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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Gekaufte Journalisten – Zensur im Ausland wird kritisiert, im Inland beklatscht

    Der laut- wie reichweitenstarke Widerspruch des Souveräns in den sozialen Medien hat Politik und Mainstream-Medien regelrecht in Panik versetzt. Die regierungskonformen Massenmedien haben dadurch ihr Meinungsmonopol verloren und sind so auch nicht mehr in der Lage, Terroranschläge, Gewalttaten und polarisierende Entscheidungen aus Berlin wie politisch gewünscht zu framen. Während einigen Ländern, wie in Ungarn und Polen, jegliche politische Einflussnahme auf Journalisten mit Titelgeschichten kritisiert wird, applaudieren die Umerziehungsjournalisten bei der Zensur von deutschen Regierungskritikern.
    Alternative Medien im Internet eilen von einem Rekordwert zum Nächsten. Die so wichtige Rolle der journalistischen »Vierten Gewalt« im Sinne eines Korrektivs erfüllen die Mainstream-Medien seit Jahren nicht mehr. Besonders ärgerlich für Sie: Durch das Internet kann jeder Bürger, jeden Tag aufs Neue, den manipulierenden Umerziehungsjournalismus leicht entlarven. Die Glaubwürdigkeit von Blättern wie Relotius-Spiegel, FAZ oder Zeit pendelt sich nun auf dem niedrigen Niveau der offiziellen Staatsmedien wie ARD und ZDF ein. Der erlittene Imageverlust wird dauerhaft sein und auch große Werbepartner früher oder später verschrecken. Wenn den deutschen Gazetten nach den Abonnenten und Käufern nun auch noch die zahlungskräftigen Industriepartner abhandenkommen, wird es langsam einsam in deren Glaspalästen. Beim Spiegel ist dies bereits zu beobachten, denn es gibt konkrete Überlegungen, »überzählige« Etagen im Spiegel-Hochhaus in der Hamburger HafenCity unterzuvermieten.

    Die öffentlich-rechtlichen Schreibtischtäter im Regierungsauftrag werden mit rund 9 Milliarden GEZ-Zwangsgebühren geradezu feudal bezahlt. ARD und ZDF gehören sicherlich zu den teuersten Staatssendern der Welt. Gegen deren finanzielle Ressourcen wirkt selbst das Staatsfernsehen der kommunistischen Diktatur in China wie ein verarmter Onkel aus dem fernen Osten. Bisher haben die Massenmedien und die Bundesregierung sich davor gescheut, ihre Zusammenarbeit für jedermann ersichtlich abzuwickeln.

    Direkte Zahlungen an besonders regierungskonforme Medien wurden bisher vermieden, zu offensichtlich würde sich ansonsten der schwerwiegende Vorwurf des Bestsellers Gekaufte Journalisten unwiderlegbar bestätigen.

    Die Staatsfinanzierung der ach so unabhängigen Qualitätsmedien wurde seit Jahren mit immensen Millionenbeträgen – als Werbekosten getarnt – vorgenommen. Auf eine parlamentarische Anfrage der AfD musste das Bundespresseamt zugeben, dass die deutsche Regierung allein bis zum Stichtag 30. Juni, also nur im ersten Halbjahr 2020, für 65,5 Millionen Euro (Steuergelder) Anzeigen bei den Mainstream-Medien geschaltet hat.

    Die Kosten für die Erstellung der Anzeigen und Werbefilme bei Werbeagenturen, TV-Produktionsfirmen, Fotografen, Grafikern etc. sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Hinter den aktuellen Peinlichkeiten der Regierungskampagne #besonderehelden stecken beispielsweise die Produktionsfirma der Mainstream-Blödel Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.

    Nachfragen zu den exakten Kosten für den Steuerzahler für diese Regierungspropaganda werden schlicht nicht beantwortet. Das Branchenportal DWDL.de berichtet über eine Antwort bei der Regierungspressekonferenz zu dem Sachverhalt:

    »›Die Videos sind Teil der Informationsmaßnahmen und der Öffentlichkeitsarbeit in der Corona-Pandemie.‹ […] Zu den Kosten der Kampagne teilt man jedoch schon am Sonntag mit: ›Die Videos fügen sich in unsere bisherigen Maßnahmen ein. Genauere Angaben können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht machen.‹ Für die Produktionsfirma Florida Entertainment ist die vieldiskutierte Kampagne ein erfolgreicher Aufschlag für das vergleichsweise neue Geschäftsfeld Florida Reklame.«

    Auch die Beantwortung weiterer parlamentarischer Nachfragen zu den Profiteuren der 65,5 Millionen Euro verweigert sich die Merkel-Regierung. Mit dem Umgang von Staatsgeldern halten es die Merkelianer offenbar wie die Genossen in Nord-Korea. Seit 2015 hat die Bundesregierung insgesamt 184,7 Millionen Euro an Medienkonzerne umverteilt. Doch damit nicht genug Staatspresse. Unter Ausnutzung der zuvor gezielt befeuerten Corona-Hysterie haben nun alle Beteiligten jegliche Scheu abgelegt. Im Zuge der Corona-Hilfspakete wurden Zeitungen und Zeitschriftenverlagen klammheimlich 260 Millionen Euro zugeschustert.

    Wenn Sie sich fragen, warum die Mainstream-Medien inhaltlich wie der verlängerte Arm des Kanzleramtes wirken, dann wissen Sie spätestens jetzt den genau zu beziffernden Grund dafür. Exakter formuliert: 445 Millionen Gründe.

    Zensur im Ausland wird kritisiert, in Deutschland applaudierend unterstützt

    Betrachtet man Deutschland im Jahre 2020, so ist das Urteil eindeutig: Eine elitäre Clique aus Politik und Medien hat sich an den Schalthebeln der Macht festgesetzt und handelt nicht im Sinne des Volkes, sondern diktiert dem Bürger, wie er zu denken, sich zu verhalten und sich zu bestimmten Themen zu äußern hat. Als Stichworte sind hier »Grenzöffnungen«, »Klimaleugner« und »islamophob« zu nennen.

    Wenn sich ein Bürger anmaßt, das Agieren der Bundesregierung in der Corona-Krise zu hinterfragen, läuft er Gefahr, als Corona-Leugner diffamiert zu werden.

    Die mit geballter Medienmacht in die Öffentlichkeit gedrängte Debatte über Hate Speech, Antirassismus und Fake News erweist sich immer deutlicher als gezielte Ablenkungsdebatte, um die Meinungsfreiheit im Land massiv einzuschränken. Doch anstatt aufzubegehren, beklatschen die Mainstream-Medien die Zensur gegen die unliebsame (rechte) Konkurrenz.

    Die offene Zensur, die arbeitsteilig von Mainstream-Medien, Politik und linken US-Techgiganten betrieben wird, hat längst orwellsche Dimensionen erreicht.

    Ob komplette Löschungen, Sperrungen oder die Drosselung der Reichweite, die Abschussliste des Mainstreams wächst im Moment beinahe täglich: PI-News.net, Journalistenwatch, Compact, Kopp-Report.de, die Identitäre Bewegung, Martin Sellner, Oliver Janich, Hagen Grell, Stefan Bauer, Unblogd, Rubikon, Samuel Eckert, Ken Jebsen und auch mein Facebook-Account sind durch die im Dunkeln agierende Zensur-Mafia weitestgehend stillgelegt worden. Aus diesem Grund stehe ich, wie viele andere Regierungskritiker auch, vor einem kompletten Wechsel auf Telegram. Da ich nicht weiß, wie lange ich noch auf meine Facebook-Seite zugreifen kann bitte ich alle Leser, meinen neuen Telegram-Kanal Schuberts Lagemeldung zu abonnieren.

    Update: Die Bundesregierung hat gerade auf Zuruf von linken und linksradikalen Verbänden, Organisationen, Personen und NGOs beschlossen, eine Milliarde Euro (Steuergelder) für den »Kampf gegen Rechts« auszugeben.

    https://kopp-report.de/gekaufte-jour...nd-beklatscht/
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  2. #92
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Die offene Zensur, die arbeitsteilig von Mainstream-Medien, Politik und linken US-Techgiganten betrieben wird, hat längst orwellsche Dimensionen erreicht.
    Es gibt keine deutsche Tageszeitung mehr, die sachlich informiert.
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland

  3. #93
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    „Folgen der Corona-Krise: Personalabbau beim „Spiegel“ … Die Rede ist von einem „sozial verträglichen Stellenabbau“. Vor allem ältere Beschäftigte sollen betroffen sein“.

    Natürlich ist glatt gelogen, was die Brüder und Schwestern der süddeutschen Alpenpravda, des neuen Roten Klosters in München (früher Leipzig) da den Lesern unter Janker und Dirndl zu heucheln versuchen. Denn nicht Corona macht den „Spiegel“ platt, die Herr/Innen selbst waren und sind es. Jede Woche auf Papier, jeden Tag Online: Im Namen der Heiligen Troika Marx, Murks und Merkel. Manifest und Mantra: Am linksdeutschen Wesen MUSS doch endlich die Welt genesen. Fakten? Relativ bis Relotius – es war halt schon immer etwas leichter, dem lieben Gott in die Schuhe zu schieben, was der Mensch verbockt hat…
    Und diese „Auserwählten“ haben die letzten 15 Merkel-Jahre so gut wie alles verbockt: Energie, Klima, Auto, Heimat, Vaterland. Gott? Weihrauch für’s Volk, Opium für die grünen, Hasch für die roten Götter. Und als es eng wurde für die fetten Oligarchen-Omas und Opas, ließen die Chinesen in Wuhan die Reagenz-Korken knallen: Die Schlange Corona schlängelte los. General-Absolution für alles und alle, die da mit Schuld beladen und Testosteron geladen waren…

    Das Wetterleuchten für den „Spiegel“ begann bald nach Augstein und Aust, also gestern. Da kauften das Blatt noch Woche für Woche über eine Million (1.000.000!). Heute sind es nur „noch“ 654.484 (3. Quartal 2020). Wiki: Die „Spiegel“-Auflage ist seit 1998 um 38,1 Prozent gesunken, in Zahlen: 402.189! Noch Fragen? „Stern“ vielleicht? Diese Merkel-Schalmeie ist schon jenseits des Ereignishorizontes des Schwarzen Lochs: 390.000 (statista.com). Dabei verkloppte der „Star-Fighter“ von einst unter Henri Nannen 1,2 Millionen die Woche. 1.200.000!

    Vorruhestand oder Altersteilzeit

    Zum Corona-„Spiegel“ zurück: Die Alpenpravda leicht gekürzt, aber wörtlich: Die Spiegel-Gruppe will … Personal abbauen. Grund dafür seien die Folgen der Corona-Krise, die … einen massiven Rückgang der Werbeerlöse verursacht hätten … Die beschlossenen Maßnahmen werden vor allem „rentennahe“ Beschäftigte betreffen … Beschäftigte der Jahrgänge 1966 oder älter … Sie hätten die Möglichkeit, sich für … Vorruhestand oder … Altersteilzeit zu entscheiden – beide Varianten enthielten laut Spiegel eine Einmalzahlung …

    Goldener Handschlag oder Goldener Arschtritt – wie’s beliebt. Und natürlich soll alles einen „sozial verträglichen Stellenabbau ermöglichen“. Und: „Die Inanspruchnahme des Programmes sei freiwillig“. Uuund: Die Stellen derjenigen, die das Programm in Anspruch nehmen möchten, sollen in der Regel nicht neu besetzt werden. Die Alpenpravda schlussendlich: „Derzeit sind rund 1100 Mitarbeiter/Innen in der Spiegel-Gruppe beschäftigt.“

    Also noch jede Menge Luft, Luftikusse wie Relotius und seine Rädelsführer? Wenn nicht: In der DDR fuhr doch auch der Heizer auf der E-Lock mit: Vollbeschäftigung auf sozialistische Art eben. Wie das „bedingungslose Grundgehalt“ auf sozikapitalistisch…

    Die „Spiegel“-Verzwergung

    Aber nochmal: Nicht die elenden Redakteur/Innen waren’s, die das ehemalige Flakgeschütz der Demokratie mit grün gegendertem Schwachsinn verschrotteten, Corona war’s , also irgendwie doch Gott. Und gegen den ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Höchstens Allah…

    Pikante Petitesse: Über die „Spiegel“-Verzwergung schreibt ausgerechnet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, die selbst längst auf dem Weg ins Auen-(Aua?)Land ist. Die verkaufte Auflage der selbsternannten Volkskommissare lag im 3. Quartal 2020 bei rund 306.600 Stückerl. 100.000 weniger als zum 3. Quartal 2012. Diesen Lawinen-Abgang machen auch die zusammen gekrümelten 88.700 Onliner nicht annähernd wett.

    Apropos: Gulliver der Lücken-, Lügen-, Leimer-Presse? Natürlich BILD!! Gestern über fünf Millionen, heute unter 800.000. Aber „schon“ 500.000 Onliner, ließ BILD-Totengräber II Julian Reichelt am Freitag auf Seite 1 jubeln. Axel Springer wäre schon bei drei Millionen aus dem Kloster Patnos nicht mehr raus gekommen…

    http://www.pi-news.net/2020/12/coron...spiegel-platt/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  4. #94
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Viele alte Medien-Marken verlieren Leser – nicht nur wegen Corona. Es gibt aber auch Gewinner.

    Die Verkaufszahlen großer Magazine schrumpften auch im 4. Quartal 2020. Manche ehemals wichtige Verlagsflaggschiffe mussten sogar dramatische Einbrüche hinnehmen. Der Trend schlägt auch auf die so genannte harte Auflage durch – die Kioskverkäufe und Abonnements ohne Lesezirkel- und Lufthansa-Bordexemplare und sonstige Verkäufe zu einem stark reduzierten Preis. Das Kölner Medien-Magazin DWDL berechnet regelmäßig diese ehrlichere Verkaufsauflage, die in der Branche als harte Währung gilt.
    Größter Verlierer ist demnach der Stern aus dem Haus von Gruner + Jahr, der im Schlussquartal 2020 verglichen mit dem 4. Quartal 2019 im Gesamtverkauf (Kiosk und Abonnements) 16,1 Prozent einbüßte, und in der harten Auflage ein sattes Minus von 10,5 Prozent verbucht. Die Illustrierte, die sich in ihren guten Zeiten wöchentlich gut eine Million Mal verkaufte, brachte in den letzten drei Monaten des Corona-Jahrs im Schnitt nur noch 245.354 Exemplare an den Käufer oder Abonnenten. Das liegt nicht nur am Shutdown, der zu einer Reduzierung der Verkaufsstellen führte, sondern offenbar auch an der Themenwahl der Hamburger Redaktion. Auf den Titel des Heftes 44/2020 hob die Stern-Mannschaft den Rapper Bushido und dessen „Krieg“ mit dem Abu-Chaker-Clan. Damit erreichte das Blatt nur 96.417 Käufer, so wenige wie noch nie in seiner Geschichte. Schon mit dem Selbsttest-Titel „Wie rassistisch bin ich?“ (Heft 26/2020), einem Versuch, auf die Black Lives Matter-Welle aufzuspringen, kam das Blatt nur auf knapp über 100.000 Verkäufe. Der früheren Wundertüte von Gruner + Jahr geht es mittlerweile so miserabel, dass der Verlag ankündigte, die Politik- und Wirtschaftsredaktion aufzulösen. Die Themen sollen jetzt von einem zusammengesparten Stern-Team und der Redaktion des Finanzmagazins Capital kostengünstiger geliefert werden
    Etwas weniger als der Stern leidet der Focus: Das Wochen-Magazin aus dem Haus Burda musste im 4. Quartal ein Minus der harten Auflage von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen (Gesamtauflage: minus 28 Prozent). Vor allem der Wegfall vieler Bordexemplare macht sich in der Gesamtauflage bemerkbar. Auch hier setzte sich die Entwicklung der vorangegangenen Quartale fort. Einen Tiefpunkt erreichte das Magazin schon mit seiner Ausgabe 5/2020 – der aktivistischen Titelgeschichte „Wann, wenn nicht jetzt! 77 Ideen für Klima und Umwelt“. Nicht jetzt, dachten sich offenbar viele potentielle Käufer in Corona-Zeiten. Nur 33.201 Interessenten wollten das Weltrettungs-Heft lesen – damals ein historisches Tief. In den letzten drei Monaten 2020 ging die Kauflust des Focus-Publikums weiter zurück. Die Burda-Illustrierte Bunte büßte mit einem Gesamtrückgang von 17 Prozent und einem Minus in der harten Auflage von 6,8 Prozent noch etwas stärker ein.
    Dass Corona und Shutdown nicht alle etablierten Medien gleich trifft, zeigt der Spiegel: Von Oktober bis Dezember 2020 sank die Gesamtauflage zwar um 6,1 Prozent, die harte Auflage stieg dagegen leicht um 3,2 Prozent.

    Allerdings kämpfen nicht alle Print-Medien mit Reichweitenverlust und Leserflucht. Das monatlich erscheinende Heft Tichys Einblick gewann auch im 4. Quartal trotz Shutdown und damit eingeschränkter Verkaufsstellenzahl Leser dazu – und zwar kräftig. Das Magazin kann ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2019 verbuchen – in der harten Auflage.

    https://www.tichyseinblick.de/feuill...auflagen-2020/
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  5. #95
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Zitat Zitat von Realist59 Beitrag anzeigen
    Viele alte Medien-Marken verlieren Leser – nicht nur wegen Corona. Es gibt aber auch Gewinner.

    Die Verkaufszahlen großer Magazine schrumpften auch im 4. Quartal 2020. Manche ehemals wichtige Verlagsflaggschiffe mussten sogar dramatische Einbrüche hinnehmen. Der Trend schlägt auch auf die so genannte harte Auflage durch – die Kioskverkäufe und Abonnements ohne Lesezirkel- und Lufthansa-Bordexemplare und sonstige Verkäufe zu einem stark reduzierten Preis. Das Kölner Medien-Magazin DWDL berechnet regelmäßig diese ehrlichere Verkaufsauflage, die in der Branche als harte Währung gilt.
    Größter Verlierer ist demnach der Stern aus dem Haus von Gruner + Jahr, der im Schlussquartal 2020 verglichen mit dem 4. Quartal 2019 im Gesamtverkauf (Kiosk und Abonnements) 16,1 Prozent einbüßte, und in der harten Auflage ein sattes Minus von 10,5 Prozent verbucht. Die Illustrierte, die sich in ihren guten Zeiten wöchentlich gut eine Million Mal verkaufte, brachte in den letzten drei Monaten des Corona-Jahrs im Schnitt nur noch 245.354 Exemplare an den Käufer oder Abonnenten. Das liegt nicht nur am Shutdown, der zu einer Reduzierung der Verkaufsstellen führte, sondern offenbar auch an der Themenwahl der Hamburger Redaktion. Auf den Titel des Heftes 44/2020 hob die Stern-Mannschaft den Rapper Bushido und dessen „Krieg“ mit dem Abu-Chaker-Clan. Damit erreichte das Blatt nur 96.417 Käufer, so wenige wie noch nie in seiner Geschichte. Schon mit dem Selbsttest-Titel „Wie rassistisch bin ich?“ (Heft 26/2020), einem Versuch, auf die Black Lives Matter-Welle aufzuspringen, kam das Blatt nur auf knapp über 100.000 Verkäufe. Der früheren Wundertüte von Gruner + Jahr geht es mittlerweile so miserabel, dass der Verlag ankündigte, die Politik- und Wirtschaftsredaktion aufzulösen. Die Themen sollen jetzt von einem zusammengesparten Stern-Team und der Redaktion des Finanzmagazins Capital kostengünstiger geliefert werden
    Etwas weniger als der Stern leidet der Focus: Das Wochen-Magazin aus dem Haus Burda musste im 4. Quartal ein Minus der harten Auflage von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen (Gesamtauflage: minus 28 Prozent). Vor allem der Wegfall vieler Bordexemplare macht sich in der Gesamtauflage bemerkbar. Auch hier setzte sich die Entwicklung der vorangegangenen Quartale fort. Einen Tiefpunkt erreichte das Magazin schon mit seiner Ausgabe 5/2020 – der aktivistischen Titelgeschichte „Wann, wenn nicht jetzt! 77 Ideen für Klima und Umwelt“. Nicht jetzt, dachten sich offenbar viele potentielle Käufer in Corona-Zeiten. Nur 33.201 Interessenten wollten das Weltrettungs-Heft lesen – damals ein historisches Tief. In den letzten drei Monaten 2020 ging die Kauflust des Focus-Publikums weiter zurück. Die Burda-Illustrierte Bunte büßte mit einem Gesamtrückgang von 17 Prozent und einem Minus in der harten Auflage von 6,8 Prozent noch etwas stärker ein.
    Dass Corona und Shutdown nicht alle etablierten Medien gleich trifft, zeigt der Spiegel: Von Oktober bis Dezember 2020 sank die Gesamtauflage zwar um 6,1 Prozent, die harte Auflage stieg dagegen leicht um 3,2 Prozent.

    Allerdings kämpfen nicht alle Print-Medien mit Reichweitenverlust und Leserflucht. Das monatlich erscheinende Heft Tichys Einblick gewann auch im 4. Quartal trotz Shutdown und damit eingeschränkter Verkaufsstellenzahl Leser dazu – und zwar kräftig. Das Magazin kann ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2019 verbuchen – in der harten Auflage.

    https://www.tichyseinblick.de/feuill...auflagen-2020/
    Aber die bekommen - natürlich Tichys Einblick nicht, aber Bunte, Focus, Stern, Spiegel usw. Milliardentransfers von der Bundesregierung! Die können gar nicht mehr pleite gehen!
    Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.
    Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister

  6. #96
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Immer weniger Leute wollen sich belügen lassen und kaufen die Printmedien nicht mehr. Neue Sparrunden sind die Folgen. Anstatt die Wende mit Ehrlichkeit und neutraler Berichterstattung einzuläuten, verzwergen sich die Verlage immer weiter............

    Chefredaktionen und Verlage erleben, dass sich weit weniger Käufer für aktivistischen Journalismus finden als erhofft. Die Fehlkalkulation kostet Geld – und viele Mitarbeiter den Job......... Im Januar entschied die Chefredaktion des schwächelnden „Stern“, das Politik- und Wirtschaftsressort des Blattes aufzulösen. Den politischen Teil der Illustrierten soll ab 1. März eine zentrale Wirtschafts- und Politikredaktion für das Magazin „Capital“ , den „Stern“ und „Business Punk“ produzieren, die ebenfalls zu Gruner + Jahr gehören. Für die neue Zentraleinheit können sich „Stern“-Redakteure aus dem aufgelösten Ressort zwar bewerben – aber nur wenige der 11 Journalisten dürften dort auch unterkommen. Schließlich geht es darum, Kosten zu sparen und zumindest einen Teil der Einnahmenverluste auszugleichen.

    Einstweilen noch im Hintergrund bahnt sich die Fusion von Gruner + Jahr und RTL zu einem Medienkonzern an, die, wenn sie zustande kommt, zwangsläufig auch zu einem Stellenabbau führen würde.
    Einen sehr ähnlichen Schritt wie „Stern“ verkündete der Burda-Verlag für sein Magazin „Focus“ in der vergangenen Woche. Dort wird das Ressort Kultur und Leben komplett verschwinden. Von den bisher neun Redakteuren können, wie es im Verlagsumfeld heißt, nur zwei bleiben – um künftig Beiträge bei kostengünstigeren freien Mitarbeitern zu bestellen und zu redigieren, die das Blatt mit Kultur- und Lifestyle-Themen beliefern sollen. Den Titel „Das Jahrzehnt der Chancen“ vom 23. Januar 2021, in dem „Focus“ ein „goldenes Jahrzehnt“ verspricht und zum „Durchhalten“ auffordert, lesen die Redakteure des Magazins wahrscheinlich sehr unterschiedlich, je nachdem, ob sie zu denjenigen gehören, die bleiben – oder weggespart werden.
    Als drittes Wochenmedium steht die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) vor einem großen Umbruch, der wahrscheinlich zu einem Stellenabbau führt: Bis 2022 will das Blatt seinen Erscheinungstag auf Samstag vorziehen. In einigen Testregionen lag die „FAS“ schon im vergangenen Jahr am Samstag an den Kiosken. Der Verlag begründet den Schritt damit, dass es Schwierigkeiten gebe, die Zeitung am Sonntag überall an die Abonnenten zu liefern. Außerdem sei die Sonntagszustellung sehr teuer. Kosten lassen sich durch den vorgezogenen Verkaufstermin tatsächlich sparen – allerdings mit weitreichenden Konsequenzen für die Mitarbeiter von „FAZ“ und „FAS“. Denn es dürfte eher selten passieren, dass ein Medienkonsument am Samstag die reguläre „FAZ“-Samstagsausgabe und die Sonntagszeitung zusammen in den Einkaufskorb legt. Nur eins der beiden Blätter kann das Experiment nach dem Urteil von Branchen-Insidern als eigenständiges Medium überleben. Intern taufte der Verlag das Projekt „Hydra“ – nach der vielköpfigen Wasserschlange aus der griechischen Mythologie. Ein Kopf weniger, so die subtile Botschaft, tut es auch.
    Dem Spar-Druck können große Verlage nicht mehr ausweichen, weil sich der Leserverlust 2020 noch einmal stark beschleunigte. Größter Verlierer unter den Magazinen im Schlussquartal 2020 war der „Stern“, der verglichen mit dem 4. Quartal 2019 im Gesamtverkauf (Kiosk und Abonnements) 16,1 Prozent einbüßte. In der harten Auflage – also ohne Lufthansaexemplare und sonstige Verkäufe weit unter dem regulären Preis – verlor die Illustrierte 10,5 Prozent. Das Flaggschiff von Gruner + Jahr, das sich in ihren guten Zeiten wöchentlich gut eine Million Mal verkaufte, brachte in den letzten drei Monaten des Corona-Jahrs im Schnitt nur noch 245.354 Exemplare an den Käufer oder Abonnenten. Das liegt nicht nur am Shutdown, der zu einer Reduzierung der Verkaufsstellen führte, sondern offenbar auch an dem Versuch der Hamburger Redaktion, das Heft noch stärker auf die so genannte woke Richtung zu trimmen. Der aus den USA stammende Begriff woke (übersetzt so viel wie: erwacht) steht für eine Weltsicht, in der die Schlüsselworte Rassismus, Geschlecht und Klima die Erklärung für fast alle gesellschaftlichen Konflikte liefern. Mit dem Selbsttest-Titel „Wie rassistisch bin ich?“ (Heft 26/2020) bemühte sich der „Stern“, auf die Welle Black Lives Matter aufzuspringen. Damit kam das Blatt allerdings nur auf knapp über 100.000 Verkäufe. Auf den Titel des Heftes 44/2020 hob die „Stern“-Mannschaft ein relativ unpolitisches Thema, den Rapper Bushido und dessen „Krieg“ mit dem Abu-Chaker-Clan. Damit erreichte das Blatt nur 96.417 Käufer, so wenige wie noch nie in seiner Geschichte.
    Das Wochenmagazin „Focus“ musste im 4. Quartal ein Minus der harten Auflage von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen (Gesamtauflage: minus 28 Prozent). Vor allem der Wegfall vieler Lufthansa-Bordexemplare macht sich in der Gesamtzahl der Hefte bemerkbar. Mit der Reichweite sinkt auch der Erlös für die wenigen Anzeigen, die das Magazin in Corona-Zeiten noch einwerben kann.
    Auch hier setzte sich die Entwicklung der vorangegangenen Quartale fort. Einen Tiefpunkt erreichte das Magazin schon mit seiner Ausgabe 5/2020, der aktivistischen Titelgeschichte „Wann, wenn nicht jetzt! 77 Ideen für Klima und Umwelt“. Gerade 33.201 Interessenten wollten das Weltrettungs-Heft lesen – damals ein historisches Tief. In den letzten drei Monaten 2020 ging die Kauflust des „Focus“-Publikums weiter zurück. Die Burda-Illustrierte „Bunte“ büßte mit einem Gesamtrückgang von 17 Prozent und einem Minus in der harten Auflage von 6,8 Prozent noch etwas stärker ein.

    Im 4. Quartal 2020 gab es ähnlich deprimierende Zahlen für die „FAS“: die Gesamtauflage der Wochenzeitung sank im Vergleich mit dem Schlussquartal 2019 um 10, 5 Prozent, die harte Auflage um 6,8 Prozent. Die „FAS“ hatte sich in vielen Themen politisch vom Mutterblatt noch weiter nach links abgesetzt. Kritik des Regierungskurses, für den sich gerade in Corona-Zeiten viele Ansätze bieten, findet sich bei „Stern“, „Focus“ und „FAS“ nur sehr sparsam.

    Ein relativ großer Teil des potentiellen Publikums will für politisch korrekte Unterweisung und große Regierungsfreundlichkeit nicht in dem erhofften Maß bezahlen. Aus der regelmäßigen Zustimmung in Umfragen zu Klima- und Gerechtigkeitsthemen zogen Verlagsmanager und Chefredakteure offenbar über längere Zeit den Schluss, es gebe eine große Käuferschaft für Medien, die sich diesen Themen verstärkt zuwenden. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war ein „Stern“-Heft („#Kein Grad weiter“), das die Redaktion von Vorkämpfern der Friday for Future-Bewegung füllen ließ. Die Ausgabe lief am Kiosk allerdings schlecht.
    Auch der Versuch, mit politisch korrekten Tugendbotschaften neue Leser aus der jüngeren Generation zu binden, scheiterte praktisch überall: 2020 stellte „Spiegel“ sein Projekt „bento“ ein, ein Online-Ableger, der sich fast ausschließlich mit Klimaapokalypse, Geschlechtsumwandlung und Antirassismus-Kampf befasste. Es blieb defizitär, offenbar erreichte es nur ein schmales Lesersegment. Die Online-Ausgründung „ze.tt“ der „Zeit“, die sich speziell für eine junge Leserschaft mit Inklusion, Diversität und Gender befassen wollte, überlebte das vergangene Jahr ebenfalls nicht als eigenständiges Medium. Der Axel-Springer-Verlag stellte sein auf woke und korrekt gebürstete Online-Jugendangebot „Noizz“ wegen Erfolglosigkeit ein. „Wir richteten einen Mental-Health-Monat aus, nahmen die LGBTQ-Community in den Blick, widmeten uns vermehrt Rassismus, Sexismus sowie Antisemitismus und jeglicher Art von Diskriminierung“, erinnerte sich Noizz-Editorial Director Manuel Lorenz – um dann festzustellen: „Wir dachten: Wir werden überleben. Wir haben uns geirrt.“
    Unter Antirassismus verstanden es zwei „Noizz“-Redakteurinnen übrigens, eine erfolglose Kampagne gegen den heiligen Mauritius im Stadtwappen von Coburg zu starten. Aus diesem Wappen war der aus Afrika stammende Heilige schon einmal entfernt worden – 1934 durch die NSDAP.

    Nicht alle Print-Medien leiden gleichmäßig unter Reichweitenverlust und Leserflucht. Das monatlich erscheinende Heft „Tichys Einblick“ gewann auch im 4. Quartal trotz Shutdown und damit eingeschränkter Verkaufsstellenzahl Leser dazu – im zweistelligen Bereich. Das Magazin verbuchte ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2019 bei den Kioskverkäufen und Abonnenten.
    https://www.tichyseinblick.de/feuill...echt-verkauft/

    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  7. #97
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Dennoch ist es mir angenehmer, einen gedruckten Text zu lesen.
    Bildschirmtexte sind weniger einprägsam.
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  8. #98
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Ein kreuzbraves, rot-grünes Kampagnenblatt ist der Stern geworden: Deutschlands größte Illustrierte und einst erste Adresse für Reportagejournalismus stürzt ab in die Bedeutungslosigkeit.
    Regelmäßige Leser des Magazins werden bemerkt haben, dass der Stern-Schriftzug auf seiner Titelseite seit geraumer Zeit verblasst. Kaum noch lesbar hebt er sich neben dem weißen, asymmetrisch gezackten Signet auf rotem Fond von der jeweiligen Hintergrundfarbe des Cover-Motivs ab. Ganz so, als hätten sich die Titelbildgestalter innerlich bereits von der Marke Stern verabschiedet. So ist es auch nicht überraschend, dass die jüngsten Meldungen aus dem Hamburger Stern-Verlag Gruner und Jahr einer Kapitulationserklärung gleichkommen. In einer Pressemitteilung wurde verkündet, man wolle für die Magazine Stern, Capital und Business Punk ein „gemeinsames Hauptstadtbüro“ gründen, in dem ab 1. März 2021 rund 35 Journalisten „in Print und digital über das Geschehen in der deutschen Politik und in der Wirtschaft berichten“.

    Wirtschaftliche Talfahrt, hektischer Redaktionsumbau
    Zugleich werde das Stern-Ressort „Politik und Wirtschaft“ mit 17 Mitarbeitern aufgelöst. Die Leitung der neuen Berliner Redaktion übernimmt Horst von Buttlar, der Chefredakteur von Capital sowie Geschäftsführer der Gruner und Jahr-Wirtschaftsmedien bleibt und fortan auch noch Stellvertreter der beiden Stern-Chefredakteure Florian Gless und Anna-Beeke Gretemeier sein soll. In der Redaktion herrscht Verunsicherung. Nicht nur weil Stern Chef Gless klarstellte: „Wir können nicht einfach nichts tun. Es ist wirklich ernst.“ Die wirtschaftliche Situation erfordere Sparmaßnahmen; insbesondere seit der Corona-Krise sind die schon zuvor mageren Werbeeinnahmen weiter geschrumpft.
    Auch die Auflage des Stern befindet sich seit Jahren im freien Fall. In seinen besten Zeiten verkaufte die Illustrierte jede Woche 1,9 Millionen Exemplare. Das war 1967. Zu seinem 70. Geburtstag 2018 wurde der Stern nur noch knapp 530 000 Hefte abgesetzt. Inzwischen sind es gerade mal 370 000 Stück – 66,5 Prozent weniger als 1998. In einer Stellungnahme an die Chefredaktion erklärt der Redaktionsbeirat: „Der Schock ist gewaltig.“ Er nennt die Berichterstattung über Politik und Wirtschaft „ein Herzstück des Stern“, auf ein eigenes Ressort zu verzichten sei „absurd“, die Marke Stern würde dadurch „massiv geschwächt“. Auch der langjährige Polit-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges sagt: „Ein Stern ohne Politik am Konferenztisch ist ein sterbender Stern.“

    Vergangenheit: Verheißung, Glamour, Sexappeal
    Wie konnte der Stern dermaßen abstürzen? Er hat den höchsten Bekanntheitsgrad unter allen deutschen Publikumszeitschriften (96 Prozent), noch vor dem Spiegel (93 Prozent) und Focus (91 Prozent). Zu ihren besten Zeiten machte die „Wundertüte“, wie Stern-Gründer Henri Nannen sein Blatt nannte, den Donnerstag zum jour fixe für die ganze Familie. Mit aufwühlenden Fotostrecken über sudanesische Hungeropfer und Titelbildern mit barbusigen Schönheiten machte der Stern Auflage, er sorgte für kontroversen Gesprächsstoff, als er 1971 in der Titelgeschichte „Wir haben abgetrieben!“
    374 Frauen ihren Schwangerschaftsabbruch bekennen ließ. Für Kinder gab es eine eigene Doppelseite: „Kinder haben Sternchen gern – Sternchen ist das Kind vom Stern.“ Selbst als sich 1983 der vermeintliche Scoop der „Hitler-Tagebücher“ alsbald als plumpe Fälschung entpuppte, verlor der Stern nicht allzu viel von seinem Glanz. Die Redaktion versammelte einfach zu gute Autoren und Fotografen. Über viele Jahre hinweg vermochte der Stern eine Mischung von Geschichten zu bringen, die nur so sprühten vor Ruchlosigkeit, aber auch vor Verheißung, Glamour und Sexappeal. Die Qualität vieler Texte damals ist heute kaum mehr vorstellbar. Manche waren rhythmisch komponiert wie ein Popsong.
    Doch das ist lange her. Heute wirkt der Stern so ausgelaugt und deprimierend wie eine alternde Diva, von der alle wissen, dass sie pleite ist, die aber hartnäckig darauf besteht, in den besten Hotels abzusteigen. Humorlos, überraschungsarm und besserwisserisch versucht sich die ehemals erste Adresse des Reportage-Journalismus mit kreuzbraven Servicethemen beliebt zu halten – und weiß an jedem Donnerstag, wie lächerlich sie sich macht.

    Am fatalsten jedoch dürfte die Falle sein, in die der Stern wie die meisten der sogenannten Qualitätszeitungen und -zeitschriften in Deutschland mittlerweile getappt ist. Zeithistoriker werden später untersuchen können, wie in den Kanzlerjahren Angela Merkels eigentümliche Formen eines Bekennerjournalismus entstanden sind, dessen Berichterstattung mehr von moralischer Haltung denn von scharfsichtiger Realitätsbeobachtung geprägt ist.


    Während die Kanzlerin ihre eigene, einst konservativ-liberale Union zu einer zweiten Sozialdemokratie im Lande neujustiert hat, entzog sie damit der traditionell linksliberalen Hamburger Meinungsführerpresse Stern–Zeit–Spiegel immer mehr Anlässe zur Kritik. Kein Wunder, dass sich die etablierten Pressetitel heute oft monovokal wie Regierungsflüstertüten lesen und häufig genug zu den alltäglichen Bedrückungen in der Bevölkerung auf Distanz bleiben, weshalb sich wiederum immer mehr Leser von ihnen abwenden.

    Als einzige Institution unter den Hamburger Großtiteln vermeldet übrigens die Zeit wachsende Auflagenzahlen. Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo gehört zu den wenigen Blattmachern, die es verstanden haben, trotz linksliberaler Grundausrichtung auch Kontroversen anzuzetteln und mit überraschenden Standpunkten die Langeweile der üblichen Gesinnungssoße zu durchbrechen. Magazine wie Spiegel und Stern hingegen liefern Woche um Woche erwartbare Belegtexte zur Stabilisierung eines politisch korrekten Weltbildes, in dem Donald Trump der Wiedergänger des Leibhaftigen ist, Migranten grundsätzlich gutherzig sind, Deutschland strukturell rassistisch ist und Frauen sexistisch benachteiligt sind.

    Peinliche Titel mit Klima- und Quotenfrauen
    In der Coronakrise werden die Regierungsmaßnahmen, wenn überhaupt, nur zögerlich hinterfragt, die Kritiker in der Bevölkerung umso unbekümmerter als Rechtsradikale und Geistesgestörte abqualifiziert. Als im Vorjahr in den USA der schwarzhäutige Gewaltverbrecher George Floyd auf schauerliche Weise bei seiner Verhaftung von einem Polizisten getötet wurde, fiel dem Stern nichts Peinlicheres ein als die Titelgeschichte: „Wie rassistisch bin ich? Eine Anleitung zur Selbsterkundung“. Nachdem seit den siebziger Jahren Generationen junger Deutscher zur Selbstkritik erzogen wurden, suhlen sie sich als Erwachsene bei jeder sich bietenden Gelegenheit in ritueller Selbstverachtung.

    Zum Weltklimatag im September 2020 entwickelten die Stern-Macher gemeinsam mit den Klimaaktivisten von Fridays für Future ein komplettes Themenheft. Die Chefredakteure räumen auch freimütig ein: „Was die Klimakrise angeht, ist der Stern nicht länger neutral.“ Offener kann man NGO-Journalismus und Bewusstseinsgärtnerei wohl kaum eingestehen. Im vergangenen November schließlich ließ die Redaktion im Stile des Bekennertitels von anno 1971 („Ich habe abgetrieben!“) 40 Frauen aus Spitzenpositionen deklamieren: „Ich bin eine Quotenfrau!“ Dass es für jede vernunftbegabte Frau eine Blamage sein müsste, an ihren Führungsjob nicht durch eigene Leistung, sondern durch Quotierung gelangt zu sein, schien niemanden zu stören.

    Kleinbürgerlich, bieder
    Beim Publikum aber scheint derlei gedankenarmes Gesinnungseinerlei immer weniger Zuspruch zu finden. Immerhin dürften die noch verbliebenen Stern-Leser gespannt sein, wie sich die politische Ausrichtung des Magazins mit dem neuen Politik-Chef Horst von Buttlar entwickelt. Der Mittvierziger hatte sich der Stern-Redaktion kürzlich als „konservativ-liberal“ vorgestellt. Dies könnte eine Chance sein für das Blatt. Denn der traditionelle Stern-Leser ist vergleichbar mit dem Stammwähler der SPD: ein bisschen kleinbürgerlich, bieder, lebt seinen Gemeinsinn in Vereinsehrenämtern aus, ein Gewohnheitsmensch mit wenig Sinn für Experimente. SPD rechte Mitte, sozusagen.

    Die Sozialdemokratie dümpelt bei 15 Prozent, weil die Funktionäre ihre Bodenhaftung verloren und dem Volksempfinden nichts mehr zu bieten haben. Blattmachen ist ein bisschen wie Politikgestalten: Wenn die Partei nicht zur Sekte werden soll, muss ein Parteiprogramm Polaritäten aufweisen. Nur Widersprüche machen das Leben spürbar. Ein bürgerlicher Liberaler mit aristokratischem Stammbaum könnte die pseudolinke Schlagseite in der Chefredaktion auswuchten, mehr Vielstimmigkeit ermöglichen und ein breiteres Themenspektrum. Ein politisch korrekter Stern knistert einfach nicht. Denn Blattmachen ist ein bisschen auch wie Flirten – ohne elegante Übergriffigkeiten geht gar nichts.

    Der Autor war schon als Schüler seit Ende der siebziger Jahre begeisterter Leser des Stern. Er schaute sich von den damaligen Edelfedern das Schreiberhandwerk ab und schrieb in den vergangenen 30 Jahren immer wieder auch für das Magazin.

    https://www.die-tagespost.de/gesells...;art378,215825
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

  9. #99
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Es war ja die Diskussion um Herrn Reitschuster, und da entblödete sich ein Autor in der "Die Süddeutschen Zeitung" (vulgo Aplenprawda) nicht, anzuprangern, dass Herr Reitschuster von Spenden lebt, während die Alpenprawda von Inseraten und staatlichen Zuschüssen lebt.

    Da kam der Gedanke auf, was tatsächlich unabhängiger Journalismus ist. Ist es jener Journalismus, der von Inseraten lebt unabhängiger, oder jener, der von Spenden lebt?

    Bei Facebook wurde einst angeführt, dass bestimmte Inhalte von Nutzern gelöscht würden, bzw. Accounts gesperrt, da einige Grossunternehmen und wichtige Kunden dies verlangen würden und ansonsten nicht mehr inserieren möchten, weil sie nur auf Portalen inserieren möchten, die ihrem "moral code" entsprechen. Das ist eine unbestätigte These.

    So verhält es sich auch mit der "Staatsknete", die natürlich nur politisch opportun vergeben wird. So werden oppositionelle Meinungen gleich als "Hassmedien" stigmatisiert. Es besteht also eine inhaltliche Abhängigkeit / Unfreiheit.

    Ich denke damit ist geklärt, wer unabhängiger ist.

    Man sagt, die Natur strebt nach Harmonie - so stellt sich das Gleichgewicht nur dank der schwindenden Leserschaft der MSM wieder her. Würde man das Geschehen gänzlich dem Markt überlassen, gäbe es keine "Staatsknete". Dann müssten sich der Journalismus, um zu überleben, selbst an der Nase nehmen und kritischer werden. Der Leser möchte i.d.R. einen Wissensvorsprung und ist an relevanter und frischer Information aus erster Hand interessiert und nicht an dpa Wiederkäuern, bzw. dem Protokoll des Bundespressesprechers.

    Wenn immer mehr Leser davon laufen, dann sehen auch immer weniger die Inserate. Eigentlich sind die Leser am längeren Hebel, als die Inserenten. Und die Journalisten sind dazwischen. Bei Gratiszeitungen und Gratisdiensten, die von der Werbung alleine leben, ist es vielleicht verständlich, dass die Inserenten wichtiger genommen werden, als die Nutzer/Leser.

    Doch hat alles mit den Nutzern und den Lesern begonnen. Die sind nicht wegen der Werbung gekommen.
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  10. #100
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    AW: Sinkendende Auflagen, Jobverlust für Journalisten

    Dem Neuen Deutschland droht das Ende
    „Was liegt auf der Treppe und lügt? Das Neue Deutschland.“ So ging in der DDR ein Witz, der die weitverbreitete Ablehnung der SED-Parteizeitung deutlich macht. Das 1946 gegründete Neue Deutschland war das Propagandasprachrohr des SED-Regimes in der DDR.

    Nach dem Ende der DDR 1990 fiel die Auflage von damals noch mehr als eine Million Exemplaren ins Bodenlose. In den vergangenen fünf Jahren hat das Neue Deutschland nochmals kräftig verloren – von 28.000 auf 18.000 Abonnenten. Die „sozialistische Tageszeitung“, so der Untertitel, hat also seit der Wende etwa 98 Prozent Auflagenschwund erlebt. Und sie macht hohe Verluste, welche die Kasse der Linkspartei belasten.

    Nun hat die Linkspartei, die umbenannte SED, offenbar genug von dem Zuschußbetrieb. Die Linkspartei, die 50 Prozent an der Zeitung und Druckerei hält, will sich zurückziehen. Das Unternehmen „Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH“ wird zum Jahresende aufgelöst, und Geschäftsführer Matthias Schindler hört auf. Damit steht nun akut die Frage im Raum, ob und wie lange das Neue Deutschland noch weiter existieren kann. Ende 2021 könnte Schluß sein.

    Verdi trommelt für die Beschäftigten
    „Linke Tageszeitung ‘Neues Deutschland’ wird aufgelöst“, titelte etwa das NDR-Medienmagazin „Zapp“. Ob das schon das endgültige Ende ist, bleibt abzuwarten. In der linken Szene rumort es aber gewaltig, weil die Linke das Traditionsblatt fallenläßt. Es stehen aber noch andere für die Linkspartei peinliche Fragen im Raum: Beispielsweise warum sie die etwa 100 Mitarbeiter des ND mit einem Haustarif etwa 60 Prozent unter dem Tarifvertrag-Lohnniveau anderer Medienunternehmen bezahlt. Bei anderen Unternehmen würde sie „Ausbeutung“ und „Hungerlöhne“ schreien, doch die Doppelmoral der Linken wird nur selten thematisiert.

    Die Gewerkschaft Verdi greinte in einer Pressemitteilung schon jetzt, die linksradikale Zeitung dürfe nicht untergehen. „Mit der Drohung, 100 Beschäftigte mitten in der Pandemie Ende des Jahres auf die Straße zu setzen, wird die Linke als Gesellschafterin des ND ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht. Denn gerade in diesen Zeiten ist linker Journalismus wichtiger denn je“, findet Verdi.

    Noch hoffen sie, daß die Belegschaft und die Leserschaft das Unternehmen als Genossenschaft weiterführen könnten – so wie die linksalternative tageszeitung (taz) in Berlin sich als Genossenschaft etabliert hat und erfolgreich ist. Aber ob das bei einer schwindsüchtigen Zeitung klappen kann, steht in den Sternen. Auf Twitter sind skeptische Wortmeldungen von ND-Redakteuren zu lesen.

    ND gilt als Sprachrohr des Realo-Flügels der Linkspartei
    Beim Linke-Parteitag, der am Samstag in Berlin stattfand, versuchten Mitarbeiter des Neuen Deutschland und Verdi mit einer kleinen Kundgebung für den Erhalt der Zeitung zu werben. „Vorwärts immer, rückwärts nimmt. ND bleibt!“, stand auf ihrem Transparent. Daß sie mit „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ ausgerechnet einen Erich-Honecker-Spruch verwenden, mag man ironisch oder stillos finden.
    Neben dem Ex-SED-Parteiblatt gibt es im Dunstkreis der Linkspartei noch die ehemalige FDJ-Postille Junge Welt. Auch ihre einstige Millionenauflage ist kollabiert, aber sie hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Das liegt auch daran, daß die Junge Welt sich klar linksextrem positioniert und damit dem äußersten Rand der Linken, verbohrten Altstalinisten und gewalttätigen Antifa-Gruppen eine Plattform bietet. Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus 2011 titelte die Junge Welt in zynischer Weise mit „Wir sagen einfach Danke“. Die Toten der Mauer erwähnte sie nicht, sondern dankte für „28 Jahre Friedenssicherung“.

    Das ND hat sich dagegen um eine teilweise, wenn auch nicht komplette Aufarbeitung seiner unrühmlichen Vergangenheit als SED-Propagandaschleuder bemüht. Es bedauerte in Kommentaren, daß es über Jahrzehnte ein chronisches Lügenblatt war. Zudem gilt das ND in Teilen als Sprachrohr des Realo-Flügels der Linkspartei, der im Bund gerne mitregieren würde und sich daher von linksextremem Ballast trennen will.

    Der Redaktionssitz ließe sich zu Geld machen
    Von manchen Linksradikalen wird der Zeitung daher „sozialdemokratische Anpassung“ vorgeworfen. Das ND mit seiner überalterten Leserschaft ist aber auch ziemlich langweilig. Dagegen wirkten die Versuche, sich den „woken“ neulinken Milieus durch querfeministische Kolumnen von Missy Magazin-Autorinnen wie Sibel Schick anzubiedern, verzweifelt bemüht und fruchten kaum.

    Worum es bei der Auseinandersetzung zwischen Linkspartei und Rest-Zeitung nun wohl geht, ist die Frage, was mit dem Immobilienbesitz geschieht. Die Redaktion des Neuen Deutschland residiert in Berlin-Friedrichshain in der Nähe des Ostbahnhofs in einem großen Bürogebäude aus DDR-Zeiten. Über eine 90-prozentige Beteiligung an der Tochterfirma „Grundstücksgesellschaft Franz-Mehring-Platz1 GmbH“ gehört der Verlags-GmbH die Immobilie, die zwar grau und häßlich, aber wohl mehrere Millionen Euro wert ist. Nun dürfte darum gestritten werden, wieviel die Linkspartei der sterbenden Zeitung noch als Abschiedsgeld auszahlt für ihre letzte Reise als „Genossenschaft“.

    https://jungefreiheit.de/politik/deu...n-deutschland/
    Alle Texte, die keine Quellenangaben haben, stammen von mir.

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