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    Shock Phoenix: Mit Gott gegen alle alle - Der religiöse Fundamentalismus auf dem Vormarsch (und weitere)

    Phoenix informiert objektiv und unparteiisch über Religionen. Da ist man beruhigt, dass die GEZ-Gebühren gut angelegt sind!

    Auch bis zum 1.4. sind noch religiöse Sendungen des Qualitätsmediums geplant.


    http://www.phoenix.de/sixcms/detail....chenplan_pdf_d

    ***


    Mit Gott gegen alle

    Der religiöse Fundamentalismus auf dem Vormarsch

    Weltweit sind religiöse Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Egal, ob islamistisch oder christlich-fundamentalistisch - sie versuchen mit allen Mitteln, ihre Anhängerschaft und ihren politischen Einfluss zu vergrößern.

    Dirk Laabs trifft religiöse Fundamentalisten christlicher und islamischer Couleur in Deutschland, Belgien, Kanada und den USA. Er trifft aber auch Menschen, die vor dem Einfluss der Fundamentalisten warnen, die ihnen den Kampf angesagt haben.

    Überall auf der Welt verschmelzen religiöse und politische Themen, verlaufen politische Fronten entlang von Konfessionen oder Religionen. Der Feind ist immer der Andersgläubige. Meist beruhen die Konflikte auch auf ethnischen oder sozialen Spannungen, doch in der Religiösität entladen sie sich bis ins Private. Im Namen Gottes wird Furcht und Schrecken verbreitet, egal ob islamistisch oder christlich-fundamentalistisch. Die Fundamentalisten versuchen mit allen Mitteln, ihre Anhängerschaft und ihren politischen Einfluss zu vergrößern.


    Sendetermin

    Di, 30.03.10, 22.45 Uhr

    Die islamistischen Fundamentalisten haben den westlichen säkularen Gesellschaften den Kampf angesagt. Sie nutzen jede Gelegenheit, um den Dauerkonflikt der Wertevorstellungen anzuheizen, seien es die Mohammed-Karikaturen, das Papst-Zitat oder der Kopftuch-Streit. Gezielt greifen sie die Meinungsfreiheit an, überziehen liberale Muslime mit Todesdrohungen. Die christlichen Fundamentalisten mögen in der Wahl ihrer Mittel weniger militant sein. Doch auch sie sind besessen davon, ihre Ziele gesellschaftlich und politisch durchzusetzen.



    Eine Dokumentation von Dirk Laabs
    ***

    Mohamed Sifaoui


    Journalist, Muslim und Demokrat

    Der Film ist ein bewegendes Porträt des in Algerien geborenen und heute in Frankreich lebenden muslimischen Journalisten Mohamed Sifaoui, der sein Leben für Demokratie und Freiheit aufs Spiel setzt. Seine Lebensgeschichte ist ein Hoffnungszeichen für alle demokratisch gesinnten Muslime Europas.

    Der Journalist Mohamed Sifaoui verließ 1999 seine Heimat Algerien, nachdem er nur knapp einem Anschlag der Islamisten entgangen war. Heute lebt er in Frankreich, wo er weiter an der Aufdeckung islamistischer Netzwerke und ihrer Machenschaften arbeitet. Aufgrund seiner klaren Haltung gegen den islamistischen Fundamentalismus muss er um sein Leben fürchten und wird ständig von der Polizei bewacht.

    Die Dokumentation beschreibt Sifaouis Leben und Arbeit. Sie folgt dem Journalisten bei seinen Nachforschungen in einer Wohnsiedlung, die eine geheime Moschee beherbergt, und begleitet ihn vor Gericht, wo er dem Mann begegnet, der versprochen hat, ihm "eine Kugel in den Kopf zu jagen". Sifaoui war ein wichtiger Zeuge in einem Prozess, der vor einigen Monaten ganz Europa bewegte: der Rechtsstreit zwischen muslimischen Organisationen und der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo, die die dänischen Mohammed-Karikaturen nachdruckte.

    Im Zeugenstand erklärte Sifaoui, nicht etwa Karikaturisten seien daran Schuld, dass der Islam mit Gewalt in Verbindung gebracht werde, sondern diejenigen, die im Namen des Islam töteten. Manche haben ihn daraufhin als "Verräter am Islam" beschimpft, obwohl Sifaoui ein gläubiger Muslim ist und sich für einen weltoffenen Islam einsetzt. Aber Sifaoui steht mit seiner Haltung nicht allein. Auch andere Muslime und Musliminnen kämpfen in Deutschland, Dänemark und anderswo in Europa für die Demokratie und gegen den Islamismus. Der Film stellt einige von ihnen vor.

    Eine Dokumentation von Fabrice Gardel und Antoine Vitkine

    Sendetermin

    Di, 30.03.10, 23.30 Uhr

    ***

    Mittwoch, den 31. März 2010


    12.50 THEMA: Rückkehr der Religionen: Miteinander
    Christen und Muslime

    ***

    13.00 (VPS: 12.59) Alt geworden in der Fremde
    Muslime in Deutschland
    Film von Gunther Franke

    ***

    13.30 Allahs Rückkehr
    Andalusiens neue Muslime

    Film von Thomas Schneider

    ***

    14.00 Mein Gott − Dein Gott
    Was Christen und Muslime voneinander wissen sollten
    Film von Christian Hardke

    ***

    22.15 Morgenland (1/3)
    Ein Prophet verändert die Welt
    Film von Daniel Gerlach und Georg Graffe

    23.00 Morgenland (2/3)
    Mit den Schwertern des Geistes
    Film von Daniel Gerlach und Georg Graffe

    23.45 Morgenland (3/3)
    Imperien am Scheideweg
    Film von Daniel Gerlach und Georg Graffe

    ***

    Phoenix erklärt den Islam



    Der Islam (Hingabe) ist eine monotheistische Religion, deren höchstes Wesen sowie einziger existierender Gott Allah ist. Dieses Alleinstellungsmerkmal zeigt sich auch in der islamischen Lehre, die Vielgötterei als schwerste Sünde ansieht. Die Welt erfährt ihre creatio continua, die fortdauernde Schöpfung, durch den allwissenden, allmächtigen und allgütigen Gott. Er offenbarte sich den Menschen in verschiedenen Zeitaltern. Die letzte und verbindliche Offenbarung erfuhr ab dem Jahr 610 der Prophet Mohammed, der die göttlichen Leitsätze bündelte. Er gilt insofern nicht als Religionsgründer, da der Islam von Allah selbst gestiftet wurde. Mohammed selbst sah sich als Wiederhersteller der Religion Abrahams. Gläubige hoffen nach ihrem irdischen Leben auf den Einzug ins Paradies, Ungläubige müssen mit ewiger Höllenstrafe rechnen.

    Allah hat den Menschen mit einer besonderen Würde ausgestattet. Jeder Mensch ist ihm unmittelbar verantwortlich. Allah verlangt vom Menschen ein Verhalten, welches er als unvollkommenes Geschöpf auch tatsächlich an den Tag legen kann. Im Jüngsten Gericht wird der Gläubige (Muslim) daher auch nach seinen Taten beurteilt und kann das ewige Heil erlangen. Was als gottgewolltes Verhalten gilt, ist im Koran sowie der traditionellen Überlieferung des Lebens des Propheten (Sunna) niedergelegt. Beide bilden das islamische Recht, die Scharia. Darin werden sowohl ethischen Normen gesetzt (wie Solidarität, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit) wie konkrete Handlungsverbote ausgesprochen (Verbote bestimmter Speisen oder von Vergnügungen, Bekleidungsvorschriften). Muslim ist, wer als Muslim geboren wird, oder sich zum Islam bekennt. Ein Austritt ist nicht vorgesehen.

    Die Gläubigen haben auch kultische Pflichten zu erfüllen, die sogenannten Fünf Säulen: das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses, fünf tägliche Pflichtgebete, das Geben von Almosen, das Einhalten des Fastenmonats Ramadan sowie die Wallfahrt nach Mekka (Hadjdj). Die Ausübung der Religion ist sehr gemeinschaftsbezogen und findet entsprechend stark in der Öffentlichkeit statt. Das islamische Gemeinwesen ist nicht nur eine religiöse Gemeinschaft, sondern hat bedeutende kulturell-gesellschaftliche sowie rechtlich-staatliche Aspekte. Insofern ist die Verbindung von Staat und Religion von Beginn an sehr ausgeprägt. Lockerungen traten seit den 1960er Jahren fundamentalistische Gruppen entgegen.

    Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. In 114 Suren (Kapiteln) sind die Offenbarungen Mohammeds gesammelt. Er ist in arabischer Sprache abgefasst und in einem lyrischen Stil gehalten. Als geoffenbartes, unnachahmliches Gotteswort kann er nicht im eigentlichen Wortsinn in andere Sprachen übertragen werden. Übersetzungen werden zu kultischen Zwecken nicht verwendet. Eine Exegese durch Gelehrte ist schwierig, da es sich beim Koran um wahres Gotteswort handelt.

    Der Islam ist keine monolithisch gefügte Religion, sondern kennt verschiedene Traditionslinien, Fraktionen und Schulen. Etwa 90 Prozent der Muslime sind Sunniten, die je nach Herkunft wieder diversen Rechtsschulen angehören. Die restlichen 10 Prozent der Muslime sind Schiiten, die insbesondere im Irak und im Iran leben. Auch sie sind wiederum in verschiedene Schulen unterteilt. Grundlegende Diskrepanz der beiden Ausprägungen ist die Rolle des weltlichen und/oder religiösen Oberhauptes. Die Schiiten sehen im Oberhaupt Imam einen rechtmäßigen Nachfolger des Propheten, welchem daher unbedingte religiöse und weltliche Autorität zukommt.

  2. #2
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    AW: Phoenix: Mit Gott gegen alle alle - Der religiöse Fundamentalismus auf dem Vormarsch (und weitere)

    hier mal ein paar solcher radikal fundamentalistischen Glaubensartikel, mit denen fies hinterhältige evangelikale versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen:

    # Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.

    # Wir glauben, dass es recht ist, Königen, Präsidenten, Herrschern und Obrigkeiten untertan zu sein und dem Gesetz zu gehorchen, es zu achten und für es einzutreten.

    # Wir glauben, dass es recht ist, ehrlich, treu, keusch, gütig und tugendhaft zu sein und allen Menschen Gutes zu tun; ja, wir können sagen, dass wir der Ermahnung des Paulus folgen - wir glauben alles, wir hoffen alles, wir haben viel ertragen und hoffen, alles ertragen zu können. Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.


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