Spaniens konservativer Ex-Ministerpräsident José María Aznar nennt den libyschen Staatschef al-Gaddafi zwar einen “extravaganten Freund”. Aber einen Freund des Westens.
Bei einem Vortrag in der Columbia-Universität vom 11. April, der erst am Samstag bekannt wurde, hatte Aznar laut Süddeutscher Zeitung “daran erinnert, dass Muammar al-Gaddafi im Jahr 2003 zahlreichen Bitten des Westens nachgekommen sei. Unter anderem habe er sich am Kampf gegen den Terror beteiligt und seine Programme zur Produktion von nuklearen, biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen aufgegeben. “Er wurde zu einem extravaganten Freund. Aber zu einem Freund. Und die Konsequenz dieser Entscheidungen ist nun, dass ihn die westlichen Kräfte attackieren…,” sagte Aznar mit sarkastischem Unterton.”
US-Präsident Barack Obama unterstütze Rebellen, ohne zu wissen, wofür sie stehen. Zudem kritisierte er den Westen dafür, “Freunde (wie Gaddafi, Ägyptens Hosni Mubarak und Tunesiens Ben Ali) fallen zu lassen und Feinde (in Syrien, Iran, Venezuela und Kuba) an der Macht zu halten.”



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