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  1. #1


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    Kanun - das dunkle Gesetz

    Albanien

    Der Kanun entstand in Zeiten des Krieges und Verfolgung durch die Türken. Für Christen gab es kein Gericht. Weder Regierung noch Staat sprachen für sie Recht. Der Kanun war eine Art Widerstand gegen die türkische Invasion und das ottomanische Gesetz, denn Albaner hielten sich immer an ihre eigenen Gesetze und Regeln. Wenn man genau hinschaut kommt vieles davon vielleicht sogar 30% aus dem Koran. ..

    Kanun - das dunkle Gesetz


    http://www.youtube.com/watch?v=SJLXhku48Kc

  2. #2
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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    Unerwünschtes Theater um St. Galler Lehrermord

    Das Theater St. Gallen hat eine Inszenierung auf Grundlage des Lehrermords von 1999 auf den Spielplan gesetzt – gegen den Widerstand der Betroffenen. Diese reagieren empört. Es geht ihnen um Pietät, zudem ist der Fall längst nicht abgeschlossen

    [...]

    Der Katholik Gecaj, der seit 1991 in der Schweiz lebte, war unter dem albanischen Gewohnheitsrecht, dem Kanun, gross geworden, das geprägt ist von der Aufgabe, die Ehre der Familie zu bewahren – notfalls mit Gewalt. Spirigs mutmassliches Mitwissen muss Gecaj als Einmischung und Ehrverletzung empfunden haben.

    Ganzer Bericht >>>
    Was ich schreibe ist meine Meinung und nicht unbedingt die Wahrheit - Regimekritik - Globalists are evil.

    Kalifatslehre. Darum geht es.


  3. #3


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    In den unzugänglichen nordalbanischen Gebirgen hatten die Osmanen, die das Land rund 500 Jahre lang besetzten, nie wirklich die Macht erlangt. Somit konnten sie dort auch nicht ihre Gesetze einführen. Mangels anderer staatlicher Macht konnte sich der Kanun deshalb bis in die Neuzeit erhalten.
    Das immer nur mündlich überlieferte Gesetzeswerk wurde erstmals vom Franziskanerpater Shtjefën Gjeçovi (1874 – 1929) am Ende des 19. Jahrhunderts in der Version des Kanun des Lek Dukagjin gesammelt und in der Folge in Teilen publiziert. Die erste vollständige Publikation erschien 1933 in Shkodra.
    Während der kommunistischen Diktatur in Albanien war der Mechanismus der Blutrache sistiert; denn der Staat konnte seine Rechtshoheit landesweit durchsetzen. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus anfangs der 1990er Jahre hat sich insbesondere die Blutrache wieder etabliert. Der junge demokratische Staat war zu schwach, um diese Dynamik der Selbstjustiz regulieren zu können. Erst das Erstarken des albanischen Staates nach den Unruhen von 1997 führte zu einem langsamen Rückgang der Blutrache-Konflikte. Heute sollen – je nach Quelle – wieder bis zu 15.000 albanische Familien in Blutrache-Konflikte verstrickt sein, die zum Teil auf Vorfälle vor dem Zweiten Weltkrieg zurückgehen. Dabei werden die regulierenden Bestimmungen des Kanun aber meist nicht eingehalten, so dass auch Kinder und Frauen bedroht werden und in ärmlichen Verhältnissen zu Hause gefangen sind. Dieses Aufweichen der Regeln veranlasste Gjin Marku, Vorsitzender des schlichtenden Komitees der Nationalen Aussöhnung, von einer degenerierten Form des Kanuns zu sprechen.[3]
    Die katholische und die islamische Geistlichkeit in Nordalbanien sprechen sich konsequent für die Achtung des bürgerlichen Rechts und damit für die Sistierung des Kanuns aus. Ihr Einfluss auf die Gläubigen und vor allem auf die religiös nicht Gebundenen ist allerdings begrenzt.
    1990 haben sich in Kosovo, Mazedonien und Montenegro über eine Million Albaner in verschiedenen Ritualien versöhnt. Die Anlässe dort wurden von einer Gruppe um den Soziologen Anton Ceta († 1995) organisiert.[4] In Albanien gibt es seit einigen Jahren ein sogenanntes Versöhnungsprojekt, bisher aber nur mit kleinen Erfolgen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kanun_(Albanien)

  4. #4


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    Dokumentarfilm
    Kanun - Blut für die Ehre


    Laufzeit 90 Minuten. Die Ordensschwester Christina steht verzweifelt am Schauplatz eines Rachemordes. Sie schimpft mit der Bäuerin Dila, deren Familie Rache genommen hat: “Ihr Mütter müsst den Kreislauf durchbrechen. Erzieht Eure Kinder zur Versöhnung!” Es gibt sie noch in Europa, die archaische Tradition der Blutrache: In Nordalbanien hält sie eine ganze Region in ihrem Bann. Viele Männer und Jungen gehen nicht mehr aus dem Haus, denn sobald sie die Türschwelle überschreiten, erwartet sie der sichere Tod. “Die Ehre hat ihren Platz in der Mitte der Stirn, weil dies die Stelle ist, an der deine Kugel den anderen trifft, oder seine Kugel dich …” So steht es in einem 500 Jahre alten Kodex, dem “Kanun”. Nach genau definierten Regeln werden die Morde begangen. Um der Ehre Willen sind die Menschen über viele Generationen in blutigen Familienfehden verstrickt. So wie Christian und sein kleiner Bruder, die seit sechs Jahren die zwei Zimmer ihres Hauses, wo sie sicher sind, nicht mehr verlassen haben. Oder der Roma-Vater, der keinen Ausweg mehr sieht: “Der Rächer weiß jetzt, wo wir leben. Soll er doch mich erschießen, aber nicht meine Kinder.” Im Zentrum des Filmes steht Sr. Christina Färber aus Donauwörth. “Ich habe schon so viele Menschen mit einer Kugel im Kopf auf dem Boden liegen sehen”, sagt sie. Sie fährt Tausende von Kilometern mit ihrem Jeep von Dorf zu Dorf und vermittelt zwischen verfeindeten Familien, damit sie vergeben und den blutigen Kreislauf vom Töten und Rächen und wieder Töten zu beenden. Doch was soll sie einem Mann erwidern, dessen Frau, Tochter und Schwester getötet wurden, und der sagt: “Wenn ich keine Rache nehme, nimmt mich niemand mehr ernst. Dann darf bald jeder uns töten.” Jeder Tag, den Christinas Schützlinge mit ihrer Hilfe überleben, ist ein kostbarer Erfolg, auch wenn sie dabei dicht an ihre eigenen Grenzen geht.
    http://www.moviepilot.de/movies/kanu...-fuer-die-ehre

  5. #5


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    Albanische Blutrache (1/3) - Dokumentation (18.02.2009 / Schweizer Fernsehen)


    http://www.youtube.com/watch?v=30dvhpj1gjo

    Teil 2/3
    http://www.youtube.com/watch?v=3IV5V...eature=related

    Teil 3/3
    http://www.youtube.com/watch?v=ytrUQ...eature=related

  6. #6


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    Geschichte Albaniens

    Herrschaft der Osmanen

    Ende des 14. Jahrhunderts drangen die osmanischen Truppen zum ersten Mal in die albanisch besiedelten Länder vor. Die osmanische Eroberung jener Gebiete geschah etappenweise und war erst Jahrzehnte später abgeschlossen. Die Fürstentümer und Feudalherrschaften in Epirus und Südalbanien mussten schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Oberherrschaft des Sultans anerkennen. Vlora und Berat wurden 1417 erobert, Ioannina folgte 1430. Erst einige Jahre nach dem Tod Skanderbegs konnten die Türken 1478/79 auch den Norden Albaniens besetzen. Sie beherrschten das Land dann mehr als 400 Jahre. Die langen Abwehrkämpfe und hernach die vorübergehende Unterbrechung der Handelsbeziehungen nach Italien und dem übrigen Europa schadeten der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung. Shkodra, das alte Zentrum Nordalbaniens, verfiel und gewann erst im 17. Jahrhundert wieder an Bedeutung.
    Große Teile der Bevölkerung traten teils aus Überzeugung teils unter Zwang, teils bewogen durch gesellschaftliche und ökonomische Anreize zum Islam über. Spätestens im 17. Jahrhundert waren die Muslime in der Mehrheit. Die Albaner waren das einzige Balkanvolk, das mehrheitlich den Glauben der osmanischen Eroberer angenommen hat. Dies führte dazu, dass nicht wenige Albaner Karriere in der osmanischen Verwaltung und im Heer machten und Stellungen erlangten, die den christlichen Untertanen des Sultans verschlossen blieben.
    Wie in vielen peripheren Regionen des Reiches übte der Sultan die Herrschaft über Albanien vor allem indirekt aus. Die osmanische Zentralgewalt erwartete in erster Linie Steuerzahlungen und militärische Leistungen von den Untertanen; die Ordnung der inneren Verhältnisse blieb in Albanien wie auch anderswo weitgehend den lokalen Eliten überlassen. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden in den albanisch besiedelten Ländern die nach ihren Hauptorten benannten Sandschaks Vlora, Delvina, Shkodra, Prizren, Prishtina, Skopje und Janina errichtet. Diese Verwaltungsorganisation diente in erster Linie der Rekrutierung und Versorgung der Spahis. Die ersten Sandschak-Beys kamen aus in der Region führenden Familien. Normalerweise war es im osmanischen Verwaltungssystem üblich, die Sandschak-Beys jährlich auf Neue zu ernennen oder bei Versagen auszutauschen. In Albanien wurde dieses Amt faktisch erblich. Bis auf wenige Ausnahmen kamen die Beys immer aus denselben Familien. Auf diese Weise wurden die feudalen Verhältnisse, wie sie im mittelalterlichen Albanien bestanden hatten, in der osmanischen Zeit konserviert. Während der Regierung Suleimans des Prächtigen (1520–1566) wurden für alle albanischen Sandschaks Defter (Steuerregister) angelegt. Seit dem 17. Jahrhundert fanden keine allgemeinen Erhebungen mehr statt und die Steuern waren an private Einnehmer verpachtet.
    Einige relativ unzugängliche Gebiete waren für die Türken praktisch nicht zu kontrollieren. Dazu gehörten die Mirdita, das Mati-Gebiet, die Region Dibra, die Landschaften Dukagjin und Malësia sowie im Süden die Region Himara. Aus diesen Gebieten bezogen die Beys nur einen eher symbolischen Tribut. Die nördlichen Gebirgsregionen verharrten in archaischen Stammestraditionen und hielten sich bis ins 20. Jahrhundert hinein an ihr eigenes Gewohnheitsrecht. Auch die zwischen den Almen im Pindosgebirge und den Winterweiden an der Küste hin- und herziehenden Aromunen genossen einen hohen Grad an Autonomie.
    Wirtschaftlich waren die albanischen Länder im Gefüge des Osmanischen Reiches nahezu bedeutungslos. Die Bauern betrieben Subsistenzwirtschaft und produzierten nicht für den überregionalen Markt. Letzteres galt im Großen und Ganzen auch für das städtische Handwerk. Nur im Handel konnten einige albanische Städte eine größere Rolle spielen. Bedeutender Exportartikel war Salz, das schon im Mittelalter bis nach Venedig exportiert worden war. Im 18. Jahrhundert gewann die Ausfuhr von Wolle und Getreide an Bedeutung. Zur selben Zeit gelang es in Albanien einer Reihe von Kaufleuten, von der Belebung des Fernhandels zwischen Europa und der Türkei zu profitieren. Der Aufstieg der Handelsstadt Voskopoja war eine der Folgen. Kaufleute reisten von dort bis nach Venedig und Wien. Andere überregionale Märkte im oder am Rand der albanischen Länder waren Shkodra und Prizren für den Norden, Elbasan und Berat für die Mitte sowie Bitola und Ioannina für den Süden des Landes.
    An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert befand sich das Osmanische Reich in einer tiefen Krise und in vielen Randprovinzen verlor die Zentralmacht die Kontrolle. In Südalbanien versuchte der albanische Pascha Ali von Tepelena eine vom Sultan unabhängige Herrschaft zu begründen. Auch die Familie Bushati schuf sich in der Region um Shkodra Ende des 18. Jahrhunderts ein halbautonomes Gebiet, das die Hohe Pforte erst in den 1820er Jahren wieder unter ihre Kontrolle brachte.
    Die Tanzimat-Reformen (1839-1856), die eine Modernisierung des osmanischen Staatswesens bewirken sollten, stießen in den albanischen Ländern auf viel Widerstand. Vor allem viele Muslime, die gegen die rechtliche Gleichstellung der christlichen Untertanen waren, aber auch die autonomen nordalbanischen Stammesverbände, die zu regelmäßiger Steuerzahlung verpflichtet werden sollten, opponierten gegen die angestrebten Neuerungen. Durch Reformen in der Verwaltung verloren schließlich die Sandschak-Beys ihre quasi erbliche Machtstellung, denn solche Posten sollten fortan nach Eignung und Ausbildung vergeben werden. 1847 führten einige der degradierten Beys ihre Klientel in den bewaffneten Aufstand gegen die Osmanen.
    1865 teilte die osmanische Regierung das albanische Siedlungsgebiet auf vier Vilayets auf: Shkodra, Kosova, Ioannina und Monastir. Diese administrative Neuordnung verärgerte die nordalbanischen Stämme, die befürchteten, ihre Selbstverwaltung und Steuerfreiheit zu verlieren. Osmanische Truppen konnten zwar lokale Aufstände in den zugänglichen Küstenebenen niederschlagen, sich in den Bergen aber nicht durchsetzen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen haben die ohnehin schwache Wirtschaft in den albanischen Vilayets schwer getroffen. Die schlechte Wirtschafts- und Sicherheitslage trieb vor allem viele Tosken aus dem Süden Albaniens in die Emigration. Zielländer waren Rumänien, Ägypten, Bulgarien, Italien und später die USA. Auch die osmanische Hauptstadt Istanbul hatte im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen verstärkten Zuzug von Albanern zu verzeichnen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Albaniens

  7. #7


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    [PDF]
    Der albanische Nationalheld Skëndërbeu im Kampf gegen die Osmanen
    Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
    ein, die damit zum Zentrum des größten albanischen Aufstands gegen die Osmanen wurde. Im Jahr darauf berief er in Alessio (ital.; heute alban. ...
    www.uni-klu.ac.at/eeo/Skenderbeu - Ähnliche Seiten
    google

  8. #8


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  9. #9


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    Albanien, während der osmanischen Unterdrückung
    http://www.balkanforum.info/f16/alba...eckung-147008/

  10. #10


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    AW: Kanun - das dunkle Gesetz

    Skëndërbeu =Skanderbeg
    Gjergj Kastrioti (deutsch Georg Kastriota, * 1405; † 17. Januar 1468 in Lezha, genannt Skanderbeg (albanisch Skënderbeu) war ein albanischer Fürst. Er ist durch seine Verteidigung Albaniens gegen die Osmanen berühmt geworden. Viele Albaner verehren ihn als Nationalhelden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Skanderbeg



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