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  1. #31
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Wir dürfen gespannt sein, ob diese Farce noch weiter geht! Alles so durchsichtig und an den Haaren herbeigezogen...

  2. #32


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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Und wie man mittlerweile ja weiß, war die Pumpgun schon wieder durchgeladen, mit der der angebliche Terrorist sich zuvor gerade selbst den Kopf weggeschossen hatte. Wie blöd ist das denn?????
    Bin gegen jede Form extremistischer Gewalt dabei unerheblich aus welchem Lager.

  3. #33
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Mitten im Weihnachtstrubel hat der Innenausschuss des Deutschen Bundestages eine Mail des Arbeitskreises NSU bekommen, genauer gesagt eine komplette Ausarbeitung zum Thema »Rußlungen-Lüge« und eine darauf aufbauende Analyse der »Nachrichtenehrlichkeit der deutschen Presse«. Kopp Online hat mit dem Autor dieser Studie gesprochen.
    Die Rußlungen-Lüge

    Im besagten erneuten Schreiben des Arbeitskreises NSU vom 15.12.2014 an den Innenausschuss wird die Rußlungen-Lüge als Aufhänger verwendet. Worum geht es bei dieser Lüge?

    Vor gut drei Jahren, am 21.11.2011, wurde der Innenausschuss des Deutschen Bundestages vom damaligen Chef des Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke sowie vom Generalbundesanwalt Harald Range darüber in Kenntnis gesetzt, dass Gerichtsmediziner in der Lunge von Uwe Mundlos Rußpartikel vom Brand des Wohnmobils gefunden hätten, in Uwe Böhnhardts Lunge dagegen nicht. Damit schienen Ziercke und Range die These zu belegen, Mundlos habe zunächst Böhnhardt erschossen, dann das Wohnmobil angezündet und daraufhin sich selbst gerichtet.
    Im März 2014 wurde allerdings durch die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses des Thüringer Landtags, Dorothea Marx, bekannt, dass sich bei den gerichtsmedizinischen Untersuchungen weder in der Lunge von Böhnhardt noch in der Lunge von Mundlos Ruß gefunden hat. Am 21.05.2014 wurde dies im Prozess vor dem OLG München durch den Rechtsmediziner bestätigt, der die Obduktion beider Leichen durchgeführt hatte.

    Damals, am 21.11.2011, hatte sich Ziercke ausdrücklich auf die Ergebnisse der Obduktion berufen. Diese hatte aber bereits am 5.11.2011, also über zwei Wochen vorher (!), stattgefunden. Die Ergebnisse lagen den Behörden zum Zeitpunkt von Zierckes Aussage also vor. Nochmals zum Mitdenken: Das Obduktionsergebnis wurde ausdrücklich nicht erst am 31.03.2014 entdeckt, sondern es wurde vielmehr bis zu diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit vorenthalten!

    Es gibt also eine Tatsache, die für die NSU-Affäre hoch relevant ist: Der Ex-BKA-Präsident Ziercke hat Ende 2011 wahrscheinlich vorsätzlich gelogen, d.h. sein Beweis für seine Version des Ablebens der beiden angeblichen »NSU-Terroristen« ist mittlerweile – auch offiziell – widerlegt. Die ganze These, dass Uwe Mundlos erst Uwe Böhnhardt erschossen hat, danach das Feuer im Wohnmobil gelegt und sich im Anschluss selbst erschossen hat, ist dadurch nahezu unhaltbar geworden.

    Da an dieser These im Grunde aber die gesamte NSU-Geschichte hängt, müsste es hierzu kritische Artikel in der deutschen Presse geben, denn der Widerspruch ist offiziell bekannt. Der promovierte Physiker Dr. Andreas Müller (Jahrgang 1966) hat die Reaktion der Presse auf diese doch eigentlich als Sensation zu bezeichnende Nachricht analysiert. Daraus ist sein 42-seitiges »Dossier zur Nachrichtenehrlichkeit der deutschen Presse 2011 bis 2014« mit dem Titel »Ruß in den Augen der Redakteure« entstanden. Dieses wurde vom Arbeitskreis NSU den Parlamentariern des Innenausschusses im Rahmen eines neuen Mailings übersendet. Interessierte Leser finden die komplette Studie hier.
    Kopp Online hat Dr. Müller kontaktiert und nachfolgendes Gespräch mit ihm geführt:

    Kopp Online: Herr Dr. Müller, Sie haben den Parlamentariern des Innenausschusses ein Dokument zur Verfügung gestellt, das sich mit der Nachrichtenehrlichkeit der deutschen Presse beschäftigt. Die Erstellung des Dokuments hat viel Arbeit erfordert. Was war Ihre Motivation dazu?

    Dr. Müller: Das hat eine lange Vorgeschichte. Ich wohne ganz in der Nähe des Ladens, in dem Habil Kilic 2001 erschossen wurde, es war der vierte Mord der Ceska-Serie. Ich hatte kurz vorher dort noch Gemüse gekauft und mich dann jahrelang gewundert, dass dieser Mord bzw. die ganze Mordserie trotz eines enormen Ermittlungsaufwands nicht aufgeklärt wurde. 2007 geschah dann der Mord an der Polizistin Kiesewetter in Heilbronn. In der Nähe bin ich zur Schule gegangen, weshalb mich dieses Ereignis besonders berührt hat.
    Kopp Online: Und im Laufe der Zeit scheint dann Ihre Skepsis zugenommen zu haben…

    Dr. Müller: Genau, denn was mich an dem Kiesewetter-Fall richtig erstaunt hat, war die Suche nach dem mysteriösen »Phantom von Heilbronn« und die Auflösung dieses Rätsels durch eine DNS-Verunreinigung erst nach geschlagenen zwei Jahren. Als ausgebildeter Naturwissenschaftler und aktiver Softwareentwickler war ich immer davon ausgegangen, dass diese mögliche Fehlerquelle jedem DNS-Analytiker bewusst und sie dadurch unter Kontrolle sein müsste.

    Trotz dieser Merkwürdigkeiten habe ich dann im Jahr 2011 zunächst die Sensation geglaubt, dass beide Morde – Kilic und Kiesewetter – von Rechtsradikalen begangen wurden. Als sich aber schließlich doch die Zweifel mehrten, bin ich irgendwann auch auf den Arbeitskreis NSU gestoßen und habe dort zunächst nur mitgelesen. Ich wollte mit meiner Untersuchung einerseits überprüfen, ob sich ein Mord an Böhnhardt und Mundlos auch ohne die Akten nur aus Zeitungsberichten ableiten lässt, und andererseits wollte ich systematisch feststellen, in welchem Ausmaß Zeitungen zu einem eindeutigen Sachverhalt falsch berichten. Die Mühe hat sich gelohnt und die Klarheit der Ergebnisse hat mich selbst sehr überrascht.

    Kopp Online: Wie würden Sie insgesamt als Fazit die Nachrichtenehrlichkeit am Beispiel der Rußlungen-Lüge beurteilen? Was ist das Ergebnis Ihrer Analyse, die Essenz der 42 Seiten?

    Dr. Müller: Das war die Tatsache, dass die große Mehrheit der Zeitungen nicht zögerte, in der Berichterstattung zum NSU-Prozess Tatsachen und Zusammenhänge wegzulassen, zu verdrehen oder komplett falsch darzustellen, um den von den Behörden erfundenen Ablauf des Selbstmords im Wohnmobil von Eisenach-Stregda zu stützen. Nur eine einzige von einem guten Dutzend betrachteter Zeitungen, nämlich die Thüringer Zeitung, berichtete sachlich korrekt und ausführlich aus dem Prozess.

    Eine weitere, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, berichtete aus dem Thüringer Untersuchungsausschuss, dass das von den Behörden wiederholt genutzte Argument vom Ruß in der Lunge falsch ist.

    Keine Zeitung klagte aber die Behörden an, von höchster Ebene ausgehend und von 2011 bis 2014 den Bundestag und die Öffentlichkeit systematisch belogen zu haben, um einen Selbstmord glaubwürdiger zu machen.

    Kopp Online: Können diese Zeitungen nicht einfach nur schludrig gearbeitet, also versehentlich falsch berichtet haben?

    Dr. Müller: Versehentliche Falschberichte möchte ich wegen der teilweise ausgeklügelten Tricks zur Irreführung ausschließen. Zeitungen wie die Welt oder der Tagesspiegel haben 2014 ja sogar ihre eigenen besonders guten Berichte von 2011 in die Ecke der Verschwörungstheorien gestellt.

    Kopp Online: Sie haben in Ihrer Studie den Parlamentariern auch Ihre E-Mail-Adresse bekannt gemacht, d.h. jeder, den Ihr Dokument interessiert hätte, könnte Sie auch problemlos kontaktieren. Insgesamt wurden immerhin 40 Bundestagsmitglieder, u.a. Patra Pau (Die Linke), Volker Beck (Die Grünen), Renate Künast (Die Grünen), direkt angeschrieben. Der Kreis der Mail-Empfänger war sogar noch viel größer, nämlich der Innenausschuss, alle Mitglieder des Deutschen Bundestages, Presse und Medien. Hat Sie jemand von den Angeschriebenen mittlerweile kontaktiert?

    Dr. Müller: Nur ein mir bis dahin unbekannter Leser hat mich kontaktiert und sich bedankt dafür, dass er jetzt verstehe, warum ihn die Berichte zum NSU insgesamt verwirren. Er hatte sich nicht vorstellen können, dass oft einfach nur schlichte Lügen dahinterstecken. Die Lügen sind ja so dreist, dass sie bei jeder systematischen Untersuchung auffliegen müssten.

    Wer nur hier und da einen Bericht liest und nicht sehr misstrauisch ist, kann das nicht erkennen, bleibt aber verwirrt zurück. Aus der Dreistigkeit der Lügen muss man eigentlich folgern, dass die verantwortlichen Redakteure gelernt haben, dass sie damit durchkommen. Als normal ehrlicher Mensch hält man das für fast unmöglich und kann genau deshalb so grob hinters Licht geführt werden.

    Kopp Online: Was sagen Sie selbst zur Rußlungen-Lüge, d.h. wie bewerten Sie das Verhalten des BKA-Präsidenten Ziercke, das Verhalten der Presse und der Politik? Könnte man dieses systemische Gesamtverhalten dahin deuten, dass Fakten, die nicht in die offizielle NSU-Geschichte passen, vorsätzlich, systematisch und übergreifend vertuscht werden?

    Dr. Müller: Die Rußlungen-Lüge wurde gezielt eingesetzt, um eine größere Lüge zu stützen, nämlich den Selbstmord im Wohnmobil. Dieser wird natürlich auch durch andere Manipulationen gestützt, unter anderem dadurch, dass das Ergebnis der Untersuchung der Hände und Kleidung der beiden Toten auf Schmauchspuren bisher recht geschickt aus dem Prozess herausgehalten wurde, wie ich im Dossier ebenfalls mithilfe der Zeitungsberichte zeige. Ebenfalls nicht im Prozess behandelt wurde die Tatsache, dass auf der angeblichen Selbstmordwaffe keine Fingerabdrücke von Uwe Mundlos gefunden wurden, obwohl er bei Auffinden keine Handschuhe trug.

    Das Ergebnis dieser Routineprüfung wird einfach nicht berichtet, weder im Prozess noch in den Medien. Im Frühjahr 2014 wurde alles, was gegen einen Selbstmord spricht, unter den Teppich gekehrt. Der Selbstmord ist offensichtlich wichtig, damit die NSU-Geschichte nicht als Ganzes in sich zusammenfällt – wie damals das »Phantom von Heilbronn«.

    Kopp Online: Wir danken für das Interview und wünschen Ihnen und dem Arbeitskreis NSU einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2015, in welchem hoffentlich Klarheit in diesem Fall geschaffen werden kann.


    http://info.kopp-verlag.de/hintergru...dakteure-.html
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  4. #34
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Seit einigen Tagen ist das sogenannte »Bekenner-Video« des NSU im Internet zu sehen. Die Quelle dieses Videos ist wieder einmal »fatalist« und der »Arbeitskreis NSU«, der auch bereits eine Analyse des Videos durchgeführt hat. Das Ergebnis wird unsere Leser nicht überraschen: Das Video ist voller Fehler, die eindeutig auf mangelndes Insiderwissen des Erstellers hindeuten.
    Die Fehler sind so gravierend, dass das Video im Grunde als Lüge entlarvt ist. Es ist dabei nebensächlich, wer das Video aus welchem Grund kreiert hat. Wir werden darüber auch nicht spekulieren. Wichtig ist nur, dass dieser sogenannte Beweis vollkommen unglaubwürdig ist. War diese Unglaubwürdigkeit des Bekennervideos vielleicht der Grund dafür, warum das Video drei lange Jahre vor der interessierten Öffentlichkeit regelrecht versteckt wurde?

    Das berühmte, aber bisher weitgehend unbekannte »Bekenner-Video« ist insgesamt 15 Minuten lang und besteht aus insgesamt sechs zusammengesetzten Sequenzen der Zeichentrickserie »Der rosarote Panther«. In diese wurden Bilder von den Tatorten oder Zeitungsausschnitte eingefügt. Die Tonspur des Machwerks ist durchgängig original, d.h. man hört kein einziges Mal Uwe Böhnhardt oder Uwe Mundlos, sondern nur den bekannten Sprecher von »Paulchen Panther«.
    Schon die Figur des »Paulchen Panther« ist ziemlich erklärungsbedürftig. Von bekennenden Nationalsozialisten würde man anderes erwarten – z.B. Adolf Hitler, einen Stahlhelm, ein Hakenkreuz, eben das »Szenetypische«.

    Stattdessen ist auf dem Eingangsbild gleich vier Mal die Hollywood-Trickfilm-Figur »Paulchen Panther« zu sehen. In der Mitte des Intro-Bildschirms prangt das rosa NSU-Logo, das ebenfalls nicht sonderlich nationalsozialistisch wirkt, sondern eher wie das Logo eines »Barbiepuppen-Sammelvereins«.

    Eine Comic-Figur als Transportmedium eines Bekennerschreibens ist ohnehin ein Novum – wahrscheinlich sogar weltweit. Man sollte meinen, dass gerade Rechtsterroristen etwas Martialischeres wählen würden, als ausgerechnet eine rosa Comicfigur.

    Skurriler Inhalt für Bekennervideo

    Während der gesamten 15 Minuten bekennt sich niemand zu den Taten, auch nicht »Paulchen Panther«. Das wäre auch gar nicht möglich, weil auf dem Band – wie gesagt – nur eine Originaltonspur der Zeichentrickserie ist. »Paulchen Panther« spielt in dem Video also gar nicht die Rolle des Mörders. Paulchen kann in dem Film nicht schlafen (05:38), träumt von Morden, sieht sie im Fernsehen, aber begeht sie eben nicht. Er wird in einer längeren Sequenz von einem Hund gejagt.

    Gelinde ausgedrückt ist das alles in allem ein ziemlich unpassender und sehr erklärungsbedürftiger Inhalt für ein »Bekennervideo«. Ein einziges Mal bei 01:50 sieht man einen Revolver in Paulchens Hand, aber eben keine Automatikpistole, und schon gar keine Ceska mit Schalldämpfer.
    Weit und breit ist im Video auch kein Hakenkreuz zu sehen, stattdessen findet man bei Minute 03:04 unpassenderweise ausgerechnet das Symbol der »Roten Armee Fraktion« (RAF). Paulchen folgte in dieser Sequenz einem Faden und stolperte dabei über diesen Eckensteher von der RAF. Seltsam. Das wirkt so, als würde in einem islamistischen Bekennervideo Elvis in einer Gastrolle auftreten.
    Keine Uwes, keine Ceska, kein Schalldämpfer, kein gar nichts

    Nichts, was typisch am NSU-Fall wäre, taucht in der Geschichte des Videos auf. Kein einziges Mal zeigen sich die angeblichen Macher des Videos, was schon alleine sehr ungewöhnlich für Bekennervideos ist.

    Die Ceska 83, mit der angeblich die meisten Morde begangen wurden, ist ebenfalls kein einziges Mal zu sehen. Stattdessen taucht sogar eine andere Waffe bei 07:56 auf, eine normale Pistole ohne Schalldämpfer.
    Da die Ceska mit Schalldämpfer das Markenzeichen der Morde und damit auch der NSU war, sollte man meinen, dass der Mörder es eingebaut hätte. Die falsche Waffe im Film deutet deshalb eher darauf hin, dass jemand dieses Video erstellt hat, dem das Insiderwissen um die Waffe fehlte.Das ist nicht verwunderlich, weil in dieser Mordserie erst zu einem späteren Zeitpunkt der Schalldämpfer auftauchte, ungefähr im September 2006.

    Dieses Detail aber konnte in der Zeit der Erstellung des Videos nur dem Mörder bekannt gewesen sein. Das Video selbst dürfte wesentlich früher erstellt worden sein, wie wir noch zeigen werden.

    Inakzeptable Fehler

    Der auffälligste Fehler ist das falsche Datum bei Minute 08:02 für den Mord an Süleyman Tasköprü, der am 27. Juni 2001 in Hamburg erschossen wurde. Im Video ist es fälschlicherweise einen Tag später. Das ist wie ein Bekennerschreiben von Osama Bin Laden zu »9/12«.
    Das Schild »9. Türke erschossen« bei Minute 03:55 ist schon deshalb falsch, weil acht Türken und ein Grieche ermordet wurden
    Beim Mord an Enver Simsek werden Fotos der Schaufenster seines Blumenhandels in Schlüchtern verwendet, die aus der Zeit nach dem zweiten Nachmieter stammen. Es handelt sich also nicht um Originale des Tatorts, sogenannte Insider-Fotos. Warum nicht? Oder anders gefragt, warum gibt es im ganzen Video keine Fotos, die nur die Täter selbst exklusiv haben könnten?

    Akute Lustlosigkeit des Erstellers?

    Auffälligerweise werden gar nicht alle neun Morde im Video explizit behandelt, sondern nur vier aus der Zeit bis zum Jahr 2001.

    Die Morde Nummer fünf bis neun sind nur als Schautafeln in der Sequenz ab Minute 03:33 zu sehen. Hatten die Täter etwa keine Lust, diese Morde genauso detailliert zu dokumentieren wie die ersten vier? Immer diese lästigen Bekennerbriefe? Oder wurde die Sequenz bei 03:33 einfach nachträglich angefügt?

    Genauer gefragt: War das Video, das die ersten vier Morde mit Fehlern dokumentiert hatte, nur die Vorlage, in die man später noch schnell das bizarre rosa NSU-Logo, die Schautafelfrequenz ab Minute 03:33 und das Heilbronner Abschlussbild mit der falschen Waffe bei Minute 14:55 ergänzt hat? Diese These einer zweiphasigen Erstellung, die auch hier nachzulesen ist, müsste videotechnisch untersuchbar sein.

    Kloputzende Terroristen und darauf aufbauende OLG-Logik

    Im Oberlandesgericht München ist man derzeit anscheinend trotz allem ganz zufrieden mit diesem Video. Man sinniert dort über eine Wette zwischen Zschäpe und Böhnhardt. Die Vereinbarung auf Zschäpes Seite war, dass sie 200 Videoclips bearbeiten würde, wenn sie es nicht schafft, in einer bestimmten Zeit abzunehmen. Böhnhardts Teil der Abmachung war es, die Toilette zu putzen. Böhnhardt verlor, wie Fotos beweisen, die ihn beim Kloputzen zeigen.

    Das Gericht sieht das messerscharf als Indiz dafür an, dass Beate Zschäpe 200 Mal das Bekennervideo schneiden sollte. Zitat: »Nach Einschätzung der Beamtin muss es sich um die Bekenner-DVD des Terrortrios handeln«.

    Damit man dies schlussfolgert, muss man zunächst das Bekennervideo als solches schlucken, was schon deshalb ziemlich grenzwertig ist, weil es eine gewaltige intellektuelle Kröte ist. Dann aber noch zu behaupten, man müsse ein (!) Bekennervideo 200 Mal schneiden, ist schon absurd. Angesichts des Resultats ein offensichtliches Missverhältnis, das im Mainstream nicht thematisiert wurde.

    Viel wahrscheinlicher ist da die These, dass Beate Zschäpe die Sequenzen aus den Überwachungskameras ihrer Wohnung schneiden musste.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergru...ettfahrer.html
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  5. #35
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Vielen Dank für die Zusammenstellung der Fakten.
    Das Ganze ist ist eine Farce. Es gibt einfach zu viele „Konstrukte“. Aber in bestimmten Bereichen wurde alte Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ längst aufgegeben.
    Die Vorverurteilung ist schon erfolgt - jetzt fehlt nur noch der „offizielle Stempel“.

  6. #36
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Dass man sie verurteilen wird, ist ohne Frage. Aber auf die Urteilsbegründung (sofern es denn eine geben sollte) bin ich echt gespannt. Aber vielleicht findet man Beate Tschäpe vorher noch tot in ihrer Zelle, gestorben an "Herzversagen" oder ähnlich. Unser Staatsapparat ist sowas von zwielichtig . . !
    "...und dann gewinnst Du!"

  7. #37


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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Es gibt schon türkische Begriffe die man durch aus ins Deutsche übernehmen kann:

    Der tiefe Staat

    gehört dazu.
    Jeder glaubt eine eigene Meinung zu haben, nur woher hat er vergessen.
    Medien sind das was man über Religionen sagte, Opium fürs Volk.


  8. #38
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Zitat Zitat von Clark Beitrag anzeigen
    Dass man sie verurteilen wird, ist ohne Frage. Aber auf die Urteilsbegründung (sofern es denn eine geben sollte) bin ich echt gespannt. Aber vielleicht findet man Beate Tschäpe vorher noch tot in ihrer Zelle, gestorben an "Herzversagen" oder ähnlich. Unser Staatsapparat ist sowas von zwielichtig . . !
    Ich glaube das der eigendliche Staatsapparat gar nicht dazu in der Lage ist.Hier wirken andere Kräfte !!! Das ich als Verschwörungsskeptiker das mal sagen werde, hätt ich mir vor einigen Jahren nicht vorstellen können !!!
    Nur ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Wirbelsturm auslösen

  9. #39
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Es gibt eine Doku vom NDR. Da wird Beate Zschäpe beim Aerobic gezeigt. Der Kommentator weist darauf hin, dass die Aufnahmen aus einem Bericht über die Insel Fehmarn stammen. Obwohl Zschäpe wusste, dass gefilmt wurde - das Kamerateam hat sich nicht versteckt - machte sie bei den Aerobic-Übungen mit. Der Sprecher klang verwundert, immerhin lebte Zschäpe seit Jahren im "Untergrund". War sie nur dumm oder wusste sie damals gar nicht, dass sie im Untergrund leben soll? In dieser Doku wird auch ein Überwachungsvideo von der Keupstrasse in Köln gezeigt. 2004 explodierte dort eine Nagelbombe. Heute wird dem NSU dieser Anschlag angelastet. Im Video sieht man zwei Männer, die Fahrräder schieben. Auf einem der Räder befand sich die Bombe. Die Männer sollen Mundlos und Böhnhardt sein. Entweder liegen den Ermittlungsbehörden deutlich bessere Aufnahmen vor oder man behauptet, dass es sich um die beiden Uwes handelt. Ich kann darauf beim besten Willen niemanden erkennen.
    Bei Wikipedia steht folgendes...

    Im Juli 2013 teilte Rechtsanwalt Yavuz Selim Narin, der die Familie des getöteten Theodoros Boulgarides im Prozess gegen Zschäpe u.a. vertritt, FOLGENDES mit: Mehrere Videoaufnahmen zeigen Mundlos und Böhnhardt beim Platzieren der Nagelbombe in der Kölner Keupstraße 2004. Aber das Videomaterial wurde nur lückenhaft beachtet, es muss in Gänze betrachtet werden. Beim stundenlangen Sichten hat Narin beim Bundeskriminalamt die vollständigen Videoaufzeichnungen entdeckt. Dort in den Akten liegt deutlich mehr Bildmaterial von Überwachungskameras des Musiksenders, als die eine bisher mitgeteilte Sequenz eines radschiebenden einzelnen Mannes. Auf 6 Videokassetten sollen nach Narin Täter-Aktivitäten am 9. Juni zu sehen sein, zusätzlich auf 7 Festplatten. Narin kritisiert, dass das Bildmaterial bis 2013 nicht vollständig ausgewertet worden sei. Insgesamt wurden Mundlos und Böhnhardt an diesem Tag fünfmal von zwei verschiedenen Kameras des Senders aufgenommen. Ein Video zeigt das Vorgehen der Täter sogar im Detail: Ab 14.18 Uhr sind die beiden in den Aufnahmen zu sehen. Um 15.10 Uhr passiert Mundlos, ein Damenrad schiebend, den Eingang von Viva Richtung Keupstraße. Auf dem Gepäckträger befindet sich ein Hartschalenkoffer, in dem sich die Nagelbombe befindet. Das ist das bisher bekannte Bild. Vor dem Friseursalon Özcan stellte Mundlos dieses Fahrrad ab. Zuvor ist Böhnhardt zu sehen, wie er 2 Mountainbikes durch die Straße schiebt; es sind die Fahrräder, mit denen beide Männer sich nach der Bombenzündung ENTFERNEN. Gegen 15.50 Uhr sind beide Täter samt Rädern wieder auf der Straße zu sehen. 6 Minuten später zünden sie die mit mindestens 5,5 Kilogramm Schwarzpulver und über 700 Zimmermannsnägeln bestückte Bombe per Fernsteuerung. Um 15.57 Uhr ist einer der beiden erneut zu sehen. Er passiert den Eingang des Musiksenders Viva und fährt dann schnell weg.


    ......warum wurde nur ein Teil der Aufnahmen offiziell ausgewertet? Ganz offensichtlich sollten die Ermittlungen zu keinem Ergebnis führen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass ein Offizier der türkischen Armee zum Zeitpunkt des Anschlages in der Nähe war. Zufall?

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  10. #40
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    AW: NSU: Anklage zu dünn?

    Eine 20-jährige Frau, die Anfang des Monats als Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss des Stuttgarter Landtags ausgesagt hatte, ist aus zunächst ungeklärter Ursache gestorben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Sonntag mitteilten, fand sie der Lebensgefährte am Samstagabend mit einem Krampfanfall in ihrer Wohnung. Die Ärzte hätten das Leben der jungen Frau nicht mehr retten können. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden, sagte ein Polizeisprecher. Wegen des brisanten Hintergrundes würden die Ermittlungen aber mit Nachdruck betrieben.
    Bei der Toten soll es sich um eine Ex-Freundin von Florian H. handeln, einem ehemaligen Neonazi, der im Herbst 2013 in einem Wagen in Stuttgart verbrannt war. Florian H. soll angeblich gewusst haben, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn getötet hat. Der Mord wird den Rechtsterroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zugerechnet. Am Tag seines Todes hatte H. noch einmal von der Polizei befragt werden sollen.
    Die 20-Jährige hatte Anfang März als Zeugin im NSU-Ausschuss in Stuttgart in nicht-öffentlicher Sitzung ausgesagt, weil sie erklärt hatte, sie fühle sich bedroht. Der Ausschuss soll die Verbindungen der rechten Terrorzelle in den Südwesten Deutschlands und mögliches Behördenversagen genauer betrachten.
    Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler sagte der Deutschen Presse-Agentur, es wäre fahrlässig, nun irgendwelche Spekulationen zum möglichen Hintergrund des Todes der Frau zu äußern. Der Tod könne vielerlei Gründe haben.
    Der Extremismusexperte und Berliner Politikprofessor Hajo Funke, der den NSU-Untersuchungsausschuss verfolgt und Vertrauensperson der Familie von Florian H. ist, zeigte sich schockiert über den Tod der 20-Jährigen. „Die Sicherheitsbehörden sind gut beraten, wenn sie diesem Tod durch Obduktion und intensivster Aufklärung nachgehen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend. Ansonsten wäre dies unter Umständen ein weiterer ungeklärter Todesfall. (dpa)

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