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    Integrationsgeschichten, nicht nur zur Vorweihnachtszeit

    Solche Artikel erzeugen immer so viele Fragezeichen. Fangen wir mit der ersten Geschichte an:

    Ärger um Integration von Schülern VON STEPHAN BÜLLESBACH - zuletzt aktualisiert: 13.12.2012 Hückeswagen (RP). Seit Schuljahresbeginn werden an der Realschule drei Jugendliche aus dem EU-Ausland unterrichtet, die nur schlecht Deutsch sprechen. Auf der Suche nach Hilfe fühlt sich die Schulleitung von den Behörden alleine gelassen.
    Drei Jugendliche aus dem EU-Ausland unter dem Stichwort Integration? Ja, wer kann denn das nur sein!

    Die Idee war schön: Ein polnisches Mädchen und ein englisches Geschwisterpaar sollen an der Realschule ganz normal lernen – wie ihre deutschen Mitschüler auch. Im Mai waren die drei Schüler aus dem EU-Ausland mit ihren Eltern nach Hückeswagen gezogen und an der Realschule angemeldet worden.
    Eine Polin und ein "englisches Geschwisterpaar"? Ich habe so einen Verdacht...

    Die Noten waren in Ordnung", sagt Schulleiterin Christiane Klur. Und eigentlich hätten die drei Jugendlichen jetzt, ein halbes Jahr später, so weit mit der Kenntnis der deutschen Sprache sein müssen, dass sie dem Unterricht einigermaßen problemlos folgen können. Doch sie sind es nicht.
    Ja, warum nicht? Normalerweise - und dies weiß ich aus eigenem Erleben - funktioniert die Erlangung der deutschen Sprache in einem deutschen Umfeld, auch für weniger sprachbegabte Schüler. Hier nicht?

    Und nun fängt die Sache an, sehr merkwürdig zu werden:

    Anfangs sehr verschüchtert – wohl, weil es die Sprache kaum beherrscht – hat das Trio am Unterricht der sechsten und siebten Klasse teilgenommen. Seit Anfang November versuchen Klur und ihr Stellvertreter Thorsten Schmalt nun, eine Nachhilfe für die Jugendlichen zu organisieren. Das bleibt ein schwieriges Unterfangen, wie beide in einem Pressegespräch erläuterten.
    Nachhilfe, die organisiert werden muß? Gerade englische Eltern, die ins Ausland ziehen, der Vater möglicherweise Ingenieur, vielleicht auch nur Zeitsoldat, sind normalerweise, weil bewandert im englischen Schulsystem, das fördert, wer sich fordert, sehr bedacht auf das Erlernen des Notwendigen, zuvorderst der neuen Sprache und würden alles Nötige dafür tun, wozu auch die Organisation geeigneter Fördermaßnahmen gehören würde, aus Eigeninitiative selbstverständlich.

    Ein Brite würde auch keinen VHS-Integrationskurs besuchen müssen und wollen:


    "Das Komische ist: Erwachsene aus EU-Ländern bekommen sofort einen VHS-Kursus, in dem sie unsere Sprache erlernen können. Für Kinder und Jugendliche ist so etwas nicht vorgesehen", sagt Schmalt. Anfrage Nr. 1 bei der Bezirksregierung ergab, dass diese für eine Sprachförderung "keine Ressourcen" hat, berichtet Klur. Auch Anfrage Nr. 2, diesmal bei der Schulaufsicht des Oberbergischen Kreises, wurde negativ beschieden: Man könne keinen Lehrer abstellen oder zusätzliche Deutsch-Stunden einrichten, hieß es.
    Ziemlich sicher ist der britische Vater kein Ingenieur und hat keinesfalls einen gesuchten Beruf und sehr wahrscheinlich ist er auch nur ein Paßbrite, möglicherweise pakistanischer Herkunft.

    Die Polin scheint ebenfalls einer Familie zu entstammen, die direkt in die deutschen Sozialsysteme einwanderte. Hier nehme ich einen rein polnischen Hintergrund an:

    Nun kann zumindest die junge Polin über ihre Eltern Fördermittel beim Jobcenter beantragen. "Doch das hat den Antrag nicht akzeptiert", berichtet Klur. 24,51 Euro kostet eine Lehrer-Arbeitsstunde; so viel soll das Jobcenter für die Nachhilfe bei einem Deutschlehrer zahlen, will es aber nicht. Laut Klur ist die Sachbearbeiterin nur bereit, 15 bis 20 Euro bereitzustellen.
    Das Jobcenter muß es richten, weil die Eltern nicht in der Lage sind!

    Das Jobcenter richtet dort, wo Eltern Sozialhilfe empfangen.

    Und nun springt die Schule selber für den Differenzbetrag von 5,-- Euro die Stunde ein. Das Happy End: Nun hat die Schule eben für andere wichtige Dinge kein Geld!

    Für Thorsten Schmalt ist das Ganze "ein Skandal": "Wir haben hier in der EU eine Niederlassungsfreiheit. Und ein EU-Kommissar hat erst kürzlich noch gefordert, dass mehr für die Integration getan werden müsse", sagt der stellvertretende Schulleiter. Doch bei den drei Jugendlichen sei die Schule auf sich allein gestellt. Und Christiane Klur klagt: "Es ist skandalös, dass nichts getan wird und ich über die Preise feilschen muss wie auf einem türkischen Basar."
    Die Realschule hat immerhin eine Lösung gefunden: Die frühere Lehrerin Christiane Störte, die zum Schuljahresende in den Ruhestand gegangen war, gibt dem Trio zwei Stunden wöchentlich Deutsch-Nachhilfe. Bezahlt wird sie aus schulinternen Mitteln. "Aber die fehlen natürlich nun für andere Sachen", sagt Christiane Klur.
    http://www.rp-online.de/bergisches-l...lern-1.3104198

  2. #2
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    AW: Integrationsgeschichten, nicht nur zur Vorweihnachtszeit

    hm...in der Tat sehr seltsam. Es gibt inzwischen viele Polen, die nach Deutschland ziehen um hier Stütze zu kassieren. Bei diesem Geschwisterpaar scheint der Verdacht, dass es sich nicht um ethnische Briten handelt, nicht unbegründet.
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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