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  1. #71
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Letzte Woche wurde noch gefordert, nun scheint es bereits beschlossen...…………..

    Der Apfel lockt, der Sündenfall rückt näher: Auf Wunsch des SPD-geführten Arbeitsministeriums sollen die Zeitungsverlage vom nächsten Jahr an mit 100 Millionen Euro für die „Infrastrukturförderung der Zustellung von Anzeigenblättern und Tageszeitungen“ subventioniert werden.
    Die lassen sich nicht lange bitten und verlangen über ihre Verlegerverbände gleich noch eine halbe Milliarde mehr. Für ein Linsengericht sind Deutschlands Zeitungsverleger bereit, das, was von ihrer privatwirtschaftlichen Unabhängigkeit noch übrig ist, an die tausendbrüstige Staatsamme zu verscherbeln.
    Das süße Gift aus dem Staatstropf macht süchtig. Bei dreistelligen Millionenbeträgen wird es, sind beide Seiten erst mal auf den Geschmack gekommen, nicht bleiben. Zumal Subventionen ja längst auch schon aus anderen Quellen fließen: Zum Beispiel durch großzügig aus Steuergeldern finanzierte Anzeigen von Regierungen, Ministerien und Verwaltungen, die um so dankbarer und gieriger genommen werden, je rasanter der digitale Wandel das klassische Anzeigengeschäft wegbrechen läßt.
    Schwarzrotgrüngelbe Einheitslinie zahlt sich aus
    Aber wo subventioniert wird, wird auch korrumpiert. Anzeigen regnet es bevorzugt dort, wo besonders brav im Sinne der herrschenden politischen Linie berichtet wird. Warum sollte es mit den Zusteller-Subventionen anders sein? Adressaten sind ausdrücklich die Tageszeitungen in der Fläche, und deren Verleger sind es auch, die am lautesten nach Staatsknete rufen. Und sie, wie es aussieht, auch bekommen werden. Daß es unter ihnen keinen gibt, der in Sachen Einwanderung, Energiewende oder Euro-Begeisterung nicht auf schwarzrotgrüngelber Einheitslinie ist, wird da sicherlich von Vorteil sein.
    Die harmlose Verpackung der Subventionsspritze ist geschickt gewählt. Gefördert werden soll die flächendeckende Zustellung, argumentiert wird mit der Versorgungsinfrastruktur, die auch dem nicht-digitalen Rentner in der entlegensten Provinz täglichen Zugang zu aktuellen Informationen sichern soll. Erst wird der Zustelldienst durch staatliche Eingriffe und Mindestlöhne – die auch von den meisten Redaktionen beifällig begrüßt wurden – teurer gemacht, dann soll der Staat Ausgleich für die gestiegenen Kosten schaffen: So funktioniert der Teufelskreis aus Interventionen und Subventionen.
    Dahinter lauert aber schon der unverhohlene Wunsch nach direkter Subventionierung von Redaktionen. Damit wieder mehr Stellen für Redakteure und freie Journalisten entstehen, fordern Grünen-Politiker in schönster klientelpolitischer Unverblümtheit. Das ist der „Einstieg in staatlich abhängige Zeitungen“, kritisiert die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch zu Recht: Damit „wird das GEZ-Prinzip, Medien über die Finanzierung staatsfreundlich zu führen, auch auf die privatwirtschaftlichen Verlage übertragen“.
    Ausweitung der Subventionszone
    Denn ganz so unverschuldet, wie die Zeitungsverleger tun, ist ihre Krise ja gerade nicht. Die Absatzschwierigkeiten tagesaktueller Print-Produkte kommen keineswegs nur von Digitalisierung, veränderten Lesegewohnheiten und dergleichen mehr. Abonnenten und Leser brechen vor allem dort rasant weg, wo zu ständig steigenden Preisen immer nur der gleiche Einheitsbrei aus politisch korrekter Informationsfilterung und linientreuer Kommentierung geboten wird.
    Nonkonforme Blogger, neue Medienprojekte und was sonst so unter „alternative Medien“ zusammengefaßt wird – sie zeigen allenthalben, daß es auch anders geht und daß mit unabhängigem Journalismus sogar Geld zu verdienen ist, wenn er sich an den brennenden Themen und Interessen der Leser orientiert und nicht an Tabuzonen und Herdentrieb.
    Die Ausweitung der Subventionszone benachteiligt diese unabhängigen und oppositionellen Medien und verzerrt den Wettbewerb noch stärker als ohnehin. Allzu sehr grämen sollten sich die vom staatlichen Geldregen Übergangenen trotzdem nicht: Ihre Glaubwürdigkeit und Attraktivität steigt dadurch sogar noch, während die Subventionsforderer sich immer tiefer in die Abwärtsspirale aus Regierungsfrömmigkeit, Auflagenverlusten, Geldsorgen, Finanzspritzen und steigender Staatsabhängigkeit verstricken.



    https://jungefreiheit.de/debatte/kom...m-staatstropf/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  2. #72
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Aber wo subventioniert wird, wird auch korrumpiert. Anzeigen regnet es bevorzugt dort, wo besonders brav im Sinne der herrschenden politischen Linie berichtet wird.
    Wie heisst es doch noch: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Gefälligkeitsjournalismus oder gekaufte Journalisten - und dessen schämt man sich nicht einmal. Was umgekehrt als Kapitalismuskritik gilt: Die Zeitung schreibt im Sinne seines Besitzers, wenn der Besitzer der Staat ist und "l'etat c'est moi" der Staat die Regierung ist, die darüber entscheidet, wie sehr sie den Geldhahn auf- oder wieder zudreht. Eine höchst bedenkliche Entwicklung. Ganz besonders, was die 4. Gewalt angeht.

    Ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass der Staat zu viel Macht erhält, gegenüber den Bürgern. Ein natürliches Misstrauen soll immer bestehen dürfen, selbst wenn es auch ungerechtfertigt sein mag.

    Ich bin kein Freund davon, dass viel Macht auf wenige Personen konzentriert wird, im Gegenteil, die Macht soll möglichst weit verbreitet sein. Deshalb bevorzuge ich z.B. auch die Milizarmee gegenüber der Berufsarmee. Auch bei den Politikern - das soll doch kein Beruf sein, sondern eine Berufung. Doch das Problem besteht. Viele schwimmen mit dem Zeitgeist, um ihren Posten zu halten. Ihre Renten sind sicher. Die einzige Überzeugung ist der persönliche Vorteil.

    Allgemein ist die Tatsache akzeptabel, dass jeder Mensch - die Ausnahme bestätigt die Regel - seinen persönlichen Status und seine persönliche Stellung immerzu verbessern möchte, den eigenen Vorteil sucht. Das liegt, denke ich, in der menschlichen Natur.

    Ob es "Glücksritter" aus Subsahara-Afrika sind, die glauben in Deutschland das Land wo Milch und Honig fliessen zu finden, wo man sie mit offenen Armen in der Willkommenskultur willkommen heisst und - wie Bunkechukwu, dem langjährigen Schulfreund aus Lagos, der letzte Woche per Internet ein Foto seines neuen Hauses in Deutschland gepostet hat - einfach so alles erhält, aus Dankbarkeit, dass sie gekommen sind. Oder alle anderen Menschen auch, die damals als Siedler in die USA gegangen sind, dann weiter in den Westen, wo der Goldrauch herrschte - jeder wollte reich werden. Oder ob man sich weiterbildet und Karriere macht, damit man sich und seiner Familie das Traumhaus kaufen kann.

    Wahrscheinlich ist eben das der Menschliche Antrieb überhaupt etwas zu tun. Und ganz wichtig dabei ist die Hoffnung, oder zumindest der Glaube, dass es möglich ist und dass die Möglichkeiten auch offen stehen - zu grosse Risiken geht auch niemand ein. Zu grosse Risiken, Jobverlust z.B., wenn man mit den falschen zu Mittag isst, oder laut eine falsche Meinung äussert.

    Am ende möchte jeder doch nur glücklich werden. The pursuit of happyness. Und dabei hat jeder wieder seine eigenen individuellen Vorstellungen, was Glück bedeutet. Und vielleicht ist man nur für einen Moment glücklich, nämlich dann, wenn man das erreicht hat, was man wollte - bis es dann zur Selbstverständlichkeit verkommt, wird aber umso mehr unglücklich, wenn man es verliert. So wie die Freiheit z.B. Die Freiheit der Rede, der Mobilität, oder die "Selbstverständlichkeit" von elektrischem Strom, der Möglichkeit in den Urlaub zu fliegen usw.

    Worum geht es im Leben? Darum das Klima zu retten? Alle Menschen auf der ganzen Welt zu retten, vor Krieg, Elend und Klima, ins Land der Glückseligen? Macht das einem glücklicher? Können alle anderen Menschen nicht auf sich selbst aufpassen, müssen sie gerettet werden? Und wie glücklich sind sie dann, wenn sie angekommen sind? Nur für den einen Moment, bis alles selbstverständlich wird, oder die Erwartungen enttäuscht werden?

    … schluss für heute.
    Geändert von abandländer (14.11.2019 um 21:29 Uhr)
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  3. #73
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    keine Vergeudung knapper Steuergelder für das Verlagskapital und die zurecht von Dauerarbeitslosigkeit bedrohten sozial- und geistes'wissenschaftlischen' Schmierfinken. Sollen die Herr*Innen Fülosofen mitsamt ihrer Verleger gefälligst Taxefahren oder in der türkischen Putzkolonne putzen.

  4. #74
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Es geht immer weiter abwärts. Die zwei größten Magazine Deutschlands – "Spiegel" und "Stern" – fuhren mit ihrer 43. Ausgabe ein neues Tief bei den Verkaufszahlen am Kiosk ein. Auch beim "Focus" lief es nicht besser. Die 43. Ausgabe war so schwach wie kaum zuvor.
    Chefredakteur Steffen Klusmann konnte nur zeitweise aufatmen. Sein Nachrichtenmagazin hatte zwischendurch auch Erfolge verzeichnet – wie etwa mit der Titelgeschichte "Sind wir noch zu retten?" vom 31. August (36. Ausgabe). Nach Turbulenzen rund um den Skandal um den Geschichten-Fälscher Claas Relotius und personellen Veränderungen im Haus infolge der Affäre sah es wahrlich danach aus, als ob sich das "Sturmgeschütz der Demokratie" am Kiosk noch retten kann. Doch nun erneut ein Tief.
    Der Spiegel mit der Titelgeschichte "Die Kapitulation des Westens – Wie der Sieg der Despoten in Syrien ein Volk zerstört, den IS stärkt und Europa bedroht" floppte am Kiosk. Nur 162.370 Exemplare des Magazins wurden in den Supermärkten, Tankstellen oder Kiosken verkauft. Nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) kam die 43. Ausgabe des Spiegel auf einen Verkauf von 704.927 Exemplaren – inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen. Schwacher Trost: Demnach gab es einen Rekordwert bei den ePapern bzw. Spiegel-Plus-Kunden von 109.631.
    Stern und Focus weiterhin im Sinkflug
    Im Gegensatz zum Spiegel gibt es beim Stern nicht mal ein Zwischenhoch. Die Illustrierte setzt ihren Fall ins Bodenlose unvermindert weiter fort. Vom erhofften "Wumms", den die Chefredaktion durch die beiden neu engagierten Blattmacher proklamierte, bisher keine Spur. Mit dem Cover "Neonazis Muttersöhnchen, Terroristen: Die heimliche Armee – Wie rechte Außenseiter sich im Internet verbünden und zur Gefahr für uns alle werden" schrammte der Stern an einem neuen Rekord-Tief vorbei. Es gingen lediglich 109.043 Exemplare über die Ladentische von Supermärkten, Kiosken oder Tankstellen. Laut IVW lag die Gesamtauflage bei 434.777 verkauften Exemplaren, inklusive 23.795 ePaper-Verkäufen.
    Beim Focus kam man ebenfalls von einem Rekord-Tief sprechen. Die Ausgabe mit der Titelgeschichte "Ausverkauf – Staaten und internationale Fonds übernehmen deutsche Firmen – Wem gehört 'Made in Germany'?" hatte laut IVW nur 37.831 Einzelverkäufe. Der Gesamtverkauf lag demnach bei 347.746 Exemplaren.


    https://deutsch.rt.com/gesellschaft/...-ende-spiegel/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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