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    Rätseln um den neuen Nato-Generalsekretär

    [...]
    Gleich drei Gründe aus Ankara

    Nachdem die «Süddeutsche Zeitung» berichtet hatte, London, Paris und Berlin hätten sich auf Rasmussen geeinigt, schien der Däne unangefochtener Favorit zu sein, zumal es später hiess, auch Washington könne mit ihm gut leben. Doch dann kam Widerspruch aus der Türkei – selbstredend nichts Offizielles, aber unüberhörbar und wohl nicht ohne Abstimmung mit den politischen Instanzen. Rasmussen wird vorgeworfen, wegen seiner Rolle in der Affäre um die Mohammed-Karikaturen symbolisiere er in der islamischen Welt den «arroganten Westler», dem es völlig egal sei, wenn Muslime oder ihr Glauben beleidigt würden. Angesichts des Afghanistan-Einsatzes der Nato, hiess es weiter, wäre dies eine katastrophale Wahl. Dahinter steht aber auch Ärger in Ankara darüber, dass Kopenhagen lange Zeit Aktivisten der verbotenen, mittlerweile als terroristische Organisation abgestempelten Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) Asyl gewährte und eine kurdische Fernsehanstalt, der die Türkei enge Beziehungen zur PKK unterstellt, aus Dänemark senden liess. Und schliesslich lehnt Rasmussen einen EU-Beitritt der Türkei strikt ab, was für Ankara eine weitere Ohrfeige bedeutet.
    Chance für einen Aussenseiter?

    Das Vorgehen der grossen Nato-Mitglieder, sich informell zu einigen, rief dann auch in Osteuropa Kritiker auf den Plan. Sie stossen sich weniger an der Person Rasmussens, sondern fühlen sich von den grossen Mitgliedstaaten übergangen. Profitieren von einer verfahrenen Situation könnte ein Aussenseiter, wie etwa der norwegische Aussenminister Jonas Gahr Störe, der immer wieder genannt wird. Wenn bis zum Gipfel keine Einigung erzielt werden kann, vermuten Diplomaten in Brüssel, könnten die Karten aber auch ganz neu gemischt werden. Schon Scheffer und noch vor ihm Javier Solana sollen überraschend und ganz kurz vor ihrer Berufung als Kompromisskandidaten aus jemandes Hut gezogen worden sein.
    http://www.nzz.ch/nachrichten/intern...1.2267899.html
    [B][COLOR="darkgreen"][SIZE="3"][URL="http://michael-mannheimer.net/2010/01/10/der-islam-als-sieger-des-westlichen-werte-relativismus"]Michael Mannheimer Essays[/URL][/SIZE][/COLOR][/B]

  2. #2
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    AW: Rätseln um den neuen Nato-Generalsekretär

    Die Türkei schwingt sich zur Fürsprecherin der Muslime auf, will aber auch die Nato nicht verärgern

    Das ist schon lange nicht mehr passiert: Die Meinungsmacher der ganzen Türkei sind sich einig mit Premierminister Tayyip Erdogan. Das Verdienst gebührt den großen Nato-Ländern, die den Dänen Anders Fogh Rasmussen zu ihrem neuen Generalsekretär machen wollen. Erdogan sagte öffentlich, er halte das für keine gute Idee. Unter anderem wegen der Krise um die Mohammed-Karikaturen im Jahr 2006 in der dänischen Zeitung Jyllands Posten. Man muss kein frommer Muslim sein, um Erdogans Skepsis zu teilen, um wie der britische Guardian zu fürchten, Rasmussens Wahl könne ein "Geschenk" für die Taliban und für al-Qaida werden.
    Rasmussen hat die Veröffentlichung der Karikaturen im Interesse der Pressefreiheit damals verteidigt; das war richtig und seine Pflicht. Dass er sich hinterher weigerte, die Botschafter der muslimischen Länder zu empfangen, trug jedoch in jenen Tagen zur Eskalation bei und schürt heute die Opposition gegen ihn - in einer Zeit, da Afghanistan Priorität für die Allianz hat, da Präsident Barack Obama eine "neue Partnerschaft" mit der muslimischen Welt versprochen hat. Der liberale Teil der türkischen Presse schwankt nun in seinem Urteil zwischen "schlechte Wahl" und "die schlechteste Wahl", und selbst Hürriyet, Erdogans säkulare Erzfeindin, fragt: "Welcher afghanische oder pakistanische Führer könnte es sich leisten, bei einem Treffen mit Rasmussen gesehen zu werden, nachdem vor drei Jahren Puppen als Abbild des Dänen auf den Straßen dort brannten?" Das ist die eine Seite.
    Die andere Seite ist wieder einmal Erdogans Stil, mit dem er all jene vor den Kopf schlägt, die er eigentlich gewinnen müsste. Der Premier hat - wie schon bei seinem stürmischen Auszug aus Davos Ende Januar - erneut demonstriert, dass ihm der ruppige Ausfall mehr liegt als die diplomatische Depesche. Das liegt zum einen an seinem Naturell. Zum anderen war es Wahlkampf: Erdogan ahnte, dass seine AKP bei den Kommunalwahlen erstmals Stimmen verlieren würde - mit den Attacken gegen Israel in Davos und gegen Rasmussen suchte er die fromme Flanke seiner Partei abzusichern.
    weiter
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