Frau arbeitet in meinem Büro quasi umsonst und auch ansonten hilft sie ständig mit.Zu DM Zeiten ging es uns zigfach besser !!! Da hatte ich von 8000 DM im Monat oft 4000 über......
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  8. #8


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    AW: Arme Unternehmer

    Das kenne ich Ryder, auch in unserem Gewerk war der Kuchen längst verteilt und die "Großen" die immer mehr wuchsen, kauften die kleineren Unternehmen auf. 27 Jahre hab ich meinen Laden geleitet und bis 1996 ging es uns richtig gut. da gabs noch was zu verdienen. Ab fielen wir in eine kräftige Rezession bei der viele Kunden von uns bankrott gingen. Davon haben wir uns bis heute noch nicht erholt. Die sogenannte Reformierung der Handwerksordnung (unter rot/grün) gab uns dann noch einen zusätzlichen Tritt in den Arsch. Als Meisterbetrieb können wir mit den ganzen Pfuschbetrieben gar nicht mehr Schritt halten. Da wird kaum noch gelernt, da bei 50 Gewerken von 93 gar keine Meister oder überhaupt eine Lehre notwendig ist.Ich könnte nur noch kotzen, wenn ich sehe, was aus diesem Land geworden ist...
    Bin gegen jede Form extremistischer Gewalt dabei unerheblich aus welchem Lager.

  9. #9
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    AW: Arme Unternehmer

    Zitat Zitat von von Nettelbeck Beitrag anzeigen
    Das kenne ich Ryder, auch in unserem Gewerk war der Kuchen längst verteilt und die "Großen" die immer mehr wuchsen, kauften die kleineren Unternehmen auf. 27 Jahre hab ich meinen Laden geleitet und bis 1996 ging es uns richtig gut. da gabs noch was zu verdienen. Ab fielen wir in eine kräftige Rezession bei der viele Kunden von uns bankrott gingen. Davon haben wir uns bis heute noch nicht erholt. Die sogenannte Reformierung der Handwerksordnung (unter rot/grün) gab uns dann noch einen zusätzlichen Tritt in den Arsch. Als Meisterbetrieb können wir mit den ganzen Pfuschbetrieben gar nicht mehr Schritt halten. Da wird kaum noch gelernt, da bei 50 Gewerken von 93 gar keine Meister oder überhaupt eine Lehre notwendig ist.Ich könnte nur noch kotzen, wenn ich sehe, was aus diesem Land geworden ist...
    ...und das schlimmste ist das genau diese Werte und Normen unserer Land seit eh und je leistungsfähiger machten wie andere Länder !!! Wie kann eine Politelite so blöd sein und den Ast absägen auf dem wir alle sitzen.Grade die Meisterbetriebe waren es oft, welche einen Mittelstandsbetrieb begründeten und Deutschland zum Weltmarktführer in zig Produktpaletten machten.Wer heute noch brav und ehrlich Lehrlinge ausbildet und Sozialangaben zahlt ist der Gelackmeierte hoch 100.
    Wieder so ein Punkt, der meiner Meinung nach,ganz klar den Niedergang mit beeinflußt !!!
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  10. #10
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    AW: Arme Unternehmer

    Den Kleinbetrieb kenne ich von meinen Großeltern. Damals gab es aber auch noch keine Geiz-ist-geil-Mentalität. In den Foren wird heute der Tipp weitergereicht, sich beim Einzelhändler beraten zu lassen, dann aber beim (Elektro-) Discounter zu kaufen, weil billiger. Das das nicht lange gut geht und sich das Volk ins eigene Fleisch schneidet - soweit wird nicht gedacht. Dabei könnte man sicher meist auch einen akzeptablen Preis beim Einzelhändler ausmachen. Daher sollten die wirtschaftlichen Zusammenhänge bereits in den Schulen viel stärker im Focus stehen.

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